Wolf Haas
Inhaltsverzeichnis
- Biografie von Wolf
Haas...................................................1
- Haas’ Einstellung zu (seinen) Krimis........................................2
- Der
Knochenmann.......................................................3
- Komm, süßer
Tod......................................................5
- Das ewige
Leben.........................................................7
- Privatdetektiv Simon
Brenner...............................................8
- Der
Erzähler...........................................................9
- Die Sprache der
Kriminalromane............................................9
- Das Wetter vor 15
Jahren..................................................10
- Die Erzähltechnik.......................................................12
- Die Sprache der
Liebesgeschichte...........................................12
Quellenangabe
- Wolf Haas: Der Knochenmann.
- Wolf Haas: Komm, süßer Tod.
- Wolf Haas: Das ewige Leben.
- Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren.
Wolf Haas
Wolfgang Haas wurde am 14. Dezember 1960 in
Maria Alm am Steinernen Meer (Salzburg) geboren. Seine Eltern arbeiteten beide
als Kellner.
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er zwei Jahre lang als Universitäts-Lektor in Swansea (Südwales).
Zurück in Österreich begann er in Wien als
Texter bei einer Werbeagentur. Sein Motto damals lautete: „Ich hab’ keine
Ahnung von Werbung, aber ich werd’ den Job schon gut machen“. 1992 begann er
die Arbeit bei „Demner & Merlicek“ als Werbetexter. Radiospots wie
„Lichtfahrer sind sichtbarer”, „Ö1 gehört gehört” die Mazda-Werbung („A Mazda
müsst ma sein“), die Ö3-Wecker-Kasperliade „Peda & Peda” („Und sonst alles
okay, Peter?“ – „Ja, ja, okay, okay, okay!“ – „All right, sag’n d’Leit!“) haben
seinen Ruf als kreativer Werbe- bzw. Radiotexter begründet.
Doch genau als es mit seiner Karriere in der
Werbung voran ging, kündigte er die Stelle bei „Demner & Merlicek“. Als
Begründung dafür meinte er:
„Es macht Spaß, etwas hinzuschmeißen, weil es
funktioniert, und nicht, weil es nicht funktioniert[...] Die Werbung, die
frisst dich auf. Das kann man nicht so nebenbei machen. Drum mache ich es jetzt
auch gar nicht mehr. Aber es war eine gute Schule für mich als Mensch.“
Seither arbeitet Wolf Haas mit großem Erfolg
als freier Schriftsteller. Von 1996 bis 2003 schrieb er sieben Kriminalromane,
sechs davon mit dem Detektiv Simon Brenner.
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Wolf Haas erhielt dreimal den Deutschen Krimi
Preis, den Burgdorfer Krimi Preis und den Literaturpreis der Stadt Wien. Nach
dem Erscheinen des sechsten Brenner-Romans „Das ewige Leben“ kündigte er an,
keine Krimis mehr zu schreiben. Danach folgte im September 2006 der Roman „Das
Wetter vor 15 Jahren“, diesmal eine Liebesgeschichte. Für diesen Roman erhielt
Haas 2006 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis.
Haas’ Einstellung zu (seinen) Krimis
Wolf Haas bekennt sich dazu,
dass er selbst nur sehr wenige Krimis gelesen hat. Oft wird er gefragt, ob er
einen bestimmten Kriminalroman kennt und beinahe genauso oft lautet die Antwort
nein. Aus diesem Grund setzt er sich nun mehr mit Krimis auseinander.
Allerdings nicht unbedingt aus eigenem Interesse, als aus Strebsamkeit und auch
um das Genre etwas besser kennen zu lernen. Die Regeln eines Krimis sind Haas
zwar bekannt, jedoch nützt er überlegt die ihm zur Verfügung stehenden Mittel
aus, etwas ganz eigenes zu schaffen.
Haas wundert sich vor allem
über manche seiner Kollegen, die nur sechs Wochen brauchen um ein Buch zu
schreiben. Er selber benötigt dafür schon ein Jahr oder manchmal sogar mehr.
Der Grund dafür liegt aber nicht daran, dass Haas vielleicht keine Ideen hätte.
Wolf Haas macht sich, bevor er einen Krimi beginnt, einen genauen Plan, den er
dann aber im Laufe des Schreibens nicht einhält. Aber laut eigenen Angaben
entstehen dadurch „die besten Sachen“.
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Wenn ich fertig bin mit einem Buch, möchte ich es noch ein halbes Jahr bei mir
liegen haben, und dann leiste ich mir den Luxus der Zerstörung der eigenen
Geschichte. Und dabei entsteht eigentlich das Buch.“
Haas’ Arbeitsmethode ist sehr
umständlich. Ein weiteres Beispiel dafür: wenn er zwei Kapitel hat, die nicht
zusammenpassen, dann baut er eine Brücke. Diese Behelfsbrücke umfasst ca. 80
Seiten und ist oft besser, als der gesamte Roman. Wolf Haas bezeichnet dies als
eine ständige Mischung aus Verzweiflung und Euphorie. Es soll auch der Autor
leiden, und nicht nur die Figuren.
Gegen Ende seiner Krimiromane
wird die Handlung immer recht gleichgültig abgehandelt. Haas liebt es, seine
Geschichten förmlich abzustechen. Denn bei ihm ist die Handlung nur nebensächlich,
das eigentliche Thema ist das Erzählen selbst.
„Mich
interessiert der Aspekt der Intensität. Ich finde ja solche Fernsehkrimis
lächerlich, wo man all diese behaupteten Morde gar nicht glaubt. Aber es gibt
auch eben Krimis, wo man sich die Frage der Glaubhaftigkeit gar nicht stellt,
weil sie so intensiv mit dem Milieu verwoben sind und man als Zuschauer einfach
gar nicht diese Meta-Ebene einnimmt.“
Der
Knochenmann
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In dem kleinen Ort Klöch in der Steiermark
steht die riesige Grillhendlstation des Löschenkohl. Wöchentlich werden mehrere
1000 Hendln in der Station gegessen und als man es nicht mehr schafft die
Knochen rechtzeitig zu entsorgen, stattet eines Tages die Lebensmittelpolizei
dem Löschenkohl einen Besuch ab. Bei der Inspektion findet man unter all den
Hendlknochen auch einen Menschenknochen. Sofort wird die Kripo alarmiert, allerdings
zu keinem Ergebnis kommt.
Ein paar Wochen später engagiert die
Schwiegertochter des Löschenkohl den Privatdetektiv Simon Brenner. Doch als Brenner
dort ankommt, ist diese verschwunden. Brenner beobachtet den Tormann von Klöch,
Milovanovic, der die Knochenmehlmaschine in der Hendstation bedient. Um mehr
über den Milovanovic und dessen größten Feind Ortovic herauszufinden, nimmt
Brenner an einer Pensionistenbusfahrt teil, die vom Trainer des FC Klöch
organisiert wurde.
Von diesem erfähr Brenner, dass die Freundin
des Ortovic, Helene Jurasic, eine Prostituierte ist. Am selben Tag verschwindet
Milovanovic plötzlich spurlos und der Zeugwart des FC Klöch findet den Kopf des
Ortovic in einem Ballsack, der Rest des Körpers bleibt verschwunden.
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