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Zoologie III ausgearbeitete Fragen .doc

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Natural Science
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Biomedical Sciences
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Examination questions
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2009, Heinrich Römer Zoologie 3
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Verhaltensentwicklung

Was versteht man unter dem „Eva-Prinzip“?

Entwicklung zum weiblichen Organismus = Standartdifferenzierungsweg

Welche genetischen bzw. hormonellen Informationen sind für die geschlechtliche Differenzierung bei Säugern wichtig?

Das Produkt von einem einzigen Gen des Y-Chromosoms (TDF) ist für die geschlechtliche Differenzierung notwendig. Das SRY Gen. Es bestimmt, ob sich die Gonade zum Hoden oder zum Ovar weiterentwickelt. Beim männlichen Geschlecht wird die weitere Entwicklung von Faktoren bestimmt, die von Zellen der fetalen Hoden erzeugt werden.

Beim weibl. Geschlecht entwickelt sich der Phänotyp auch ohne Gonadengewebe.

Die Zellen der Hoden erzeugen zwei wichtige Hormone: Testosteron und MIS(Müller-Gang-inhibierende Substanz-> verursacht Resorption von Gewebe, das sich ansonsten zu Eileiter, Uterus und Vagina entwickeln würde). Kaninchenfeten ohne Gonadengewebe entwickelten sich alle zu Weibchen mit Eileiter, Uterus und Vagina, unabhängig vom Genotyp XX oder XY!!!

 

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XY- Individuen = genetische Männer mit SRY-Gen(sex-determining region of Y)

Hoden produziert Testosteron, Gewebe spricht aber nicht darauf an. Daher: weibliches Erscheinungsbild (Pseudohermaphroditismus). Aber: Reaktion auf MIS, daher psychisch-sexuelle Entwicklung zu Frauen ohne Uterus und Eileiter

Welche experimentellen Befunde zur Gesangsentwicklung isoliert aufgezogener Weißkehlammerfinken kennen Sie?

Isolierte Vögel werden in einen kontrollierten Raum gesteckt und hören keinen Gesang vom Vater oder anderen Vögeln = keine Gesangsentwicklung

Isolierte Vögel, die zwar von einem Tonband Gesang hören, aber nach dem 5. Monat vertäubt werden, haben auch keine Gesangsentwicklung.

Welche 2 kritischen Phasen in dieser Entwicklung gibt es ?

Zw. dem 10. und 50. Tag nach dem Schlüpfen

Zw. dem 150. bis zum 200. Tag nach dem Schlüpfen, wenn die Vögel anfangen zu Singen, müssen sie ihren Gesang selbst hören damit sie ihn mit den gespeicherten Gedächtnisinhalt aus dem 10. und 50. Tag vergleichen können.

 

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Nicht sozial isolierte Männchen, die einen Tutor erhalten, lernen den Gesang dieses Vogels

Sozial isolierte Männchen lernen nie artfremde Gesänge (?)

Welche experimentellen Befunde zeigen, dass sogar die Gesangsentwicklung eines Kuckucksvogels von der sozialen Umgebung abhängt ?

Zw. Kuckuckmännchen gibt es eine Hierarchie mit einem Dominanzmännchen, das allein einen bestimmten Gesang von sich geben darf. Sozial isolierte Männchen kennen keine Hierarchie und singen so, wie es ihnen angeboren ist. Diese werde tot gepickt. Nicht isolierte passen sich an.

Was versteht man unter „Homöostase der Entwicklung“ ?

Die Art und Weise des Gesanglernens ist auch vom sozialen Umfeld abhängig, nicht nur vom akkustischen. Es wirken subtile endo- und exogene Faktoren und die Umwelt auf das Verhalten. Nur wenige Organismen zeigen abweichendes Verhalten.

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Motivation

Welche Hinweise gibt es für Motivationszustände bei Tieren ?

Diese sind nicht direkt messbar, daher werden unter konstanten Bedingungen die Handlungen erschlossen aus der Intensität(Bewegung), Häufigkeit, Dauer und/oder aus der Latenzzeit einzelner Handlungen.
erhöhter Motivationszustand = höhere Handlungsbereitschaft.

Ablesbar aus den obrigen Parameter.als Latenzzeit wird die Zeitspanne zwischen Beginn der Reizeinwirkung und dem Verhaltensbeginn bezeichnet. Latenzzeit abnahme korreliert mit der zunahme der Motivation.

Welche Hinweise gibt es dafür, dass Organismen wechselnde Motivation aufweisen ?

4 Hauptgründe:
1) Verhalten bzw Auslöser variieren mit den Jahreszeiten bzw Phasen des Fortpflanzungszyklus.
2) Zu nem Funktionskreis gehörige Verhaltensweisen lassen sich nach dem Ausmaß der vorliegenden Motivation anordnen.
3) Verhalten, welches durch zeitlich begrenzten Außenreinz ausgelöst werden können diesen überdauern! (Persistenz)
dh zb Handlungsbereitschaft bleibt erhöht etc..
4) Bei mehreren Reizen, reagieren Tiere in Abhängigkeit ihres Motivationszustands..

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Was versteht man unter „Ritualisierung“ ?

Evolutionärer Prozess, durch den zunächst unbedeutende Verhaltensweisen durch Selektion dahingehend verändert werden, dass sie eine kommunikative Funktion erhalten.

Erläutern Sie ein Beispiel dafür, wie sensorische Rückkoppelung die Motivation beeinflussen kann.

Paarungsbereitschaft weiblicher Taufliegen nach der Spermaübertragung

Fressmotivation nach Nahrungsaufnahme

Sexuelle Motivation von Stichlingsmännchen nach der Eiablage

Was sind „Intentionsbewegungen“ und „Übersprunghandlungen“ ?

Intentionsbewegungen: Knicksen vor dem Abflug, Abflughaltung

Übersprungshandlung: z.B.: „Schlafen“ des Austernfischers, „Grasrupfen“ bei Silbermöven

In welchen Situationen treten Übersprunghandlungen bevorzugt auf ?

wenn zwei Reize annähernd gleich sind kommt es zu so einer Handlung;

 


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