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German studies

University, School

Universität Vechta

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2,0, Markus Bücker, 2009

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Das absurde Theater in Deutschland – Hildesheimers Erlanger Rede im Kontext internationaler Ansätze


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung S 3

2 Wolfgang Hildesheimer – Erlanger Rede S 4

3 Das Absurde bei Beckett, Pinter und Ionesco S 7

4 Schlusswort S 9

5 Quellenverzeichnis S 11


Einleitung

Es gibt viele bekannte Dramatiker des absurden Theaters: Samuel Beckett, Eugene Ionesco, Arthur Adamov, Jean Genet, Harold Pinter und einige mehr In der Literatur findet man oftmals Arbeiten über diese internationalen Schriftsteller, die man miteinander verglichen und Unterschiede herausgearbeitet hat Wolfgang Hildesheimer als einer der deutschen Dramatiker des absurden Theaters scheint bei so vielen bekannten Namen fast unterzugehen Zumindest scheint man über seine absurden Stücke weniger zu schreiben als über die eben genannten Dramatiker, so kommt es mir vor Dennoch spielt er eine wichtige Rolle, gerade wenn es darum geht, die Definition und Merkmale des absurden Theaters herauszuarbeiten Besonders seine Rede 1960, die er anlässlich der „Internationalen Theaterwoche der Studentenbühnen“ in Erlangen hielt, sorgt 1960 mit seiner Erlanger Rede “Über das absurde Theater” für Aufsehen

Ich habe mich gefragt, ob und inwieweit sich Hildesheimer in seiner Betrachtung über das absurde Theater von den anderen Dramatikern des Absurden unterscheidet

Mit dem absurden Theater meine ich das Theater, das sich vom wirklichkeits- und gesellschaftsabbildenem Theater abgrenzt Es wird vom Lateinischen “absurdus” abgeleitet, es bedeutet “misstönend Mit “absurd” wird oft die Sinnlosigkeit gemeint, schon Satre sagte: “Die Welt und der Mensch in ihr hat keinen Sinn ” Es zeigt die Verkümmerung und Destruktion des Menschen abstrakt, gesellschafts- und geschichtsentrückt, als Einmauerung in der sinnentleerten Welt[1]

Im Folgenden werde ich die Erlanger Rede zusammenfassend darstellen, um die Auffassung Hildesheimers über das absurde Theater nachzuvollziehen Danach werde ich auf einige Merkmale der absurden Stücke von Beckett, Pinter und Ionesco eingehen, um diese anschließend mit Hildesheimers Auffassung zu vergleichen


Wolfgang Hildesheimer – Erlanger Rede

In Wolfgang Hildesheimers Erlanger Rede bekommen wir einen guten Einblick über seine Auffassung über das absurde Theater Hildesheimer selbst betont in seiner Rede, dass er noch nie etwas über das absurde Theater gelesen hat und seine Ausführungen aufgrund dessen subjektiv sind[2]

Das absurde Theater, so Hildesheimer, diene der Konfrontation des Publikums mit dem Absurden, indem es ihm seine eigene Absurdität vorhält Das Publikum selbst aber möchte das Absurde, auch die Philosophie des Absurden genannt, nicht auf sich beziehen und sich selbst als absurd betrachten Es wird als eine Wechselbeziehung zwischen Theater und Publikum beschrieben, weil sie einander gegenseitig als absurd erscheinen Für Hildesheimer gibt es viele Formen des absurden Theaters, welche aber oft von außen nicht gesehen werden Beispielsweise unterscheiden sich Ionesco und Beckett in ihrem Schreibstil, dennoch werden sie zumeist „in einem Atemzug genannt"[3]

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Das absurde Theaterstück fordert von seinem Publikum aktiven Nachvollzug Aber das Publikum kann dieser Forderung oftmals nicht nachkommen, da ihm das Bühnengeschehen als zusammenhanglos und unlogisch erscheint Es wird ihm die Tatsache nicht bewusst, dass das Leben selbst zusammenhanglos und unlogisch ist, weil sich sein eigenes Leben innerhalb der Grenzen eines für ihn logischen Systems vollzieht[10] Der Zuschauer erwartet in einem Theaterstück den Fokus auf Probleme der Zeit, historische Geschehen und menschliche Beziehungen Selbst fantastische Bühnenstücke findet er gut solange er sich von der Wirklichkeit distanzieren kann Das Absurde jedoch, das gleichgesetzt wird mit „verrückt“ oder „unzumutbar“, steht für ihn außerhalb seiner gewohnten Begriffswelt[11]

