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Ancient history

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Universität Regensburg

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2,00, erstes Semester (SS 2013)

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Veranstaltung: Caesar - Dozent: U. Huttner Hausarbeit Die Ermordung Caesars Gliederung: Einleitung Das Verhalten Caesars vor seiner Ermordung Die Verschwörer 3.1 Der Beginn der Verschwörung 3.2 Die wichtigsten Mitglieder der Verschwörung und deren Motive Die Ermordung Die Folgen Fazit Quellen- & Literaturverzei­chn­is 7.1 Quellenverzeich­nis 7.2 Literaturverzei­chn­is Einleitung Gaius Iulius Caesar wurde im Jahr 44 vor Christi Geburt blutrünstig ermordet. Seine Mörder stachen 23 Mal mit ihren Dolchen auf den Tyrannen…
Durch den Zuspruch von Gütern und einer gesicherten Versorgung auf der einen Seite konnte er auf der anderen Seite die eigene Kontrolle der Ämter und Wahlen generieren und auch gewissermaßen rechtfertigen. Er war ebenso scheinbar davon überzeugt, dass der Staat von ihm abhängig sei und ihm zugleich keine Gefahr von außen drohe. Nicht umsonst sagte er: „es läge mehr im Interesse des Staates als in seinem eigenen, daß er unversehrt bleibe. Er habe schon längst Macht und genug Ruhm erlangt, und der Staat werde, wenn ihm etwas geschehe,…

Caesars Ermordung

Motive der Verschwörer und Caesars Verteidigungsmaßnahmen


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Gründe für Caesars Ermordung

2.1.Hochmut Caesars

2.2.Rücksichtslosigkeit gegenüber republikanischen Werten

2.2.1.In der Organisation des Staates

2.2.2.Vergöttlichung Caesars

2.3.Persönliche Feindschaften

2.4.Ablehnung der Alleinherrschaft

3.Persönliche Verteidigungsmaßnahmen

3.1.Die Szene am Lupercalienfest

3.2.Anticato

4.Fazit

5.Quellen- und Literaturverzeichnis


1.Einleitung

Am 15 März 44 v. Chr. wurde Gaius Julius Caesar, einer der bedeutendsten Staatsmänner und Feldherrn der römischen Republik, von mehr als sechzig Verschwörern unter der Führung von Gaius Cassius, Marcus und Decimus Brutus im Theater der Pompeius ermordet.[1] Mit dreiundzwanzig Stichen, von denen nur einer tödlich war, soll er auf ein Kommando des Senatoren Cimber Tillius erdolcht worden sein, wie Sueton in seiner Kaiserbiographie über Caesar berichtet.[2] An dieser Stelle stellt man sich die Frage, wie einer der größten Feldherren der Antike, der zur erheblichen Vergrößerung des Imperium Romanum beitrug, einem solchen Verbrechen zum Opfer fallen konnte.

Was genau waren die wesentlichen Beweggründe für die Ermordung des römischen Diktators und wie ging Caesar mit Kritik um? Diese Fragen sollen im Folgenden anhand von Beispielen näher erläutert werden.


2.Gründe für Caesars Ermordung

 2.1.Hochmut Caesars

Ein Indiz, welches mit für die Ermordung Caesars verantwortlich zu sein scheint, könnte in seinem Verhalten liegen. So wurden ihm mit der Zeit unzählige Ämter verliehen, von denen er nur wenige abwies. Dies gibt der antike Autor Cassius Dio auch als Grund für Caesars Hochmut an, der sich mit der Zeit ins Unermessliche gesteigert haben soll:[3] 

„Denn ein Übermaß an Ehrungen und Lobesworten machen irgendwie selbst die bescheidensten Menschen eingebildet, besonders, wenn sie der Wahrheit entsprechend zu werden scheinen.“[4]

So berichtet Dio auch, dass Caesar zwar von oppositionell gestimmten Gegnern wusste, sich jedoch trotzdem so sicher fühlte, dass er zum Schluss sogar seine Leibgarde entließ.[5]

