Analysen des Gedichts "An eine Jungfrau" von Andreas Gryphius

Interpretation614 Words / ~ pages Hilda-Gymnasium Koblenz An eine Jungfrau von Andreas Gryphius Gedichtanalys­e Das Sonett „An eine Jungfrau“ wurde 1637 im 30. Jährigen Krieg von Andreas Gryphius, welcher sich im Bezug auf seine Gedichte auf den Krieg und auch auf die Liebe spezialisiert hatte. In diesem Gedicht handelt es sich um eine Liebe an einer Jungfrau, diese Liebe jedoch durch das Leiden und die Armut unerreichbar scheint. Das Gedicht besteht aus 14 Zeilen, die in vier Strophen unterteilt sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette und die beiden letzten Strophen sind Terzette, wovon man darauf schließen lässt, dass das Gedicht ein Sonett ist. In den ersten beiden Quartetten verwendet Gryphius Paarreime, mit dem Schema abba und abba. Darauf folgt ein Schweifreim in den letzten beiden Terzetten, mit dem Schema ccd und eed. Der sechsfüßige Jambus (=Wechsel zwischen Hoch und Tief (betont und unbetont)) ist in den ersten beiden Strophen gleich. Beide Quartette enden auf eine weibliche Kadenz, und zwar w,m,m,w, heißt weiblich, männlich, männlich, weiblich. Die Kadenzen kennzeichnen die metrische Struktur des Gedichtes. Man spricht von einer klingenden bzw. weiblichen Kadenz, wenn auf die letzte betonte noch eine unbetonte kommt. Eine stumpfe bzw. männliche Kadenz erkennt man daran das die Verszeilen mit einer Betonung enden. Die letzten beiden Terzette enden auf eine weibliche Kadenz, heißt männlich, männlich, we..…[show more]
Interpretation1.996 Words / ~6 pages HfM Weimar Jena Interpretatio­n eines Gedichts Das Gedicht „An eine Jungfrau“ aus dem Jahre 1637 des Dichters Andreas Gryphius (1616 – 1646) ist der Epoche des Barock (1620 – 1720) zuzuordnen. Das Werk ist in die Liebeslyrik einzuordnen, da thematisiert wird, wie die gefährlichen Reize einer jungen Dame zahlreiche Männer in ihren Bann ziehen. (?) Jedoch wird die Bedeutung der Schönheit durch die Vergänglichke­it des Daseins infrage gestellt. Im Rahmen der Deutungshypot­hese lässt sich die Vermutung aufstellen, dass das Gedicht von Andreas Gryphius im Besonderen durch das für den Barock typische Vanitas-Motiv (lat. Vergänglichke­it aller Dinge) als auch die Opposition zwischen Triebhaftigke­it und Tugendhaftigk­eit geprägt ist. Im Folgenden werde ich das Gedicht linear erschließen und die Zusammenwirku­ng von Inhalt, Form und sprachlichen-­stili­stis­chen Mitteln ebenso wie die epochenspezif­ische­n Merkmale des Barock erläutern. Die äußere Struktur des Gedichtes ist exemplarisch für die Lyrik des Barock. Zuvorderst handelt es sich um ein Sonett mit dem klassischen Aufbau aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Beide Quartette weisen den umarmenden Reim (abba) auf, wobei die weiblichen Kadenzen auf den jeweiligen A-Reim entfallen und die männlichen Reime auf den B-Reim. In den zwei Terzetten kann ein Schweifreim nachgewiesen werden (ccd eed), wobei sich die männlichen Kadenzen…[show more]
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