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Literature

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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Wolfgang Borchert: „Das Brot“ – Interpretation In der Kurzgeschichte „Das Brot“, die 1946 von Wolfgang Borchert verfasst wurde, geht es um ein altes, ärmliches Ehepaar, das ihr Beziehungsprobl­em in Form von Kommunikationsp­rob­lemen verleugnet. Gleichzeitig werden aber auch Probleme der in der Nachkriegszeit herrschenden Ärmlichkeit thematisiert. Als die Frau nachts um halb drei aufgrund von Geräuschen ausgehend von der Küche aufwacht, bemerkt sie, dass ihr Mann nicht mehr neben ihr im Bett liegt. Als sie den Geräuschen…
Das Brot In der Kurzgeschichte Das Brot geschrieben von Wolfgang Borchert, verfasst in der Nachkriegszeit geht es um eine Frau, die nachts aufwacht und ihren Mann in der Küche mit einem Teller voller Brotkrümel ertappt. Der Mann überlegt eine Ausrede, obwohl seine Frau ihn schon durchschaut hat. Nachts wird eine Frau, um halb drei, durch ein Geräuch wach und merkt, dass ihr Ehemann nicht mehr im Bett neben ihr liegt. Sie geht nachsehen und findet ihn im Nachthemd mit einem leeren Teller mit Brotkrümeln in der Küche. Der Mann behauptet,…

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg - Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie

Interpretation und Unterrichtsplanung der Kurzgeschichte:
„Das Brot“


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung. 1

2. Entstehung des Werkes. 2

3. Begriffserläuterunge. 2

3.1 Kurzgeschichte. 2

3.2 Trümmerliteratur 3

4. Interpretation der Das Brot 4

4.1 Zeitgestaltung. 4

4.2 Handlung. 4

4.3 Gliederung. 5

4.4 Darstellung. 5

4.4.1 Erzählsituation  5

4.4.2 Erzählerrede und Figurenrede. 6

4.4.3 Symbolisierung. 6

4.5 Motiv. 7

4.5.1 Sozialökonomische Ebene. 8

4.5.2 Moralische Ebene. 8

5. Kurzgeschichten im Schulunterricht 8

5.1 Theorie und Didaktik. 8

5.2 Behandlung im Unterricht 10

6. Schlussbetrachtung. 11

7. Vorschlag zu einem Doppelstunde-Unterrichtsplan. 11

8. Literaturverzeichnis. 25

 


1. Einleitung

Das Brot ist eine Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert (20 Mai 1921 - 20 November 1947), einem bekannten deutschen Kurzgeschichtenautor der Nachkriegszeit. Sie wurde im Jahr 1946 verfasst und erstmals am 13. November 1946 in der Hamburger Freien Presse veröffentlicht. Diese Kurzgeschichte beschreibt eine Alltagssituation zwischen einer Frau und ihrem Ehemann in der Nachkriegszeit.

Im Hintergrund der Geschichte stehen Hunger und eine Knappheit an Gütern nach dem Krieg. Heinrich Böll der Das Brot „eine meisterhafte Erzählung, kühl und knapp, kein Wort zu wenig, kein Wort zu viel“ nannte, sah darin „das ganze Elend und die ganze Größe des Menschen mit aufgenommen“. Das Brot wurde häufig im Schulunterricht im Deutschland behandelt, die Überschaubarkeit des Werkes, seine Lesbarkeit bzw.

Verständlichkeit, der von Borchert getroffene Ton und sein Still haben immer wieder das Interesse der Lehrenden an Borchert geweckt und erhalten. (Wolfgang, 93) Die Texte vermittelten darüber hinaus auch einen Einblick in die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges. Während alle anderen Erzählungen von Borchert mehr oder weniger die Kriegs- und Nachkriegsrealität benennen, erfolgt diese zeitliche Lokalisierung hier nur ganz indirekt und muss vom Leser erschlossen werden.

Meiner Meinung nach eignen sich die Kurzgeschichten von Borchert für eine Literaturvermittlung im Fremdspracheunterricht, dadurch können die Lerner nicht nur die Sprache verbessern, sondern auch über die charakteristische Merkmale der Kurzgeschichte und die historischen und kulturellen Grundkenntnisse Deutschlands erfahren. Als ein typisches Beispiel Borcherts Kurzgeschichten eignen Das Brot sich auch perfekt als Rollenspiel dargestellt zu werden. Die Fragen stellen sich, was wird in dieser Geschichte erzählt, welches zeitgenössische Motiv wurde aufgegriffen, welche Erzähltechnik und Sprachliche Merkmale sind es zu sehen? Und aus didaktischen Perspektiven wie würde dieses Werk am optimalsten unterrichtet? Mit diesem Ziel wird auch ein Unterrichtsplan aufgestellt.


