Beschreibung auf
Makroebene:
allgemeinste Ebene
(z.B. kulturelle Unterschiede)
Molekulare Ebene: feiner, z.B.: Augenbewegungen,
Geschwindigkeit
Mikroebene:
Gehirnströme, Hormone
Merksatz Erklären (zweites
Ziel):
Von einer Erklärung
wird dann gesprochen, wenn sich die Bedingungen oder sogar die Ursachen
aufweisen lassen, die ein Phänomen hervorgebracht haben.
Eine Erklärung muss die Mechanismen, die bei einer
"Reiz-Reaktion“ beteiligt sind (Verständnis!) beinhalten und sie muss die
Differenzen zwischen Menschen beachten.
Intervenierende Variablen:
Intervenierende Variablen sind Merkmale oder
Prozesse innerhalb der Person. Sie werden vom Forscher angenommen, um
beobachtete Zusammenhänge zwischen Reizen und Reaktionen verständlich zu
machen.
z.B.: Ausmaß der Angst
Theoretische Konstrukte
Theoretische
Konstrukte werden herangezogen, um einem ganzen Netzwerk von beobachteten
Sachverhalten und Merkmalen „einen Sinn zu verleihen“. Sie sind nicht nur in
einzelnen Sachverhalten oder empirischen Beziehungen verankert.
Bedeutung eines Konstrukts (z.B.
Intelligenz) ergibt sich aus dem Ort, den es innerhalb des Netzwerks von
empirischen Beziehungen einnimmt.
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Die Trefferquote bei Vorhersagen
soll größer sein als die „base rate“.
Die Erklärung bezieht sich auf die
Vergangenheit und fragt hauptsächlich nach dem „Warum“, die Vorhersage bezieht
sich auf die Zukunft, wichtig ist eher „ob“ etwas geschehen wird.
Merksatz Verhalten
kontrollieren (viertes Ziel):
Verhaltenskontrolle
geht insofern über Vorhersage hinaus, als es in der Hand des Psychologen liegt,
ob das Verhalten auftritt oder nicht. Kontrolle des Verhaltens schließt ein, es
herbeizuführen oder auszulösen, es aufrechtzuerhalten oder zu beenden und seine
Form, Stärke oder Auftretensrate zu beeinflussen.
Wichtig für die
Verhaltenskontrolle ist das Wissen über notwendige und hinreichende
Bedingungen. In Afrika und Asien liegt das oberste Ziel der Psychologie
meist im Verstehen des Menschen. Das amerikanisch - europäische Ziel, so
kritisieren diese, sei einseitig akzentuiert, wobei die Eroberungsmentalität
widergespiegelt werden würde, und sei männlich orientiert.
Psychologie soll
(anwendungsorientiert) die Lebensqualität verbessern:
Sozialpsychologisch:
Gruppendynamik (selbständige Arbeit in Kleingruppen) fördert das
Selbstbewusstsein.
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Die
Entstehung der modernen Psychologie
Hermann Ebinghaus (1908): Psychologie hat lange Vergangenheit aber
kurze Geschichte.
Wilhelm Wundt gründete 1879 in Leipzig das erste Laboratorium der
experimentellen Psychologie.
Hermann von Helmholz (Physiker) machte die ersten
Untersuchungen zur Wahrnehmung und zum Nervensystem.
Gustav Fechner untersuchte wie physikalische Erregung in
Sinnesempfindung übersetzt wird.
Alle drei waren Anhänger des
Determinismus.
William James:
„The Principles of Psychologie“ (1890)
Merksatz
Strukturalismus (Struktur des Bewusstseins):
Der Strukturalismus
basiert auf der Annahme, dass alle geistigen Erfahrungen, auch die
komplexesten, als Kombination einfacher Ereignisse oder Elemente verstanden
werden können; und er hatte zum Ziel, diese Aufbauprinzipien aufzudecken.
Vertreter: Titscher (USA, Schüler Wundts) Þ
wandte Methode der Introspektion an.
Contra:
-
reduziert komplexe Bewusstseinserfahrungen auf einfache Sinneseindrücke
(reduktionistisch)
-
elementaristisch; untersucht Verhalten und Bewusstsein nicht als
Ganzes, sondern die elementaren Teile.
-
mentalistisch; beschränkt sich auf verbale Berichte über Inhalte
des Geistes, die vom Bewusstsein erfasst werden. Þ
Was ist bei psychisch Kranken?
Merksatz Funktionalismus
(Gegenbewegung) :
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à
Es werden auch Willen und Gefühle (Einzigartigkeit jedes Individuums), nicht
nur Daten beachtet.
