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Term paper
Political Studies

University, School

FILUM, Kragujevac, Serbien

Grade, Teacher, Year

1, Dr. Volic-Hellbusch, 2010

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Text by Fabienne D. ©
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Die Deutsche im Dorf Lesejournal Seiten 5-32 13.11.2010 45min Den Anfang des Buches finde ich ziemlich gewöhnlich. Zuerst wird einem die Hauptperson näher gebracht, anschließend die Umgebung in der er wohnt und die Geschichte spielt. Ich frage mich wieso man den Namen der Hauptperson nicht sofort erfährt? Christian scheint für unsere Hauptperson ein echter Glücksfall zu sein, aber ich weiß nicht warum die Hauptperson sich so viele Gedanken macht über das Tun und Handeln und ihre Traditionen mit Christian wie zum Beispiel das rausstellen…
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Die Früchte des dornenreichen Weges der
Befreiung des schönen Geschlechts

Clara Zetkin als Kämpferin für eine Idee


(Clara Zetkin 1897)

„Lassen wir uns nicht schrecken durch die Ungunst äußerer Umstände, haben wir für alle Schwierigkeiten nur eine Antwort: Erst recht!“[1]

Inhalt                                                                         

1. Einführung. 3

2. Die Rolle der Frau im 18. und 19. Jahrhundert 3

3. Die Entstehung der Frauenbewegungen. 5

4. Beginn der proletarischen Frauenbewegung. 8

5. Clara Zetkins Kampf um Gleichberechtigung. 11

5.1. Clara Zetkins Lebenslauf 11

5.2. Die Entdeckung ihrer Berufung als Politikerin. 12

5.3. Führerin der internationalen proletarischen Frauenbewegung. 14

5.4. Kritikerin des bürgerlichen Feminismus 15

5.5. Gründerin des Internationalen Frauentages 17

5.6. Gegnerin des Ersten Weltkriegs 19

5.8. Kämpferin bis zur letzten Stunde. 21

6. Clara Zetkins Beitrag zur Frauenemanzipation. 22

7. Was Clara Zetkin zu verdanken ist 24

8. Literaturverzeichnis 27


1. Einführung

Frauenemanzipation . Klingt veraltet, aber ist das Thema tatsächlich nicht mehr aktuell? Sind denn Frauen und Männer heutzutage in der Tat gleichgestellt? Oder leben wir in einer Illusion? Um dies herauszufinden, befasste ich mich mit der bedeutendsten Persönlichkeit der Frauenbewegung – Clara Zektin.

Gegenstand dieser Arbeit ist Clara Zetkins Beitrag zur Frauenemanzipation. Diese Seminararbeit soll zeigen, wie das Bild der Frau vor und während der Industrialisierung aussah, wie sie heute betrachtet wird und wie sie betrachtet werden sollte. Diese Arbeit befasst sich hauptsächlich mit den Erfolgen und erreichten Veränderungen hinsichtlich der sozialen und rechtlichen Lage der Frau und dem Geschlechterverhältnis, die dank der großen Kämpferin Clara Zetkin erreicht wurden.


2. Die Rolle der Frau im 18. und 19. Jahrhundert

Die traditionelle Ordnung geht von der Familie aus, die „unter einem Dach“ lebt. Dabei handelt es sich um die vorindustrielle Familie, bei der alle Produktions- und Verwertungsschritte in einem Haus erfolgen. Im traditionellen „Haus“, gab es den Hausvater, dem alle anderen Mitglieder des Hauses unterstellt waren, sowohl Familienmitglieder als auch Mägde und Knechte.

In der Regel stellte der Hausvater „die Verbindung zwischen Staat und (weiblichen) Familienangehörigen[2] dar. Mit der Entwicklung zur Industriegesellschaft und damit der Verlagerung der Produktion außerhalb des Hauses löste sich das Haus als Herrschaftsverband langsam auf. Im 18. und 19. Jahrhundert werden den Männern und Frauen naturgegeben unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben.

So schreibt Joachim Heinrich Campe (1746 – 1818) im Jahr 1789: “Es ist also der übereinstimmende Wille der Natur und der männlichen Gesellschaft, dass der Mann des Weibes Beschützer und Oberhaupt, das Weib hingegen die sich an ihn anschmiegende, sich an ihn haltende und stützende, treue, dankbare und folgsame Gefährtin und Gehilfin seines Lebens sein sollte[3].

Diese Erziehung zu diesen Charakteristiken sollte laut Campe vor allem der Vater übernehmen, da die Mutter als ungeeignet für eine sittliche und geistige  Bildung ihrer Kinder betrachtete. Auch Immanuel Kant (1724 – 1804) war der Meinung, dass Frauen nicht dazu fähig waren, tiefgründige Überlegungen anzustellen. Sie soll Leichtigkeit und Schönheit zeigen und dazu bestimmt sein, eine Ehe zu führen, da sie den Mann zu ergänzen und zu verfeinern hat.

