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Cannabis in der Medizin und als Rauschmittel: Facharbeit

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Cannabis in der Medizin und als Rauschmittel: Facharbeit - Drogen und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft
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Biology

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Hugo-Junkers Gymnasium Mönchengladbach

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Cannabis in der Medizin und
als Rauschmittel

Facharbeit – Drogen und ihre Akzeptanz
in der Gesellschaft


Facharbeit

hugo-Junkers Gymnasium Mönchengladbach


Inhaltsverzeichnis

1.          Einleitung  3

2.          Hanf (Cannabis) 3

2.1.      Die Hauptwirkstoffe  5

2.2.      Cannabis als Nutzpflanze  5

2.3.      Rechtslagen in Deutschland und der Welt im Überblick  6

2.4.      Das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (Δ9-THC ) 7

3.          Cannabis als Rauschgift und Droge  8

3.1.      Gewinnung der Droge aus der Pflanze  8

3.2.      Vergleich mit anderen Drogen  8

4.          Cannabis in der Medizin  10

4.1.      Verschiedene Methoden der Verabreichungen  11

4.2.      Wirkungen auf das Zentralnervensystem   12

4.3.      Cannabisbehandlung bei psychischen  Krankheiten  13

4.4.      Cannabisbehandlung bei körperlichen  Krankheiten  15

4.5.      Risiken und Nebenwirkungen  16

4.6.      Medizinische Beschaffung in Deutschland  17

5.          Marihuana- bzw. Haschischkonsum   19

5.1.      Verschiedene Konsumformen  20

5.2.      Folgen des Cannabiskonsums 21

5.3.      Interview mit einem Cannabiskonsumenten  22

5.4.      Umfrage über Mischkonsum bei Cannabiskonsumenten in Amsterdam   24

5.5.      Die Gateway-Theorie – Cannabis eine  Einstiegsdroge? 25

6.          Fazit über Cannabis 26

7.          Literaturverzeichnis 28

7.1.      Internetdokumente  28


1.        Einleitung

Warum ich mich ausgerechnet für dieses Thema entschieden habe? Ich habe es mir gezielt ausgesucht,da ich es für ein sehr umstrittenes Thema halte, welches gründlich diskutiert werden sollte. Cannabis ist ein umfangreiches Thema, dem aber kaum nachgegangen wird, denn es ist für viele Menschen zu einem „Tabu-Thema“ in unserer Gesellschaft geworden, was gewiss auch mit einer Unwissenheit zusammenhängt.

Ich möchte mit meiner Facharbeit versuchen etwas Klarheit zu schaffen und eine umfangreiche Basis für Diskussionen bieten. Es ist für mich interessant zu erfahren, warum Cannabis bis heute noch als Einstiegsdroge gilt und ob diese Behauptung der Wahrheit entspricht, oder ob dies eine Übertreibung seitens der Menschen ist. Ich verbinde zudem das Stichwort Cannabis mit einer umfangreichen Geschichte als Nutz- und Heilpflanze, aber auch als Droge die nicht zu unterschätzen werden darf.

Angefangen von einem Mittel, das vor Jahrtausenden zu rituellen Zwecken von den alten Indern gebraucht wurde, bis hin zur am meisten konsumierten illegalen Droge der Jugend, bietet Cannabis ein umfangreiches und spannendes Thema. Zudem wollte ich wissen, warum immer mehr Jugendliche Cannabis konsumieren und ob diese wegen der „besonderen“ Wirkung oder aus anderen Gründen auf die Droge umsteigen.

Birgt der Umstieg auf diese Droge gefährliche Risiken mit sich? Wichtig war es für mich auch zu erfahren, warum Cannabis immer häufiger in der Medizin eingesetzt wird. Ich wollte erfahren, warum immer mehr Mediziner den Einsatz von Cannabis unterstützen und welche Begründungen sie haben. In dem folgenden Text werde ich mich mit dieser Pflanze einerseits als Heilmittel und andererseits als Droge beschäftigen.


