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Literaturanalysen zur Neuen Sachlichkeit: Die Abitur & Hausaufgabenhilfe: Interpretationen zu Erich Kästner, Joseph Roth, Irmgard Keun, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky (Textanalysen, Band 2)
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Interpretation
German studies

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Gymnasium Düsseldorf

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13 Punkte, 2013

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2) Mendel Singer 1. GA: AB 5 Organisiert euren Kurs für diese GA! (Einzelarbeiten möglichst zu Hause) 2. Plenum: Präsentation und Diskussion der Ergebnisse anstatt Expertengruppe A und B 3. Charakterisieru­ng der Figur Mendel Singer (siehe Hilfsmaterial zur Charakterisieru­ng, zum sozialen Leben im Schtetl, zum jüdischen Glauben) Das Buch ,,Hiob“ wurde von Joseph Roth geschrieben und 1930 veröffentlicht. Es handelt von einem jüdisch-orthodo­xe­n Toralehrers namens Mendel Singer, der in Russland und später im amerikanischen…

Charakterisierung

Mendel Singer  - „Hiob“ von Joseph Roth


Mendel Singer ist ein zu Beginn 30-jähriger Jude aus Zuchnow (Russland), der den schlichten Beruf eines Lehrers ausübt – ohne aufsehenerregenden Erfolg. Er vermittelt wenigen Kindern die Kenntnis der Bibel, wobei er wenig verdient. Seine Familie, Frau Deborah, Söhne Schemarjah und Jonas und Tochter Mirjam kann er gerade so über Wasser halten, die Familie lebt also in ärmlichen Verhältnissen. Desweiteren ist ein viertes Kind unterwegs.

Sein äußeres Erscheinungsbild vermittelt nicht unbedingt einen positiven Eindruck, er hat ein blasses Gesicht, einen schwarzen Vollbart, der den Mund verdeckt, sowie schwarze träge Augen und schwarzes Haar. Mendel ist scheinbar ein Mensch mit wenig Zeit und dringenden Zielen (Z. 22/23).

Seine Söhne prügelt er, wenn sie ungehorsam sind (Z. 43), Tochter Mirjam wird im Gegensatz bevorzugt und oft liebkost (Z.44). Seine Frau Deborah liebt und begehrt er zu Beginn noch (Z.40), im weiteren Verlauf distanzieren sich Mendel und seine Frau jedoch voneinander, geraten öfter in Streit und auch ihre sexuelle Beziehung endet bald nach der Geburt des vierten Kindes, des Sohn Menuchims, der an Epilepsie leidet.

Mendel ist ein frommer Jude und sehr gläubig, er hat ein starkes Verhältnis zu Gott, betet mehrmals täglich und sieht alle Geschehnisse des Lebens als von Gott beschlossen an, so möchte er im Gegensatz zu Deborah beispielsweise auch nicht, dass Menuchim im Krankenhaus umsonst geheilt wird. Grund dafür ist sein Vertrauen zu Gott, er ist der Auffassung man dürfe vor keiner Strafe Gottes fliehen.

Er beschließt daher Gottes Hilfe für den kranken Sohn zu erflehen und zu fasten (S. 10 Z. 19/20). Er hielt sich an die Vorschriften der jüdischen Tradition, war so auch gegen den Militärdienst, den Schemarjah und Jonas antreten sollten (S. 23 Z. 23-25).

Doch die Söhne wurden genommen, was Mendel als weitere Strafe Gottes ansah, bei der er keine Hilfe von anderen Menschen suchen wollte (S. 31 Z.1-2), da es gegen den Willen des Himmels keine Gewalt gibt und die Söhne seiner Meinung nach einrücken sollen, da sie nicht verkommen werden (S. 31 Z. 6/7).

Auch dem behinderten Sohn Menuchim versucht er eines Tages vergeblich den ersten Satz der Bibel beizubringen (S. 35 Z. 14-16), da er sich vom Rest der Familie allein gelassen fühlt und seine letzte Hoffnung in Menuchim setzt (S. 35 Z. 20-26). Doch Menuchim schweigt, was Mendel verzweifeln lässt. Dennoch verbringt er gerne Zeit allein mit seinem Sohn, überlegt sogar, ob es nicht besser wäre, wenn sie allein, ohne Deborah und die Geschwister leben w.....[read full text]

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Abschließend lässt sich sagen, dass Mendel Singer im Verlauf der Handlung eine innere Entwicklung macht. Zu Beginn erscheint er als ein zufriedener, gutmütiger und gottesfürchtiger Jude, dem die Tradition und die heiligen Schriften an erster Stelle standen.

Im weiteren Verlauf jedoch wendet er sich durch mehrere schwere Schicksalsschläge von Gott ab und entwickelt Wut diesem gegenüber, beginnt im Gegenzug die Umgebung und seine Mitmenschen zu schätzen, was auch mit der Genesung Menuchims zusammenhängt.  Er hat auch  beispielsweise Angst um die Freundschaft mit Skowronnek und erkennt, dass er Deborah mehr Liebe hätte schenken sollen, seine Gefühlswelt spielt al.....

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