Woyzeck
1.
Autor
Georg
Büchner wurde am 17.10.1813 in Goddelau im Herzogtum Hessen geboren. Er wuchs in
einer
Großfamilie auf. Später sollten alle seine Geschwister ähnlich bekannt werden
wie er selbst.
Er studierte Naturwissenschaften, Medizin und Philosophie. Vor
allem jedoch war Büchner politisch aktiv. Er gründete die Geheimorganisation
„Gesellschaft der Menschenrechte“ und war in der Opposition aktiv. Im März 1834
verfasste er die sozialrevolutionäre Schrift „der hessische Landbote“ mit dem bekannten
Leitspruch „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“. Ein Jahr später flieht
Büchner auf Grund behördlicher Nachstellung. In Zürich beginnt Büchner mit
seiner literarischen Arbeit. Neben dem 1834 veröffentlichen Landboten erschien
1835 sein Drama „Dantons“ Tod, welches sich mit der Französischen Revolution
befasst. Im selben Jahr erschien die Erzählung „Lenz“ und sein Lustspiel
„Leonce und Lena“. 1836 beginnt er an seinem letzen Werk, „Woyzeck“, zu
arbeiten, welches er jedoch nicht vor seinem Tod am 19. Februar 1837
fertigstellte. Er starb im Alter von 24 Jahren an Typhus.
2.
Wichtigste Werke:
Georg
Büchners wichtigste Werke waren:
·
„Der Hessische Landbote“ 1834
(Flugschrift)
·
„Dantons Tod“, 1835
(Drama)
·
„Lenz“, 1835
(Erzählung)
·
„Leonce und Lena“, 1836
(Lustspiel)
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·
„Pietro
Aretino“(Diese Drama ist verschollen)
3. Werk:
Das
Werk ist eigentlich nur ein Dramafragment, d.h. Georg Büchner hat es nie
vollendet. Er begann wahrscheinlich zwischen Juni und September 1836 mit den
Arbeiten in Straßburg, konnte es aber wegen seines frühen Todes nicht beenden.
Das Manuskript war in verschiedenen Entwicklungsstufen überliefert. Erst 1879
erschien eine überarbeitete Version von Karl Emil Franzos, einen
österreichischen Schriftsteller. Viele Stellen konnte er nicht entziffern und
so musste er vieles überarbeiten. Auf einer Bühne wurde das Stück erst 1914 in
München aufgeführt. Seit damals gab es viele Adaptionen in der Musik und im
Film, z.B. die Oper „Wozzeck“ von Alban Berg 1921 und der gleichnamige Film von
Georg Klaren 1947.
Georg
Büchners Woyzeck gehört zum offenen Dramatypen. Diese unterscheidet sich vom
geschlossenen Dramatypen durch folgende Merkmale:
·
Die
Hauptperson hat keinen Gegenspieler, sondern steht der ganzen Welt oder einer
Gesellschaftsschicht gegenüber.
·
Die
Handlung spielt an vielen verschiedenen Orten.
·
Durch
die vielen verschiedenen Orte kommen auch viele verschiedene Personenvor, die
aus allen Ständen kommen.
·
Das
Stück stellt auch das Hässliche, Mord, gemeines Verbrechen und Unzucht dar.
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Das
Werk Woyzeck wird auch zu einem der ersten Vertreter des Naturalismus gezählt.
Obwohl diese literarische Strömung erst ab 1880 beginnt, weist „Woyzeck“ viele
Aspekte dieser Strömung auf. Der Naturalismus versucht eine naturgetreue
Abbildung der Wirklichkeit ohne Stilisierung oder metaphysische Überhöhung
darzustellen.
4.