Als Beispiel für sein arrogantes Auftreten gegenüber den Senatoren eignet sich eine Szene im Tempel der Venus Genetrix. Hier soll Caesar es nicht fertig gebracht haben, sich zu erheben, als ihm von Cassius eine Ehrung zugesprochen wurde.[6] Mit dieser Reaktion meint Dio, „daß er seinen Mördern einen der besten Vorwände für ihren Anschlag lieferte“.[7] Obwohl das Geschehnis im Venustempel hier als Schlüsselerlebnis für die Verschwörer dargestellt wird, kann man davon ausgehen, dass dies mit Sicherheit nicht der Hauptgrund für die Ermordung Caesars war sondern, dass mehrere Dinge dazu beitrugen.

2.2.Rücksichtslosigkeit gegenüber republikanischen Werten

2.2.1.In der Organisation des Staates

Betrachtet man Caesars Umgang mit dem Senat, der als oberstes Organ der Res Publica galt, zeigt sich, weshalb viele Senatoren mit der Zeit einen Hass entwickelten. Dieser veranlasste sie wohl unter anderem dazu, an der Verschwörung gegen den Diktator teilzunehmen.

Caesar begann damit, unterschiedliche neue Rechte und Ämter einzuführen, die den Senat benachteiligen.[8] Er forderte die Senatoren sogar dazu auf, seine Beschlüsse zu billigen. Täten sie dies nicht, müsse er ohne ihre Mithilfe Entscheidungen treffen.[9] Obwohl die Senatoren sich dieser Anordnung hingaben, lenkte Caesar das politische Gesch.....[read full text]

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2.3.Persönliche Feindschaften

Zudem soll Caesar bei dem römischen Adel nicht hoch angesehen gewesen sein, was sich schon auf die Zeiten der Bürgerkriege zurückführen lässt.[16] So wurden wohl nicht Cassius und Pompeius, sondern Caesar allein als „Seele des Umsturzes“[17] angesehen. Viele Senatoren waren dabei auf Pompeius Seite, da er zu dieser Zeit mächtiger war als Gaius Iulius Caesar.[18] Als der zweite Bürgerkrieg jedoch beendet war und die Republik regelrecht am Ende, musste sich die Nobilität Caesar unterwerfen und seinen Aufstieg akzeptieren.[19] Aufgrund dessen entwickelte sich Neid gegen den vorerst als Staatsfeind angesehenen.[20]

Das negative Bild Caesars kann auch damit begründet werden, dass ihm sein Ansehen zu dieser Zeit nicht all zu wichtig und er selten in Rom präsent war. So verbrachte er die meiste Zeit auf seinen Eroberungsfeldzügen. Nach Rom kehrte er immer nur für kurze Zeit zurück, um sich in Triumphzügen feiern zu lassen.[21] Cicero beschrieb in seinen Epistulae ad Atticum gut, was in den Köpfen der Römer vorging, als Caesar schließlich zum führenden Mann im Staat wurde:

„O Schande! Soll der uns die Stadt mehren, der sie in diesen zwei Jahren zum ersten mal richtig gesehen hat.“[22]


Das schlechte Verhältnis der Senatoren zu Caesar beruhte allerdings nicht nur auf einer Seite. Auch der Diktator war den alten Mächten des Senatskreises negativ gestimmt. Das lässt sich nicht nur daran erkennen, dass er stets die Ferne suchte, sondern auch an seinen schlechten Launen, von denen er bei jeder Rückkehr geplagt wurde, wie er in seinem bellum Africum beschreibt.[23] Das angespannte Verhältnis zwischen den beiden Parteien und das zeitgenössische Verständnis von Caesars Person lässt sich an einem weiteren Zitat von Cassius Dio festmachen:

„Andere, und zwar die Mehrheit, folgten diesem Kurs, weil sie so schnell wie möglich ihn zum Gegenstand von Neid und Hass machen und damit seinen Untergang herbeiführen wollen.“[24]

Dio deutet hier an, dass die Mehrheit eine Abneigung gegenüber Caesar empfand, die sich mit der Zeit wohl immer weiter verbreitete. An dieser Textstelle wird bereits angedeutet, dass die Pläne eine Verschwörung, mittels welcher der Diktator aus dem Weg geschafft werden sollte, schon länger weilten.