2.        Hanf (Cannabis)

Hanf gehört zu der Familie der Hanfgewächse. Es ist eine der ältesten Nutz-, Zier-, und Drogenpflanzen der Welt. Man vermutet, dass Hanf ursprünglich aus Zentralasien kommt. Da es aber im Laufe der Jahre überall Verwendung fand, wurde es weltweit verbreitet. Deswegen kann man heute nicht mit Sicherheit den Urpsurngsort der Hanfpflanze festlegen. Man findet Hanf überall in den gemäßigten und tropischen Zonen.

Er wird dort entweder angebaut oder ist auf verwilderten Feldern zu finden. Die Blätter von Hanf sind palmat (handförmig) zusammengesetzt. Die Anzahl der Blätter reicht von einem bis zu 13 Blättern, je nach Art der Pflanze. Die Blätter oben sind wechselständig, und unten gegenständig. Hanf ist eine diözische (getrenntgeschlechtlich), windbestäubte Pflanze. Die Früchte des Hanfs sind Achänen, also einsamige Schließfrüchte .....[read full text]

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Die Fasern zeichnen sich durch eine größere Beständigkeit gegenüber Nässe aus. Cannabis lieferte somit eine der stärksten und dauerhaftesten Langfasern.

Aber auch Mediziner und Hexer nutzen die Pflanze damals schon als Rauschmittel, um so eine spirituelle Wirkung zu erlangen (vgl. Körber–Grohne 1987, 387).  Es gibt auch Aufzeichnungen darüber, dass Cannabis vor 5000 Jahren schon als Medikament eingesetzt wurde. Es wurde zur Behandlung von Malaria, Verstopfung, rheumatischen Schmerzen und geistiger Zerstreutheit genutzt.

Cannabis wurde auch von anderen Ärzten im klassischen und griechischen Altertum als Heilmittel verwendet.

Auch im mittelalterlichen Europa war es ein häufig eingesetztes Medikament, man nutzte das Öl der Pflanze um Entzündungen zu lindern und Erkältungen sowie Geschlechtskrankheiten zu behandeln.

Gegen Mitte des 19. Jahrhundert wurde Cannabis immer bekannter und man versucht die Wirkung der Bestandteil zu erforschen. Es wurde in dieser Zeit sehr häufig zu Behandlung verschiedener Krankehiten verschrieben, bis 1961 der Konsum von Cannabis fast weltweit verboten wurde (vgl. Grinspoon/Bakalar 1994, 4ff.)


2.3.             Rechtslagen in Deutschland und der Welt im Überblick

Wie im vorigen Kapitel bereits erwähnt, wurde 1961 der Anbau, der Konsum und der Handel von Cannabis, im Zuge der von der UNO ausgearbeiteten „Single Convention on Narcotic Drugs[3]“, praktisch weltweit verboten, da fast die meisten Länder diese Konvention unterschrieben haben. In einigen Ländern wurden in den letzten Jahren jedoch gesetzliche Möglichkeiten geschaffen einzelne Cannabinoide für medizinische Zwecke zu verwenden.

Zudem wird in Deutschland beim Besitz einer nur geringen Menge Cannabis von einer Strafverfolgung abgesehen. Diese „geringe Menge“ variiert in den verschiedenen Bundesländern und hängt von der zuständigen Staatsanwaltschaft ab.

Um in Deutschlang legal Cannabis konsumieren zu dürfen muss man mehrere verschiedene Anträge stellen und Empfehlungen von mehreren Ärzten vorlegen (vgl. Grotenhermen/Huppertz 1997, 104 ff.). In den Niederlanden, in Uruguay und in den US-Bunesstaat Colorado und Washington ist der Konsum von Cannabis legal, es gibt aber trotzdem einige gesetzliche Einschränkungen, sowie gewisse Maximalmengen die im Monat gekauft werden dürfen.

In anderen US-Bundesstaaten und in Kanada ist die legale Weitergabe nur an Patienten in medizinischer Behandlung erlaubt(vgl. Haag 1986, 138 ff.).


2.4.  Das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (Δ9-THC )

Δ9-Tetrahydrocannabinol ist der psychoaktiv wirksamste Stoff aus der Gruppe der Cannabinoide, die aus den Hanf-Pflanzen Cannabis Sativa und Cannabis Indica gewonnen werden können. Es ist eine lipophile, zähe und harzartige Substanz.