2. Entstehung des Werkes

Bevor wir richtig in das Thema Das Brot eintreten, sollen wir mit dem Autor Wolfgang Borchert vertraut sein werden und ermitteln, und auf welchem Hintergrund hat der Autor diese Kurzgeschichte verfasst hat. Am 20. Mai 1921 wurde Wolfgang Borchert in Hamburg geboren. Borcherts Schullaufbahn hatte zunächst recht gut begonnen, dann aber wurde er ein extrem schlechter Schüler, so dass er 1938 mit einem unzureichenden Zeugnis die Schule verließ. (Burgess, 175) Wolfgang Borchert schrieb schon seit seinem 15. Lebensjahr Gedichte, dennoch strebte er lange den Beruf eines Schauspielers an.

Endes des Jahres 1941 legte Borchert sein Schauspielexamen ab, aber kurz nach seinem 20. Geburtstag wurde er zu Hitlers Armee einberufen, nach seiner Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg litt Borchert unter einer Lebererkrankung. Die Krankheit verschlimmerte sich noch weiter unter dem Mangel an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung, sie unterbrach auch seine neue Theaterkarriere im Herbst 1945 und führt schließlich zu seinem frühen Tod.

Aber der Lebenstraum als Schauspieler verschwand nie, in einem Brief aus dem Mai 1947 zu seinem Erfolg als Schriftsteller betonte er noch: „von Haus aus bin ich Schauspieler. (Burgess, 175) Bereits Ende 1945 war Borchert bettlägerig, Anfang 1946 entdeckte er, der zuvor Gedichte schrieb und Schauspieler werden wollte, die Kurzgeschichte als künstlerische Ausdrucksmöglichkeit.

In den folgenden beiden Jahren bis zu seinem Tod am 20. November 1947 im Alter von 26 Jahren verfasste er aus seinem Krankenbett heraus über 50 kurze Prosatexte sowie die Kurzgeschichte Das Brot und das Drama Draußen vor der Tür. Im April folgte noch die Herausgabe des Prosasammelbandes Die Hundeblume. (Große, 23)

3. Begriffserläuterungen

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4.1 Zeitgestaltung

Die Erzählung verläuft strikt nach linearer Reihenfolge, bei der linearen Reihenfolge wird ein Geschehen in einem einfachen zeitlichen Nacheinander erzählt und ist die Chronologie grundlegendes Prinzip der Zeitgestaltung.

Je nachdem, wie das Verhältnis von Erzählzeit[2] zu erzählter Zeit ausfällt, wird die Reihenfolge beim linearen Erzählen also zeitdeckend, zeitraffend oder zeitdehnend ausfallen. Zeitraffend wird erzählt, wenn die Erzählzeit kleiner ist als die erzählte Zeit.  [3] Das Verhältnis beider Zeitebenen zueinander bestimmt die Raffungsintensität des Erzählens. (vgl. Lämmert, S.83) Die Geschichte passiert in einem Zeitraum weniger als 24 Stunden, die Erzählzeit ist kleiner deutlich als die erzählte Zeit, deshalb ist diese Kurzgeschichte zeitraffend. (Stefan, 109)

4.2 Handlungen

Eine Frau wacht nachts um halb drei auf von einem Geräusch auf und merkt, dass ihr Mann nicht mehr im Bett liegt. Sie geht zur Küche und sieht ihren Mann, wer sich eben Brot abgeschnitten hat. Der Mann gibt dies jedoch nicht zu, sondern behauptet, er habe wegen eines Geräusches nach dem Rechten sehen wollen. Sie bemerkt dass er alt aussieht, und er bemerkt dass sie auch alt aussieht.

Die beiden stehen weiter in der Küche für Kurre Weile und reden mit einander, dann gingen sie wieder zurück ins Schlafzimmer. Nach einiger Zeit hört sie ihn heimlich kauen. Am nächsten Abend gibt sie ihm eine ihrer 3 Scheiben Brot, unter dem Vorwand, sie könne das Brot nicht vertragen. Er ist beschämt und sie wartet eine Weile bis sie sich setzt.

