Handeln wird nicht auf Elemente
oder Subprozesse reduziert, sondern es wird versucht Muster in den
Lebensgeschichten der Menschen zu sehen. (Makroebene)
Der Ansatz geht von der
„subjektiven Welt“ aus, zerlegt die inneren Prozesse aber nicht (wie beim
kognitiven), sondern untersucht wie diese zu neuen Einsichten und Orientierungen
führen. Soll
Menschen helfen ein reicheres Leben zu führen Þ
Selbsterfahrungsgruppen Vertreter: Carl
Rogers,
Rollo May, Abraham Maslow,
Charlotte Bühler
Merksatz Evolutionäre Perspektive
Der lange
Evolutionsprozess ist Grundlage zur Erklärung menschlichen Verhaltens. Formen
der psychischen Anpassung, die im Laufe der Menschheitsgeschichte entstanden
sind, können moralisch nicht als gut oder böse bezeichnet werden. Sie sind nur
Verhaltensmuster, die sich in bestimmten Umwelten nach dem Selektionsprinzip
durchgesetzt haben.
(Vergleich der Theorien Zimbardo S.16 Tabelle 1.1)
5. Methoden
psychologischer Forschung
Objektivität
Die Rahmenbedingungen bei
Datenerhebungen sollen keine Rolle spielen. Dazu sollte ein Forscher
Verfahrensregeln strikt beachten, Datenerhebungen und –analysen umfassend dokumentieren
und seine Ergebnisse und Schlussfolgerungen so mitteilen, dass
Replikaktionsstudien möglich sind.
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Durchführungsobjektivität,
Auswertungsobjektivität und Interpretationsobjektivität.
Drei Möglichkeiten zur Steigerung
der Objektivität bei empirischen Untersuchungen:
§ Operationale Definition: Variablen werden
durch spezifische „Beobachtungsoperationen“ definiert à Vermeidet Mehrdeutigkeit alltagssprachlicher Begriffe.
§ Standardisierung: Anwendung einheitlicher
Verfahren bei Datenerhebungen. Einflüsse auf die Variabilität im Verhalten der
Probanden werden dadurch gering gehalten.
§ Eine Verfälschung
(„bias“) ist eine Verringerung der Objektivität der Datenerhebung durch einen
systematischen Fehler.
Fatalerweise können sogar die
Versuchsleiter (Vl) selbst (unwissentlich) für die Verfälschung verantwortlich
sein. (Erwartungen
des Vl (Versuchsleitereffekt/ Rosenthaleffekt/ Pygmalioneffekt),
oder Reaktion des Probanden auf den Vl)
Þ
„Doppelt- Blind- Versuch“ Vl und Probanden wissen nicht welche Behandlungen
(Treatment) die Versuchsteilnehmer erhalten.
Placebo- Effekt bei Probanden; dei
Verhaltensreaktion wird eher durch Erwartungen der Probanden hervorgerufen, als
durch tatsächliche Bedingungen (z.B. untaugliche Tabletten wirken)Þ Placebo- Kontrollen:
Vergleich mit Kontrollpersonen (die erwünschtes Ergebnis nicht kennen).
Verfälschung kann auch durch
den „Hawthorne- Effekt“ verursacht werden: Menschen
reagieren anders, wenn sie beobachtet werden (Gefühl des „Auserwähltseins“)
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Wege zur Messung der
Reliabilität:
§ „Retest- Reliabilität“: Die Korrelation
zwischen Test und Testwiederholung bei den selben Probanden sollte möglichst
hoch (optimal +1.0) sein. Problem: Effekt von Übung und Erinnerungsvermögen
wird nicht ausgeschlossen.
§ „Paralleltestreliabilität“: Anwendung
eines zweiten anderen Tests, der das gleiche Merkmal misst wie der eigentliche
Test, um wiederum die Ergebnisse dieser beiden Messungen zu korrelieren.
