Zusammenfassung und Kernaussagen von Analysing the costs
and benefits of climate policy: Value judgements and scientific uncertainties
Andries F. Hof et al, 2008
Diese
Arbeit wird sich dezidiert auf die Kernaussagen in aller Kürze beschränken und
detaillierte Informationen größtenteils aussparen.
Die Motivation von Hof et al.
wird gleich zu Beginn offengelegt und gründet sich auf die Vielfalt von
Politikempfehlungen und Zukunftsprognosen von Stern, Nordhaus, Tol uvm.
Hof et
al. beschäftigt sich mit den Annahmen, die zu diesen divergierenden Ergebnissen
führen, versucht diese isoliert zu verändern und den beobachteten Einfluss auf
das Gesamtergebnis darzustellen. Im Speziellen wird der Einfluss von folgenden
Faktoren mittels einer Sensitivitätsanalyse untersucht und danach ein Ranking
erstellt:
·
Diskontierungsrate
·
Zeithorizont
·
Schäden
·
Ausgangswerte
·
Klimaempfindlichkeit
·
Vermeidungskosten
Methode
Speziell die Methodik wird in dieser
Zusammenfassung stark vereinfacht. Als Überblick kann man den Vorgang jedoch im
Wesentlichen dadurch beschreiben, dass man mit verschiedenen bestehenden Modulen
Modellberechnungen durchführt. Der Aufbau kann durch Abbildung 1 verdeutlicht
werden.
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Die
herangezogenen 6 Basis Werte wurden vor allem deshalb verwendet, weil sie
jeweils mittlere Werte in einer doch sehr breit gefächerten Menge darstellen.
Ergebnisse
Grundsätzlich
wird zwischen zwei Ergebnisvarianten unterschieden, nämlich dem nicht diskontierten
und dem diskontierten Konsumverlust.
Undiskontierter
Konsumverlust
Hier
bewegen sich die Ergebnisse im Bereich von 1,2% Konsumverlust im Jahr 2100 für
das 500ppm CO2 Äquivalent Ziel, 2,6% bei wesentlich höherer
Konzentration von 800ppm und gar 3,5% für den Fall ohne zusätzliche
Vermeidungsanstrengungen.
Weiters
kommt man zum Schluss, dass Vermeidungsmaßnahmen den Konsum in naher Zukunft
vermindern. Hingegen jedoch die Schadenskosten eher später tragend werden.
Interessant ist die Tatsache, dass unter diesen Annahmen, die Schadenskosten
auch für die niedrigsten Konzentrationsziele spätestens im Jahre 2100 die
Vermeidungskosten übertreffen.
Diskontierter
Konsumverlust
 Weit
interessanter stellen sich jedoch die Ergebnisse im Falle der Diskontierung
dar. Hier wurde für jedes der möglichen Konzentrationsziele der günstigste Pfad
unterstellt. Abbild 2 verdeutlicht das prozentuale Ausmaß der summierten Kosten
bei verschiedenen Konzentrationsniveaus.
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diskontierte Konsumverlust zwischen der wirklich sehr engen schwankungsbreite
von 2,3 bis 2,5%.
Trotzdem
kristallisiert sich ein Optimum heraus, dass bei 580ppm CO2 Äquivalenten
liegt. Dies würde zu einem diskontierten Konsumverlust von 2,3% führen und
könnte durch einen maximalen Emissionswert im Jahr 2015 der 37% über 1990 liegt
erreicht werden. Danach müsste es jedoch zu einer Reduktion von 11% CO2
Äquivalenten bis 2050 kommen gegenüber dem Niveau von 1990.
Sensitivitätsanalyse
Im
Rahmen dieser Sensitivitätsanalyse werden alle Annahmen verändert jedoch nicht
simultan. Dadurch kann man den Grad der Veränderung des gesamten Modells
beobachten bei Veränderung einer der Basisannahmen beobachten. Nicht beobachtet
werden können jedoch gegenseitige Beeinflussungen der verschiedenen Größen.
Durch
diese Analyse finden Hof et al. heraus, dass man folgende Reihung der
Einflussfaktoren durchführen kann. Am meisten beeinflusst wird das Ergebnis
durch die Diskontrate gefolgt von den Vermeidungskosten, Schadenskosten und dem
betrachteten Zeithorizont.
Kombinierte
Annahmen und deren Effekte
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unterschiedlichen optimalen CO2 Konzentrationen durch die
unterschiedlichen Diskontierungsarten, aber auch Prognosen über die
Vermeidungs- und Schadenskosten erklärt werden.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend wird gesagt, dass
die optimalen CO2 Konzentrationsziele mitunter sich doch sehr stark
von einander unterscheiden und im Intervall von 520ppm bis 800ppm liegen.
Gründe dafür liegen vor allem in den unterschiedlichen Diskontierungsarten aber
auch in den Einschätzungen von Vermeidungs- und Schadenskosten.
Des
weiteren wird festgestellt, dass sich Unterschiede in Bezug auf den NPV
geringer darstellen, als diese im Vergleich zu den optimalen CO2 Konzentrationslevel
darstellen.
Bezüglich
grundlegender Eigenschaften einer Kosten-Nutzen Analyse verweisen die Autoren
auf die starke Abhängigkeit der Ergebnisse von anzunehmenden Größen bzw.
Werturteilen und kommen zu dem Schluss, dass Kosten-Nutzen Analysen im Falle
des Klimawandels immer zu einer Vielzahl von Antworten führen.
Quellenverzeichnis:
A.F. Hof
et al. Global Environmental Change 18, Seite 412-424, 2008
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