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Wintersport und Alpen .doc

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Faculty
Social Science
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Sport and Recreation
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Miscellaneous
University, School
Westfälische Wilhelms-Universität Münster - WWU
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2006
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Regionale Disparitäten in den Sportengagements Jugendlicher
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Wintersporttourismus

in den Alpen

Exkursionsbegleitende Theoriearbeit:

Fachbereich 14 - Geowissenschaften

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Exkursion: Schweizer Alpen

WS 2005/06

Inhaltsverzeichnis

1.   Einleitung 1

2.   Von den geschichtlichen Grundlagen 1

bis zum Sporttourismus

2.1       Geschichte des Tourismus1

2.2       Vom Alpinismus zum Wintersport

2.3       Sport und Tourismus oder Sporttourismus?

3.   Die Bedeutung des Wintersporttourismus für die Alpen

4.   Abschlussbemerkung

5.   Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Tourismusarten und ihre Entwicklung 2

Abbildung 2: Beziehungsverhältnisse von Sport und 5

Tourismus in der Literatur

Abbildung 3: Spezifik des Sporttourismus 8

1. Einleitung

Diese Arbeit befasst sich mit dem Wintersporttourismus in den Alpen. Zum einen steht dabei die Bedeutung des Wintersports auf den Tourismus und zum anderen stehen die Gefahren, die der moderne Wintersporttourismus für die Alpen mitbringt.

Die Gefahren für die Natur können im dieser Arbeit leider nicht tiefer thematisiert werden. Dafür ist der Umfang mit sieben bis zehn Seiten zu kurz.

Ich selber bin leidenschaftlicher Wintersportler und arbeite in den Wintersemesterferien als Snowboardlehrer. Dabei habe ich das Snowboard fahren in einem kleinen Skigebiet in Kärnten gelernt.

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Der Unterschied zwischen diesen touristischen Monokulturen und dem Idyll des kleinen Skigebiets war enorm. Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich daher genauer auf die monofunktionale Ausrichtung von Wintersportgebieten auf den Tourismus eingehen.

Zunächst werde ich noch auf die geschichtliche Entwicklung des Tourismus und des Wintersports eingehen. Zudem wird eine nähere Betrachtung des Begriffs Sporttourismus vorgenommen und versucht die Komplexität dieses Themas zu erfassen.

2. Von den geschichtlichen Grundlagen bis zum Sporttourismus

Bevor eine nähere Betrachtung des Wintersporttourismus mit seiner Bedeutung und den Gefahren für die Alpen vorgenommen werden kann, ist es von Vorteil zunächst einige theoretische Grundlagen zu klären.

So werden in diesem Kapitel erst einmal die geschichtliche Entwicklung des Tourismus und die Entwicklung vom Alpinismus zum Wintersport thematisiert. Als weiterer wesentlicher Punkt, wird der Begriff Sporttourismus genauer unter die Lupe genommen. Was ist darunter zu verstehen und wie kann er gegenüber den Teilbereichen Sport und Tourismus abgegrenzt werden?

 

2.1 Geschichte des Tourismus

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Etwa 1000 Jahre später waren es dann vor allem die Griechen, die auf Reisen gingen. Dabei standen vor allem Besuche von Heiligtümern und den panhellenischen Agonen im Mittelpunkt. Erste Parallelen zum modernen Tourismus traten bereits zur Zeit des Römischen Reiches im 1. und 2. Jahrhundert auf.

Die Menschen, soweit sie dem Adel oder der bürgerlichen Mittelschicht angehörten, brachen zu Erholungsreisen mit Kurcharakter, Bildungsreisen und Vergnügungsreisen auf. Möglich wurde dies durch die positiven Vorraussetzungen, die das Römische Reich schuf. Die damalige Friedenssituation, die einheitliche Währung und Sprache sowie die wirtschaftliche und kulturelle Einheit mit angrenzenden Ländern, ermöglichten ein sicheres Reisen für alle, die es sich leisten konnten (vgl.

ZIMMERS 1995, 9).

Wie auch in anderen Bereichen, bedeutete das Mittelalter für das Reiseverhalten der Menschen einen Rückschritt. Die Mobilität war deutlich eingeschränkt und Reisende nahmen zudem große Gefahren auf sich.