THC bindet sich an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems (CB1- und CB2-Rezeptoren). Endocannbinoide (Anandamid, 2-Arachidonylglycerol) werden von unserem  Körper bei Bedarf produziert und binden sich normalerweise an den CB1 und CB2-Rezeptoren. Da aber das THC eine sehr ähnliche räumliche Struktur hat und sich genauso an diese Rezeptoren anhängen kann, werden mehrere Bereiche des Gehirns beeinflusst oder aktiviert, die üblicherweise von den Endocannabinoiden aktiviert werden, jedoch nicht in einem so hoh.....

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3.2.  Vergleich mit anderen Drogen

Cannabis gilt im Gegensatz zu anderen illegalen Drogen als weiche Droge. Das bedeutet, dass der Cannabiskonsum mit geringeren Risiken verbunden ist als der Konsum  anderer Drogen. Das Suchtpotential von Cannabis wird im Vergleich zu anderen Drogen als sehr gering eingestuft, da eine Ausbildung einer physischen Abhängigkeit nicht auftritt. Jedoch kann das Gehirn bei häufigem Konsum eine psychische Abhängigkeit entwickeln.

Nach einer Studie von Kleiber und Soellner, in welcher versucht wurde die suchterzeugenden Potenzen verschiedener Drogen auf einer Skala von 0-10 einzuordnen, erhielt Cannabis den Wert 1. Dies ist der niedrigste Wert im Vergleich zu den anderen Drogen. Zum Beispiel erhielt Alkohol den Wert 5 und Kokain oder Opiate die Werte 8-9 (vgl. Freitag/Hurrelmann 1999, 24 ff.). Cannabis gilt zudem auch bei langjährigem Konsum als weniger schädlich für die körperliche Gesundheit als die legalen Drogen Tabak oder Alkohol (vgl. Grotenhermen/Huppertz 1997, 101ff.).


3.2.1.               Vergleich Cannabis und Alkohol

Cannabis und Alkohol sind Drogen, die beide ein sehr großes psychisches Suchtpotenzial haben. Sie sind beide psychoaktive Substanzen die eine Bewusstseinsveränderung bewirken können. Die Sucht bei beiden Substanzen kommt schleichend und ist nur sehr schwer zu kontrollieren. Das Suchtpotenzial von Alkohol ist allerdings höher als bei Cannabis, da Alkohol legal Verfügbar ist.

Die Rauschwirkungen sind jedoch grundsätzlich verschieden.

Beim Konsum von Cannabis ist der Körper eher entspannt, die Droge kann Gedankenssprünge, ein gestörtes Kurzzeitgedächtnis und/oder Halluzinationen hervorrufen. Bei Alkohol ist es anders. Nach dem Konsum von Alkohol wird eine Ausschüttung von Glückshormonen hervorgerufen. Alkoholkonsum kann Koordinationsstörungen, Sprachprobleme bis hin zu Schlaganfällen hervorrufen.

Ein einziger Rausch vom Alkohol kann zum Tod führen, dies ist beim Konsum von Cannabis bis jetzt noch nicht aufgetreten bzw. erfasst worden.

Das Abhängigkeitspotenzial bei Cannabis ist geringer als bei Alkohol, somit scheint der Entzug von Cannabis „einfacher“, was jedoch noch nicht bewiesen wurde. Cannabis wirkt bei Jugendlichen unter 18 Jahren als Nervengift, also vor allem negativ auf das Nervengewebe. Bei Alkohol ist es viel schlimmer. Alkohol wirkt als Zellgift und greift somit jede Zelle des Körpers an und schädigt diese.

Im Großen und Ganzen ist der Konsum von Cannabis weniger schädlich als .....

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4.        Cannabis in der Medizin

Cannabis ist heute in der Medizin zu einem weit verbreiteten Thema geworden. Die Einen sehen es als ein wertvolles Heilmittel an, die Anderen befürchten erhebliche Risiken bei einem weit verbreiteten Gebrauch.