Er sagt dem Mann seien „Verstand und Kühnheit, ihr Witz und Listigkeit zu eigen, er besitzt Wahrhaftigkeit und Redlichkeit, sie Scherz und gefällige Schmeichelei.“[4]

Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762 – 1814) ging so weit, dass er behauptete, die Frau hätte als Ehefrau ihr eigenes Leben zugunsten ihres Mannes aufgegeben und brauche desh.....[read full text]

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So forderte die Frauenrechtlerin und Revolutionärin Olympe de Gouges (1748 – 1793)  mit ihrer „Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne“[7] bereits 1791, also kurz nach  der „Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen“[8] (1789), dieselben Rechte und Pflichten für Frauen an.

Ihre feministisch-revolutionäre Erklärung war noch im Druck, als die männlich geprägte bürgerliche Verfassung bereits angenommen und Frankreich eine konstitutionelle Monarchie geworden war. Das Problem lag darin, dass die Formulierungen von Menschen- und Bürgerrechten zu diesem Zeitpunkt nur für Männer galten.  Ein Fürsprecher für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen zu jener Zeit war Jean Antoine de Condorcet[9] (1743 – 1794).

Er betrachtete die Frau als Wesen mit Vernunft und sie war dem Mann gleichzustellen.  

Theodor Gottlieb von Hippel (1741 – 1796) verfasste 1792 die Schrift „Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber“, veröffentlichte diese jedoch anonym aus Angst um seine Position als angesehener Staatsbeamter. Damals in Deutschland war er einer der führenden Wegbereiter der Frauenemanzipation, obwohl er mit Immanuel Kant eng befreundet war.

Mary Wollstonecraft (1759 – 1797) verfasste im selben Jahr die feministische Schrift „Vindication of the Rights of Women“[10]. Wollstonecraft ging davon aus, dass jeder Mensch die  gleichen Rechte habe, egal ob Mann oder Frau. Sie kritisierte scharf, dass die Erziehung und Bildung der Frauen nur darauf ausgerichtet seien, sie zu „Bedürfnisbefriedigerinnen“ der Männer zu machen.

Wollstonecrafts „Vindication of the Rights of Women“ und Hippels „Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber“ gelten als die ersten feministischen Schriften im deutschsprachigen Raum.

Die erste Phase der Frauenbewegung nahm demnach im 18. Jahrhundert ihren Anfang und  war stark vom Ziel der Französischen Revolution, der Gleichheit aller Menschen und den Ideen der Aufklärung geprägt. Im Zuge der Französischen Revolution bildeten sich erste Frauenclubs. Ihre Forderungen lauteten: dieselben Bürgerrechte für Frauen wie für Männer, die Gleichstellung von Mann und Frau und das allgemeine Wahlrecht.

Jedoch scheiterte dieser Versuch, da sich das Bewusstsein der Menschen nicht so rasant ändern konnte. Obwohl die Kirche propagierte, dass Mann und Frau für Gott dasselbe seien, dass Gott unabhängig vom Geschlecht alle seine Kinder liebe und dass sie dieselben Rechten hätten, glaubten die Leute dennoch, dass „Frauen hinterlistige Verführerinnen waren, wie es Eva in der Bibel war[11].

Im Vormärz entwickelten sich zwei unterschiedliche Strömungen: die bürgerliche und die proletarische Frauenbewegung. Louise Otto-Peters (1819 – 1895) gilt mit ihrer im Jahr 1843 öffentlich formulierten Forderung: „Die Teilnahme der Frauen an den Interessen des Staates ist nicht ein Recht, sondern eine Pflicht“ als die Gründerin der ersten Welle der bürgerlichen deutschen Frauenbewegung, deren Mitglieder, Töchter und Frauen aus bürgerlichem Hause, sich aktiv für die Partizipation an formalen (Aus-) Bildungszusammenhängen und die Möglichkeit des Hochschulstudiums einsetzten.

Die zweite Welle der Frauenbewegungen fand während der Revolution von 1848/9 statt. 1848 verlangten verschiedene französische Frauenvereine das gleiche Wahlrecht und sogar ein Recht auf bezahlte Arbeit. Aber mit diesen Forderungen standen die Pariser Feministinnen in Europa des Jahres .....

