Erst vier Monate nach der Abreise nach Paris traf Mozart in
Salzburg ein.
1781 zog Mozart nach Auftrag des Erzbischofs nach Wien, wo
er 1782 auch ein neues Bühnenwerk schrieb, "Die Entführung aus dem
Serail", eine Türkenoper in vier Akten. In Wien verliebte sich Mozart
diesmal in eine andere Weber – Tochter, Konstanze Weber, die er ohne
Einverständnis des Vaters am 4.August 1782 im Stephansdom heiratete.
Erst nach
der Hochzeit schickte der Vater seine Erlaubnis. Das junge Paar hatte eine
glückliche Ehe, Mozart gab ein Konzert nach dem anderen. Im Juni 1783 kam das
erste Mozart – Kind zur Welt, Raimund Leopold. Da Mozart sehr besorgt um
Konstanzes Gesundheit war, nahm er eine Amme für das Kind. Als sich Konstanze
Mozart wieder wohl fühlte, machte sich das Ehepaar auf die lang versprochene
Reise nach Salzburg.
Zu Nannerls 32. Geburtstag trafen sie dort ein. Die ersten
Arien der Oper "Die Gans von Cairo" schrieb Mozart in Salzburg. Sehr
freundlich begegnete Mozart seinem Nachfolger als salzburgischer Hoforganist:
Michael Haydn, dem Bruder des berühmten Joseph Haydn.
In Wien konzentrierte sich Wolfgang wieder voll und ganz auf
seine neue Oper, "Figaros Hochzeit", Die ein selbstständiges,
spannendes und lustiges Musikdrama werden sollte. Die erste Aufführung dieser
Oper verlief nicht gut, da das Orchester nicht genug Zeit zum Proben hatte.
Auch später blieb der ganz große Erfolg in Wien aus.
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Der
Komponist erhielt dafür ein Honorar von 225 Gulden.
Konstanze kränkelte immer wieder und brauchte viel Geld für
Ärzte und Apotheker. Im November 1789 kam eine kleine Tochter zur Welt, starb
aber schon nach einer Stunde. Von den fünf bisher geborenen Kindern lebte nur
der inzwischen fünfjährige Carl, ein munteres Kind, das im Vater seinen liebsten
Spielgefährten sah.
Lange bekam Mozart keinen einzigen Auftrag, bis er sich im
September 1790 entschloss, auf eigene Kosten nach Frankfurt zu fahren, wo
Leopold zum deutschen Kaiser gekrönt wurde. Diese letzte Reise ging über
Eferding, Regensburg, Nürnberg, Würzburg, Aschaffenburg bis Frankfurt. In
Frankfurt meldete er sich gleich bei einflussreichen Leuten, bot seine Dienste
an – vergeblich.
Niemand hatte auf ihn gewartet, es gab berühmtere Namen in
Frankfurt. Erst nach dreiwöchiger Wartezeit bekam Mozart die Genehmigung, ein
Konzert zu geben. Da Mozart vor fast leerem Saal spielen musste, brachte ihm
die Reise nach Frankfurt nichts ein, außer Schulden.
Nach Mozarts Werk "Die Zauberflöte" wurde sein
Gesundheitszustand immer schlechter. Seine Hände und Füße waren geschwollen,
fiebrig und unbeweglich. Im Bett erfuhr der Kranke mit großer Freude, dass das
Theater jeden Abend ausverkauft war. Am 5. Dezember 1791 um ein Uhr früh starb
Wolfgang Amadeus Mozart im 35. Lebensjahr und wurde schon am nächsten Tag an
der Außenseite des Stephansdomes vor der Kreuzkapelle begraben.
Mozarts Name jedoch, war unvergessen und wurde immer
berühmter – vor allem, als nach 1800 seine großen Werke im Druck erschienen.