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Interpretation
German studies

University, School

Gymnasium am Kattenberge Buchholz

Grade, Teacher, Year

1, 2014

Author / Copyright
Text by Gertraude N. ©
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Analyse des problemorientierten Jugendbuches „Bevor ich sterbe“ von




Analyse des problemorientierten Jugendbuches

Bevor ich Sterbe“


von

Klasse FsPäU2014

Abgabedatum: Mo, d. 12.01.2015

Fach: Deutsch, Fr. Flor


(im engl. OT „Before I Die“, David Fickling Books, London 2007) von Jenny Downham,

erschienen in Deutschland im Jahr 2008 in München, Bertelsmann Verlag (ISBN: 978-3-570-30674-1)


Verschiedene Titelseiten des Buches (von li. nach re.: Großbritannien, Niederlande, Slowenien, Frankreich)

  1. Die Autorin Jenny Downham


Noch vor dem ersten Lesen des Buches informierte ich mich über die Autorin Jenny Downham. Die im Jahr 1964 geborene Britin war zunächst Schauspielerin, bis sie dann 2007 ihr Debüt als Autorin mit „Before I die“ feierte1. Jenny Downham erklärte in einem Interview2, die Handlung des Buches sei rein fiktiv und enthalte keinerlei biografische Ansätze. Da die Protagonistin in dem Buch Leukämiekrank ist, informierte sie sich im Vorfeld bei medizinischem Fachpersonal über die Krankheit, um möglichst realitätsgetreu schreiben zu können.

Um die Charaktere der Handlung besonders plastisch zu formen, machte sie sich ihre Kenntnisse als Schauspielerin zunutze. Mit diesem Wissen fing ich dann an, ihr Erstlingswerk zu lesen.


  1. Inhaltsangabe


Bevor ich mich an die Analyse des problemorientierten Jugendbuches „Bevor ich sterbe“ von Jenny Downham heran wage, bescheibe ich zunächst kurz den Inhalt:

Tessa Scott ist ein 16-jähriges Mädchen, sie lebt in England und sie leidet seit vier Jahren an lymphoblastischer Leukämie. Das Buch begleitet ihre letzten acht Lebensmonate: Im Sommer erfährt sie, dass ihre Krankheit nun ins Endstadium vorgerückt ist und sie bald sterben wird, sodass sie ihre Chemotherapie abbricht und sich entscheidet, ihre letzten Lebensmonate voll auszukosten.

Mit dem Wissen, dass ihr Leben bald und sicher zu Ende gehen wird, fertigt sie gegen Ende August eine Liste mit zehn Dingen an, die sie vor ihrem Tod noch erleben will. 3

Tessas Liste enthält Dinge, die die Neugier junger Menschen wecken: der Umstand, dass sie sterben wird, bedeutet für sie, dass Tessa mit Sex, Drogen und Kriminalität experimentieren kann, ohne jegliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Dank der Hilfe ihrer besten Freundin Zoey meistert Tessa Punkt für Punkt auf der Liste. Die Liste verändert die Leben beider Mädchen grundlegend: Tessa fasst plötzlich wieder Lebensfreude und empfindet ihr Leben wieder als sinnvoll, während Zoey sich unglücklich verliebt und ungewollt schwanger wird.

Und so findet Tessa im Lauf der Geschichte heraus, dass Leben und Tod weitaus facettenreicher und komplexer sind, als sie je gedacht hätte. Schon bald ersetzt sie ihr Verlangen nach wilden „Teenager-Erfahrungen“ durch einfachere Dinge, wie eine Umarmung oder eine Tasse Tee. Zusätzlich verliebt sie sich in den Nachbarsjungen Adam, sodass sie sich auch mit der Frage konfrontiert sieht, ob es richtig ist, sich überhaupt zu verlieben und eine Beziehung zu beginnen, wenn man weiß, dass man bald sterben wird.

Im April stirbt Tessa letztendlich im Kreis der ihr nahe stehenden Personen.