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In dieser Resolution spiegelte sich das althergebrachte Bild von der Frau und ihrer Bestimmung zur Hausfrau und Mutter wider: Die Frau sorge für „die Reproduktion der Familie, versorge den Haushalt, ziehe die Kinder auf und biete dem Mann einen kompensatorischen Ausgleich für den Kampf ums tägliche Brot.“[14]

Die Arbeiterbewegung unter August Bebel und Wilhelm Liebknecht beurteilte dieses Thema anders. Sie sah in der kapitalistischen Lohnarbeit der Frau eine „emanzipatorische Potenz“, die darin lag, „daß die Frauen mit gesellschaftlich- öffentlichen Problemen außerhalb ihres Hauses in Berührung kommen, ihr Horizont sich erweitert, sie durch die Zwangsorganisation in der Fabrik zu kollektivem Handeln ermuntert werden[15], wie es in dem Entwurf des Generalrats zum ersten Kongress der „Internationale“ 1866 in Genf hieß.

Diese stärker unter Berufung auf das „Kommunistische Manifest“ operierenden Arbeitervereine waren organisiert in dem „Verband Deutscher Arbeitervereine“, aus dem später die „Sozialistische Arbeiterpartei“ (SAP) hervorging. Auf dem dritten Vereinstag des Vorgängers der Partei (1865) waren drei Anträge angenommen worden, welche den Einfluss des ADFs auf die Positionen in der Frauenfrage widerspiegelten.

In diesen drei Anträgen war eine „typisch liberale Beweisführung“ erbracht worden, welche ,,das Recht auf freie Selbstbestimmung der Frau durch das Recht auf Erwerbsarbeit in Wirtschaft und Staat eingelöst"[16] sah.

Dennoch war es zunächst schwer zu verhindern, dass sich ein „proletarischer Antifeminismus“ unter den Arbeitern breitmachte. Schon 1867 auf dem Vereinstag in Eisenach wurden die Anträge revidiert und die Frauenarbeit als verwerflich abgewertet. Auf der Gründungsversammlung der SAP 1869 in Eisenach fand man letztendlich einen mehrheitsfähigen Kompromiss: „Eine Einschränkung der Frauenarbeit in industriellen Etablissements[17] wurde als Ziel ins Programm aufgenommen.

Innerhalb der Arbeiterbewegung rückte in den 70er- Jahren die Emanzipationsbewegung der Frau in den Hintergrund.  Doch in den 80er- Jahren kam es auf der Einigungsversammlung des ADAs und der SAP zur ,,Sozialdemokratischen Arbeiterpartei", der späteren ,,Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" (SPD) 1875 in Gotha dennoch zu einem für die Frauenbewegung erfreulichen Fortschritt innerhalb der Sozialdemokratie.

Zwar forderte man das Frauenwahlrecht noch immer nicht explizit, jedoch beanspruchte man nun geschlechtsneutral das allgemeine Wahlrecht aller Staatsangehörigen vom 20. Lebensjahr an. Die Einschränkung der Frauenarbeit wurde auf „die Gesundheit und die Sittlichkeit schädigenden“ Berufe beschränkt.[18] Fortan wurden gewählte Frauen als Delegierte zu den Parteitagen zugelassen. 1877 nahm die sozialdemokratische Reichstagsfraktion zum ersten Mal die Angelegenheiten der Arbeiterinnen auf und forderte (erfolglos) die Verabschiedung eines Arb.....

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1874-1878 – Clara  Zetkin besuchte sie das Lehrerinnenseminars in Leipzig, das von der Frauenrechtlerin Auguste Schmidt geleiteten wurde. Sie nahm an Diskutiernachmittagen des ADFs teil und knüpfte erste Kontakte zur Sozialdemokratie. Sie lernte den russischen Revolutionär Ossip Zetkin kennen.

1878 – Beitritt zur SAP

1878-1882 – Zetkin arbeitete als Erzieherin in Sachsen und Österreich.

1882 - Sie geht nach Paris, wo sie mit Zetkin zusammenlebt. Obwohl sie nicht heirateten, nahm sie seinen Nachnamen an. Sie bekamen zwei Söhne.

1889 - Ihr Mann starb nach langer Krankheit. Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale in Paris, den sie mitvorbereitet hatte, referierte sie über die proletarische Frauenbewegung. Sie forderte die vollständige berufliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau sowie ihre aktive Teilnahme am Klassenkampf.

1891 – Nach  dem Auslaufen des "Sozialistengesetzes" kehrte sie nach Deutschland zurück und zog nach Stuttgart.

1892 – Zetkin  gründete und leitete die sozialdemokratische Frauenzeitschrift "Die Gleichheit".

1897 – Sie  heiratet mit dem Maler Georg Friedrich Zundel.

1907 – Auf  der ersten Internationalen Konferenz sozialistischer Frauen in Stuttgart wurde Zetkin zur Vorsitzenden des Internationalen Frauensekretariats gewählt.

1910 – Auf  der zweiten Internationalen Konferenz sozialistischer Frauen in Kopenhagen schlägt sie die Einrichtung eines Internationalen Frauentags vor.

