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Literature

University, School

Universität Regensburg

Grade, Teacher, Year

2,3, Jahr 2005

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Im Vergleich zu Antigone, die selbst aufrichtig ist, wird sie ohne Lügen behandelt, jedoch Don Juan, der selber nur Lügen und nichts Gutes verbreitet, bekommt das Gleiche zurück. 3. Anhang Tabelle 1. (vgl. Pfister 1977, S.241-250) Statisch oder dynamisch? statische F. · bleibt sich während des ganzen Textes gleich · verändert sich nicht · allerdings: kann sich Eindruck der Figur auf den Zuschauer verändern · in Komödie recht häufig, um Komik bei zu flexiblem Verhalten unfähigen Figuren zu erzeugen · Nebenfiguren häufig statisch konzipiert · Beispiele: Rechtsanwalt Helmer (Ibsen, Nora), Mutter Courage (Brecht) dynamische F. · verändert sich kontinuierlich oder sprunghaft · in Tragödie recht häufig - wenngleich meist zu spät eintretende Verhaltensänder­un­g · Hauptfiguren oft dynamisch konzipiert · Beispiele: Nora (Ibsen), Maria Stuart (Schiller) Ein- oder mehrdimensional­? eindimensionale F. · Figur besitzt wenige Merkmale (Extremfall: Figur, die zur Karikatur wird) · alle Eigenschaften einer Figur sind in sich stimmig und verweisen auf eine bestimmte Charaktereigens­cha­ft · Beispiele: Harpagon (Der Geizige, Moliere),Patria­rch (Nathan der Weise, Lessing) mehrdimensional­e F. · durch eine Vielzahl von Merkmalen bestimmt, die auf unterschiedlich­en Ebenen liegen · Ebenen z.B.: biographischer Hintergrund, psychische Disposition. zwischenmenschl­ich­es
Protokoll Analytische Chemie LU - Analyse von Einzelsalzen, Analyse von Mischsalzen, Bestimmung von Kalzium und Magnesium, Säure-Base-Titr­ati­onen, Chromatographie­ver­fahren, HPLC (High Performance Liquid Chromatographie­) Analyse von Einzelsalzen Zielsetzung Aus drei Einzelsalzen sollen mittels spezifischer Anionentests und dem Kationentrennun­gsg­ang jeweils ein Anion und ein Kation bestimmt werden. Es wurden vorab die Flammenfärbung und die Löslichkeit in wässrigen Substanzen beobachtet, um erstmals einen Hinweis auf die im Salz vorhandenen Ionen zu erhalten. Durchführung Bei der quantitativen Analyse der Einzelsalze wurde laut Skript „LU Analytische Chemie für Studierende der Molekularbiolog­ie, WS 2014/2015“ Seite 1-28 gearbeitet. Anzumerken ist, dass bei der Untersuchung der drei Einzelsalze kein Sodaauszug notwendig war, da die Ionen aus der Urprobe nachzuweisen waren. Ergebnisse Einzelsalz 1 Die Probe liegt in einer weißen, pulvrigen Form vor und ist in 2M HNO3 löslich. Die Flammenprobe ist nicht eindeutig und die Vorprobe auf Ammonium negativ. Der erste durchgeführte Anionentest auf Karbonat verläuft positiv, somit sind alle weiteren Überprüfungen auf Anionen hinfällig. Hierzu wird die Festprobe auf einem Uhrglas mit 2M HCl versetzt, woraufhin ein Aufschäumen der zu analysierenden Substanz zu beobachten ist. Das Aufschäumen tritt deshalb ein,

Universität Regensburg -Institut für Romanistik

Einführung in die spanische Literaturwissenschaft


Hausarbeit Narrativik

“La noche que lo dejaron solo”

Juan Rulfo


 „¡Viva Cristo Rey!“ – mit diesem Motto kämpften die Cristeros, sogenannte Gotteskrieger, in den 20er Jahren in Mexiko gegen die mexikanischen Revolutionäre, welche die katholische Kirche vom öffentlichen Leben ausschlossen und somit entmachteten.