  1. Die Protagonistin Tessa Scott


Die 16-jährige Tessa, auch Tess genannt, hat kurze, frisch nachgewachsene Haare, ist sehr dünn mit hervor stehenden Knochen, hat eine raue Haut und kaputte Fingernägel. Tessa lebt mit ihrem Vater und ihrem elfjährigen Bruder Cal zusammen, ihre Mutter hatte die Familie kurz nach Bekanntwerden der Diagnose verlassen. Gelegentlich verbringt Tessa das Wochenende bei ihrer Mutter.

Tessa hält sich wegen ihrer Krankheit sehr oft ambulant sowie stationär in Kliniken auf und leidet oft unter Schmerzen und Nebenwirkungen, sodass sie schon seit Jahren nicht mehr in die Schule geht. Ihr Vater will sie ermuntern, wieder die Schule zu besuchen, doch Tessa bevorzugt ein eher abgeschiedenes Leben. Sie vermeidet es, neue Bekanntschaften zu knüpfen und neigt dazu, neue Menschen in ihrem Leben .....[read full text]

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Als Tessa den ersten Punkt ihrer Liste angehen will, schlüpft sie in eine andere Rolle: „Als ich in den Spiegel schaue, ist es toll, wie anders ich aussehe – großäugig, gefährlich.“ (S.13) Gehüllt in das Kleid ihrer Freundin und mit dem Begehr, so zu sein wie sie, erfüllt sie sich den Wunsch, einmal in ihrem Leben Sex zu haben. Tessa hat dieses Erlebnis im Nachhinein als negative Erfahrung im Gedächtnis, was damit zusammenhängt, dass sie nicht sie selbst war: “Vielleicht komme ich hier nur durch, ( .), indem ich so tue, als wäre ich jemand anderes.

Ich entscheide mich für Zoey und knöpfe ihr Kleid auf.“ Sie tat nicht die Dinge, die sie selbst wollte und agierte nicht als Tessa, sondern als Zoey. Allerdings war dieses Rollenspiel für den Anfang des gesamten Unternehmens elementar, denn womöglich hätte Tessa als „sie selbst“ nicht das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufgebracht, ihr Vorhaben überhaupt anzugehen.

Erst später fängt Tessa an, sich von dem Gedanken loszulösen, wie Zoey sein zu wollen und tätigt auch eigenständig bzw. mit Adam zusammen Unternehmungen, ihre Liste betreffend. Erst das erfüllt sie vollständig und führt sie näher an ihr Ziel heran, noch einmal richtig gelebt zu haben.

Tessa wird immer mutiger und glaubt, dass sie wegen ihrer kurzen Lebenserwartung nichts zu fürchten braucht – selbst den Tod nicht. Den Anstoß hierzu bekommt sie von Zoey: „Jetzt hör mal zu, Mädchen, wenn du das hier richtig machen willst, wirst du lernen müssen, dich an keine Regeln zu halten.“ (S.15) und später: „ „Jemand wie du hat keine Konsequenzen zu fürchten!“ So hab ich das noch nie gesehen“ (S. 16).

Gelegentlich zweifelt Tessa an ihrer Liste, doch sie erlebt immer wieder Schlüsselmomente, die sie bestärken, an ihr festzuhalten: „Du bist weiter vorgerückt, Tessa“ ( .) „Ich kann es nicht beurteilen, aber ich würde dich darin bestärken, zu tun, was du tun möchtest.“, rät ihr der behandelnde Arzt. (S.57)

Sie realisiert nun, dass sie recht zeitnah sterben wird. Diese Erkenntnis lässt sie in die Zukunft blicken und Kraft schöpfen: „Es ist nicht gerecht. Ich will nicht so sterben, bevor ich überhaupt richtig gelebt habe. Das kommt mir so einleuchtend vor. Ich schöpfe schon fast Hoffnung, was verrückt ist. Ich will leben, bevor ich sterbe. Nur das ergibt Sinn.“ (S. 58)

Die Liste bekommt zum Ende des Buches hin noch einmal eine weitere Bedeutung: Tessa schätzt nun auch die eigentlich unbedeutsamen Dinge und erweitert ihre Liste Stück für Stück. Dies ist ihr metaphorischer Kampf gegen den Tod: „Ich brauch mehr Erinnerungen.“ (S.274) „Nummer elf. Eine Tasse Tee. Nummer zwölf . ( .) Nummer dreizehn: meinen Bruder umarmt halten, während sich die Abenddämmerung aufs Fensterbrett senkt. (S. 278) „Fünfzehn, aus dem Bett aufstehen und nach unten gehen, und alles war ein Scherz.