4.3 Gliederung

Raum und Zeit in der Geschichte sind eng umgrenzt: Nur zwei Protagonisten treten auf, der Zeitraum entspricht weniger als 24 Stunden, der Schauplatz beschränkt sich auf die Küche und das Schlafzimmer. Meiner Meinung nach kann Man davon vier Teile unterscheiden.

Am Anfang bzw. im ersten Abschnitt (,,Plötzlich wachte sie auf……sein Atem fehlte.“) folgt die Frau ihrem Mann nach in die Küche. Der Hauptteil besteht aus der zweiten (,,Sie stand auf und tappte durch Bei Wind klappert sie immer.“) und dritten (,,Sie tappten sich beide über den dass sie davon langsam einschlief.“) Abschnitten.

Der zweite Abschnitt wird von der Szene in der Küche gebildet. Der dritte Abschnitt, in dem sie zurück zum Schlafzimmer schleichen und in den Betten liegen. Der Schluss (,,Als er am nächsten Abend nach Lampe an den Tisch.“) der Geschichte spielt am nächsten Tag, in der Küche sitzen die beiden und Abend essen.

4.4 Autorintention

Der Autor kann verschiedene Intentionen verfolgen: appellativ (zum Beispiel Werbung mit der Intention, den Leser zum Kauf eines Produkts zu bewegen, oder ein Parteiprogramm einer Partei),informativ(zum Beispiel Nachrichten oder Presseberichte) und expressiv (zum Beispiel Solidarität, Mitleid, Trauer, Freude)

Borchert will die,, gräuliche blutlose hängebusige flachschenkelige verbrauchte Hure“ Wahrheit aus der Käuflichkeit und Verlogenheit gefälliger, ,,glatter Sprachkleider befreien und sie zu sich selbst führen. “ (vgl. Zürcher, 6) Grundsätzlich ist seine Intention deshalb eher expressiv.

4.4.1 Erzählsituation

Die Perspektive, die Borchert wählt, ist auktorial.[4] Der Autor hat diese Geschichte neutral und aus der Distanz berichtet. Der Erzähler zwischen den Gedanken der beiden Hauptpersonen hin- und herspringt: "Sie überlegte, warum sie aufgewacht war." "Sie sieht doch schon alt aus, dachte er ." (Große, 36) Die auktoriale Perspektive ist nicht der Blickwinkel einer typischen Kurzgeschichte.

Die kurzen Geschichten werden meist personal erzählt[5]. Borchert orientiert sich hier noch am Vorbild der Erzählung deutscher oder russischer Tradition, weniger an amerikanischen Vorbildern wie etwa Hemingway. (St.....

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Aber ich glaube, dass sie verschwieg, um das Verständnis und Verzeihung gegen der Gebrochenheit ihres Mannes zu zeigen. Sie möchte nichts sagen und das Licht löscht, ihrem Mann die Bloßstellung zu ersparen.

4.5 Motive

Ich glaube, dass der Autor diese Kurzgeschichte geschrieben hat, um sowohl die Humanität als auch die Wirklichkeit der sozialökonomischen Situation in Nachkriegsdeutschland hervorzukehren. (Ludwig, 168) Obwohl hat er diese Aufgabe sehr unauffällig erledigt. Während alle anderen vorgestellten Erzählungen von Borchert mehr oder weniger direkt die Kriegs- und Nachkriegsrealität benennen, erfolgt diese zeitliche Lokalisierung hier nur ganz indirekt und muss vom Leser erschlossen werden. Gerade diese erzählerische, bewußste Zurücknahme des Pathos macht die in der Handlung der Frau bezeugte Humanität umso glaubwürdiger und eindringlicher. (vgl. Große, 47)

4.5.1 Sozialökonomische Ebene

Die Tat des Mannes stellt aus heutiger Sicht als Mundraub dar. Aber man muss für die Geschichte eine Zeit ansetzen, die den Mann zur in der Hunger herrscht und Lebensmittel rationiert sind. (Chang-Sub, 73) Der Autor portraitiert eine typische sozialökonomische Situation in Nachkriegsdeutschland, auf diesem indirekten Wege spielen der Krieg und seine Folgen in die Geschichte sehr klar hinein.

Man kann sagen, dass eigentlich der Krieg den Mann zur Lüge und Verrat treibt.