Die Kurzgeschichte « la noche que lo dejaron solo“ von Juan Rulfo spielt in jenem historischen Mexiko zu der Zeit des Cristeros-Aufstandes. Der Jugendliche Feliciano Ruelas  zieht mit zwei Begleitern, seinem Onkel Tanis und seinem Onkel Librado, los, um sich mit den Rebellen zusammenzuschließen.

Als er seine Begleiter nicht zu einer Pause überreden kann, da diese glauben im Schlaf sei die Gefahr groß vom Feind, den Revolutionären, überwältigt zu werden, bleibt er aufgrund von Erschöpfung zurück und schläft ein, was ihn vor dem Tod bewahrt. Er setzt seinen Weg alleine fort und sieht seine Begleiter erhängt, sie wurden von Föderalisten überrascht.

Diese warten bereits auf ihn, da sie von Spitzeln informiert wurden, er bekommt jedoch ein Gespräch zwischen den Soldaten mit und flieht.

Ein Thema dieser Erzählung ist der Glaube und der damit verbundene Bürgerkrieg: auf der einen Seite die erzkatholischen Cristeros, auf der Anderen die mexikanischen Revolutionäre.

Glück spielt bei dem Schicksal der Hauptfigur eine große Rolle, es hilft ihm einem grausamen Tod zu entrinnen. Zudem wird die Grausamkeit und die Herzenskälte der Menschen in der Zeit des Cristero-Aufstandes behandelt, wo die Glaubensfrage höher bewertet wird als ein Menschenleben. Die Einsamkeit und Verlorenheit des Jungen wird hier sehr deutlich.

Das historische Hintergrundgeschehen wird aus den Augen eines unschuldigen Kindes erzählt, das dort hineingezogen wird, obwohl es davon noch wenig Ahnung hat. Hierdurch werden die Auswirkungen eines Bürgerkrieges klar. Zudem wird erreicht, dass sich der Leser über diese Zeit informiert und Gedanken darüber macht, aber auch schockiert über das Schicksal der Begleiter als auch der Hauptfigur selbst, ist.

Optisch ist die Erzählung in zwei Abschnitte gegliedert: Der Erste spielt vor dem Einschlafen der Hauptfigur, der Zweite danach. Dadurch stimmen die äußeren mit den inneren Sinnabschnitten überein. Die Handlung selbst lässt sich in Erzähleinheiten einteilen, welche in der nachfolgenden Grafik verdeutlicht werden.

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Indizien dagegen sind handlungsirrelevant und somit für das Geschehen nicht von Bedeutung, fügen der Handlung aber etwas Wichtiges hinzu. Der Berg in der Erzählung steht beispielsweise für die noch zu überwindenden Hindernisse, die Ebene steht für die Meisterung dieser Hürde. Die Nacht drückt die Müdigkeit und auch die Kraftlosigkeit des Hauptcharakters aus, der Tag bringt Mut und neue Kraft.

Durch die terpentinhaltige Luft (vgl. S.104 unten) wird auf das Lagerfeuer der Soldaten hingewiesen.

Aufteilung in funktionale Ereignisse

Nachts


1. Feliciano Ruelas und seine zwei Begleiter wandern






















6.Maultiertreiber verraten Feliciano

























7.Soldaten warten auf Feliciano

2.Feliciano will eine Pause machen, um zu schlafen
                              




3. Begleiter wollen nicht pausieren: Angst vor Überwältigung im Schlaf durch die Feinde

                         

4. Feliciano bleibt zurück und schläft ein



                                 

5. Feliciano wacht durch Maultiertreiber

auf

                                

Tag


6. Feliciano zieht weiter und geht denselben Weg wie die Begleiter nur zu einer anderen Tageszeit


7. Feliciano kommt zu einem Soldatenlager und sieht seine Begleiter erhängt


8. Feliciano lauscht Gespräch und hört, dass sie auf ihn warten


9.Feliciano flieht

4. Begleiter ziehen weiter



5.Begleiter werden von Föderalisten überrascht und erhängt

Die Gattung Kurzgeschichte gibt bereits etwas zur Handlung preis: Die Geschichte ist nicht sehr lang und hat daher eine kurze Handlung, die sich unkompliziert und schnell erzählen lässt. Sie beschreibt einen eingeschränkten Personenkreis und auch Raum und Zeit sind beschränkt. Eine Kurzgeschichte weist oft einen offenen Schluss auf, was auch hier der Fall ist, da man nicht weiß, wie der Junge weiter vorgehen und ob er überleben wird.