Inhalt
In dem Buch geht es um den
Soldaten Woyzeck. Zusammen mit Marie hat er ein uneheliches Kind und da Woyzeck
kein Geld hat, können sie auch nicht heiraten. Sie leben am Rande der
Gesellschaft. Um wenigstens ein bisschen mehr zu verdienen verrichtet er einige
Arbeiten für den Hauptmann, wie zum Beispiel dessen Bart zu rasieren. Der
Hauptmann behandelt ihn sehr schlecht und beleidigt ihn oft. Genauso dient er
auch dem Doktor als Versuchsexperiment. Eines dieser Experimente ist, dass sich
Woyzeck nur von Erbsen und Bohnen ernähren darf. Er bekommt Halluzinationen und
hört fremde Stimmen. Einer seiner Soldatenkameraden und einziger Freund ist
Andres. Mit diesem teilt er sich ein Bett in der Wache. Er ist aber auch von
Woyzeck und seinen Halluzinationen genervt und fängt immer zu singen an, wenn
Woyzeck ihm damit auf die Nerven geht.
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Verhältnis herum, und besonders der Hauptmann macht sich über den Betrogenen
lustig. Anfangs will Woyzeck an Maries Untreue nicht glauben, aber nach einem
heftigen Streit gibt sie alles zu. Im Wirtshaus sieht er Marie in wilder
Umarmung mit dem Tambourmajor tanzen. Halb betäubt von diesem Anblick fordert
er seinen Rivalen zur Rauferei heraus, wird aber von dem kräftigen Offizier
verprügelt. Jetzt überkommt Marie die Reue, auch sorgt sie sich um die Zukunft
ihres Kindes. Sie versucht in der Bibel Trost zu finden. Doch es ist zu spät,
Woyzeck kauft sich ein Messer, lockt Marie an einen Teich und ersticht sie
dort. Danach geht Woyzeck noch in das Wirtshaus und tanzt alleine. Dann bemerkt
ein Gast Blut auf dem Ellbogen von Woyzeck und dieser läuft aus dem Wirtshaus.
Das Ende lässt das Buch jedoch offen. In der letzten Szene wird noch
beschrieben, dass der Idiot Karl Woyzecks Kind Christian mitnimmt.
5. Geschichtliche
Vorlage
Man nimmt aus Georg
Büchners Vorlagen an, dass er die Idee für „Woyzeck“ aus dem Fall des Johann
Christian Woyzeck stammt. Dieser wurde am 3. Januar 1780 als Sohn eines
Perückenmachers geboren. Aus Eifersucht erstach er am 21. Juni 1821 seine
46-jährige Geliebte Johanna Christine Woost in einem Hausflur in der Leipziger
Vorstadt, weil diese fremdgegangen war.
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ermordete am 23. September 1817 seine Geliebte Henriette Lehne in Berlin.
6. HAUPTPERSONEN
a.
Woyzeck:
Er lebt in der unteren
Gesellschaftsschicht als einfacher Soldat und Friseur. Sein Sold ist so nieder
das er beim Doktor einen Vertrag abschließen muss für ihn als Versuchskaninchen
zu arbeiten. Während er vom Hauptmann und Doktor gedemütigt wird, (Er hat ein
Kind ohne, dass er mit Marie verheiratet ist, weil er sich keine Hochzeit
leisten kann) wird ihm seine Marie untreu. Er meint, dass sein schäbiges Leben
sogar nach dem Tod weiter geht, da er donnern helfen müsse. Sie hat eine Affäre
mit dem Tambourmajor. Als er nun wies das die beiden etwas miteinander haben,
wird Woyzeck zunehmend verrückt. Seine Wahnvorstellungen sagen ihm schließlich
dass er Marie umbringen soll.
b.
Marie:
Sie ist sehr hübsch und er
Tambourmajor hat sich in sie verliebt. Sie ist die einzige Ansprechpartnerin
für Woyzeck als Nachdem ihn jeder erniedrigt. Woyzeck immer mehr halluziniert
kann sie nicht mehr länger treu bleiben und geht mit dem Major tanzen. Als
Woyzeck die beiden dabei beobachtet und versucht einzugreifen, wird Woyzeck von
dem Tambourmajor im Prügelduell besiegt. Nun hegt Marie Reue, doch in Woyzecks
Verzweiflung tötet er Marie. Sie kann er töten da sie sich nicht wehren kann,
er lässt es auf sie aus.
c.
Hauptmann:
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