Als Märtyrer in der Bewegung gegen Caesar wurde Marcus Porcius Cato (der Jüngere) zum Vorbild für viele Republikaner. Dieser habe sich nach dem Sieg Caesars in Afrika selbst umgebracht, bevor er begnadigt werden konnte. Er brachte somit seinen Widerstand zum Ausdruck und wurde in vielen Werken antiker Autoren zur Leitfigur der Bewegung gegen Caesar.[25]

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So soll Caesar nicht nur, wie Sueton beschreibt, „ .die Aufstellung seines Standbildes unter den Königen [und] den Thronsitz in der Orchestra“[28] beantragt, sondern unter anderem das Königsgewand in der Öffentlichkeit getragen haben und 44 v. Chr. Eine Münze prägen lassen, die mit einer Abbildung seines Hauptes geschmückt war. Dies war im Altertum eigentlich ein äußeres Kennzeichen der Monarchie, die in Rom so sehr verhasst war.[29]

Doch warum herrschte in Rom eine so große Abneigung gegenüber der Alleinherrschaft, die ja einst Brauch gewesen war und wieso wollten die Verschwörer nicht, dass Caesar endgültiger Rex über Rom wird? Betrachtet man die römische Geschichte rückblickend, stößt man auf den König Tarquinius Superbus, der oft als negatives Beispiel eines Monarchen angeführt wurde.

Er war wohl mitverantwortlich für den negativen Beigeschmack des Königtitels zu Zeiten Caesars.[30] Der Historiker Matthias Gelzer beschreibt die Auffassung des Titels in Rom mit einem Satz mehr als genug: „Das regnum galt allen als größtes Verbrechen gegen den Geist der römischen Verfassung“[31]. Man kann also sagen, dass der Grundsatz, eine Monarchie zu Gunsten der Res Publica abzulehnen bereits so tief in den Köpfen der römischen Bürger verankert war, dass sie bereits im Vorhinein abgelehnt wurde.[32]

Die Ablehnung des Königtums mag wohl auch an den schlechten Erinnerungen an Sullas Diktatur liegen.

3.Persönliche Verteidigungsmaßnahmen

Betrachtet man die Anzahl der an der Verschwörung beteiligten Senatoren und den öffentlichen Widerstand gegen Caesar, wie zum Beispiel den Catos, erweist sich als offensichtlich, dass der Diktator sich über die Stellung seiner Persönlichkeit im Klaren gewesen sein muss. Im Folgenden sollen daher zwei Exempel für Caesars Bemühungen, seine Person wieder ins rechte Licht zu rücken, angeführt werden.


3.1.Die Szene am Lupercalienfest

Berühmt für die öffentliche Ablehnung des Königtums ist Caesars Auftritt bei den Lupercalien, einem römischen Reinigungs- und Fruchtbarkeitsfest. Hier habe, wie Sueton beschreibt, Marc Anton Caesar in der Öffentlichkeit das Königsdiadem aufsetzen wollen. Dieses galt im Hellenismus als Zeichen der Monarchie.

Der Diktator habe es aber mehrmals abgelehnt, es später auf das Kapitol setzen und Jupiter weihen lassen. [33] Die Tatsache, dass Caesar das Königtum öffentlich ablehnt, weist darauf hin, dass er sich über die Rolle seiner Persönlichkeit im Klaren war und Gegenmaßnahmen ergriff. .....