Die Gefühle und die Handlungsweise des Jungen und auch die seiner Begleiter sind nachzuvollziehen und von Motiven und Zielen geleitet: Der Junge möchte seine Onkels wiederfinden, während diese nicht von den Feinden überwältigt werden und  keine Zeit verlieren wollen sich mit den Cristeros zu verbinden. Die Erzählung ist psychologisch motiviert. Zudem muss man erwähnen, dass sie kausallogische Verknüpfungen aufweist: Als Grund für den Tod der Begleiter wird genannt, dass sie des Nachts weitergezogen sind und nicht bis zum Tagesanbruch gewartet haben, auch sind die Handlungsschritte der Beteiligten eine Ursache haben.

Die Handlung weist zudem eine Steigerung auf: Zuerst ist Feliciano Ruelas mit zwei Begleitern unterwegs, dann wird er alleine gelassen, muss seine Begleiter erhängt finden und schließlich bleibt ihm nichts anderes mehr übrig als zu fliehen.

Die Geschichte weist verschiedene Spannungsarten auf: Die Was-Spannung stellt hier die Nacht dar, die andeutet, dass etwas passieren wird. Die Wie-Spannung ist in diesem Falle nicht vorhanden. Auch eine Erkenntnisspannung ist vorhanden, da der Leser erkennt, dass die Begleiter des Jungen gestorben sind, weil sie alleine weitergezogen sind und damit einen tödlichen Fehler gemacht haben.

Die Gefühlsspannung taucht in den Schilderungen des Jugendlichen auf und zieht sich bis zum offenen Schluss der Geschichte.

Beim Verhältnis von Anfang und Ende ist auffällig, dass die Geschichte gleich in medias res geht, dennoch aber eine langsame Heranführung erfolgt, in der die Hauptfigur die Situation erläutert und mit einem offenen Schluss endet, was nicht zu einer kompletten Aufklärung der aufgeworfenen Fragen führt.

Ein weiteres Kriterium ist ethnischer Herkunft: Es fällt die Brutalität der Soldaten auf, wohingegen der Junge zwar bewaffnet ist, aber doch hilflos erscheint.

Wenn man das Aktantenmodell anwendet und Feliciano Ruelas als Subjekt wählt, ergeben sich als Gegenspieler die Soldaten, als Helfer seine beiden Begleiter, als Sender das Ziel diese wiederzufinden und als Objekt sich mit den Cristeros zu verbünden.

Das Personal der Erzählung lässt sich nach Kontrasten und Korrespondenzen ordnen: Während der Junge mit seinen Onkels korrespondiert und die Soldaten mit den Maultiertreibern, stehen diese beiden Gruppen zueinander in Kontrast.

Feliciano Ruelas ist noch sehr jung und eher schlaksig gebaut (vgl. S.106). Er ist katholisch und sehr gläubig. Er gehorcht seinen Onkels, welche für ihn eine sehr große Autorität darstellen. Auch als sie ihn zurückgelassen haben, geht er den Weg, den sie geplant haben und versucht sie wiederzufinden.

Seine beiden Onkels sind seine Wegbegleiter. Sie sind ebenfalls katholisch und sehr gläubig, sie wollen sich mit de Cristeros verbünden. Sie setzen sich sehr für ihre Ideale ein, vergessen dabei aber ihren Neffen und lassen ihn zurück, da ihnen ihr Vorhaben wichtiger erscheint. Sie sind schon älter und kräftiger gebaut [„( .) más viejos y más colmilludos“ (Vgl. S.106)].