Zweihundertneun, Adam heiraten. ( .) Einundfünfzig, zweiundfünfzig, dreiundfünfzig. Die Augen aufmachen. Verdammt nochmal, geht endlich auf.“ (S. 306)


    1. Tessas Persönlichkeit – zwischen Resilienz und Vulnerabilität


Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen oder sogar positiv zu nutzen, während Vulnerabilität als Synonym für Verwundbarkeit – und somit in Opposition stehend zu Resilienz - zu verstehen ist4. Tessa vereint beide Attribute in sich:

Zunächst ist offensichtlich, dass Tessa ihre letzten Monate so genussvoll wie möglich gestalten will. Sie betreibt also eine gewisse Art von Psychohygiene, um sich mit ihrem bevorstehenden Tod bess.....

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Aber ist es nicht vielleicht das gute Recht eines Sterbenden, Rücksicht und Zuwendung von den ihm Umgebenden zu verlangen?


Eine weitere Eigenschaft, die Tessa manchmal an den Tag legt, ist eine gewisse Gelassenheit, was grenzüberschreitendes oder auch übergriffiges Verhalten angeht: sie entwickelt dann eine Einstellung die zeigt, dass sie sich für unverwundbar oder unsterblich hält – gerade aus dem Grund, dass sie sterben wird. So fährt sie beispielsweise Auto ohne Fahrpraxis und Führerschein.

Hierzu lässt sich auch erwähnen, dass Tessa immer mehr glaubt, wegen ihrer Krankheit einen „Freifahrtsschein“ zu haben, verbotene Dinge zu tun, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen – erfährt sie doch ständig Mitleid und Empathie von ihren Mitmenschen wegen ihrer Krankheit. Als sie bei einem Ladendiebstahl erwischt wird, klärt sie Shirley – vermutlich die Geschäftsführerin des Ladens – über ihre Krankheit auf, um sie zu beschwichtigen und Straffreiheit zu erlangen.

Shirley zeigt sich allerdings völlig unbeeindruckt davon. Dies wiederum überrascht Tessa, da es ungewohnt für sie ist: „Es ist Krebs“Aber das K-Wort schreckt sie nicht, und sie ruft trotzdem meinen Vater an. (S. 133)


Auffällig ist auch, dass Tessa sich sehr tiefgründige Gedanken macht, wie es ihren Angehörigen nach ihrem Tod gehen mag. Sie interessiert sich für deren Kummer und möchte Trost spenden, sodass sie des Öfteren den Dialog zu ernsten Gesprächen sucht. Doch zu jeder Gelegenheit werden ihre Besorgnisse von ihrem jeweiligen Gegenüber im Keim erstickt, geradezu ignoriert: „Ich hab das Gefühl, ich lass dich im Stich.

Ich komm nicht mehr als Babysitterin infrage.“ Zoey sagt: „Es ist richtig schön drauße. Soll ich Adam oder deinen Dad bitten, dich rauszutragen? (S. 283) oder auch: „Du wirst jahrelang ohne mich hier sein“, sage ich ihm. Er fragt: „Soll ich uns Frühstück machen?“ (S.287)

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Zoey fasst Tessa nicht mit Samthandschuhen an, weil sie krank ist: sie gibt Widerrede und streitet sich auch mit ihr. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass Zoey sehr genervt von Tessa ist, besonders wenn Tessa sich einige Zeit nicht melden konnte, weil sie im Krankenhaus war oder es ihr einfach sehr schlecht ging. Doch sobald es Tessa wieder besser ging, kontaktierte sie Zoey wieder und erwartete, dass sie sofort Zeit für sie einräumen kann.

