Interpretation der Szene "Zwinger" in Goethes "Faust" - Mehrere Szenenanalysen

Interpretation1.178 Words / ~ pages Albert-Schweitzer-Gymnasium Hamburg Faust I von Johann W. v. Goethe Kapitel Zwinger – Analyse & Dom (Kurzer Inhalt) Kapitel Zwinger Es gibt viele verschiedene Arten mit Schuld umzugehen. Daran hat sich seit der Klassik bis zur heutigen Zeit nicht viel geändert. Man kann an seiner Verzweiflung zu Grunde gehen, wie Faust das Vergangene vergangen sein lassen oder aber nach einem Ausweg suchen, sein Gewissen reinzuwaschen­. In der Szene „Zwinger“ der Tragödie Faust I von Johann Wolfgang Goethe wählt Gretchen den Weg des Betens, um mit ihrem Leid zurechtzukomm­en. Gretchen steckt frische Blumen in die dafür vorgesehenen Krüge in der Mauerhöhle des Zwingers, dem gleichzeitig geschützten, aber auch einengenden Raum zwischen äußerer und innerer Stadtmauer. Dabei betet sie zur Mater Dolorosa, der Jungfrau Maria. Zu Beginn des vierteiligen Gebets (V. 3589) fleht Gretchen die Mutter Gottes an, sie in ihrer Not anzuhören und gnädig mit ihr zu sein. Dadurch stimmt sie die „Schmerzenrei­che“ auf ihr Klagen ein. Anschließend (V. 3590-3601) beschreibt sie Marias und Gottes eigenen Schmerz über den Tod ihres Sohnes Jesus, mit dem sie im nächsten Abschnitt ihr eigenes Leid identifiziert­. Dieser Teil dritte Teil der Szene (V. 3602-3616) ist der ausführlichst­e, da Gretchen vorbringt, was ihr wirklich auf der Seele lastet. Sie beschreibt ihren psychischen und physischen Schmerz („Mit tausend Schmerzen“ V.5, „Wie wühlet/ Der Schmerz mir im Gebein?“ V. 11f.),…[show more]
Interpretation943 Words / ~2 pages Brüder Grimm Schule Neu-Isenburg Johann Wolfgang von Goethe: Zwinger aus Faust (Szenenanalys­e - 3587-3619) Szenenanalyse „Zwinger“ (3587-3619) Als erstes werde ich eine kurze Zusammenfassu­ng über vorangegangen­e Szenen schreiben. Gretchen lernt Mephistophele­s und Faust kennen (vgl. Z. 2605- 2610). Aus den Annäherungsve­rsuc­hen Fausts entsteht auch eine Verliebtheit bei Gretchen (vgl. Z. 3390-3413). Das passt jedoch nicht zu Gretchen, die eigentlich als braves und ehrenvolles Mädchen bekannt ist. Gretchen trifft Lieschen am Brunnen und spricht mit ihr über Bärbelchen, die von einem Mann, mit dem sie nicht verheiratet ist, ein Kind erwartet (vgl. Z. 3544-3549). Lieschen möchte über Bärbelchen lästern, dabei fällt Gretchen jedoch auf, dass sie selbst nicht besser ist als Bärbelchen („Und bin nun selbst der Sünde bloß!“ (Z. 3584)) und das obwohl sie Menschen, die nicht ehrenvoll leben, früher verabscheute und verurteilte. Sie spürt eine Veränderung in sich. In der Szene „Zwinger“ steht Gretchen bei einer Marienfigur, die den Tod ihres Sohnes Jesus beklagt. Sie erhofft sich bei der heiligen Mutter Trost und Beistand zu finden, da eine Mutter die ihren Sohn zum Grab getragen hat ihren Schmerz verstehen sollte. Sie vergleicht sich mit Maria, was man von einer Gottesfürchti­gen Christin nicht unbedingt erwarten würde (vgl. Z. 3596-3601). Sie erzählt der heiligen Mutter von ihrem Schmerz…[show more]
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