Wird dem Zuschauer das Gesehene zu absurd, beispielsweise wenn zwei menschliche Wesen aus dem Mülleimer hervorkommen, so fühlt er sich verspottet Jedoch ist genau das Gegenteil beabsichtigt: Der Zuschauer soll das Bühnengeschehen mit dem „tragischen Spott“ belegen, von dem Ionesco spricht[12]

Es gibt unter den Stücken des absurden Theaters auch populär gewordene, bei denen der Erfolg nicht auf der Absurdität beruht „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett ist eines dieser Stücke aufgrund einer Aufführung, die durch Liedeinlagen bzw einer Art Musikregie das Geschehene zur Geltung gebracht hat Bei Ionescos Stück „Die Nashörner“ beruht der Erfolg darauf, dass es kein absurdes Stück ist[13] Es enthalte ein Element des Absurden, ansonsten jedoch habe Ionesco mit den Mitteln einer ganz normalen Parabel sowie mit der symbolischen und moralischen Demonstrationsebene gearbeitet Es enthüllt sich zwar in seiner Deutung eine innere Unlogik, jedoch ist es deutbar wie eine Allegorie

Es verstoße gegen die innere Gesetzlichkeit des Theaters, auf zwei verschiedenen Ebenen wirken zu wollen, wie Ionesco es in den „Nashörnern“ zu tun scheint: Einerseits auf der Ebene der gewöhnlichen Parabel, die eine moralische Läuterung oder Einsicht vorbereitet und andererseits durch den Parabelgehalt des absurden Theaters, der wiederum diese Läuterung verschmäht Absurdes Theater bedeutet: Eingeständnis der Ohnmacht des Theaters, den Menschen läutern zu können und sich dieser Ohnmacht als Vorwand des Theaterspiels zu bedienen Ohnmacht und Zweifel, die Fremdheit der Welt, sind Sinn und Tendenz jedes absurden Stückes[14] Es möchte keine Geschichte erzählen noch eine These belegen und auch nichts Typisches demonstrieren oder einem bestimmten Prinzip nachgehen, das durch Helden vertreten bzw symbolisiert wird[15]

Das Darzustellende hat keine dramaturgische Regel, es vollzieht sich aber in einem bestimmten Rahmen Die Ebene, auf der sich das Absurde abspielt, bleibt nicht auf die Sprache verschränkt, sondern bedient sich der Gestik, des Mimus Jede auftretende Figur ist ein Deus ex Machina[16]

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Bei Beckett erhalten das den Menschen umgebende Nichts, die Leere, die Einsamkeit und die metaphysische Angst besondere Gewichtung Er zeigt die Verkümmerung des Daseins, das die Hoffnungslosigkeit durch die sinnlosen Aktivitäten der Charaktere unterstreicht Pinter thematisiert die unerklärlichen Bedrohungen durch Eindringlinge aus einer nicht näher definierten Außenwelt, indem er die Ängste und vergeblichen Abwehrversuche der Figuren demonstriert Ionesco bringt die Unverständlichkeit einer chaotischen Welt und die aus ihr resultierenden existenziellen Angstzustände durch sinnlose Worte, auf die Bühne[22] Eine Welt, die unverständlich und unvernünftig erscheint, wird inszeniert In dieser Welt sind die Charaktere den Zuständen machtlos ausgeliefert und das Unerwartete wird als das Normale angesehen[23]

Die Charaktere Becketts, die verzweifelt versuchen, eine gewisse Alltagsnormalität vorzutäuschen, befinden sich alle in extremen Situationen Bei ihnen geht es um das Überleben bzw um das Durchstehen von schwierigen Situationen Pinter zeigt Personen, die durch das Leben treiben und in deren Existenz unvermittelt Außenstehende eingreifen Ein zentrales Thema bildet die Bedrohung des Einzelnen in seiner Wohnung oder in seinem Zimmer durch unerwünschte Eindringlinge, wie es auch in „The Attic Story“ oder „Box and Cox“ dargestellt wird[24]

In fast allen absurden Stücken fehlt eine Handlung oder eine Intrige Die Stücke bestehen aus einer Folge von Aktivitäten, die auf kein Ende hinweisen und die Unveränderbarkeit der gegebenen Situation immer wieder aufzeigen Daher schließen die absurden Stücke meist mit einem offenen Ende bzw einer unbeantworteten Frage[25]