Gelegentlich hat Tessa das Gefühl, dass sie Zoey zur Last fällt und dass sie sich ihren Tod herbeiwünscht: „Aber ich langweile sie, das kann jeder sehen. Sie wünscht, ich würde mit dem Sterben vorankommen, damit sie endlich wieder Zeit für sich hat.“(S. 151)


Zoey ist sofort begeistert von Tessas Liste und bietet ihr effektive Hilfestellung bei der Erfüllung der Aufgaben. Schnell hilft sie Tessa, ihren ersten Punkt - Sex – zu erfüllen. Doch nicht nur Tessa findet an diesem Abend auf einer Party einen Liebhaber: Zoey lernt Scott kennen, mit dem sie Sex hat und mit dem sie eine Beziehung anfängt. Doch leider meint Scott es nicht ernst mit Zoey und trennt sich nach einigen Wochen wieder von ihr.

Der Leser erfährt dann auch, dass Zoey von Scott schwanger ist – ob die Trennung und die Schwangerschaft miteinander zusammenhängen, wird nicht geklärt.

Zunächst lehnt Zoey ab, das Kind zu behalten, doch Tessa weckt offenbar leichte Zweifel in ihr: „Du könntest es behalten, Zoey.“ „Das ist nicht mal witzig.“ „Sollte es auch nicht sein. Behalt es. Warum nicht?“ „Ich behalte es nicht wegen dir!“ (S. 165). Doch eigentlich wünscht Tessa sich, dass Zoey das Baby behält. Als Tessa auf dem Weg zu einem Radiosender ist, um sich ihren nächsten Punkt auf der Liste zu erfüllen – Ruhm – da kommt sie plötzlich auf den Gedanken, dass das Kind für sie viel mehr bedeutet, als nur ein Verhütungsunfall: „Der Nachwelt etwas von einem selber hinterlassen, meine ich.“ Ich denke an Zoey und ihr Baby.

Das wächst. Wächst. (S.183) Das Kind ist für Tessa wie ein Vermächtnis von sich .....

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In der Silvesternacht nimmt sie ihren Mut zusammen, schleicht sich zu ihm auf sein Grundstück und verführt ihn, mit der klaren Absicht, ihn für sich als Beziehungspartner zu gewinnen: „Ich glaube so ziemlich an das Chaos. ( .) Aber Adam zuzusehen, wie er den Weg raufgeht, kommt mir wie eine bewusste Entscheidung vor. Auch wenn das ganze Universum ein Zufallsprodukt ist, kann ich doch Neues entstehen lassen.“ (S.173)

Anders als der Klappentext erwarten lässt, spielt die Liebesbeziehung zwischen Adam und Tessa keine so zentrale Rolle in der Geschichte. Es wird allerdings schon herausgestellt, welchen Herausforderungen sich die beiden stellen. Adam fühlt sich überfordert zu wissen, dass seine geliebte Tessa bald sterben wird und er ohne sie weiter leben muss. Bewusst erkundigt er sich nach einer Uni an einem anderen Ort (Nottingham), um nach Tessas Tod nicht immer an Tessa erinnert zu werden: „ Ich geh hin, weil mein Leben nichts wert war, bevor ich dich kennengelernt hab.

Ich geh hin, weil ich nicht hier sein will ohne dich, immer noch bei meiner Mutter wohnen und sonst keine Änderung. Wenn du nicht gewesen wärst, wär ich gar nicht erst auf die Idee gekommen wegzuziehen.“ (S. 269). Adam ist sehr verständnisvoll, er zieht letztendlich bei Tessa ein und weicht ihr bis zu ihrem Tod kaum von der Seite.


