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Zeit der Blumenkindern .docx

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Die Zeit der Blumenkinder – Jahre der Rebellion

Mitten aus dem grauen Alltag der Nachkriegszeit entstand eine bunte, hemmungslose, alle Grenzen sprengende Bewegung, die unter dem Motto „ Love & Peace“ die Welt verändern wollte..

Wie gerne wäre mancher aus unserer karrierefixierten High-Tech-Gesellschaft einer von Ihnen gewesen. Doch wer waren die Blumenkinder, die heute zur Großelterngeneration gehören? Was wollten diese langhaarigen Ausgeflippten eigentlich, die wir von Fotos kennen, auf denen sie selbstgehäckelte bunte Pullover tragen und uns die Finger zum Peace-Zeichen geformt entgegen strecken?

Im Folgenden werde ich mich auf das Jahrzehnt konzentrieren, in dem sich Werte und Lebensweisen wandelten wie in keinem anderen Jahrzehnt dieses Jahrhunderts – die 60er Jahre und die zu dieser Zeit entstehende Hippiebewegung.

Wie konnte die Kultur entstehen? Welche Lebensphilosophie vertrat die Hippiekultur? Und warum konnte die Bewegung nicht bestehen?

Die wilden 60er Jahre

Die Wirtschaft boomt und die Menschen gelangen zu Wohlstand. Anhaltende Vollbeschäftigung, steigende Löhne und Kaufkraft sorgen dafür, dass weite Kreise der Bevölkerung an der entstehenden Konsum- und Freizeitgesellschaft teilhaben konnten. An oberster Stelle stehen der Wunsch nach den eigenen vier Wänden, dem eigenen Auto und der Traum vom Urlaub.

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Prüderie und sexuelle Revolution „Make Love Not War“

Es ist das Jahrzehnt der sexuellen Revolution. 1961 kommt die anfangs sehr umstrittene Pille auf den Markt und mit ihr die allmähliche Liberalisierung der sexuellen Moral. Doch zu Beginn der 60er Jahre klemmt es noch gewaltig, es entstehen heftige Gegenbewegungen. Noch gilt vorehelicher Sex als Schande.

Homosexualität ist strafbar und Abtreibung verboten. Ende der 60er beginnt sich manches zu verändern: Erste Aufklärungsstreifen werden in Kinos und Schulen gezeigt, die geltende Rollenmuster von Männern und Frauen werden immer weniger ernst genommen. Wohngemeinschaften werden zu angesagten Lebensformen bei jungen Menschen.

Doch dies hatte auch zufolge steigende Schwangerschaften und eine Zahl von ca. 500.000 illegalen Abtreibungen pro Jahr. Sex wird zur Ware: Filme, Bücher und Zeitschriften überschwemmen den Markt.

Beatgeneration und Popkultur

Zu Beginn der 60er taucht eine neue, noch völlig unbekannte Musik auf: der Beat, die englische Rockmusik. Sie ist lauter, härter und ungezogener und stellt selbst sowohl den Rock’n Roll der 50er Jahre in den Schatten. Mit dem Erfolg der Beatles verbreitet sich der neu entstandene Stil explosionsartig.

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Aus dieser Gegenkultur heraus entwickeln sich Mitter der 60er Jahre die Hippies und mit ihnen ein neuer, psychedelischer Stil, der durch Experimente mit bewusstseinsverändernden Drogen entsteht. Die Hippies propagieren den Ausstieg aus der Konsum- und Leistungsgesellschaft, indem sie Kleidung und Körperpflege vernachlässigen und demonstrativ die Arbeit verweigern.

Ihr Slogan „Love, peace and happiness“ mutiert durch den Vietnamkrieg zu „make love, not war“. Als Anfang der Siebziger viele Superstars an den Folgen ihrer Drogensüchte und Lebensmaxime „Live fast- love hard- die young“ sterben, finden die 60e Jahre auch musikalisch ihr Ende.

Gründe für die Entstehung der Jugendkultur in den sechziger Jahren „Die Entstehung der Hippiekultur“

Die Bevölkerungsexplosion nach dem Zweiten Weltkrieg brachte in den frühen sechziger Jahren eine neue Generation zur Reife, die zahlenmäßig doppelt so stark war wie die der Erwachsenen. Die amerikanischen Teenager formten eine eigenständige und selbstbewusste Kultur. Aufgewachsen im Wohlstand der wirtschaftlichen florierenden 50er Jahre wurden die Jugendliche vom Handel,

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Durch Reportagen und Nachrichten wurden den Jugendlichen die Augen geöffnet, sie sahen wie extrem und gewaltvoll es außerhalb der „perfekten Welt“ zuging.

Im Laufe der Zeit produzierte jedoch die Konsumgesellschaft in den Augen vieler Jugendlicher vor allem geistige und emotionale Leere. Die Suche nach existentiellem Sinn, nach sich selbst, nach dem Heiligen der Natur, all das mündete in eine durchgreifende Zivilisationskritik. Es entwickelte sich eine Fülle von Gegenkulturen.

Es gab sowohl Bewegungen, die im Buddhismus ihr Lebensziel suchten und von Freiheit und Liebe sprachen, als auch solche, die auf radikale Weise die Gesellschaft verändern wollten. Alle Anhänger der Gegenkulturen hatten aber eins gemeinsam:

„Ihre Kultur in allen ihren Manifestionen war eher imaginativ als intellektuell, eher expressiv als analytisch, eher darin interessiert, neues auszuprobieren als altes zu verbessern“

Die Ursprünge und Anfänge der Hippiebewegung

Das Wort „Hippie“ hat seinen Ursprung in der amerikanischen schwarzen Jazz-Musiker-Szene. Als Hipster bezeichnete man in den 40er und 50er Jahren, zurzeit der Rassendiskriminierung, die freien Musiker, die von Auftritt zu Auftritt zogen und so am Rande der Gesellschaft existierten. „Hip“ bedeutet soviel wie „eingeweiht, erfahren, weise“.

Hip sein hieß also, Bescheid zu wissen, die Zusammenhänge in einer verlogenen und heuchlerischen Gesellschaft der Nachkriegszeit,

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Deren Idole und Leitfiguren spielten auch in der Bewegung der 60er eine zentrale Rolle: Dichter wie Gary Snider, Michael McClure und Allen Ginsberg galten in den USA als Vordenker und Gurus. Bücher wie Jack Kerouacs „On The Road“ oder Hermann Hesses „ Steppenwolf“ ermöglichten, dass sich der Hippie – Ideologie entfalten konnte.

Schon 1955 hatte Allen Ginsberg mit seinem Gedicht „The Howl“ die erste Hippie-Hymne geschrieben, die ein düsteres und beängstigendes Amerika-Bild vermittelte. Fast alle Merkmale der Hippie-Ära waren Mitte der Sechziger bereits vorhanden: die musikalischen Auslöser, z. B. Bob Dylans skandalöse Elektrifizierung des Folk oder die „British Invasion“ von Rockbands wie den Beatles oder den Rolling Stones, der dramatische Erfolg neuer Drogen wie LSD, Lightshows, öffentliche Happenings, psychedelische Partys- alle diese Faktoren kamen in San Francisco erstmals zusammen.

Die Hippies fühlten sich eingeengt, sahen in der Gesellschaft keinen Weg zur Individualität und Selbstverwirklichung und begannen aus der „spießigen“ Wohlstandsgesellschaft, die von vielen als politisch erstarrt, einseitig am Wohlstand orientiert und unglücklich machend empfunden wurde, auszusteigen.


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