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Interpretation
German studies

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Universität des Saarlandes Saarbrücken - UdS

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Berlin – Georg Heym Gedichtinterpre­tat­ion Das Gedicht Berlin von Georg Heym 1911 zur Zeit des Expressionismus veröffentlicht, handelt von einer leeren und tristen Vorstadt. Nach meinem ersten Eindruck will Georg Heym mit seinem Gedicht aufzeigen, wie die reelle Wirklichkeit, in der von Industrie beherrschten Vorstadt, aussieht. Das Sonett gliedert sich in vier Strophen und insgesamt 14 Versen. Die ersten beiden Strophen sind Quartette und die letzten beiden Terzette. Außerdem gehören in den ersten beiden Strophen jeweils…
Der Krieg – Georg Heym Gedichtinterpre­tat­ion In dem Gedicht Der Krieg, geschrieben von Georg Heym und im Jahre 1910 veröffentlicht, wird ein Krieg beschrieben, wie er angefangen wird und anschließend eine gesamte Stadt zerstört. Zu Beginn ist der Krieg aus seinem langen Schlaf in dunklen Kellern erwacht. Es legt sich als Zeichen des sich anbahnenden Unheils ein Schatten auf die Stadt und es wird kälter, auf einmal herrscht in dieser Stille. Nun ist die gesamte Stadt von großer Angst erfüllt und der Krieg bricht schließlich auf…

Aufgabentyp:

Analyse und Interpretation eines fiktionalen Textes


Aufgabenstellung:

Analysieren und interpretieren Sie das Gedicht Der Krieg von Georg Heym!


Form, Aufbau und Inhalt


Das Gedicht ist sehr regelmäßig aufgebaut, was zunächst im Widerspruch zur chaotischen Welt des Krieges steht. Es besteht aus elf Strophen mit jeweils vier Versen, wobei jeder Vers aus sechs Trochäen besteht und mit männlicher Kadenz endet. Das Metrum verleiht dem Gedicht einen feierlichen, heroischen Charakter. Man glaubt die unaufhaltsamen Schritte, das rücksichtslose und unerbittliche Voranschreiten des Krieges im Rhythmus zu erkennen.

Dem entsprechen die zahlreichen Enjambements (29/30; 35/36), die schließlich sogar die beiden letzten Strophen syntaktisch miteinander verbinden.

Auch das Reimschema ist gleichmäßig, ein Paarreim nach dem Muster a a b b, wobei in jeder Strophe zwei neue Endreime auftauchen. In einigen Versen fallen unreine Endreime auf (11/12; 29/30).

Ebenso wie formal betrachtet ist das Gedicht auch inhaltlich symmetrisch aufgebaut. Die Strophen 1 bis 3 zeigen einen großen Unbekannten von riesenhaften Dimensionen, der bereits durch sein bloßes Auftreten Angst und Schrecken verbreitet. Im Hauptteil, den Strophen 4 bis 8, wird das entsetzliche Zerstörungswerk des Krieges geschildert.

Die letzten Strophen zeigen das unbekannte Wesen nochmals als riesigen Zerstörer. Das Gedicht beginnt mit deutlicher Anfangsbetonung auf dem Wort "Aufgestanden" Dieses sinntragenden Wort wird gleich im zweiten Vers durch die insistierende Anapher wiederaufgegriffen. Der eingeschobene Relativsatz "welcher lange schlief" betont das Aussparen eines Nomens, das hier erwartet wird.

Auch die beiden folgenden Verse der ersten Strophe weisen lediglich das Personalpronomen "er" auf, das sich jedoch anhand des Titels "Der Krieg" leicht zuordnen lässt. Dementsprechend steht vom ersten Vers an die Personifizierung des Krieges im Mittelpunkt. Er ist "aufgestanden", "steht in der Dämmerung, groß und unerkannt", er "zerdrückt " den Mond in der "Hand".

Die Betonung hierbei liegt eindeutig, besonders im letzten Vers dieser Strophe, auf der Größe des als Ungeheuer dargestellten Krieges, die jedes realistische Maß sprengt. Das Farbadjektiv "schwarz" unterstreicht die Folge des Zerdrückens des Mondes besonders drastisch.

Die zweite und dritte Strophe stellen die Wirkungen, die von dieser namenlosen Figur ausgehen, dar. Der Lärm in den Städten erlischt, es wird dunkel - wie bereits im letzten Vers der ersten Strophe angedeutet - und eiskalt ("Frost" 6, "Eis" 7, Aktivitäten werden eingestellt ("und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis" 7).