In einigen Stücken Becketts, Pinters und Ionescos befinden sich Lied- und Tanzeinlagen Schon in den Farcen des 19 Jahrhunderts wird viel gesungen und bei Becketts „Warten auf Godot“ wird diese Farcentradition[26] ebenfalls fortgesetzt Den zweiten Akt von „Warten auf Godot“ leitet er mit einem kleinen Rundgesang ein, einem Volkslied in gefühllosen und endlosen Kreisbewegungen Später wird ein bekannter Wiener Walzer gespielt, der die Sehnsucht nach der Vergangenheit unterstreicht Diese Lieder tragen dazu bei, eine Atmosphäre von unerfüllter Sehnsucht und emotionaler Abgestumpftheit zu vermitteln Bei Ionescos Stücken unterstreichen sie das Durcheinander des Geschehens[27]

Becketts, Ionescos und Pinters Stücken wird eine starke Theaterwirksamkeit bescheinigt Ihre Stücke würden das intensive Erfahren und Spüren von dargestellten Geschehen und Emotionen dem Publikum mitreißend vermitteln „Godot is a feeling“, schreibt auch A Levy[28] in seiner Rezension über eine Auffüh.....

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Hildesheimer kritisiert in seiner Rede Ionescos Werk „Die Nashörner“ Es sei kein absurdes Stück und enthalte lediglich ein Element des Absurden Ionesco hat eine normale Parabel geschrieben und dabei mit der symbolischen Ebene gearbeitet Symbolik aber findet bei Hildesheimer keinen Platz im absurden Theater Trotzdem gibt es aber Dramatiker des Absurden, die dieses Stilmittel der Symbolik in ihren Stücken verwenden Dort scheint es eine geteilte Meinung zu geben, denn „Die Nashörner“ gehört zu den klassischen Stücken des absurden Theaters

Ebenfalls kritisiert Hildesheimer die Wirkung auf zwei verschiedenen Ebenen in Ionescos „Die Nashörner“ Ionesco arbeitet einerseits auf der Ebene der gewöhnlichen Parabel und andererseits auf der Ebene mit dem Parabelgehalt des absurden Theaters

Eine Gemeinsamkeit der Dramatiker besteht darin, dass in fast allen Stücken ein „Plot“ oder eine Intrige entfällt Die Handlungen der Figuren sind „eine bunte Folge von Aktivitäten“ Sie bringen keinen Fortschritt, lassen die Unveränderbarkeit der Situation erahnen und führen zu keinem Schluss Becketts „Warten auf Godot“ demonstriert diese Unveränderbarkeit sehr deutlich Die Situation bzw der Zustand ist zentral für das Theater des Absurden Das offene Ausklingen und das Verharren in einer unbeantworteten Frage ist ebenfalls ein typisches Merkmal absurder Theaterstücke


Quellenverzeichnis


Drechsler, Ute (1988): Die <absurde Farce> bei Beckett, Pinter und Ionesco Tübingen: Gunter Narr Verlag


Guthke, Karl S (1971): Die Mythologie der entgötterten Welt Göttingen: Vandenhoeck


Iser, Wolfgang (1961): Samuel Becketts dramatische Sprache In: Germanisch-romanische Monatsschrift


Hildesheimer, Wolfgang (1960): Erlanger Rede In: Wolfgang Hildesheimer Gesammelte Werke Band 7 Herausgegeben von Christiaan Lucas Hart Nibbrig und Volker Jehle Frankfurt am Main: Suhrkamp


Platz-Waury, Elke (1999): Literaturwissenschaft im Grundstudium 2 Drama und Theater Eine Einführung 5 , vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage Tübingen: Gunter Narr Verlag




[1] Meyers .....

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[17] Hildesheimer, Wolfgang (1960): Erlanger Rede S 24

[18] Ebd Vgl S 25 f

[19] Drechsler, Ute (1988): Die <absurde Farce> bei Beckett, Pinter und Ionesco S 105

[20] Guthke, Karl S (1971): Die Mythologie der entgötterten Welt S 93

[21] Drechsler, Ute (1988): Die <absurde Farce> bei Beckett, Pinter und Ionesco S 106

[22] Ebd S 107

[23] Iser, Wolfgang (1961): Samuel Becketts dramatische Sprache S 457

[24] Ebd S 112

[25] Ebd S 114

[26] Anleihen bei der Farce sind bei den absurden Dramatikern häufig

[27] Ebd S 125

[28] Alan Levy war ein US-amerikanischer Journalist

[29] Platz-Waury, Elke (1999): Literaturwissenschaft im Grundstudium 2 Drama und Theater Eine Einführung S 208 f

[30] Platz-Waury, Elke (1999): Literaturwissenschaft im Grundstudium 2 Drama und Theater Eine Einführung S 211

[31] Vgl Ebd S 208

[32] Platz-Waury, Elke (1999): Literaturwissenschaft im Grundstudium 2 Drama und Theater Ein.....

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