4.5.2 Moralische Ebene

Vom Standpunkt der Ethik hat der Mann seine Frau verraten, mit der er seit 39 Jahren verheiratet ist, dadurch er sich heimlich ein Stück Brot abgeschnitten und im Bett gekaut hat. Aber die Frau „nimmt den Mann in seiner Gebrochenheit an“ und verzeiht ihm, ohne es zu sagen. Sie ,,nutzt die Situation nicht zu einem Triumph im ehelichen Machtspiel“ aus.

Sie „erspart ihm auch die Bloßstellung“, indem sie das Licht ausmacht und sich später schlafend stellt, wenn der Mann heimlich das gestohlene Brot neben ihr kaut. Und am nächsten Tag gibt sie ihm noch ein weitere Scheibe Brot. Sie verlangt von ihrem Mann kein Geständnis seiner Tat und verzeiht auch völlig seine Handlung, weil sie die Hinfälligkeit des Menschen erkennt und sie auch liebevoll deckt.

Die Liebe wird eigentlich ,,in der Wortlosigkeit ausgedrüc.....

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3.    Besonders zu empfehlen sei „ eine verstärkte Heranziehung der Kurzgeschichte in der Schule“, weil sie als Bestandteil der modernen Dichtung „noch keinen fertigen Wertschablonen“ gebe, die „gedankenlos übernommen“ würden.

Darüber hinaus konzentrierten sich die Definitionen und pädagogischen Absichten bei der Kurzgeschichte auf den Gedanken über das Schicksal. Über ein aktuelles menschliches Schicksal in einer Zeitungsnotiz sollten bei der Ausarbeitung  in einer Kurzgeschichte allgemein-menschliche Wertvorstellungen behandelt, der Realitätsbezug zur Literatur hergestellt werden, nicht zuletzt zur klassischen Literatur (Marx, 173).

Die Kurzgeschichte diente vor allem als das Medium, um das Interesse an der Literatur zu wecken, und sollte die Schüler zu kritischem Nachdenken über zeitgenössische Probleme, menschliche Reaktionensweisen und ethische Fragen anregen, und sprachliche Schulung beitragen.

Auch die methodischen Gesichtspunkte wurden vielfältig angelegt. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Kurzgeschichte haben eine Reihe wesentlicher Gattungsmerkmale herausgestellt, deren Bedeutung auch unter namhaften Kurzgeschichtenautoren, unabhängig von ihren individuellen Vorstellungen hinsichtlich Thematik, Stil und Wirkung, anerkannt ist.

Die Merkmale einer Kurzgeschichte werden beispielsweise an spezifischen Gesichtern ausgeführt und zusammenfassend als: ,, Unvermittelter Anfang, Kürze, Beschränkung auf das Wesentliche, Aussparungen, Alltäglichkeit, offener Schluss, zum Nachdenken anregend“( )

5.2 Behandlungen im Unterricht

Die Kurzgeschichten Borcherts sind in den zurückliegenden Jahrzehnten von den Deutschenlehrern in den verschiedensten Klassenstufen besprochen worden. Man meint, die eignen sich nur für die frühen Jahrgangsstufen. Sicherlich sind die gewählte Methode und der Fragenhorizont für eine Behandlung und ihre Zuordnung zu einem bestimmten Klassenstufe auch wichtig.

Aber einige Kurzgeschichten von Borcherts eignen sich für eine Besprechung in den Klassenstufen 9 oder 10 sogar nicht, weil ihnen der historische Hintergrund von der Kriegs- u.....

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Die Grundtheorie von meinem Unterrichtsplannung ist die Forschung von Abraham und Kepser über die die Phasen und Verfahren des Literaturunterrichts. Über das Verfahren haben Abraham und Kepser gemeint dass die beiden Texterschließung und Interpretation sollten sich literaturdidaktisch ergänzen und überlappen. Die beiden Tätigkeiten sind nicht scharf abgrenzbar, aber bei dem,, Interpretieren“ setzt zwar mehr als „Erschließen“ ein souveränes Subjekt voraus, dass sozusagen die Deutungshoheit über einen Text besitzt, dass sich einen Überblick über Inhalt, Struktur und zu lösende Verständnisprobleme verschafft hat, dass sowohl über strukturelle Einsichten zum Text als gegenbenfalls erfordliche textexterne Kenntnisse bereits verfügt. (vgl. Abraham und Kepser 2009, 220 )

6.1 Verfahren der Texterschließung

Die Texterschließung unterscheidet sich einige Typen: Traditionell steht am Beginn des Unterrichts über einen Text die Sicherung des Inhalts, und zwar die inhaltssichernde Verfahren, die haben Anteil an der Entwicklung allgemeiner Lese- und Schreibkompetenz. Inhaltsangabe, Nacherzählung und Zusammenfassung sind nicht nur traditionelle Arbeitsformen des Deutschunterrichts und als auch Gegenstand der fachdidaktischen Kritik und Neukonzeption.