Fakt ist aber, dass Cannabis in einigen Ländern der Welt als verschreibungspflichtige Medizin erlaubt ist (Niederlande, USA (nicht in allen Bundesstaaten), Kanada usw.). Dort kommt es bei verschiedensten Krankheiten zum Einsatz. Die Medizin sieht Cannabis heutzutage nicht mehr so stark als den Verursachers von Krankheiten an, obwohl Cannabis durchaus welche auslösen kann (Schizophrenie, Lungenkrebs etc.). Wobei man heute eher annimmt, dass Cannabis Schizophrenie nicht auslöst, sondern sie lediglich verstärkt.

Cannabis wurde sozusagen als Heilmittel in unserer Zeit wiederentdeckt und findet immer mehr Anwendung in der Medizin, weil es verträglicher ist und kaum größere Nebenwirkungen hat, als die gewöhnlich verschriebenen konventionellen Medikamente. Jedoch ist eine Nebenwirkung in der medizinischen Anwendung besonders unerwünscht, nämlicher der Rauschzustand, das „high“ sein.

Für manche Patienten mag dies sicherlich eine vielleicht positive Nebenwirkung sein, jedoch nicht für die Mediziner, die darin die generelle Problematik in der Behandlung mit Cannabis sehen. [4]

Ein anderes Problem mit der Behandlung ist auch, dass Cannabis noch in vielen Ländern, sowie auch in Deutschland, für Patienten schwer zugänglich und die Beschaffung mit hohen Kosten verbunden ist. Cannabis wird in der Medizin auf verschiedenste Weise verabreicht. Man kann mit einem Vaporizer (Verdampfer) das Marihuana oder Haschisch auf die perfekte Temperatur erhitzen um so das THC von den Blättern lösen, oder man bekommt synthetisch-hergestelltes THC in Form von Tabletten oder Pillen (Dronabinol).

Da THC lipophil (es löst sich in Fetten) und nicht wasserlöslich ist, kann man es nicht spritzen. [5]


4.1.             Verschiedene Methoden der Verabreichungen

Da viele Patienten die psychischen Nebenwirkungen des Cannabis stören, werden synthetische Cannabinoide hergestellt, welche die erwünschten medizinischen Wirkungen auslösen, aber nicht psychotrop wirken.

Eines der Bekanntesten ist das synthetische Cannabinoid Nabilon. Es wurde 1972 entwickelt und soll die brechreizhemmende Wirkung von THC von der psyc.....

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Im Hirnstamm dagegen gibt es keine Cannabinoid/ Anandamidrezeptoren. So können keine essentiellen Körperfunktionen geschädigt oder beeinflusst werden.

Jedoch führt der Cannabiskonsum zu einer Verminderung der kognitiven Leistungen, so wird z.B. das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt aufgrund der Hemmung der Zellaktivität. Man führt diese Beeinträchtigung auf ein Ausbleiben der, für die Speicherung von Informationen wichtigen, Langzeitpotenzierung zurück, die auf Grund mangelnder Aktivität der NMDA-Rezeptoren nicht stattfinden kann.

Außerdem führt der Konsum von Cannabis zu einer verminderten Fähigkeit Antworten zu unterdrücken, zu verringerter Wachsamkeit und Konzentrationsfähigkeit, sowie zu einer verminderten Fähigkeit komplexe arithmetische Aufgaben zu lösen (vgl. Freitag/Hurrelmann 1999, 25 ff.).


4.3.  Cannabisbehandlung bei psychischen
Krankheiten

Cannabis wird immer häufiger bei bestimmten psychischen Erkrankungen verwendet, jedoch nicht bei allen, denn es kann einige psychische Krankheit auch zusätzlich verstärken, wie z.B. Schizophrenie. Da die Wirkungsweise bei sehr vielen Krankheiten noch nicht erforscht ist, wird aus Sicherheitsgründen kein Cannabis eingesetzt solange die positive Wirkung nicht zu 100% belegt wurde.

Dennoch verzeichnet man viele Erfolge bei der Behandlung mit Cannabis im Bezug auf psychische Erkrankungen, insbesondere bei der Depression. Antidepressiva gibt es viele, doch haben sie auch viele Nebenwirkungen. Sie sind meistens sehr schädigend für den Körper und haben manchmal nur eine geringe Wirkung, oder ihre Wirkung ist zu stark und wirkt betäubend.

Deswegen bietet Cannabis mit dem Wirksstoff THC eine gute, alternative Behandlungsmöglichkeit.

