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Analyse von Friedrich Schillers: Kabale und Liebe

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German studies

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Eberhard-Karls-Universität Tübingen

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Friedrich Schiller: Kabale und Liebe - 5. Akt, 7. Szene Analysiere Ferdinands hier vorgetragene Vorstellung von der Liebe und die Art, wie er diese vorträgt. Berücksichtige in dieser Analyse auch die Regieanweisunge­n. In der 7. Szene des 5. Aktes des bürgerlichen Trauerspiels „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schille treffen die beiden Liebenden Ferdinand und Luise aufeinander. Diese Szene bildet die Spiegelszene zu der 1. Szene des 4. Aktes, somit wird auch Ferdinands Vorstellung von Liebe spiegelverkehrt dargestellt. Ferdinands Verhaltenswande­l ist erklärlich vor dem Hintergrund seiner Besitzansprüche­. Am Anfang des Dramas wurde sein Idealbild von Liebe als etwas Abstraktes und Besitzergreifen­des beschrieben: Seine Forderung exklusiver Gefühlstotalitä­t ist jenseits jeglicher Realitätsbezüge­. Des Weiteren ist die Liebe göttlich vorherbestimmt und sie und Luise bedeuten für ihn den Himmel und das Paradies. In diesem Ausschnitt jedoch ist die Liebe für ihn die Hölle: Er spricht von „ungeheurer Furchtbarkeit“ (Z.9) und nennt Luise „keinen Engel mehr“ (Z.14 f.) ; aus „meiner [seiner] Luise“ (1. Akt, Szene 4, S.19) wurde ei..
Kabale und Liebe von Friedrich Schiller Analyse 1 Szene Im folgenden analysiere ich die erste Szene des ersten Aktes aus dem Drama „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller, welches aus dem Jahr 1784 stammt. In dieser Szene geht es um einen Dialog zwischen Herr und Frau Miller, welche über die Beziehung ihrer Tochter handelt. Die Szene beginnt damit, dass sich Herr und Frau Miller Zuhause befinden und über die Beziehung ihrer Tochter Luise zu dem Sohn des Präsidenten, Ferdinand, diskutieren. Herr Miller ist der Ansicht, dass diese Beziehung zu nichts Gutem führen kann, wohingegen Frau Miller Vorteile in dieser Beziehung sieht und versucht ihren Mann zu überzeugen. Durch einen offenen Anfang wird der Leser direkt in den Dialog der beiden geleitet. Herr Miller geht schnell auf und ab (vgl. Z. 6), was direkt deutlich macht wie aufgeregt er ist. Die ersten Wörter die gesprochen werden, sind direkt in kurzen Hauptsätzen. Er sagt, dass durch die Beziehung Luises zu Ferdinand sein „Haus [.] verrufen“ (Z. 8) wird. Er „biete[t] dem Junker aus“ (Z. 9-10), er erteilt Ferdinand also Hausverbot. Durch diese Parataxe und auch dem dramatischen Inhalt wird deutlich wie sehr Herr Miller gegen diese Liebschaft ist. Seine Frau hingegen versucht ihn zu beruhigen, indem sie sagt, dass er nicht Schuld an der Beziehung hat, da er „ihm [die] Tochter nicht nachgeworfen“ (Z. 11-12) hat. Durch den Versuch

Friedrich Schiller: Kabale und Liebe

I.

Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken? – Die Schaubühne als

moralische Anstalt betrachtet –

In seiner Mannheimer Vorlesung „Was kann eine gute stehende Bühne eigentlich wirken?“ vor der kurpfälzischen deutschen Gesellschaft am 26. Juni 1784 (wird 1802 unter dem Titel „Die Schaubühne als moralische Anstalt betrachtet“ veröffentlicht) entwirft Schiller sein Konzept der ‚idealen Bühne’:

Die Schaubühne ist der gemeinschaftliche Kanal, in welchen von dem denkenden bessern Teile des Volks das Licht der Weisheit herunterströmt, und von da aus in milderen Strahlen durch den ganzen Staat sich verbreitet“ (S. 197).

Die höchste Forderung, der die Bühne nachkommen kann, ist die der Beförderung von allgemeiner Glückseligkeit, was impliziert, dass ihre Wirkung nicht temporär, sondern auf die Dauer des menschlichen Lebens hin angelegt sein soll (vgl.

Aristoteles: „Die Glückseligkeit stellt sich dar als ein Vollendetes und sich selbst Genügendes, da sie das Endziel allen Handelns ist“, Aristoteles, S. 11). Um dieses Konzept umzusetzen, bedient sich die Bühne ihrer einzigartigen Möglichkeiten: Sie ist in der Lage „die Bildung des Verstandes und des Herzens mit der edelsten Unterhaltung“ (S. 189) zu vereinigen.