Die Soldaten sind sehr brutal, ihnen geht nichts über ihren Befehl, alle Cristeros zu töten. Ihnen scheint Menschlichkeit und Mitleid gänzlich zu fehlen. Die beiden Begleiter des Jungen werden rücksichtslos erhängt. Die Maultiertreiber sind genauso zu charakterisieren, sie verraten den Jungen an die Soldaten.

Die erzählte Zeit von circa zwei Tagen ist wesentlich länger als die Erzählzeit und deshalb handelt es sich hier um eine Raffung. Der Autor arbeitet mit Rückgriffen: Anfangs erzählt er von Gesprächen mit seinen Onkels (Vgl. S.103), an die er sich noch erinnert.

Durch die Analepsen wird der Höhepunkt der Geschichte hinausgezögert und der Leser wird hingehalten, die Spannung dauert länger an. Auch Vorgriffe sind vorhanden: Der Geruch nach Terpentin (Vgl.S.104 unten) deutet an, dass Menschen in der Nähe sind und etwas passiert sein muss. Indirekt deutet es an, dass seine Begleiter überfallen werden. Auch die Tatsache, dass der Junge alleine gelassen wir und der Tod seiner Begleiter wird angedeutet: „Fue lo último que oyó decirles.

Der Erzähler nimmt nicht an der Geschichte teil, somit ist die Fokalisierung extradiegetisch-heterodiegetisch. Der Erzähler schildert die Gefühle und die Gedanken der Hauptperson, daher handelt es sich hier um eine interne Fokalisierung, denn es wird eine Innensicht in die Figur, indem ihr Fühlen, Denken, Wissen und Wollen geschildert wird [„( .)pensó“ (p. 105 unten), „No quiso seguir viéndolos“ (p. 106 Mitte)].

Demzufolge ist das Erzählerwissen mit dem Figurenwissen identisch. Durch das Wissen des Erzählers hat der Leser aus einer neutralen Distanz, die durch die Verwendung der dritten Person aufgebaut wird, einen  Innenblick in das Leben und Denken der Hauptfigur. Dies wirkt realistisch und macht es dem Leser möglich sich in Feliciano Ruelas hineinzuversetzen und sich eine Meinung über das Geschehene zu bilden.

Ebenso findet man die erlebte Rede [„Se acordó ( .)lo habían dicho“ (S.105 oben)], sie bringt die Gedanken des Jungen näher. Diese Formen der Redewiedergabe sollen sowohl sachlich informieren als auch Einblick in das Innenleben der Hauptfigur geben .

Diese Geschichte weist Parallelen zu „En la madrugada“ auf, die auch in dem Buch „El llano en llamas“ zu finden ist. Auch hier verwendet Juan Rulfo eher Wörter, die selten vorkommen und nicht zum Grundwortschatz gehören.

Auch die Redewiedergabe ist sehr ähnlich: Er verwendet häufig Beschreibungen, Berichte oder direkte Rede. Die Erzählperspektive ist auch typisch für ihn: ein intern fokalisierter  Erzähler, der nicht Teil der Geschichte ist. Auffällig ist auch, dass beide Geschichten tragisch ablaufen und der Tod eine wesentliche Rolle spielt. Die vorkommenden Personen haben stets ein gestörtes Verhältnis zueinander: Einerseits der Bürgerkrieg und das seltsame Verhältnis zwischen dem Jungen und seinen Verwandten, andererseits die Zweckgemeinschaft zwischen Esteban und seiner Frau und der Inzest.

Juan Rulfo könnte selbst der Junge dieser Geschichte sein, da er zu den damaligen Ereignissen einen persönlichen Bezug hat: Sein Vater war selbst Anhänger der Cristeros und kam dabei ums Leben, somit musste er auch eine ähnlich schreckliche Erfahrung in seiner Kindheit machen wie Feliciano Ruelas in der Geschichte.


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