Die Angst, die durch die plötzliche Stille entsteht, wird im achten Vers deutlich ("Sie sehn sich um" 8) und in der folgenden Strophe fortgeführt ("In den Gassen fasst es ihre Schulter leicht" 9, "die Bärte zittern" 12). Das Unverständnis, die Ungewissheit macht sich breit, betont durch das Pronomen "es" (5, 9). Wer ist "es"? Kein Mensch scheint die Ursache der Stille, Kälte und Dunkelheit zu begreifen. ("Und keiner weiß" 8).

Es ist die Stille vor dem Sturm, der bereits in zahlreichen Bildern ("Ein Gesicht erbleicht" 10, "ein Geläute wimmert" 11) prophezeit wird. Kommunikation, Verständigung ist nicht möglich ("Eine Frage. Keine Antwort" 10); vielleicht aus Angst, vielleicht, weil man nicht begreifen .....[read full text]

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Vor allem aber wird hiermit das Ausbreiten des Feuers in alle Himmelsrichtungen verbildlicht. Das Rot des Feuers wird vom dem nicht weniger bedrohlichen Schwarz der Nacht, personifiziert durch das Verb "springt" (27), verdrängt, gleich dreifach wird dies deutlich: "Dunkel", "Nächte", "Schwarze Welt" (27). Der letzte Vers erhält durch die parallel angeordneten, inhaltlich aber gegensätzlichen Adjektive "furchtbar" (28) und "erhellt" (28) einen widersprüchlichen Charakter.

Das bedrohliche Farbspiel im ständigen Wechsel zwischen Rot und Schwarz wird bis zum zweiten Vers der achten Strophe fortgesetzt. Wie "rote[n] Zipfelmützen" (29) breitet sich das Feuer in der weiten, dunklen Landschaft aus, wobei der Verglich eher unpassend wirkt, da er an unschuldige Kinder erinnert und nur durch das Partizip "flackend" (30) wird deutlich, dass die Bewegung des Feuers anhand dieses Bildes in den Vordergrund treten soll.

Vers 31 und 32 beinhalten eine Steigerung des ohnehin grauenhaften Kriegsgeschehens durch die Darstellung der wie ein Mückenschwarm ("wimmelt" 31) vor dem Feuer flüchtenden Menschenmassen. Die absolute Hilflosigkeit und Unterlegenheit der wie sinnlose Objekte dargestellten Menschen wird betont durch die Wahl der Ausdrücke "was unten auf den Straßen wimmelt" (31) (anstatt "die"), "fegt er" (32) wie einen Dreckhaufen "in die Feuerhaufen" (32) sowie "daß die Flamme brenne mehr" (32), was die Absicht zu töten in den Vordergrund treten lässt.

In der neunten Strophe steht die Farbe des Feuers wiederum im Mittelpunkt; gelb erscheinen Bäume und Wälder, die das Flammenmeer erreicht hat, das nun mit einer fressenden ("Und die Flammen fressen" 33) und sich festkrallenden Bestie ("in das Laub gekrallt" 34) verglichen wird. Der zweite Vers "gelbe Fledermäuse zackig" (34) bezieht sich zum einen auf das Bild der lodernden Flammen, zum anderen auf den Feuertod aller Lebewesen in den Wäldern.

Bedeutsam für das Ausmaß der grauenvollen Ereignisse ist hier die Dopplung "Wald um Wald" (33). In Vers 35 tritt, durch das Possessivpronomen "seine" vertreten, die namenlose Kriegsfigur "wie ein Köhlerknecht" auf, der das Feuer weiter schürt, dessen schnelles Ausbreiten durch Verben der Bewegung "haut er" (35) und "brause" (36) betont wird.

Durch den Wechsel vom Präsens ins Präteritum in der zehnten Strophe wird aus zeitlicher Distanz das Danach beschrieben, die Folgen des kriegerischen Feuers: "Eine große Stadt versank in gelbem Rauch" (37). Sie "warf sich lautlos in des Abgrunds Bauch" (38). Wie ein inhaltlicher Rahmen schließen die beiden letzten Strophen an die beiden ersten Strophen an, indem das Bild des Abgrunds, in dessen "Bauch" (38) die Stadt versinkt, an die "Gewölbe tief" (2), aus denen der Krieg "aufgestanden ist" (1/2) der ers.....

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Das Schlussbild assoziiert das Schicksal von Sodom und Gomorrha, der biblischen Stadt, Symbol aller Laster, die Gott im Alten Testament zur Strafe für ihre Sündhaftigkeit bestrafte.


Sprache


Georg Heym arbeitet mit zahlreichen Bildern von grotesker Anschaulichkeit: Der Krieg, zerdrückt in der Dämmerung den Mond (4), grausiger Schatten fällt über die Städte (6), "er" tanzt auf den Bergen (13), Leichen liegen im Schilf (19) und letztendlich versinkt die Stadt im Abgrund (38) während der Krieg seine Fackeln über glühenden Trümmern schwenkt (39/40).

