Verhaltensentwicklung
Was versteht man
unter dem „Eva-Prinzip“?
Entwicklung zum
weiblichen Organismus = Standartdifferenzierungsweg
Welche
genetischen bzw. hormonellen Informationen sind für die geschlechtliche
Differenzierung bei Säugern wichtig?
Das Produkt von einem einzigen Gen des Y-Chromosoms (TDF) ist für
die geschlechtliche Differenzierung notwendig. Das SRY Gen. Es bestimmt, ob
sich die Gonade zum Hoden oder zum Ovar weiterentwickelt. Beim männlichen
Geschlecht wird die weitere Entwicklung von Faktoren bestimmt, die von Zellen
der fetalen Hoden erzeugt werden. Beim weibl. Geschlecht entwickelt sich der
Phänotyp auch ohne Gonadengewebe.
Die Zellen der
Hoden erzeugen zwei wichtige Hormone: Testosteron und
MIS(Müller-Gang-inhibierende Substanz-> verursacht Resorption von Gewebe,
das sich ansonsten zu Eileiter, Uterus und Vagina entwickeln würde).
Kaninchenfeten ohne Gonadengewebe entwickelten sich alle zu Weibchen mit
Eileiter, Uterus und Vagina, unabhängig vom Genotyp XX oder XY!!!
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XY- Individuen =
genetische Männer mit SRY-Gen(sex-determining region of Y)
Hoden produziert
Testosteron, Gewebe spricht aber nicht darauf an. Daher: weibliches
Erscheinungsbild (Pseudohermaphroditismus). Aber: Reaktion auf MIS, daher
psychisch-sexuelle Entwicklung zu Frauen ohne Uterus und Eileiter
Welche
experimentellen Befunde zur Gesangsentwicklung isoliert aufgezogener Weißkehlammerfinken
kennen Sie?
Isolierte Vögel
werden in einen kontrollierten Raum gesteckt und hören keinen Gesang vom Vater
oder anderen Vögeln = keine Gesangsentwicklung
Isolierte Vögel,
die zwar von einem Tonband Gesang hören, aber nach dem 5. Monat vertäubt
werden, haben auch keine Gesangsentwicklung.
Welche 2
kritischen Phasen in dieser Entwicklung gibt es ?
Zw. dem 10. und
50. Tag nach dem Schlüpfen
Zw. dem 150. bis zum 200. Tag nach dem Schlüpfen, wenn die Vögel
anfangen zu Singen, müssen sie ihren Gesang selbst hören damit sie ihn mit den
gespeicherten Gedächtnisinhalt aus dem 10. und 50. Tag vergleichen können.
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Nicht sozial
isolierte Männchen, die einen Tutor erhalten, lernen den Gesang dieses Vogels
Sozial isolierte
Männchen lernen nie artfremde Gesänge (?)
Welche experimentellen
Befunde zeigen, dass sogar die Gesangsentwicklung eines Kuckucksvogels von der
sozialen Umgebung abhängt ?
Zw. Kuckuckmännchen gibt es eine Hierarchie mit einem
Dominanzmännchen, das allein einen bestimmten Gesang von sich geben darf. Sozial
isolierte Männchen kennen keine Hierarchie und singen so, wie es ihnen
angeboren ist. Diese werde tot gepickt. Nicht isolierte passen sich an.
Was versteht man
unter „Homöostase der Entwicklung“ ?
Die Art und Weise des Gesanglernens ist auch vom sozialen Umfeld
abhängig, nicht nur vom akkustischen. Es wirken subtile endo- und exogene
Faktoren und die Umwelt auf das Verhalten. Nur wenige Organismen zeigen
abweichendes Verhalten.
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Motivation
Welche Hinweise
gibt es für Motivationszustände bei Tieren ?
Diese sind nicht direkt messbar, daher werden unter konstanten
Bedingungen die Handlungen erschlossen aus der Intensität(Bewegung), Häufigkeit,
Dauer und/oder aus der Latenzzeit einzelner Handlungen.
erhöhter Motivationszustand = höhere
Handlungsbereitschaft. Ablesbar aus den obrigen Parameter.als Latenzzeit wird
die Zeitspanne zwischen Beginn der Reizeinwirkung und dem Verhaltensbeginn
bezeichnet. Latenzzeit abnahme korreliert mit der zunahme der Motivation.
Welche Hinweise
gibt es dafür, dass Organismen wechselnde Motivation aufweisen ?
4 Hauptgründe:
1) Verhalten bzw Auslöser variieren mit den Jahreszeiten
bzw Phasen des Fortpflanzungszyklus.
2) Zu nem Funktionskreis gehörige Verhaltensweisen lassen
sich nach dem Ausmaß der vorliegenden Motivation anordnen.
3) Verhalten, welches durch zeitlich begrenzten Außenreinz
ausgelöst werden können diesen überdauern! (Persistenz)
dh zb Handlungsbereitschaft bleibt erhöht etc..
4) Bei mehreren Reizen, reagieren Tiere in Abhängigkeit
ihres Motivationszustands..
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Was versteht man
unter „Ritualisierung“ ?
Evolutionärer Prozess, durch den zunächst unbedeutende
Verhaltensweisen durch Selektion dahingehend verändert werden, dass sie eine
kommunikative Funktion erhalten.
Erläutern Sie ein
Beispiel dafür, wie sensorische Rückkoppelung die Motivation beeinflussen kann.
Paarungsbereitschaft
weiblicher Taufliegen nach der Spermaübertragung
Fressmotivation
nach Nahrungsaufnahme
Sexuelle
Motivation von Stichlingsmännchen nach der Eiablage
Was sind
„Intentionsbewegungen“ und „Übersprunghandlungen“ ?
Intentionsbewegungen:
Knicksen vor dem Abflug, Abflughaltung
Übersprungshandlung:
z.B.: „Schlafen“ des Austernfischers, „Grasrupfen“ bei Silbermöven
In welchen
Situationen treten Übersprunghandlungen bevorzugt auf ?
wenn zwei Reize
annähernd gleich sind kommt es zu so einer Handlung;
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