Das THC stimuliert das Amygdala und den Hippocampus in unserem Gehirn. Es werden Glücksgefühle durch mehrere Neurotransmitter freigesetzt und die durch den Hippocampus hervorgerufenen Depressionen und Angstzustände lassen sich stark vermindern. Man ist aber trotzdem besonders vorsichtig, weil die Behandlung auch den umgekehrten Effekt haben kann und Cannabis den Depressionseffekt manchmal verstärkt.

THC kann äußerst wirksam bei der Behandlung des Tourette-Syndrom sein, wie die Forschungen von Dr. Müller-Vahl an der Medizinischen Hochschule Hannover zeigt. Das Tourette-Syndrom ist eine Krankheit bei welcher ungewollt sogenannte „Tics“ auftreten. Diese Tics sehen dann in etwa so aus, dass eine Person unkontrolliert Wörter oder Laute von sich gibt, aber auch rasche und plötzliche Bewegungen durchführt, die serienar.....

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4.4.  Cannabisbehandlung bei körperlichen
Krankheiten

Auch bei der Behanlung von physischen Gebrechen lässt sich Cannabis sehr gut und wirkungsvoll einsetzen. Bekannt ist vor allem die Behandlung des Grüne Star, welcher sich mit Hilfe von Cannabis ohne operativen Eingriff heilen lässt. Bei dieser Krankheit ist der Augeninnendruck stark erhöht und dies kann unter gewissen Umständen zur Erblindung führen.

Der Augeninnendruck wird durch Cannabis gesenkt, der wirksame Stoff ist diesmal aber nicht das THC sondern das Cannabidiol (CBD). Cannabidiol ist ein sehr schwaches, psychoaktives Cannabinoid. Daher werden für diese Behandlung Cannabispflanzen mit einem niedrigen Anteil an THC und einem hohen an CBD verwendet. Auf dieser Weise kann man einen durch THC ausgelösten Rauschzustand vermeiden und erhält ein an Nebenwirkungen armens aber gleichzeitig effektives Medikament.

CBD kann auch gegen Übelkeit und Erbrechen verwenden werden. Patienten stellten ein größeres Wohlbefinden bei der Therapie mit Cannabis fest. [11]

Bei Neurodermitis wird Cannabis auch erfolgreich angewandt. Die darin enthaltene Gamma Linolensäure  (GLA), die 2-4% des Marihuanas ausmacht, kann gegen die Hauterkrankung ankämpfen, auch wenn andere Medikamente längst versagen.

Viel mehr findet aber Cannabis großen Anklang in der Behandlung von AIDS- und Krebspatienten. Das Problem der Schmerzen und Appetitlosigkeit kann durch THC teilweise sehr effektiv behoben werden. Patienten berichten von der positiven Wirkung und von Schmerzlinderung, aber auch von gestiegenem Appetit. Als negativ wird aber die Mundtrockenheit empfunden, dies wird aber nur als geringe Nebenwirkung gewertet.

Cannabis kann erstaunlicherweise auch bei Asthmapatienten verwendet werden. Dazu benötigt man den schon vorher genannten Vaporizer. Die Cannabinoide haben eine bronchienerweiterte Wirkung, welche für ungefähr 2 Stunden anhält.

Auch bei der noch nicht zu 100% ausgebrochenen Krankheit Morbus Crohn (Darmentzündung) zeigte Cannabis eine sehr hohe Wirksamkeit.[12]


4.5.  Risiken und Nebenwirkungen

Die potentielle Gesundheitsschädlichkeit bei Cannabis ist weitaus kleiner als bei den meisten zugelassenen Medikamenten (vgl. Grinspoon/Bakalar 1994,  161). Zudem ist die Gefahr an einer Überdosis zu sterben so gut wie nicht vorhanden. Es gibt keine zuverlässigen Hinweise, dass Menschen durch den reinen Cannabiskonsum verstorben sind. Der Sicherheitsfaktor[13] von Cannabis liegt bei 40.000, im Vergleich dazu liegt der von  Seconal®[14] (Schlafmittel) bei 3-50 und der von Alkohol zwischen 4 und 10 (vgl. Grins.....

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