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Hätte er die Verfasser der Texte bestraft, so hätte er sich mehr Feinde in der Oberschicht gemacht und wären sie ohne Strafe davon gekommen, hätte der Diktator die Opposition ertragen müssen. Deshalb versuchte Caesar einen Mittelweg zu finden, indem er literarisch replizierte und den Vorbildcharakter Catos desavouierte. Obwohl diese Schrift bei den Republikanern kaum Reaktion bewirkte, gilt das Werk Anticato als Beweis dafür, dass Caesar sich im Klaren über die gegenüberstehende republikanische Senatorengruppe war und zumindest versuchte, sich gegen Anschuldigungen zu wehren.[35]


4.Fazit

Im großen und ganzen ist also zu sagen, dass Caesar ohne Frage ein ausgezeichneter Feldherr war. Dieser Erfolg blieb in der Politik jedoch eher aus.[36] Während er zwar eine erfolgreiche Außenpolitik führte, hätte er das System der Res Publica meiner Meinung nach stärker beachten und die Innenpolitik intensiver stärken müssen. Er versuchte zwar das

Königtum öffentlich abzulehnen, verstärkte die Vermutung auf das Anstreben einer Monarchie bei den Senatoren jedoch durch sein hochmütiges Verhalten und Arroganz. Ich denke, der Ruhm stieg ihm mit der Zeit zu Kopf und die persönlichen Feindschaften, die zum Teil seit den Bürgerkriegen nicht gelöst werden konnten, steigerten die Ignoranz gegenüber den Senatoren.

Diese waren der Alleinherrschaft seit Sullas Herrschaft eher negativ gestimmt und sahen wohl keinen anderen Ausweg mehr, als den Diktator aus dem Weg zu räumen.

Obwohl Caesar gemerkt haben muss, dass es sowohl im Senat, als auch in Teilen der Nobilität Meinungsverschiedenheiten über ihn gab, traf er nicht genügend Vorkehrungen, das Bild seiner Person wieder ins rechte Licht zu rücken. Er hätte also deutlich intensivere Maßnahmen gegen oppositionell gestimmte Senatoren ergreifen und sich nicht nur beim Volk, sondern auch innerhalb des Senatskreises, beliebt machen müssen.

Die Iden des März im Jahre 44 v. Chr. sind trotz den Fehlern Caesars als erheblichen Verlust eines großen römischen Feldherren zu datieren und als tragisches Ereignis in di.....

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Gelzer, M.: Caesar, der Politiker und Staatsmann, Wiesbaden 1960.

Gesche, H.: Die Vergottung Caesars(Frankfurter Althistorische Studien, Bd I), Frankfurt 1968.

Jehne, M.: Der Staat des Dictators Caesar(Passauer historische Forschungen Bd. III), Köln/Wien 1987.

Mommsen, T.: Gaius Julius Caesar ein vollendeter Staatsmann, Berlin 1941.

Strasburger, H.: Caesar im Urteil seiner Zeitgenossen(Libelli, Bd. CLVIII), Darmstadt² 1968.




[1]   Vgl. Suet. Iul. 80

[2]   Vgl. Suet. Iul. 82

[3]   Vgl. Cass. Dio, 44,3,2.

[4]   Cass. Dio., 44,3,3.

[5]   Vgl. Cass. Dio, 44,7,4.

[6]   Vgl. Cass. Dio, 44,8,3; Suet. Iul.,78.

[7]   Cass. Dio, 44,8,2.

[8]   Vgl. Mommsen, T.: Gaius Julius Caesar. Ein vollendeter Staatsmann, Berlin 1941, S.40.

[9]   Vgl. ebd., S.52.

[10] Vgl.Bringmann, K.: Krise und Ende der römischen Republik (133-42 v.Chr.), Berlin 2003, S.78.

[11] Vgl. Cass.Dio, 43, 47 ff.

[12] Vgl. Gesche, H.: Die Vergottung Caesars (Frankfurter Althistorische Studien, Bd.I), Frankfurt 1968, S.47.

[13] Vgl. .....

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[32] Vgl. Dobesch, 1966, S.85.

[33] Vgl. Suet., Iul, 79.

[34] Mommsen, 1941, S.51.

[35] Vgl. Jehne, M.: Der Staat des Dictators Caesar(Passauer historische Forschungen, Bd. III), Köln/Wien   1987, S. 266 ff.

[36] Vgl. Stras.....

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