„Textnahes Lesen“ in Verbindung mit Schreibaufgaben gehört zu den Leseformen, die gelehrt und gelernt werden müssen, welches überschreitet das inhaltsfixierte Freizeitlesen im Bewusstsein eines weitergehenden lesedidaktischen Auftrags. Je genauer eine Schreibaufgabe formuliert ist, desto mehr zwingt sie zur genauen und wiederholten Lektüre.

„Szenische Verfahren“ bieten durch Vorlesen, Standbilder bauen, literarische Rollenspiele und so weiter, eine Möglichkeit des kreativen und spielerischen Umgangs mit Literatur.

„Diskursive Verfahren“ der Texterschließung unterscheidet sich von dem gelenkten Unterrichtsgespräch und dem Literarischen Gespräch, in dem letzten verhalten die Lehrer als Moderator und Impulsgeber. In beiden Fällen kann man durchasu von Texterschließung sprechen, und das Medium ist jeweils die Mündlichkeit.

6.2 Verfahren der Interpretation

Wer sich im Kontext des Deutschunterrichts mit der Interpretation auseinandersetzt, denkt dabei vermutlich als erstes an bestimmte Schrebaufgaben. Dabei sind gerade die nichtschriflichen Verfahren für das tägliche Unterrichtsgeschehen zentral, durch das Unterrichtsgespräch. Als Alternative dazu wird schon seit längerer Zeit das Literarische Gespräch diskutiert.

Darüber hinaus gibt es noch die szenischen Verfahren und visuellen u.....

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Jeden Abend. Aber nun lagen Krümel auf dem Tuch. Und das Messer lag da. Sie fühlte, wie die Kälte der Fliesen langsam an ihr hoch kroch. Und sie sah von dem Teller weg.

"Ich dachte, hier wäre was", sagte er und sah in der Küche umher.
"Ich habe auch was gehört", antwortete sie, und dabei fand sie, dass er nachts im Hemd doch schon recht alt aussah. So alt wie er war. Dreiundsechzig. Tagsüber sah er manchmal jünger aus. Sie sieht doch schon alt aus, dachte er, im Hemd sieht sie doch ziemlich alt aus.

Aber das liegt vielleicht an den Haaren. Bei den Frauen liegt das nachts immer an den Haaren. Die machen dann auf einmal so alt.

"Du hättest Schuhe anziehen sollen. So barfuß auf den kalten Fließen. Du erkältest dich noch."

Sie sah ihn nicht an, weil sie nicht ertragen konnte, dass er log. Dass er log, nachdem sie neununddreißig Jahre verheiratet waren.

"Ich dachte, hier wäre was", sagte er noch einmal und sah wieder so sinnlos von einer Ecke in die andere, "ich hörte hier was. Da dachte ich, hier wäre was." "Ich hab auch was gehört. Aber es war wohl nichts." Sie stellte den Teller vom Tisch und schnippte die Krümel von der Decke.

"Nein, es war wohl nichts", echote er unsicher.
Sie kam ihm zu Hilfe: "Komm man. Das war wohl draußen. Komm man zu Bett. Du erkältest dich noch. Auf den kalten Fließen."
Er sah zum Fenster hin. "Ja, das muss wohl draußen gewesen sein. Ich dachte, es wäre hier."
Sie hob die Hand zum Lichtschalter. Ich muss das Licht jetzt ausmachen, sonst muss ich nach dem Teller sehen, dachte sie.

Ich darf doch nicht nach dem Teller sehen. "Komm man", sagte sie und machte das Licht aus, "das war wohl draußen. Die Dachrinne schlägt immer bei Wind gegen die Wand. Es war si-cher die Dachrinne. Bei Wind klappert sie immer."

Sie tappten sich beide über den dunklen Korridor zum Schlafzimmer. Ihre nackten Füße plats.....

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