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Zusammenfassung Linguistikskript .doc

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Human Science
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Linguistics
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Karlsruhe KIT
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Eigenschaften von Zeichen:

Eigenschaften von Zeichen:

-          Aliquid stat pro aliquo = etwas steht für etwas anderes

-          Wahrnehmbarkeit

-          Intentionalität

Raum-Zeit-Unabhängigkeit (Displacement)

Man kann mit Sprache über Dinge reden, die:

-          sich an einem anderen Ort befinden

-          die sich zu einer anderen Zeit abspielen

-          die (in Bezug auf ihre Realität) virtuell sind

Zeichentypen (nach C.S. Peirce)

  1. Index: Wenn das Bezeichnende unmittelbar auf das Bezeichnete hinweist. Also eine Interpretation als Ursache-Folge-Relation. Sie haben eine anzeigende Funktion. Z.B.: Fußspurà Fuchs, Rauchà Feuer, Ausschlagà Röteln
  2. Ikon: Ähnlichkeitsbeziehung zum Bezeichnetem ( ein abbildhaftes Zeichen) z.B. ein Straßenschild
  3. Symbol: Das Zeichen hat seine Bedeutung aufgrund von Konvention bekommen. D.h. man ist übereingekommen, dass dieses Zeichen z.B. Christi bedeutet. Kennt man diese Konvention nicht, ist ein Symbol wie ein Geheimzeichen, dessen Bedeutung man nicht verstehen kann.

 

Übergänge

-          Ikone haben immer einen symbolischen Anteil

-          Lautmalereien sind trotz ihres ikonischen Anteils auch immer symbolisch, weil z.B. der Kuckuck nicht genau diesen Laut macht

-          Zeichen bekommen ihren Wert von den Zeichenbenutzern zugeschrieben

 

Sprachliche Zeichen sind überwiegend Symbole

 

Aktualität vs. Virtualität

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= token vs. Type

Token= „Zeichen in Verwendung“ z.b. der Vorgang und dessen Anzahl des Schleuderns des Buchstabens aufs Papier mit einer Schreibmaschine

Type= „Zeichen auf Vorrat“ z.B. alle Buchstaben bzw. Zeichen auf einer Schreibmaschinentatstatur, die bereit sind verwendet zu werden (Inventar)

Beziehung zwischen Tokens und Types lässt sich als Verhältnis verwendeter Zeichen insgesamt zu der Gesamtanzahl verschiedener Zeichen beschreiben

In einem sprachlichen Zeichen vereinigen sich immer zwei Aspekte: der sogenannte ZeichenAUSDRUCK und der ZeichenINHALT.

Ebenso verhält es sich mit dem concept (=Vorstllung) und dem image acoustique (=Lautbild).

Signifié / Signifiant

Signifie und Signifikat bilden zusammen eine physische Einheit: ein sprachliches Zeichen.

Signifie= Signifikat, das Bezeichnete, Inhaltsseite z.B. Vorstellung, Bedeutung, Begriff, Sinn, Inhalt

Signifiant = Signifikant, das Bezeichnende, Ausducksseite z.B. Lautkörper, Form, Name, Ausdruck

Eigenschaften sprachlicher Zeichen

-          Arbitrarität: willkürliche Beziehung zwischen Zeichen und Bezeichnetem

-          Konventionalität: Übereinkunft zwischen Sprechern über die stabile Beziehung zwischen Zeichenausdruck und Zeicheninhalt

-          Assoziativität: Die Verbindung, die der Benutzer eines Zeichens gedanklich herstellt

-          Linearität: linear geordnete Abfolge von Phonemen

-          Statik (kurzfristig): Betrifft ein Sprachstadium; Synchronie

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Zeichen im System

Langue: nationale Einzelsprache, systematisch, überindividuell, Apparat von Regeln, Kompetenz (= Fähigkeit zur richtigen, angemessenen Sprachverwendung, zum richtigen sprachlichen Handeln)

Parole: konkrete Sprachverwendung, Rede, individuell, Anwendung von Regeln, Performanz (=Vollzug konkreter sprachlicher Äußerungen)

Das semiotische Dreieck (Odgen/Richards)

Symbol: Das Bezeichnende, Signifikant, Zeichenträger, Wort

Gedanke: Bezugnahme, Referenz, chose

Referent: Bezugspunkt, Referenzobjekt, das Bezeichnete, Signifikat

Gestrichelte Linie: Auch wenn der Lautkörper bzw. das Symbol bzw. das Wort eine mittelbare Beziehung zum Referenten gewinnt, so ist es doch keine direkte Beziehung. DENN: das Wort erlangt den Bezug zum Objekt erst innerhalb eines Gedankens von „jemandem“ Siehe auch Erklärung im Skript- Semiotik S. 10

Bedeutung

Lexikalische Bedeutung: Wörter, die eine Eigenschaft, einen Begriff, einen Vorgang bezeichnen.