§ „Testhalbierungsreliabilität“ („split-
half- reliability“): Die Items eines Tests für ein Merkmal werden in zwei
zufällig zusammengestellten Gruppen ausgewertet und diese Ergebnisse
miteinander korreliert. Diese Bestimmung der inneren Konsistenz eines Tests hat
den Vorteil, dass es keines zweiten Testdurchgangs bedarf.
Validität
(Gültigkeit)
Ein psychologisches
Messverfahren ist dann valide, wenn es wirklich das psychologische Merkmal
misst, das es zu messen vorgibt.
Objektivität ist Voraussetzung
für Reliabilität und Validität. Und Reliabilität ist Voraussetzung für
Validität. Jedoch garantiert hohe Reliabilität nicht hohe Validität.
Verschiedene Arten der Validität:
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Problem:
Durch mangelnde Selbstbeurteilungsfähigkeit, einen fehlenden Maßstab zur Einstufung
der eigenen Fähigkeiten und durch die Antwortausrichtung nach der sozialen
Erwünschtheit können die Testergebnisse verfälscht werden.
§ „Kriteriumsvalidität“: Vergleich der
Werte, die Personen in einem Test erzielen mit einem anderen Kriterium, von dem
wir wissen, dass es tatsächlich eng mit dem Merkmal, das unser Test messen soll
zusammenhängt. Man unterscheidet hier zwischen „Übereinstimmungsvalidität“ (man
kennt die Werte der Probanden in dem anderen, zu vergleichenden Merkmal schon)
und „Vorhersagevalidität“ (wenn die Korrelation mit Werten die erst später
erhoben werden hoch ist) – z.B. Vergleich mit Schulnoten der Vergangenheit oder
der Zukunft.
§ „Konstruktvalidität“ (wenn kein
geeignetes einzelnes Kriterium zum Vergleich vorliegt): Das Ausmaß indem ein
Test mit den Ergebnissen anderer Tests, mit Fremdbeurteilungen („ratings“),
Verhaltensmessungen oder experimentellen Ergebnissen, die bereits als valide
Indikatoren des zu messenden Konstrukts gelten, zusammenhängen.
Bei der Beurteilung der Validität
sollte man immer fragen, für welchen Zweck ein Test reliabel ist, und nicht
allgemein die Validität bestimmen.
Kausalität,
Kovariation, Koinzidenz
§ Ein Ereignis verursacht ein anderes: kausaler
Zusammenhang zweier Variablen.
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§ Zwei Ereignisse sind korreliert (treten
regelmäßig gemeinsam auf); „Kovariation“
Die
Korrelation kann positiv, negativ oder kurvenlinear (umgekehrte Parabel) sein
§ Zwei Ereignisse treffen zufällig,
aber nicht regelmäßig zusammen; „Koinzidenz“
Korrelationen lassen sich für Vorhersagen nutzen. Liegt eine hohe
Korrelation (ein enger Zusammenhang) vor, so kann von der einen Variablen, dem
Prädikator, auf die andere Variable, das Kriterium, geschlossen werden.
Vorhersagen beruhen auf Zusammenhangsbeobachtungen bei einer ganzen Gruppe von
Personen. Deshalb liefern sie, außer bei perfekten Korrelationen, keine
Vorhersagen für einzelne Personen.
6.
Datenerhebung und Versuchsplanung
Messung
von Daten:
Messung ist die
Zuordnung von Zahlen zu Objekten oder Ereignissen gemäß einer bestimmten Regel.
Skalenniveaus aufsteigend
geordnet:
§ Nominalskala: Variablen werden in
Kategorien eingeteilt. Diesen werden wiederum „willkürlich“ Zahlen zugeordnet,
die jedoch keine Ordnung zulassen (Codezahlen).
§ Ordinalskala: Durch die Zuordnung
der Zahlen zu den Personen lässt sich ein Rang bzw. Ein Wertung ablesen (Person
A hat mehr Angst als Person B).
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