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ZEIT
Ein Phänomen oder doch was anderes?
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Theologie konkret I.: Anfangen. Theologische, philosophische
und naturwissenschaftliche Perspektiven
ZEIT
Ein Phänomen oder doch was anderes?
Z E I T
Tik tak.
Tik tak.
Zeit vergeht.
Aber wie schnell? Oder wie langsam?
Vor allem: Was ist Zeit überhaupt?
In einem Lexikon wird der Begriff
„Zeit“ wie folgt erläutert: „Zeit ist ein kontinuierliches Fortschreiten,
innerhalb dessen sich alle Veränderungen vollziehen.“ Es ist ein ständiges
Fließen, ein Voranschreiten unseres Bewusstseins. Zeit kann man nicht
festhalten oder anhalten- es ist nicht fassbar in unserer Welt.
„Das menschliche Empfinden von Zeit
ist von ihrem Vergehen geprägt, einem Phänomen, das sich bisher einer
naturwissenschaftlichen Beschreibung entzieht und als Fortschreiten der
Gegenwart von der Vergangenheit kommend zur Zukunft hin wahrgenommen wird.“
Es ist schwierig zu sagen, ab wann
man etwas zur Vergangenheit zählen kann und wann Zukunft beginnt. Diese
Übergänge passieren ständig und fließen ineinander, können also nur von der
Wissenschaft exakt untersucht werden. "Das Jetzt dauert 30
Millisekunden",
sagt der Hirnforscher Ernst Pöppel.
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Somit umfasst Zeit die
Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und alle Geschehnisse, die
währenddessen auftreten. Trotzdem hat jeder Mensch verschiedene Definitionen
von „Zeit“, die sich aber je nach Gefühlsstand verändern.
Viele Menschen verbinden Zeit mit
Sehnsucht, wenn sie zum Beispiel lange von ihren Freunden oder ihrer Familie
getrennt sind. Wenn sie niemanden haben, dem sie ihre Gefühle und Hoffnungen
mitteilen können. Dann vergeht für sie die Zeit zu langsam, scheint fast
stillzustehen. „Wie wehren uns gegen den verlangsamenden und uns zu
langsamen Gang der Zeit, der uns in der Langweile hinhält, gegen dieses
eigentümliche Zaudern und Zögern der Zeit.“
Vergehen die Sekunden und Minuten zu langsam, fühlen wir Menschen uns oft
unwohl und hoffen, dass diese langen Stunden bald vorbei sein mögen.
Andere Menschen hingegen wünschen
sich, dass bestimmte Augenblicke nie vergehen, dass sie so lange wie nur
möglich andauern. Dies sind Momente, in denen man verliebt ist, einen Sieg
feiert, von seinen Mitmenschen zum Lachen gebracht wird. Man möchte die Welt
und alles was auf ihr ist am liebsten für immer festhalten. Doch das ist
unmöglich, denn Zeit kann man nicht beeinflussen.
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„Bezüglich des allgemeinen
Zeitgefühls in Abhängigkeit vom Lebensalter kann folgende Schlussfolgerung
gezogen werden: beim älteren Menschen kommt es weniger häufig vor, dass er sich
mit neuen Eindrücken beschäftigen muss - also herrscht beim älteren Menschen
der Eindruck vor, die bekannten Vorgänge verlaufen schneller.“
Zeit kann man sowohl objektiv als
auch subjektiv sehen und deuten. Objektiv wäre sie, wenn man auf das Ticken der
Uhr achtet, wenn auch die anderen Menschen in der Nähe dieses Zeitmessers dasselbe
Ticken vernehmen und alle zur gleichen Zeit Mittagessen gehen oder die
Arbeitsstelle verlassen- ausgehend von dieser einen Uhr.
Subjektiv hingegen wird Zeit von
verschiedenen Individuen gesehen. Hier ein kleiner Test für unterschiedliche
persönliche Zeitmessung:
Beispiele für das Studium zeitlicher
Repräsentationen sind:
(1) das Studium des zeitlichen Erlebens einer
Zeitstrecke, z.B. ob Zeit langsam oder schnell verstreicht. Eine Möglichkeit
geht so:
(i) Halten Sie eine Hand vor das Gesicht und geben
Sie dem Abstand die Bedeutung von "einer Minute" (dies kann von
wenigen Zentimetern bis Armlänge sein).
(ii) Denken Sie innerlich: "Das ist eine Minute!".
(iii) Geben Sie Ihre Hand weiter weg und stellen Sie sich vor, für eine Minute
wäre "mehr Raum" vorhanden.
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Hier erfüllt sich Einsteins
bekannter Satz: „Zeit ist relativ!“
Zeit ist durchaus ein Thema mit dem
man sich auseinandersetzen sollte, denn wir verbringen unser ganzes irdisches
Leben in einem Zeitrahmen. Unser ganzes Dasein wird von Zeit bestimmt, da man
zu einem bestimmten Zeitpunkt jemanden trifft oder seinem Beruf nachgehen muss.
Man feiert Geburtstage, die man aufgrund von Zeit und dem Vergehen von Jahren
genau bestimmen kann. Man schaut auf die Uhr, wenn man aus dem Haus geht. Und
man schaut wieder auf die Uhr, wenn man zurückkommt.
Viele Wissenschaftler, Künstler,
Literaten usw. haben sich bereits mit diesem unendlich weiten Begriff „Zeit“
auseinandergesetzt. Aufgrund dessen entstand auch dieser nachfolgende Spruch:
manche menschen können in einer
stunde
länger dableiben als andere in
einer woche.
william dean howells
Dieses Zitat vom US- amerikanischen
Schriftsteller, Literaturkritiker und Zeitschriftenredakteur William Dean
Howells hat mir während dem Verfassen dieser Arbeit immer wieder zu Denken
gegeben. „Wie Recht er doch hat“, waren meine ersten Gedanken bei diesen
Zeilen. Doch dann begann ich mehr darüber nachzudenken.
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der Vergangenheit. Mindestens drei Sekunden zurückliegend.
Vergangene Zeiten kann man nicht zurückholen
oder sie verändern, aber sie sind dennoch ein Bestandteil von uns. Daher sehe
ich die Vergangenheit als einen Teil, der in uns weiterlebt, da uns manche
Dinge daraus prägen. Zu viele Ereignisse der letzten Wochen, Monate, ja, sogar
Jahre beeinflussen unser jetziges Leben in der Gegenwart. Zwar vergisst man
Vieles aus früherer Zeit, doch Einiges bleibt bis zu unserem Tod in unserem
Gedächtnis. Dies sind Dinge, an die man sich gern erinnert; Momente, die man
„festhalten“ will, die unseren Gedanken treu sind (daher die Farbe blau in
meinem Kreis).
Mit der Vergangenheit verbindet man
sehr viel: die eigene Kindheit und die dazugehörige Erziehung, Werte,
Vorstellungen und Erlebnisse. In der Gegenwart möchte man jedoch oft gewisse
Erinnerungen, die man während des Lebens erfahren hat, abschütteln. Dies ist
aber nicht möglich, da diese negativen Ereignisse ebenso wie die positiven zu
unserer Identität dazugehören und uns als Menschen darstellen. Andererseits
findet man es oft schön in Erinnerungen zu schwelgen und schöne Momente Revue
passieren zu lassen.
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