Enzyklopedische Bedeutung: Braucht man für die Zerlegung in Teilbedeutungen (man braucht also Welt-Erfahrungswissen)

SEMANTIK

Das Organon-Modell (Bühler)

„Es zieht“

-          nicht nur Zeichenmodell, sondern auch Kommunikationsmodell

-          das konkrete Schallphänomen ist in dreierlei Hinsicht ein Zeichen:

  1. Symbol: kraft seiner Zuordnung zu Gegenständen/Sachverhalten

Bsp.: im Zimmer ist ein Luftzug à Darstellungsfunktion

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  1. Signal: kraft seines Appells an den Hörer, dessen äußeres oder inneres Verhalten es steuert

Bsp.: Ich wünsche, dass der unangenehme Zustand beseitigt wird à Appelfunktion

Kompositionalitätsprinzip

Grundsatz, demzufolge sich die Gesamtbedeutung eines Satzes in funktionaler Abhängigkeit von den Bedeutungen seiner wohlgeformten Teile beschreiben lässt.

Frage: Wie hängt die Bedeutung von atomaren Sätzen von der Bedeutung ihrer Bestandteile ab?

Dieses Prinzip lässt bewusst offen, was genau unter dem Begriff „Bedeutung“ zu verstehen ist; die einzige Annahme ist die , dass die atomaren, d.h. nicht weiter zerlegbaren Ausdrücke eine lexikalische Bedeutung haben.

Determinans: Syntax: der Teil einer Wortgruppe, der einen anderen näher bestimmt z.B. „Haus“ in Hausschuh

Determinatum: Grundwort, also der Wortteil, der den Oberbegriff nennt

Jedes Zeichen ist prinzipiell arbiträr.

Eine Wortbildung gilt als motiviert, wenn sich ihre Gesamtbedeutung aus der Summe der Bedeutungen ihrer einzelnen Elemente ableiten lässt. Motiviertheit: (i.d.R. durch irgendeine Ähnlichkeit)begründete Beziehung zwischen Zeichen und Bezeichnetem.

Teilarbiträr: z.B. „Him“ in Himbeere

Unterdeterminiert: determiniert= bestimmt, festgelegt, entschieden

 

Semantik der Arbitrarität à Wortsemantik

Semantik der Kompositionalität à Satzsemantik

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Merkmalssemantik

Sem: bedeutungsunterscheidendes Merkmal z.B. +FLIESST oder +GROSS

Semem: Summe der Merkmale; repräsentiert die Bedeutung des Wortes z.B. Bach

Archiseme: Kategorienkerne (die alle Begriffe gemeinsam haben)

Grenzen und Probleme:

-          Hierarchisierung der Seme

-          Unüberschaubare Zahl möglicher Seme

-          Umgang mit Abstrakta (z.B. Liebe damit kann man keine Merkmalanalyse machen)

-          Archiseme

-          Verhältnis Metasprache ( Aussagen über sprachliche Sachverhalte) –Objektsprache (Aussagen über nicht-sprachliche Sachverhalte)

Prototypensemantik: Menschen, Dinge und Sachverhalte in sprachliche Kategorien ordnen

Bestimmungsgrößen: Frequentialität, Relevanz

Prototyp: besonders zentraler Vertreter einer Kategorie

Allgemeine Bedeutungsähnlichkeit: Ein Sachbereich wird ausdifferenziert. Bsp.: Sitzgelegenheit : Stuhl- Sessel- Sofa usw. (=Wortfeld)

Synonymie: Apfelsine Orange

Hyperonymie/Hyponymie: Ein Hyperonym ist ein Oberbegriff, dem Hyponyme (Unterbegriffe) zugeordnet sind à hierarchische Aufgliederung des Wortschatzes

Bsp.: Gefäß: Tasse, Becher (=Kohyponyme: enthalten alle die Bedeutung des Hyperonyms, aber nicht umgekehrt)

 

Antonymie: Gegensätze, die aber abstufbar sind. Bsp.: groß – klein, heiß – kalt

 


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