Deutsch
LK 12 Rollenbiografie Woyzeck 31.10.2008
Mein
Name ist Johann Franz Woyzeck. Ich bin am 20.Juli geboren und mittlerweile 30
Jahre alt. Ich arbeite als Soldat und bin in der militärischen Rangordnung weit
unten.
Mein
Freund Andres dient in derselben Kaserne wie ich, wir wohnen übrigens auch dort
und teilen uns ein Zimmer. Um mein Gehalt etwas aufzubessern nehme ich hier an
einer Studie teil, bei der ich über einen gewissen Zeitraum nur Erbsen essen
darf. Mir geht es nicht besonders gut dabei, da ich davon Kreislaufprobleme
bekomme und auch sehr blass im Gesicht bin. Um mich zusätzlich über Wasser zu
halten rasiere ich meinen Hauptmann oder nehme andere Gelegenheitsjobs an.
Ich
habe einen Sohn mit Marie, er heißt Christian. Er ist ein uneheliches Kind und
Marie lebt mit ihm in einem Armenhaus der Stadt. Ich versuche so gut wie
möglich für die Beiden aufzukommen, obwohl mein Sold kaum zum überleben reicht.
Marie ist meiner Meinung nach die schönste Frau die ich je gesehen habe und ich
denke, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt.
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Verfolgungswahn und Wahnvorstellungen und rede dadurch häufig etwas wirr und
unsicher. Manchmal tue ich mir selber Leid. Von den oberen gesellschaftlichen
Schichten fühle ich mich schlecht behandelt oft gedemütigt. Aber zurück zu
Marie.
Mit
der Treue nahm sie es nie richtig ernst. Sie hat mich bestimmt schon mehrmals
betrogen. Als ich ihre neuen Ohrringe sah und fragte, wo sie diese her hat,
wollte sie mir dies nicht erzählen. Ich konnte mir allerdings denken, wer ihr
diese geschenkt hatte, und zwar ein Tambourmajor.
Darüber
war ich sehr wütend und aufgewühlt. In meiner Wut zog ich also los, mit meinem
geringen Sold und kaufte mir davon ein Messer. Marie und ich verabredeten uns
und trafen uns beim Teich am Waldweg und dort brachte ich sie mit Hilfe meines
neu gekauften Messers schließlich um.
Das
Messer warf ich soweit wie nur möglich in den Teich und Marie ließ ich dort am
Teich liegen. Nach meiner Tat kehrte ich zurück zu dem Tanzfest, auf dem Marie
und ich zuvor gewesen sind und dort entdeckten einige, dass ich noch Blut an
meiner Kleidung hatte. Daraufhin verließ ich das Fest wieder. Maries Leiche
wurde am nächsten Morgen gefunden.
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