Die Bühne bestärkt den Menschen in der Religion, da sie deren beständige Werte nicht predigt, sondern durch wirkliches Handeln festigt.

Die Religion steht hierbei über den irdischen politischen Gesetzen, deren Unzulänglichkeiten in der Realität sichtbar werden (moralische ‚Verbrecher’ werden nicht bestraft). Damit zeigt die Schaubühne den Bereich der Gerichtsbarkeit, der über dem der weltlichen Gesetze steht: „Kühne Verbrecher, die längst schon im Staub vermodern, werden durch den allmächtigen Ruf der Dichtkunst jetzt vorgeladen, und wiederholen zum schauervollen Unterricht der Nachwelt ein schändliches Leben“ (S. 190).

Das lebendige Handeln auf der Bühne zeugt von besonderem Einprägungscharakter: „So gewiß sichtbare Darstellung mächtiger ist, als toder Buchstabe und kalte Erzählung, so gewiß wirkt die Schaubühne tiefer und dauernder als Moral und Gesetze“ (S. 191).

Eben diese Einprägsamkeit soll den Zuschauer vor Torheit bewahren. In ihrer Vorführung von Torheit hat das Lustspiel tiefere Wirkung als die Tragödie: „Spott und Verachtung verwunden den Stolz des Menschen empfindlicher, als Verabscheuung sein Gewissen foltert“ (S. 193). Schiller prangert hierbei zugleich das Prinzip von ‚Vergötterung vs. Verdammung’ an, da seiner Ansicht nach durch Übertreibung und Steigerung in die Extreme die Wahrheit verloren geht.

Durch die Vorführung menschlicher Laster macht sie den Zuschauer ‚menschlicher’; sie lehrt ihn Nachsicht und Geduld auch mit den Schwachen zu üben. Selbst wenn es der Bühne nicht gelingen sollte, Verbrecher zu bessern und damit die Summe der Laster zu mindern, so hat sie die Verbrecher doch zumindest entlarvt und macht den Zuschauer auf deren Existenz aufmerksam.

Die Schaubühne zieht uns als Schule praktischer Weisheit „künstlich in fremde Bedrängnisse, und belohnt uns das augenblickliche Leiden mit wollüstigen Tränen, und einem herrlichen Zuwachs an Mut und .....[read full text]

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Im Gegensatz zu Miller, der um Luises Jungfräulichkeit und den damit verbundenen sozialen Abstieg bangt, hofft sie auf einen gesellschaftlichen Aufstieg durch Luises Verbindung zur Adelswelt. Sie teilt Millers Ängste hinsichtlich einer sexuellen Beziehung zu Ferdinand nicht: „Da sieht manʼs ja sonnenklar, wie es ihm pur um ihre schöne Seele zu tun ist“ (I, 1, S. 6). „Beide Eltern artikulieren zwar durch die zeitgenössischen Gegebenheiten gerechtfertigte Ängste und Hoffnungen, jedoch zielen diese an der tatsächlichen Situation zwischen Louise und Ferdinand vorbei“ (Luserke-Jaqui, S. 120).

Ferdinand hat weder sexuelles Interesse an Luise, noch liebt er sie ausschließlich ihrer

schönen Seele’ wegen; er liebt vielmehr ein ideales Konstrukt, welches er auf Luise projiziert.

Innerhalb der Familie ist die Verbindung zwischen Mutter und Luise kaum vorhanden; die Beziehung von Miller und Luise ist umso stärker.

Frau Miller übergibt ihrem Mann quasi auch die Verantwortung für Luise: „deine [Hvg. v. Verfasser] Tochter“ (I.1, S. 5, 6), beim Eintreffen des Sekretärs Wurm hingegen prahlt sie mit ihr: „meine [.....

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Während es nach Luises Verständnis erst nach dem Tod zum Kollaps der ständischen „Schranken des Unterschieds“ (I.3 S. 14) kommt, beharrt Ferdinand auf einer Glückserfüllung bereits im diesseitigen Leben. Ferdinand stellt den unbedingten Anspruch auf emotionale Zweisamkeit ganz bewusst in Opposition zur Bedingtheit seiner sozialen Existenz und zielt somit auf die Überschreitung gesellschaftlicher Normen ab.

Ferdinand – egomane Liebe

Ferdinands Verabsolutierung der Liebe äußert sich darin, dass Luise zum zentralen Orientierungspunkt seines Denkens, Fühlens und Handelns geworden ist: „[ .] du, Luise, und ich und die Liebe! - Liegt nicht in diesem Zirkel der ganze Himmel?“ (III.4 S. 63).

