James W. Kalat – Biological Psychology Kapitel 3 Kapitelschwerpunkt­e: 3.1 Konzept der Synapse: Bestandteile der Synapse, IPSP, EPSP, Neuron als Entscheidungsfinde­r 3.2 Chemische Vorgänge
Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergr­und Hinführung zum Thema Wie viele westeuropäischen Länder ist auch Deutschland ein Einwanderungsland.­ Wenn man eine Schulklasse in Deutschland
Modifying the Type A coronary-prone behavior pattern Levenkon, J.C.,Cohen, J.D.,Mueller, H.S & Fisher, E.B (1983) 1) Was Ist das Typ-A-Verhalten? Das Typ-A-Verhalten ist ein psychologischer Fakt
§Offenheit für Erfahrungen:
kreativ,
offen
↔
unintelligent
intellektuell
einfach, oberflächlich
Die fünf Faktoren liefern jedoch
lediglich eine Taxonomie zur Beschreibung und nicht zur Erklärung von
Eigenschaften.
Zu Vererbbarkeit und zu
Vorhersagen von Persönlichkeitseigenschaften:
Erblichkeitsstudien (Zwillings- und Adoptionsstudien; mit
eineiigen und zweieiigen Zwillingen, die getrennt oder gemeinsam aufgewachsen
sind) haben gezeigt, dass fast alle Persönlichkeitseigenschaften durch
genetische Faktoren beeinflusst werden (20 – 60%) und dass der geteilte
familiäre Einfluss (der allen Kindern innerhalb einer Familie gemeinsam ist)
nur gering ist.
Untersuchungen zur
Vorhersage von Eigenschaften führten zum Konsistenzparadox, dem
Sachverhalt, dass Eigenschaftsbeurteilungen verschiedener Beurteiler und zu
verschiedenen Zeitpunkten sich als konsistent erwiesen haben, während
Beobachtungen des Verhaltens in verschiedenen Situationen sich nicht konsistent
gezeigt haben.
Gründe
für die Konsistenz von Persönlichkeitseinschätzungen (Bem u. Allen;
1974) - warum wir in Eigenschaften von Mitmenschen mehr Konsistenz sehen, als
wir aufgrund ihrer Inkonsistenz im Verhalten eigentlich sehen dürften:
§Jeder trägt eine implizite
Persönlichkeitstheorie mit sich herum: Mit Verhaltensweisen, die wir beobachten
verbinden wir mit Eigenschaften, die wir erschließen und um Verhaltensweisen
vorherzusagen.
Es gibt tatsächlich konsistente Eigenschaften (Intelligenz) die
wir auf andere Gebiete (z.B. Aggressivität) übergeneralisieren.
§Wir unterschätzen situationsbedingte
Zwänge, die das Verhalten beeinflussen (z.B. soziale Erwünschtheit)
§Oft verhalten sich andere so, wie sie
denken, dass wir es möchten.
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§Unsere ersten Eindrücke beeinflussen uns
sehr stark und sind schwer zu widerlegen.
§Wir setzen Konsistenz mit dem gleich was
gut, stabil und zuverlässig ist.
Die aktuelle Debatte der
Persönlichkeitspsychologie dreht sich darum, ob die Persönlichkeit kohärente
Verhaltensmuster hervorrufen kann, und nicht mehr darum, ob es
Verhaltenskonsistenz gibt. Eine Eigenschaft kann sich in verschiedenen
Verhaltensweisen ausdrücken, die in verschiedenen Situationen auftreten; aber
solange die Eigenschaftstheorie den Bereich der Verhaltensäußerungen präzise
benennt, ist das Verhaltensmuster kohärent.
Dynamische
Persönlichkeitstheorien:
Sigmund Freud und seine Nachfolger Alfred Adler und Carl Gustav Jung:
Psychischer Determinismus:
Freud
ging von der Prämisse aus, dass Symptome auf bedeutungsvolle Weise mit
Lebensereignissen zusammenhängen und durch diese determiniert wurden. Jede
menschliche Handlung hat einen Zweck und einen Grund. Unsere Handlungen
entspringen dem, was wir wirklich wollen.
Daten erhob Freud meist durch Fallstudien. Die klinische Beobachtung und
die rationale Analyse sind Schlüssel zu den Geheimnissen der pathologischen und
der normalen Persönlichkeit.
Triebe
und frühkindliche Erfahrung
Freud
(ausgebildeter Mediziner) postulierte ursprünglich zwei Triebe:
§Der „Ich“- Trieb dient der
Selbsterhaltung (Hunger u. existentielle Bedürfnisse)
§Der „Eros“ hängt mit sexuellem Verlangen
und der Arterhaltung zusammen.(auch weitere angenehme Erlebnisse)
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Die
Stufen der psychoanalytischen Entwicklung nach Freud:
Konzepte wie der Ödipuskonflikt (
Junge sieht Vater als sexuellen Rivalen um die Aufmerksamkeit der Mutter Þ Junge löst den Konflikt, indem er sich mit
dem Vater identifiziert) und die Fixierung (zu viel Triebbefriedigung oder
Frustration) machen den Stellenwert deutlich, den Freud der frühen Erfahrung für die Persönlichkeitsentwicklung
beimaß.