Insgesamt wird der Krieg als handelnde Person dargestellt, sogar mit einem Beruf belegt "Köhlerknecht" (35). Trotzdem bleibt er im gesamten Gedicht ein unbekanntes, düsteres, nicht greifbares Wesen. Nur seine Spuren, die Auswirkungen des Krieges, werden überdeutlich.

Besondere Beachtung verdienen die grellen Farben des Gedichtes. Wie die Maler des Expressionismus bedient sich Heym zahlreicher Farbkontraste, die intensive Bildeineindrücke bewirken. Der silberhelle Mond (4) steht im ebenso im Kontrast zur schwarzen, mörderischen Hand des Krieges (4) wie das rote Blut (18) und die schwarzen Leichen (19) im Schilf zu den .....

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Aufschlussreich ist auch die Wortwahl: Mit allen Sinnen wird der Krieg in seinem ganzen Ausmaß erfasst. Man hört ihn ("wimmert" 11, schreit" 14, "schallet" 15, man sieht ihn und vor allem seine Folgen ("hebt er schon zu tanzen an"13, "steht er" 22) und man fühlt ihn sogar ("In den Gassen fasst es ihre Schulter leicht" 9).

Möglich wird die Synästhesie erst durch die Personifikation des Krieges im ganzen Gedicht. "Er schreit" (14), er "jagt" (25), er "fegt" (32) und er "schlief" (1). Aber jetzt ist er "aufgestanden" (1/2) und genau auf diesem Wort liegt von Anfang an die Betonung. Nicht nur die Anapher, sondern auch die Inversion ("Aufgestanden ist er" 1) verdeutlichen die Bedeutung dieses Wortes. "Er" ist aufgestanden, um Angst und Schrecken zu verbreiten, Leben auszulöschen und er ist der einzige, der stehen bleibt (22, 39), während alles und alle fallen ("gestreckt" 19, "liegen quer" 23, "versank" 37).

Das Ausmaß des Kriegstreibens und die düstere Stimmung werden durch zahlreiche weitere Inversionen verdeutlicht, so dass die Betonung jeweils auf dem grauenhaften Tun und der übermächtigen Größe des Krieges liegt (z. B.: "und den Mond zerdrückt er" 4; "von Vulkanen furchtbar" 28; "Aber riesig über ." 39). Dementsprechend ist auch das Zahlwort "tausend" (16, 29) gebraucht, als Hyperbel zur abschreckenden Darstellung der zahlreichen Leichen und des rasch sich ausbreitenden Kriegsfeuers.

Dieses rücksichtslose Voranschreiten, das beängstigende Tempo, mit dem alles Leben ausgelöscht wird, hebt Heym durch die auffallende Häufung von Aussagesätzen, die mit der Konjunktion "und" beginnen, hervor. Durch das Bindewort wird nicht nur die engere Verbundenheit im Ablauf des Geschehens geschaffen, sondern es steigert auch das Vortragstempo und verstärkt somit den Eindruck des unwiderrufbaren Vorwärtsschreitens des Krieges.


Deutung


Das Schlussbild legt die Deutung nahe, dass der Krieg ein göttliches Strafgericht über die Menschen sei, der Krieg der Vollstrecker des Urteils einer höheren Macht sei. Allerdings gibt das Gedicht keine Antwort auf die Frage nach den zu bestrafenden Sünden und Fehlern der Menschen; im Gegenteil, sie überleben nicht einmal.

Ebenso existiert kein Gott, was in der letzten Strophe deutlich zum Ausdruck kommt, denn "über" den "Wolken" (41) gibt es nur "des toten Dunkelns kalte Wüstenein" (42) und auch "er", die namenlose Hauptfigur, kann nicht Gott sein. "Er" ist der Krieg, das personifizierte Gräuel der Menschheit. Diese Allegorie des Krieges, das blutrünstige, feuerspeiende Ungeheuer, entspricht nicht den Vorstellungen des Sieges der Guten .....

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·       der personifizierte Krieg als Übermacht über den hilflosen Menschen dargestellt ist

·       die Darstellung geordnet und verständlich formuliert ist


Worterklärung: V. 44 Gomorrha:    biblische Stadt, auf die Gott als Strafe Pech und Schwefel regnen ließ; Symbol des Lasters


Die folgenden Ausführungen sind teilweise wörtlich zitiert und zusammengestellt aus:


·       Kompaß, didaktisch-methodische Analysen. Ferdinand Schöningh, Paderborn 1973 S. 295-297

·       Stockert von, Franz Karl: Lyrik des Expressionismus. Klett Lektürehilfen, Stuttgart 22002, S. 65.....


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