3g2 21.02.2010
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JB
Wie kam es zu der
Diktatur des Nationalsozialismus?
Die
Diktatur des Nationalsozialismus ist mit der Entwicklung der
nationalsozialistischen Bewegung und dem Aufstieg Hitlers und dessen
zunehmenden politischen Einfluss fest verbunden.
Die
strukturierte nationalsozialistische Bewegung fing ganz offiziell am 05.01.1919
mit der Gründung der „Deutschen Nationalen Arbeiterpartei“ in München an. Bayern
war derzeit Tummelplatz für Gegner der Republik und bei der mehrheitlich
konservativen bayrischen Bevölkerung fand diese neue Partei schnell Anhänger.
Am 12.09.1919 tritt Hitler in die DAP ein und übernimmt die Aufgabe als
Werbeobmann. 1920 wird die DAP in „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“,
kurz NSDAP, umbenannt. Hitler übernimmt 1921 den Vorsitz der Partei und ein
personeller und struktureller Umbau in der Partei findet statt. Hitler ist von
da an 1. Vorsitzender der NSDAP und hat allumfassende Machtbefugnisse. 1921 wir
die Sturmabteilung (SA) gegründet, mit deren Hilfe Hitler Massenveranstaltungen
spektakulär und publikumsträchtig inszenieren lässt. Auf diesen Massenveranstaltungen
überzeugt Hitler mit seinen rhetorischen Fähigkeiten und seinem nationalen
Radikalismus, der ehemalige Soldaten ebenso ansprach wie große Teile einer
durch die Niederlage im Weltkrieg enttäuschten Bevölkerung. Dadurch wurde
Hitler im süddeutschen Raum schnell bekannt.
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erstarkt die nationalsozialistische Bewegung und die NSDAP erzielt 1930 einen
sensationellen Wahlerfolg, der ihnen den Durchbruch zur Massenpartei sichert.
Zwar unterlag Hitler in der Wahl zum Reichspräsidenten 1932 den amtierenden
Hindenburg, jedoch gelang der NSDAP bei der Reichtagswahl im Juli des selben
Jahres der Aufstieg zur stärksten Fraktion im Reichstag.
Der nächste
Reichskanzler Schleicher führte eine glücklose Politik und auf Bestreben des Konservativen
von Papen wurde Hitler am 30.01.1033 zum neuen Reichskanzler ernannt. Von Papen
stellte sich vor, Hitler als Vizekanzler kontrollieren zu können. Er stellt
sich vor Hitlers Popularität ausnützen zu können und seine eigenen Interessen
zu vertreten indem er Hitler in die Ecke drängt. Von Papen sagte damals: „Wir
haben und Herr Hitler engagiert. .. In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke
gedrückt, dass es quietscht.“ Dies stellt sich aber als große, verhängnisvolle
und schwerwiegende politische Fehleinschätzung heraus. Und es gab damals
tatsächlich auch schon Menschen die diesen Fehler erkannt haben, wie zum
Beispiel Ludendorff.
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Hitlers
Aufstieg und seine Popularität werden vor allem durch die Zufriedenheit der
Bevölkerung gestützt. Nach der Massenarbeitslosigkeit in der Weimarer Republik,
ist Hitler durch seine Arbeitsschaffungsmaßnahmen ein Held. Auch seine
Förderung von Gemeinschaft und Zusammenhalt werden geschätzt. Schon in jungen
Jahren ist man mehrmals wöchentlich in Gruppen wie der „Hitler Jugend“
beisammen und macht zusammen Sport, spielt Theater oder bastelt etwas.
An
dieser Stelle ist die Frage, ob Hitler durch eine „Machtergreifung“ oder eine
„Machtübertragung“ in die Regierung gekommen ist, zu klären. Dabei muss man
verschiedene Aspekte berücksichtigen. Die NS-Propaganda zierte sich mit einer
„Machtergreifung“, was jedoch verfälscht ist. Denn die Machtübernahme war keine
Initiative der NSDAP. Deswegen ist der Begriff „Machtüberlassung“ vielleicht
treffender, da von Papen den Versuch „Hitler“ starten wollte und somit eine
freiwillige Ausschaltung des Parlaments stattfand.
Auch
die Frage ob Hitler legal zur Macht kam ist interessant. Seit seinem
gescheiterten Putsch von 1923, und auch noch während den Anfangsjahren seiner
Diktatur, hat Hitler sich stets bemüht den Anschein einer legalen
Vorgehensweise zu bewahren.
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formal-juristisch war es eine völlig legale Ernennung zum Reichskanzler nach
Artikel 53 der Verfassung. Aber eigentlich verstößt diese Ernennung gegen den
Geist der Verfassung, da Hitlers oberstem Ziele immer die Ausschaltung der
Verfassung und eine Diktatur waren.
Eine
sehr bedeutende Fragestellung zu diesem Abschnitt der deutschen Geschichte ist
auch, wie es überhaupt zum Nationalsozialismus kommen konnte. Zum einen sind
die historischen Voraussetzungen zu nennen, wie zum Beispiel der
Obrigkeitsstaat, und die Wilhelminische Außenpolitik, die auf Revision des
Versailler Vertrags hingearbeitet hat. Aber zum anderen spielen auch politische
und gesellschaftliche Faktoren eine Rolle. Zum einen das Versagen von
Politikern und Parteien vor Hitler. Die Bevölkerung war dadurch enttäuscht und
hat nur auf eine starke Persönlichkeit in der Politik gewartet. Somit fand
Hitler gleich große Unterstützung, auch durch Industrielle. Er fand unter
anderem auch schnell Sympathisanten und Geldgeber. Welche natürlich auch seine
spektakulären Propagandaveranstaltungen leichter zu finanzieren machten. Die
Überzeugungsmittel waren einerseits diese „positiven“ Mittel durch die die
Bevölkerung zufrieden gestellt wurde, gemeint sind Arbeitsschaffungsmaßnahmen
und Massenveranstaltungen.
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Alles
in allem hat dieses Thema auch heute noch eine gewaltige Aktualität, wie man
zum Beispiel an den Massenaufläufen von Neo-Nazis sieht. Deswegen ist es
wichtig, so viel Aufklärung wie möglich zu betreiben. Einfach damit die
Menschen Bescheid wissen und sich ihre Meinung dazu selber, aber auf durchdachten
Grundlagen bilden können.
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