§Später führte Freud noch den „Todestrieb“ (Thantos) ein (durch Personen mit
traumatischen Erlebnissen angeleitet) Þ
Drang aller Lebewesen zu einem unorganischen Zustand zurückzukehren (verursacht
aggressives und destruktives Verhalten).
Unbewusste
Prozesse
Unser Handeln hat
einen manifesten Inhalt, dessen wir uns bewusst sind. Es gibt aber auch einen
latenten Inhalt, der uns durch unbewusste Prozesse verborgen wird. Die
Bedeutungen neurotischer (durch Angst begründeter) Symptome, wie die von
Träumen, Fehlleistungen und Versprechern, sind auf der unbewussten Ebene des
Denkens und kognitiver Prozesse zu finden.
Die Struktur der
Persönlichkeit:
Persönlichkeitsunterschiede
lassen sich durch die Art und Weise wie Menschen mit ihren Trieben umgehen
erklären. Den Begriff des Unbewussten hat Freud
in die Psychologie eingebracht mit dem „Es“ als dem Sitz der primären Triebe –
es arbeitet irrational, impulsgetrieben und drängt nach Ausdruck und
unmittelbarer Befriedigung, es arbeitet nach dem Lustprinzip.
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Wenn „Es“ und „Über-Ich“ in
Konflikt geraten, kann das „Ich“ (realitätsorientierter Aspekt der
Persönlichkeit) einen Kompromiss herstellen. Die Unfähigkeit solche inneren
Konflikte zu lösen führt zu neurotischen
Störungen.
Verdrängung
und Abwehr
Verdrängung ist der grundlegende
Abwehrmechanismus des „Ich“ , desgleichen werden Reaktionsbildung
(angstbeladene Wünsche werden durch gegenteilige Verhaltensweisen überbetont),
Projektion (Übertragung eigener unmoralischer Wünsche auf andere), Sublimierung
(Befriedigung sexueller Bedürfnisse durch Ersatzhandlungen) und Verschiebung
(Auslassen emotionaler Erregung an Objekten, die ungefährlicher sind als der
Reiz, der die Erregung hervorrief) von allen Menschen in einem gewissen Ausmaß
auf nicht annehmbare Triebe eingesetzt.
Diese psychische Taktik hilft einer
Person, ein positives Selbstbild beizubehalten und die eigene Angst zu
reduzieren.
Der übermäßige Gebrauch einer solchen Taktik macht eine Neurose
aus. Neurotiker verwenden einen Großteil ihrer psychischen Energie, um nicht
annehmbare Triebe umzulenken und ihre Angst zu reduzieren, so dass zu wenig
Energie bleibt um ein produktives Leben zu führen.
Die Psychoanalyse nach Freud („Postfreudianer“)
§Den Ich-
Funktionen (dem „Selbst“) der Entwicklung des Selbstkonzepts wurde ein größeres
Gewicht beigemessen (weniger dem Konflikt zwischen Es und Über- Ich)
§Aktuelle soziale
Variablen (Peers, Familie) haben mehr Einfluss auf die Bildung der
Persönlichkeit (Erich Fromm
(1947) und Karen Horney (1939;
erstmals Psychologie der Frau psychoanalytisch erkundet))
§Eros, Libido und
sexuelle Triebe wurden weniger gewichtet (A. Adler),
(eher die Rolle von Liebesbeziehungen).
§Die
Persönlichkeitsentwicklung wurde als Prozess über die gesamte Lebensspanne
angenommen, nicht nur während der Kindheit.
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Beispielsweise ist der Begriff des Unbewussten
weitgehend akzeptiert, und auch für die Existenz von Abwehrmechanismen gibt es
Anhaltspunkte. Weitere Kritikpunkte:
§Freud
hat nie Kinder beobachtet.
§Überwiegend Introspektion
§Geringschätzung traumatischer Erfahrungen
durch sexuellen Missbrauch (Wunsch des Kindes auf sexuellen Kontakt mit den
Eltern)
§Androzentrisches Weltbild, da männliches
Verhalten als Norm gesetzt wird, ohne zu beachten, dass Frauen anders sein
können.
Humanistische Theorien
Zentral für die
humanistischen Ansätze ist der Begriff der Selbstverwirklichung, der
ihre optimistische Sichtweise der Natur des Menschen offenbart. Dieser meint
das angeborene Streben nach Selbsterfüllung und nach Realisierung des eigenen
Potentials.
Humanistische
Theorien bezeichnet man als:
§Holistisch; Einzelne Handlungen einer Person werden immer
durch Bezugnahme auf dessen Gesamtpersönlichkeit erklärt
§Dispositionell; Sie konzentriert sich auf die angeborenen
Qualitäten einer Person.
Disposition meint hier, dass jeder über eine Neigung
verfügt sich zu verwirklichen (nicht psychoanalytisch)
§Phänomenologisch; Sie betonen die subjektive
Wirklichkeitsauffassung einer Person, nicht die objektive Beobachterperspektive
(vgl. Problemgesprächsführung).