WUNDERGESCHICHTEN
Heutzutage fällt es uns schwer an Wunder zu glauben, da
unser ganzes Leben und unsere Erziehung rein auf Beweisen, Fakten und Tatsachen
beruhen. Alles muss nachvollziehbar sein, damit wir es akzeptieren.
Was sind eigentlich Wunder?
Unter einer Definition eines Wunders versteht man ein
Ereignis, das die Naturgesetze durchbricht. Der Wunderbegriff ist in der alten
Welt noch unbekannt gewesen, denn damals gab es noch kein Naturverständnis.
Deshalb bezeichnet man die Heilungen von Lourdes und Epidaurus
als „Wunderheilungen“.
Wir unterscheiden zwei große Gruppen von Heilungen:
- Naturwunder
Der Begriff „Naturwunder“ ist
aber problematisch zu verwenden, denn die Texte weisen keine wissenschaftlichen
Ereignisse auf, sondern sind nur auf das Heil der Menschen gerichtet. Zu den
Naturwundern zählt man die Speisung der Vielen, den Seesturm und das Weinwunder
von Kanaa. Bei dieser Art der Wunder ist stets die Bedeutung zu betrachten und
welche Aussage dahinter steckt.
- Heilungswunder
Bei diesen Erzählungen ist die
Krankheit und Sterblichkeit im Vordergrund. Zum Beispiel das Wunder von Epidaurus:
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All diese Wunder geschahen vor der Zeit von Jesus und wurden
als Beweis auf Votivtafeln niedergeschrieben.
Eine der größten Wunder, die uns heute noch beschäftigen,
sind die zahlreichen „Erweckungen vom Tode“. Schon in den Evangelien werden
drei beschrieben und im Alten Testament werden einige von Elija und Elischa
erzählt.
Im Allgemeinen wurden ein paar Wunder als glaubwürdig
anerkannt, andere aber nur als Symbole verstanden. Die heutigen Theologen
stehen diesem Thema noch sehr kritisch gegenüber, da sie Volkserzählungen
zugrunde liegen. Diese Volkserzählungen sollen keinen historischen Vorgang
beschreiben sondern die todesüberwindene Macht Gottes veranschaulichen.
Denn die Bedeutung von Wundern liegt darin, die Menschen auf
die Allmacht Gottes aufmerksam zu machen und sind „Beweisstücke“ des göttlichen
Handelns. Wichtiger ist aber noch die Botschaft der Wundererzählungen zu
suchen.
Alle Erweckungsgeschichten setzen den Osterglauben voraus.
Z.B. Der Seewandel Jesu:
Das Wasser füllt hier den Abgrund der Meerestiefe. Es ist
ein Grab, das die Menschen in sich hinein verschlingen kann. In dieser
Erzählung, wo Jesus über das Wasser geht, ist es kein Naturereignis, sondern
eine Osterbotschaft:
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Ergebnis: Wundererzählungen des Neuen Testaments sind keine
Sensationen und sagen auch nicht dass Jesus die Naturgesetze durchbrochen hat,
sondern wollen die Menschenfreundlichkeit Gottes zeigen.
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