Vertreter: John Dewey, William James
Aktuelle
theoretische Perspektiven
Theoretische
Perspektiven/Voraussetzungen psychologischer Theorien:
Merksatz
Biologische Perspektive:
Sucht Ursachen des
Verhaltens im genetischen Programm, im Gehirn, im Nervensystem oder im
endokrinen System. Psychische Prozesse werden durch zugrundeliegende organische
Strukturen und biochemische Prozesse erklärt.
-
Menschliches Verhalten wird anhand physiologischer und biochemischer
Prozesse erklärt.
-
Komplexe Phänomene können durch Reduktion auf kleinere spezifischere
Phänomene auf niedrigerer Ebene erklärt werden (Reduktionismus)
-
Verhalten und Verhaltenspotential wird durch körperliche Strukturen
(meist ererbt) bestimmt
-
Erfahrung verändert Verhalten, indem Strukturen modifiziert werden.
Neurowissenschaft untersucht auf
der Mikroebene (Biologie, Chemie, Pharmakologie)
Merksatz Psychodynamische Perspektive
Verhalten ist durch ererbte, biologisch festgelegte Triebe
oder andere „intrapsychische“ Kräfte motiviert. Menschliches Verhalten wird aus
Trieben und den Versuchen, Konflikte zwischen den persönlichen Bedürfnissen des
Individuums und der Forderung der Gesellschaft nach sozial angepasstem
Verhalten zu lösen, gemacht. Handlung entsteht durch das Verspüren
motivationaler Kräfte, sie ist das Produkt von Spannung. Ziel der Handlung ist Spannung abzubauen/zu reduzieren. Im
psychodynamischen Konzept ist Motivation der Schlüsselbegriff.
Deprivationszustände, psychologische Erregung, Konflikte und Frustrationen
statten das Verhalten mit Energie aus. Der Organismus hört auf zu reagieren,
wenn seine Bedürfnisse erfüllt und die Triebkräfte reduziert wurden.
Vertreter: Sigmund Freud
(1900) Psychoanalytiker/Makroebene.
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Spätere Vertreter: Erik Erikson, Margret Mahler ,
H. Stack Sulvian, Alfred Adler,
Carl G. Jung,
Erich Fromm (1947), Karen Horney,
Merksatz Behavioristische Perspektive:
Behavioristen
untersuchen die ABCs of psychology: (Stimulus –Response)
Molekulare Analyseebene:
Verhalten ist vollständig durch Umweltbedingungen und äußere Erfahrungen
determiniert. Verhalten wird z.B. anhand von Lernprinzipien untersucht.
Menschen sind grundsätzlich weder gut noch böse. Vererbung spielt keine Rolle.
Es gibt generelle, artübergreifende
Verhaltensprinzipien.Þ Tierversuche
erklären danach auch den Menschen
Vertreter: John B. Watson (1900) übernimmt „Klassisches Konditionieren“
von Iwan Pawlow (russ.
Physiologe). Gegenstand der Psychologie ist nur das Beobachtbare (overt), das
mentale entzieht sich der Wissenschaft (Skinner;
begründet Verhaltensanalyse).
!strenge Forschungsmethodik! (Verhaltenstherapien)
(20er bis 60er Jahre in England,
60er-70er Paradigma in Deutschland)
Merksatz Kognitive Perspektive (heute dominierend)
Der Begriff der Kognition, der hier primärer Gegenstand ist,
umfasst alle Prozesse und Strukturen, die traditionell mit dem Etikett
„geistig“ versehen wurden, also etwa die Prozesse des Wahrnehmens,
Schlussfolgerns, Erinnerns, Denkens, Problemlösens und Entscheidens und die
Strukturen des Gedächtnisses, die Begriffe und die Einstellungen.
Der
Mensch nimmt Informationen aus der Umwelt auf (Input) (distale Stimuli),
reagiert darauf aber erst nach der Informationsverarbeitung (Prozess der Kognition) (proximaler Input).
Menschen reagieren nicht auf die objektive Welt, sondern auf die subjektive,
von ihnen konstruierte Interpretation der Welt.
Die kognitive Perspektive ist
sowohl der Molekularen Ebene (z.B. Geschw. Von Sätzen) als auch der Makroebene
(z.B. Erinnerung an Ereignisse) zuzuordnen.
Fragen, die gestellt werden: Wie interpretieren Menschen Reize aus der
Umwelt?;
Wie entscheiden sie sich aufgrund
von Erinnerungen und Erwartungen? ;
Wie können aktuelle Erlebnisse
Erinnerungen verzerren?
Gedanken sind sowohl Ergebnis als
auch Ursache von Handlungen. (kognitive
Therapien)
Merksatz Humanistische Perspektive
(in der Persönlichkeits- und Klinischen
Psychologie)
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