So waren es vor allem die Handelsrouten, die von Kaufleuten und Händlern bereist wurden. Zimmers zu Folge, war Reisen im Mittelalter in erster Linie zweckgebunden (1995, 17).

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Tourismusart

Zeitraum

Hauptmotivation

Grand Tour des europäischen Adels

15. bis 17. Jhdt. bzw. 16. bis Anfang 18. Jhdt.

Bildungsreise, später eher Vergnügungsreise

Gelehrtenreise

s. o.

Informationsreise für spätere Publikationen

Badereise in Kurorte

Seit 17./18. Jhdt.

Erholung und Vergnügen

Bildungsreise

Ca. 1770 bis 1830

Romantik und Prestige

Alpinismus

16. Jhdt., insbesondere ab Mitte des 18. Jhdt.

Erforschung, dann Natursehnsucht

Badereise ans Meer

Ab 17./18. Jhdt.

Romantik und Prestige

Sommerfrische

Mitte 19. Jhdt.

Erholung und Familienorientierung

Wandervogel und Bündische Jugend

Ab 20. Jhdt.

Romantisierte Fluchtbewegung

Arbeitertourismus/Die Naturfreunde

Ende 19. Jhdt.

Regeneration, soziales Wandern

Kraft – durch – Freude – Reisen

Ab 1934

Erholung zu Kriegszwecken

Beginn des modernen Massentourismus ab 1950, insbesondere seit 1970er Jahren

Abb. 1: Tourismusarten und ihre Entwicklung

(Quelle: SCHWARK 2002, 14)

2.1 Vom Alpinismus zum Wintersport

Wie aus Abbildung 1 hervorgeht, entstanden bereits im 16. Jahrhundert erste Formen des Alpinismus. Dabei stand zunächst der Gedanke der Alpenerforschung im Vordergrund.

Dieser Erforschungsdrang wandelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend zu einem Eroberungsdrang, der vor allem durch die kolonialen Machtbestrebungen einzelner Nationen geprägt war. Vor allem die Engländer sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Sie schufen im Rahmen ihrer Eroberungsbemühungen erste Verbindungen zwischen Sport, dem Bergsteigen, und Tourismus, der Reise zum Berg und das Verweilen vor Ort.

Dies verwundert kaum, wenn man bedenkt, dass der moderne Wettkampfsport im industriell geprägten England des 19. Jahrhunderts entstand. Diese Art des Alpinismus, in der es darum ging, wettkampforientiert alpine Landschaften zu erobern, gilt als Vorläufer des Tourismus der Neuzeit (vgl. AMSTÄDTER 1996 und NEUERBURG 2003, 30).

An dieser Stelle ist der Funktionswandel des Bergsteigens zu nennen, indem die Alpen nicht mehr als Hindernis, sondern zunehmend als natürliche Landschaft gesehen wurden.

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Hauptmotivation war dabei das Wahrnehmen der Natur als Landschaft. Bergsteigen wurde nun „um seiner selbst willen“ betrieben und die Aspekte Sport und Vergnügen rückten in den Vordergrund (vgl. AMSTÄDTER 1996, 33f).

Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann, vor allem durch reiche Engländer, eine neue touristische Entwicklung in den Alpen eingeleitet. Mit der Wahrnehmung der Alpen als Natur mit reizvollen Landschaften, rückten diese als Kur-, Urlaubs- und Wintersportorte in den Mittelpunkt des damaligen Tourismus.

Zu jener Zeit entstanden erste Tourismusformen, die dem Massentourismus ab den 50er Jahren ähnelten. Dazu zählt auch der sog. „Belle-Epoque-Tourismus“, in dessen Phase großzügige Palasthotels entstanden und in den entsprechenden Orten touristisch orientierte Angebote geschaffen wurden.

Zunächst konzentrierte sich diese Form des Tourismus vor allem auf die Schweiz, wo bis zum Jahre 1900 bereits 26 Seilbahnen errichtet worden sind und in Davos 1936 der erste Bügelskilift in Betrieb genommen wurde (vgl. GÜTHLER 2003).

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