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Zwischen Römerreich und Mittelalter .doc

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Social Science
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Theology
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University, School
BG/BRG Knittelfeld
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2004
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ZWISCHEN RÖMERREICH UND MITTELALTER

Unter Kaiser Konstantin wurde die Kirche ein Werkzeug des Staates. Die Reichskirche entwickelte sich, während der Staat christliche Züge annahm. Wichtige Ämter waren fast nur von Christen besetzt. Dennoch hatte diese Bevorzugung des Christentums auch eine Kehrseite. Als viele Bischöfe den Kaiser baten, die Ordnungen der Kirche nicht mit jenen des Staates zu vermischen, antwortete dieser: „Was ich will, muss als kirchlicher Rechtssatz gelten!“ Der Kaiser benutzte die Kirche als Mittel der Politik, ansonsten drohte Geißelung, Verbannung, Absetzung.

Das Christentum nutzte seine Vormachtsstellung, daher durften weder die Akademie in Athen noch die Olympischen Spiele weiter bestehen.

DER ZERFALL DES RÖMISCHEN REICHES

Die inneren Probleme des Reiches und seine Gefährdung an den Grenzen nahmen zu.

Die Römer hatten große Schwierigkeiten mit den Germanen und wagten sich nicht mehr in germanisches Land. Stattdessen bauten sie im 1. Jhdt. n. Chr. den Limes, einen Grenzwall, der das Reich vor Überfällen schützen sollte. Die Römer mussten ihre Truppen an der Grenze verstärken, um das reich zu bewachen.

Hinter dieser Grenze lebte man wohlhabend und behaglich in den römischen Städten Köln, Mainz, Augsburg, Regensburg, Salzburg, Wien.

Fränkische Stämme fielen in Niedergermanien ein.

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Militärische Lager wurden neu befestigt, für die Bevölkerung Fluchtburgen angelegt.

410 eroberten die Westgoten Rom und plünderten die Stadt.

450 nahmen die Franken Köln ein. Sie haben nicht viel getan, um die römische Stadtkultur zu erhalten. Dennoch ging nicht alles verloren, denn das in den Städten entstandene Christentum garantierte einen Fortbestand des römischen Erbes.

DIE MÖNCHE

529 gründete Benedikt, der Gesegnete, auf dem Monte Cassino in Italien ein Kloster. Benedikt lebte anfangs als Einsiedler. Doch er fand, dass man auch der Gemeinschaft dienen müsse. Sein Wahlspruch war: Bete und arbeite. So gründete er mit Gleichgesinnten den Orden der Bendiktiner.

Wer in diese Gemeinschaft eintreten wollte, musste drei Dinge geloben:

  • nichts selbst besitzen zu wollen,
  • ehelos zu leben,
  • dem Vorsteher des Klosters, dem Abt, immer und unbedingt zu gehorchen.

 

Alle, die in diese Gemeinschaft eintraten, waren gleich, egal ob Römer oder Germanen, Adelige oder Bauern.

Die Mönche waren schriftenkundig, lasen täglich in der Bibel, studierten alte Texte.

 

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Fünfhundert Jahre lang war die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben an Klöster gebunden. Von Kaisern und Königen abwärts konnte dies kein Laie. Karl der Große lernte lesen, jedoch niemals schreiben. Mönche erledigten die Schreibarbeit für ihre Könige, verfassten Briefe an andere Könige, stellten die Verbindung zum Papst her.

Unter den germanischen Stämmen war es gefährlich das Evangelium zu verkünden, da sie noch ihre alten Götter verehrten.

716 zog aus einem südenglischen Kloster ein Mönch namens Wynfrith zur Germanenmission aus. In Fulda hat er ein Kloster gegründet, das ein Zentrum der Kultur wurde. Vom Papst bekam er den neuen Namen Bonifatius und wirkte bei den Hessen und Thüringern. Einmal schlug Bonifatius einen Baum um, den die Germanen für heilig hielten.

Alle erwarteten, dass ein Blitz den Mönch töten würde. Aber als nichts geschah, waren sie überzeugt, dass der Christengott „stärker“ war als ihre Götter. Viele ließen sich daraufhin taufen. Bonifatius hatte dennoch Feinde und so wurde er 754 erschlagen.

 

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Die Nachkommen Chlodwigs nennt man Merowinger. Die eigentliche Regierung lag aber bei einer tüchtigen Familie, aus der der Vater Karls des Großen, Pippin, entstammte. Er war Minister, begehrte aber den Königtitel. So setzte er den Merowingerkönig ab und erklärte sich selbst 751 zum Herrscher.

Als Karl 768 nach Pippin König wurde, eroberte er ganz Frankreich, vertrieb den Langobardenkönig aus Italien und gab die Macht im Lande dem Papst in Rom, als dessen Beschützer er zeitlebens eintrat. Dann besiegte er im Osten die Awaren (asiatische Reiterhorden) und dann kämpfte er viele Jahre lang mit dem Sachsenherzog Widukind.

Der Kampf gegen die Sachsen war eine Mission mit dem Schwert, denn Widukind ergab sich und ließ sich taufen.

Karl fand Schulen sehr wichtig. Klöster wurden einflussreiche Kulturzentren, da sie zwei Schulen unterhielten: eine für den eigenen Nachwuchs und eine für die Söhne der Freien und Edlen. Gelehrt wurden Latein, Mathematik, Astronomie und Musik.

800 wurde Karl vom Papst die Krone aufgesetzt, womit er neuer römischer Kaiser wurde.

 

 

 

 


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