Charakteristik + Interpretation
Woyzeck
Georg
Büchner
Woyzeck
ist bei Militär und dient dem Hauptmann. Er hat eine Freundin, namens Marie,
und ein uneheliches Kind. Er steht zu seiner Familie und will nebenbei Geld
verdienen mit Experimenten die der Doktor an ihm ausführt. In diesem Experiment
wird er auf Erbsendiät gesetzt und wird dadurch immer schwächer.
Gleich
wie Hödlmoser kann auch Woyzeck die Dinge nur mit Gewalt lösen.
Ihm
fehlt die Bildung. Er steht einer Welt gegenüber, die er nicht wirklich
versteht.
Er
bezeichnet sich selbst als „Geringster unter den Geringen.“
.
Er wird als dumm bezeichnet und wird als Versuchskaninchen benutzt. Er wird von
allen, besonders vom Doktor, dem Hauptmann und dem Tambourmajor ausgenutzt bzw.
gedemütigt.
Er fühlt sich minderwertig. Woyzeck macht die Welt für sein Elend verantwortlich.
Woyzeck
ist ein sehr hektischer Mensch. Er glaubt alles in Eile erledigen zu müssen.
Dies
kann man am Ausspruch des Hauptmanns erkennen: „Langsam, Woyzeck langsam“ und
„Woyzeck, Er sieht immer so verhetzt aus!“.
Weil
er sich minderwertig fühlt wagt er höher gestellten Personen nicht zu
widersprechen und antwortet nur mit „Jahwohl, Herr Hauptmann!“
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Woyzeck
ist allgemein ein pessimistischer Mensch.
Immer
wieder hört er Stimmen, was ein Zeichen für Schizophrenie ist.
Woyzeck
macht sich viele Gedanken über seine Leben und die Gesellschaft.
Er
hat eine gewisse Abneigung gegen die bessergestellten Menschen weil sich ihr
Leben fast nur ums Geld dreht.
Interpretation
Die Eifersucht spielt in dem Stück eine wichtige
Rolle. Die Eifersucht ist der Grund wegen der er am Schluss Marie umbringt, weil
sie ihn mit dem Tambourmajor betrügt, obwohl Woyzeck sich für sie und das Kind
eingesetzt hat. Allerdings ist sie nicht allein der Grund für seine Tat. Es
gibt mehrere Motive Vielleicht ist eines der Motive,
die Demütigung der Gesellschaft. Er wollte sich vielleicht von den
Erniedrigungen des Hauptmanns, des Doktors und des Tambourmajors befreien. Der
Mord an Marie ist vielleicht eine Art Protest gegen die höher gestellte
Gesellschaft und er kann seinen aufgestauten Aggressionen nur so Platz machen.
Autor
Georg Büchner
17.
Oktober 1813 Georg Büchner in Goddelau (Hessen) als ältester Sohn des
Distriktsarztes und späteren Medizinalrates Ernst Karl Büchner geboren.
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Oktober 1833 Büchner begibt sich zur Fortsetzung des Studiums nach
Gießen und besucht Lehrveranstaltungen über vergleichende Anatomie.
Frühjahr 1834 Büchner berichtet in Briefen an Minna über eine
psychische Krise mit Symptomen, die eine gewisse Parallele zu dem in der
Erzählung "Lenz" Dargestellten zeigen.
An
die Braut, Gießen, März 1834
"... dieser Brief ist ohnedies so langweilig, wie ein Anmelden in einem
vornehmen Hause: Herr Studiosus Büchner. Das ist Alles! Wie ich hier
zusammenschrumpfe, ich erliege fast unter diesem Bewußtsein; ja sonst wäre es
ziemlich gleichgiltig; wie man nur einen Betäubten oder Blödsinnigen beklagen
mag!"
März 1834 Büchner gründet in Gießen die "Gesellschaft der
Menschenrechte", einen Geheimbund von Studenten und Handwerkern, der
Kontakte mit den Oppositionsgruppen um den Butzbacher Pfarrer Ludwig Weidig
aufnimmt. Zusammen mit Weidig veröffentlicht Büchner den "Hessischen Landboten", eine
sozialrevolutionäre Flugschrift, die sich vor allem an die Bauern wendet. Das
Unternehmen wird verräten; es kommt zu Verhaftungen.
September 1834 Büchner zieht sich ins Elternhaus nach Darmstadt
zurück, wo er die Geschichte der Französischen Revolution studiert und das
Drama "Dantons Tod" verfasst.
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März
1835 Um der Verhaftung zu entgehen, flieht Büchner ins Exil nach Straßburg.
"Dantons Tod", das einzige zu Lebzeiten des Dichters erschienene
Werk, wird von Karl Gutzkow veröffentlicht.
Herbst 1835 Büchner erhält durch seinen Freund August Stoeber
Einblick in nachgelassene Notizen und Papiere von J. M. R. Lenz sowie in den
Bericht des Pfarrers J. Fr. Oberlin über den Aufenthalt Lenz' im Steintal
(1778). Büchner verspricht Gutzkow für dessen Zeitschrift einen »Aufsatz« oder
eine »Novelle« über Lenz. Das Manuskript bleibt jedoch, fast vollendet, liegen.
An
die Familie, Straßburg im Oktober I835.
[. . .] Ich habe mir hier allerhand interessante Notizen über einen Freund
Goethes, einen unglücklichen Poeten Namens Lenz verschafft, der sich
glelchzeitlg mit Goethe hier aufhielt und halb verrückt wurde. Ich denke
darüber einen Aufsatz in der deutschen Revue erscheinen zu lassen. (...) Jetzt
noch eine Zeit lang anhaltendes Studium, und der Weg ist gebrochen. Es gibt
hier Leute, die mir eine glänzende Zukunft prophezeien. Ich habe nichts
dawider."
Frühjahr 1836 Büchner schreibt das Lustspiel "Leonce und Lena". Gleichzeitig
verfasst er eine naturwissenschaftliche Abhandlung über das Nervensystem der
Fische, mit der er den Doktortitel der Universität Zürich erwirbt. Er bereitet
sich auf eine philosophische Lehrtätigkeit in Zürich vor.
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19. Februar 1837 Büchner stirbt an Typhus.
1839
August Stöber veröffentlicht Oberlins Krankheitsbericht des Dichters Lenz. Nach
einer Reinschrift des unvollendeten Textes wird Büchners "Lenz" durch
Karl Gutzkow im "Telegraph für Deutschland" veröffentlicht.
1879
Erste Gesamtausgabe
1895 Aufführung von "Leonce und Lena" in München
1902 "Danton" in Berlin
1913 "Woyzek" in München
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