Luise wird in diesem Zusammenhang zu einem ästhetischen Konstrukt einer künstlichen Welt stilisiert. Sie stellt lediglich die Projektionsfläche dar, auf welche Ferdinand seine idealistischen Visionen der Liebe abzubilden versucht. Dieses enge semiotische Korsett führt bei Ferdinand zur radikalen Negation von Luises Personalität. Sie existiert lediglich als Figuration seiner Ideale.

Diese Feststellung legt den Blick frei für den stark narzisstisch geprägten Charakter Ferdinands: „Ich schaue durch deine Seele, wie durch das klare Wasser .....

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Im Zentrum des Interesses stehen nun die gesellschaftlichen Implikationen der divergierenden Liebeskonzeptionen Ferdinands und Luises.

Ferdinands Versuch der Etablierung eines Absolutismus der Liebe zeugt zunächst von der Intention, sich von der Funktionalisierung der Liebe am Hof radikal abzugrenzen. Der junge Adelige führt die Liebe als Medium ins Feld, das ganz in den Dienst der Rechtfertigung seiner sittlichen Existenz gestellt wird. Die weltlose Innerlichkeit der Liebe wird von Ferdinand programmatisch in Opposition zur politischen Sphäre des Hofes gestellt, an welchem es darauf ankommt, „im rechten Tempo, auf eine geschickte Art, Groß und Klein zu sein.“ (III.1 S. 61) Ferdinand sucht in der Liebe zu Luise also eine Kompensation der Qualen seines bisherigen Lebens: „Wer, als die Liebe kann mir die Flüche versüßen, die mir der Landeswucher meines Vaters vermachen wird?“ (I.4 S. 16) Luise wird hier auf die Rolle der Erfüllungshelferin zur Schaffung einer utopischen Gemeinschaft reduziert, welche sich primär durch ihre soziale Ortlosigkeit auszeichnet: „Mein Vaterland ist, wo mich Luise liebt.“ (III.4 S. 64)

Ferdinands Absolutismus der Liebe ist im aristokratischen Sozialverhalten .....

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Allerdings greift dieser von Iffland erdachte Titel – Schillers Stück sollte ursprünglich „Luise Millerin“ heißen – lediglich die äußere, oberflächliche Konfliktlinie auf und verfehlt dabei das eigentliche Spannungsfeld des Trauerspiels. Zwar deutet das gemeinsame Ziel der beiden Vaterfiguren Miller und Präsident von Walter, eine Liebesheirat zwischen Luise und Ferdinand zu verhindern, schon am Anfang eine aufkommende Intrige an, doch wird die Notwendigkeit dieser bereits mit dem ersten Aufeinandertreffen von Luise und Ferdinand im Stück in Frage gestellt.

Ferdinands emphatischen Liebesschwüren steht hier die unentschlossene und abwehrende Körpersprache Luises gegenüber, die aus den Regieanweisungen hervorgeht:

Er fliegt auf sie zu – sie sinkt entfärbt und matt auf einen Sessel […] (Luise) steht auf

und fällt ihm um den Hals […] fasst seine Hand indem sie den Kopf schüttelt […]

drückt ihn von sich in großer Bewegung […] (I, 4, S.15-17)

Das vorherrschende Gefühl zwischen den beiden ist Liebe; die Tatsache aber, dass beide auf verschiedene Art und Weise lieben, verursacht eine konfliktträchtige Spannung, die schon vor dem Einsetzen der Handlung besteht.

Während für Luise die Familie und Standeszugehörigkeiten eine wichtige Rolle spielen und sie sich dessen von Anfang an bewusst ist, dass ihre Liebe zu Ferdinand im irdischen Leben nicht verwirklicht werden kann, erschafft sich dieser eine ins Kosmische steigende Liebesimagination, in der Luise lediglich eine passive Rolle besetzt, ihr nur „als Attribut zugeh.....

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Auf der Grundlage der Übersetzung von Eugen Rolfes, hrsg. v. Günther Bien. 4. durchges. Aufl. Hamburg 1985.

Luserke-Jaqui, Matthias: Friedrich Schiller.

Tübingen, Basel 2005.

Saße, Günther: „Daß die Zärtlichkeit noch barbarischer zwingt, als Tyrannenwut“.

Zum Verhältnis von Liebe und Macht in Schillers „Kabale und Liebe“. In Matthias Luserke-Jaqui (Hrsg.): Friedrich Schiller. Darmstadt 2009, S. 56-87.

Schiller, Friedrich: Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken? In: Ders.: Werke und Briefe in zwölf Bänden.

Bd. 8, hrsg. v. Otto Dann, Axel Gellhaus, Klaus Harro, u.a. Frankfurt am .....

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