1914/15 – Nach  Beginn des Ersten Weltkriegs lehnte sie als Vertreterin der linken Strömung innerhalb der SPD die Politik des &quo.....

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1933 – Clara  Zetkin starb nach schwerer Krankheit in Archangelskoje bei Moskau.

 

5.2. Die Entdeckung ihrer Berufung als Politikerin

Wie dem Lebenslauf zu entnehmen ist war Clara Zetkin Politikerin, Theoretikerin, Pädagogin, Sozialistin, Marxistin, Journalistin, Pazifistin und vieles mehr. Vor allem war sie die Begründerin der internationalen proletarischen Frauenbewegung, aber bis zu dieser Gründung hatte sie noch einen langen Weg zurück zu legen.

Zu Beginn des Sozialistengesetzes (1878-1890) wurde sie 1878 Mitglied der SPD, zu einer Zeit, als sich Frauen in Preußen und in anderen Ländern Deutschlands noch gar nicht organisieren durften, was aber in ihrem Zuhause Sachsen möglich war. Mit den Worten „Ich kann nicht gegen meine Überzeugung handeln“,[23] erklärte sie nicht nur ihren SPD-Beitritt, sondern zerschnitt damit auch jeglichen Kontakt zwischen sich und ihrer Familie sowie ihrer Lehrerin und Freundin Auguste Schmidt, die wie ihre Mutter der bürgerlichen Frauenbewegung zugehörte.

In den Jahren des Exils (1882-1890) erwarb sie sich die Kenntnisse, die sie später zur Führung der internationalen Frauenbewegung brauchte. Sie flüchtete nach Paris, dem damaligen Zentrum der internationalen sozialistischen Bewegung. Dort begegnete sie 1883 ihrem Lebensgefährten Ossip Zetkin, einem Tischler, Sozialisten und daher in den Augen ihrer Mutter einem „Nichtsnutz.“ 1883 wurde Sohn Maxim und 1885 Kostja geboren, mit denen sie in einem kleinen Zimmer auf dem Montmartre unter ärmlichen Verhältnissen wohnte.

Hier traf Clara Zetkin mit anderen führenden Sozialisten aus Frankreich und Deutschland und mit russischen Emigranten zusammen, engagierte sich politisch, journalistisch und agitatorisch und nahm neben der Rolle der Mutter und Erzieherin die neue Rolle der sozia.....

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Die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frau war nach ihrer Meinung die Voraussetzung, die Unterdrückung der Frau zu beseitigen, nicht nur in der Fabrik, sondern auch in der Familie. Zunächst lehnte sie noch einen besonderen Arbeiterinnenschutz als Beschränkung der Gleichberechtigung ab.

Der Kongress sprach sich jedoch für gleiche Löhne bei gleicher Arbeit und für einen Frauenarbeitsschutz aus. Jede „ernste Frauenbewegung“ musste nach ihrer Meinung eine soziale Kampfbewegung als Teil der proletarischen Gesamtbewegung sein. Viel der Bestrebungen Clara Zetkins und ihrer Mitstreiterinnen war die sozialistische Gesellschaft, sie sollte im gemeinsamen Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter erreicht werden.

Zetkin ging von einem grundsätzlichen Zusammenhang zwischen der „Frauenfrage“ und der „sozialen Frage“ sowie zwischen der „Emanzipation der Frau“ und der „Emanzipation der Arbeit vom Kapital“ aus.:

„Wir erkennen gar keine besondere Frauenfrage an - wir erkennen keine besondere Arbeiterinnenfrage an! Wir erwarten unsere volle Emanzipation weder von der Zulassung der Frau zu dem, was man freie Gewerbe nennt, und von einem dem männlichen gleichen Unterricht - obgleich die Forderung dieser beiden Rechte nur natürlich und gerecht ist - noch von der Gewährung politischer Rechte.

Die Länder, in denen das angeblich allgemeine, freie und direkte Wahlrecht existiert, zeigen uns, wie gering der wirkliche Wert desselben ist. Das Stimmrecht ohne ökonomische Freiheit ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wechsel, der keinen Kurs hat. Wenn die soziale Emanzipation von den politischen Rechten abhinge, würde in den Ländern mit allgemeinem Stimmrecht keine soziale Frage existieren.

Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein. Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeit in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.“[26]

Später schrieb sie auch, dass die Weigerung der Männer, sich an der Hausarbeit zu beteiligen, als ein Haupthindernis der Massenorganisation der Arbeiterinnen entgegenstünde. Sie hoffte auf technische Verbesserungen, die der Hausfrau die Arbeit erleichtern sollten, und natürlich auf die (teilweise) Übernahme der Kindererziehung durch öffe.....

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