Kommunikationstraining
Im Rahmen des
Big Package habe ich an dem Kurs „Kommunikationstraining“ als meine erste Lehrveranstaltung
mit dem Inhalt der sozialen Kompetenzen teilgenommen.
Mit einem
neugierigen, gespannten Gefühl und unter der Annahme, dass ich niemanden kennen
würde kam ich in das Seminar- war dies doch meine erste nicht auf meinem
Institut stattfindende Lehrveranstaltung. Nachdem ich dann allerdings doch
überraschenderweise ein mir bekanntes Gesicht sah fühlte ich mich gleich ein
wenig entspannter!
Der erste
Inhaltspunkt des Seminars war mir noch neu und deshalb sehr interessant und faszinierend:
Aufgabenstellung war es innerhalb einer Vierer-Gruppe über drei mir unbekannte
Personen nur anhand ihrer Körpersprache, der Kleidung und des Auftretens
Rückschlüsse über deren Namen, Alter, Lebens- und Studiensituation etc. zu
ziehen. Die Ergebnisse waren für die meisten sehr verblüffend, manchmal sogar
etwas beängstigend. Geendet hat diese „Einführung“ mit der Selbstpräsentation
jedes einzelnen und einer entspannten, aufgelockerten Stimmung.
Anschließend
kam ein Selbsttest zur Einschätzung des eigenen Charaktertypen - nach dem
lustigen Kennen lernen kam mir dieser Teil plötzlich sehr fachlich und ruhig
vor.
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Resultat hat mich sehr verwundert; da ich mich eher als einen Verstand- als
einen Gefühlstypen eingeschätzt hätte, allerdings hatten beide nur einen geringen
Bewertungspunkteunterschied zueinander.
Die
Charaktertypen waren auch Bestandteil der nächsten Punkte beziehungsweise
Gruppenarbeiten: zuerst bekamen wir detaillierte Informationen über die
einzelnen Charaktere, danach waren die Aufgabestellungen unsere Vorstellung vom
idealen Umgang mit den jeweils einzelnen Typen und das Ansprechen uns unbekannter
Personen auf der Straße zum charakterlichen Einschätzen nur auf Grund von
kurzen Gesprächen.
Um auf der
Straße Leute nach ihren Charaktertypen unterscheiden zu können mussten wir erst
einmal die Hemmschwelle des Fremde-Leute-Ansprechens brechen. Beim ersten Mal
war dies etwas peinlich und gewöhnungsbedürftig, danach allerdings ging es zum
Glück einfacher.
Es ist sehr
schwierig Leute nur auf Grund eines kurzen Gesprächs einzuschätzen, weshalb wir
nur in etwa bei der Hälfte der Leute Rückschlüsse über den möglichen
Charaktertypen ziehen konnten. Ich glaube, dass das Herausfinden mehr Zeit und
auch ein geschultes Auge erfordert!
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Während
meiner Schulzeit musste ich auf Grund meiner speziellen Klasse
(„Klippert-Klasse“) mit einem Projekt rund um das Thema EVA
(Eigenverantwortliches Arbeiten) sehr viele Reden und Präsentationen halten. Dabei
wurden wir sehr oft auf Kameras aufgezeichnet und haben von Psychologie-Professoren
und Studenten über unsere Körpersprache und von Germanistik- Professoren und Studenten
über den Inhalt bzw. Sprache und Aufbau eine Rückmeldung bekommen. Bis heute
fühle ich mich trotz dieser Vorteile innerhalb der Schulausbildungszeit bei
Präsentationen sehr unwohl und möchte nach wie vor nur wenn es unbedingt
erforderlich ist eine Rede halten!
Die
Pantomime-Darstellungen in den Achter-Gruppen waren eine nette Auflockerung und
haben dazu beigetragen das Team zu stärken und waren auch entspannend, da man
plötzlich nicht mehr nur mental sondern auch körperlich aktiv wurde und einen
richtigen Paradigmenwechsel erlebt hat.
Eine weitere
Befragung fremder Leute zur einer diesmal vorgegebenen Frage („Wann ist ein
Gespräch gelungen?“) folgte und fiel leichter als am Tag davor. Man gewöhnt
sich tatsächlich sehr schnell neue Aufgabenstellungen!
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in der Arbeit bei der Beruhigung eines tobenden Klienten ausprobiert und war
von der raschen Wirkung sehr überrascht!
Die Konferenz
der Tiere war eine lustige Aufgabenstellung: auf einem Bild waren neun
unterschiedliche Tiere mit verschiedenen Mimiken und Gestiken und wir sollten diesen
einen Namen und eine Empfehlung über den Umgang mit den Tieren geben. Die wichtigsten
Grundcharaktere der meisten Menschen waren auf der Abbildung zusammengefasst,
allerdings muss man die Umgangstipps aber auch auf seinen eigenen Charakter
anpassen.
Anschließend
durften wir noch viele Fragen bezüglich Berwerbungsgesprächs-situationen und
Assessment-Center stellen beziehungsweise in kleinen Gruppen unsere bisherigen
Erfahrungen mit Bewerbungen und deren Erfolge allgemein schildern.
Es war sehr
beruhigend den Ablauf eines Assessement-Centers genau geschildert zu bekommen, durch
die bisherigen von Freunden erzählten Erfahrungen („eh nicht schwer..“, „man
darf sich halt’ nur nicht zu sehr reinsteigern, dann kriegt man den Job schon“)
konnte ich mir bisher kaum etwas über den Inhalt und Ablauf vorstellen.
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Generell
haben die zahlreichen Gruppenarbeiten in mir ein vertrautes Gefühl aus der
Schulzeit hervorgerufen: ansonsten wird auf der Uni die Gemeinschafts- bzw.
Gruppenarbeiten eher nur am Rande praktiziert und die Lehrveranstaltungen
wirken eher monoton und steif.
Was ich
mitnehmen werde:
Ich denke,
dass ich das aktive Zuhören weiterhin ausprobieren werde, möglicherweise sogar
ausbauen will.
Generell
möchte ich noch weitere Kurse rund um die Themen Kommunikation, Körpersprache,
Rhetorik und auch NLP machen.
Diese Kurse
wären nicht nur eine gute Zusatzqualifikation für Bewerbungsgespräche bzw. den
Beruf, sondern würden mich persönlich auch sehr interessieren und die
Sichtweise und den Umgang in meinem Freunden- und Bekanntenkreis sicherlich
verändern.
Die Baras-
Rede ist jederzeit anwend- bzw. brauchbar und mittlerweile habe ich gemerkt,
dass viele Leute dieses System verwenden um aus dem Stegreif zu reden.
Der Assessment-Center-
bzw. der Bewerbungsteil haben wertvolle, praxisnahe Tipps über den Ablauf und
die Vorbereitung einer möglichen Bewerbungssituation beinhaltet. Dass es dabei eine
Selbstpräsentation gibt habe ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst.
Ich nehme mal an, dass diese sicher sehr aussagekräftig über die Selbstwahrnehmung,
Selbsteinschätzung und Authentizität des Bewerbers ist und sofort zeigt, wie und
vor allem wo diese sich selbst sieht.
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Ich glaube,
dass ich noch viele Kurse im Zentrum für soziale Kompetenzen machen werde, da
mir der eher uni-unübliche Gruppenarbeitsstil sehr gefällt und ich glaube, dass
alle Arten von sozialen Kompetenzen die Persönlichkeit und das Auftreten bestärken
und verbessern!
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