  1. Tessas Mutter


Vor ein paar Jahren, als Tessas Diagnose bekannt wurde, verließ sie die Familie und ließ Tessas Vater und die beiden Kinder alleine zurück. Sie scheint Schwierigkeiten zu haben, ihre Gefühle zu offenbaren, was Tessa sehr verletzt: „Mum hat noch nie gesagt, dass sie mich liebt. Nicht einmal. Wird sie wohl auch nie. Jetzt wäre es zu offensichtlich, würde zu sehr nach Mitleid riechen.“(S. 169).

Tessa scheint sehr Enttäuscht von ihrer Mutter zu sein – sie begleitete sie (auch auf Tessas Wunsch hin) nie ins Krankenhaus. Auch deshalb ist sie über Tessas Krankheit nicht wirklich im Bilde und wirkt im Umgang mit Tessa etwas unbeholfen. Sie passt sehr gut in die Kategorie der Angehörigen6, die die Krankheit nicht wahr haben wollen und sich vom Sterbenden isolieren.

Sie scheint sich nicht mit der Krankheit auseinandersetzen zu wollen und kann Tessa in dieser Phase auch nicht helfen. Erst später, als Tessas Sterben weiter voranschreitet, begleitet sie sie freiwillig ins Krankenhaus und ist auch offen gegenüber der Konfrontation mit der Krankheit. Einer der Punkte auf Tessas Liste ist es, ihre Eltern wieder zusammen zu bringen – dies gelingt ihr auch kurzzeitig.

Die Beziehung zwischen den beiden Elternteilen ist nicht von allzu langer Dauer und wird auch nicht näher beschrieben. Das Verhältnis zwischen Tessas Mutter und ihrem Ex-Mann ist im allgemeinen durch einen zurückhaltenden, aber auch freundschaftlichen .....

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Auch wirkt er Tessas Liste betreffend sehr verständnisvoll: ich hätte als Leser erwartet, dass die Liste, die Tessa an ihrer Zimmerwand – für jeden lesbar - publik gemacht hat für mehr Zündstoff in der Handlung sorgt – beinhaltet sie doch anrüchige und verbotene Dinge. Im Gegensatz zu meinen Erwartungen will er ihr sogar behilflich sein, ihre Liste zu verwirklichen: er fährt Tessa zu einem Radiosender, damit sie Ruhm erlangen kann.

Zunächst wirkt er auch Adam gegenüber eher skeptisch, doch als er erkennt, dass Adam sich gut um Tessa kümmert und ihr gut tut, gestattet er ihm letztendlich, bei Tessa einzuziehen.



  1. Tessas Bruder Cal


Cal Scott ist elf Jahre alt und scheint mit der Situation seiner Schwester überfordert zu sein. Er liebt Tessa als große Schwester sehr und sagt, dass er sie vermissen werde, wenn sie tot sei. Das zeigt, dass er zwar das ganze Ausmaß ihrer Krankheit nicht überblickt, er sich jedoch schon damit abgefunden bzw. damit abgeschlossen hat, dass Tessa sterben wird. Cals Persönlichkeit zeigt noch eine frische, kindliche Leichtigkeit – er zaubert für sein Leben gern und liebt es, andere mit seinen Kunststücken zu beeindrucken.

Adam zeigt Interesse an Cal und die beiden verstehen sich gut.


  1. Schreibstil


Jenny Downham verwendet die Ich-Form in der Innensicht und schreibt im Präsens. Die Figurenrede ist in direkter Rede zu lesen und Tessas unausgesprochene Gedanken sind als innerer Monolog dargestellt. Die Autorin sagte selbst über ihren Schreibstil folgendes8 (frei übersetzt aus dem Englischem):

Ich wollte den Leser ihren Körper bewohnen lassen (mit Hilfe der ersten Person, Präsens), in der Hoffnung, dass sie beides - eine körperliche und eine emotionale Reaktion zeigen würden. Wenn Tessas Körper das Reden übernimmt - wenn der Leser eine Lumbalpunktion oder eine Blutung mit ihr erfährt - dann schiebt es den Leser zwangsläufig näher an sein physisches Selbst.

Ich wollte eine Unmittelbarkeit zwischen dem körpereigenen Niedergang und Tessas Worten erreichen, um zu beschreiben, .....

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