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Wichtigste Bodentypen Österreichs .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2008
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Die wichtigsten Bodentypen Österreichs


1.        Allgemeiner Teil

Die Pedosphäre, d.h. die Summe aller Böden der Erde, ist für das Leben an Land von größter Bedeutung. Böden dienen nicht nur der Nahrungsgewinnung der Menschheit durch Agrarwirtschaft, sondern fungieren auch als Lebensraum für unzählige Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen.

Darüber hinaus speichern und filtern Böden Wasser und funktionieren als natürliche ‚Recyclinganlagen‛, durch welche organische Abfälle umgewandelt und wieder dem Nährstoffkreislauf zugeführt werden. Laut Eisenhut (Bodenfibel, 1982) ist ein Boden „jene Schichte an der Oberfläche, die durch Verwitterung von Gesteinen und Umwandlung von abgestorbenen Pflanzen und Tieren entstanden ist, und in der ständig Ab-, Um- und Aufbauprozesse stattfinden.“ (Skriptum ‚Bodenkunde I‛: 8)


Das Zusammenwirken verschiedener Faktoren und Prozesse während der Bodenentwicklung führt zu unterschiedlichen Bodentypen, die nach ähnlichen Eigenschaften (und Entwicklungsprozessen) kategorisiert werden.

Faktoren, die die Bodenentwicklung beeinflussen, sind das Gestein als anorganisches Ausgangsmaterial für die Bodenbildung, das Klima mit den Klimaelementen Niederschlag, Temperatur und Wind, die Fauna und Flora, das Relief, das Wasser, die Zeit und vor allem auch menschliche Einflüsse, wie z.B. Immissionen von Schadstoffen, Abwässer, oder verschiedene Arten der Bodennutzung (Ackerbau, Forstnutzung, Mülldeponien oder die Versiegelung von Böden durch Asphaltierung oder Pflasterung).


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Bei der Humusbildung (=Mineralisierung) werden organische Abfälle von Bodentieren und pflanzlichen Organismen abgebaut bzw. umgewandelt, sodass die darin enthaltenen Nährstoffe wieder von Pflanzen aufgenommen werden können. Im Falle einer Vergleyung (=Hydromorphierung) kommt es im ständig durchnässten Boden zu einem Sauerstoffmangel und in Folge zur Bildung eines grau-blau-grünen Reduktionshorizonts. Trocknet dieser Boden dann aus, führt dies aufgrund des Sauerstoffzutritts zu einer Oxidation von Eisen und anderen Metallen; der Boden ist braun bis rotbraun gefärbt.

Bei der Podsolierung werden Aluminium, Eisen und Mangan aus dem A-Horizont ausgewaschen, d.h. weggeschwemmt und in einen tiefer liegenden Bodenhorizont verlagert. Der A-Horizont ist bleich, sauer und nährstoffarm.


In Österreich werden grundsätzlich Böden im Grundwasserbereich und terrestrische Böden (Landböden) unterschieden. Zu den Böden im Grundwasserbereich zählen z.B. Salzböden, die im Seewinkel des Neusiedlersees vorkommen.

Zu den Landböden gehören z.B. die Podsole in den Zentralalpen und im Granit- und Gneishochland, oder die Rendzinen (nährstoff- und basenreiche Böden auf Kalk- und Dolomitgestein) im nördlichen Alpenvorland. Der in Österreich am weitesten verbreitete (und daher auch landwirtschaftlich sehr bedeutende) terrestrische Boden ist die Braunerde mit ihrem typischen braunen B-Horizont, der durch Verlehmung (Verwitterung von Silikaten) entsteht.


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Das Gesetz beinhaltet den Schutz des landwirtschaftlichen Bodens in Bezug auf die Verminderung von Bodenverdichtung, Erosion und Schadstofffreisetzung und zeigt darüber hinaus Möglichkeiten der Förderung einer nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit auf.

2.        Spezifischer Teil: Die wichtigsten Bodentypen Österreichs

Einem bestimmten Bodentyp zugehörig sind alle Böden, die eine gleiche Entwicklung und ähnliche bzw. einheitliche Eigenschaften aufweisen. In Österreich kommen aufgrund des Klimas und der unterschiedlichen Ausgangsgesteine oft mehrere Bodentypen auf engstem Raum vor. Bodenarten hingegen werden nach der Größe der Einzelteilchen des Feinbodens (Vorkommen und Verhältnis der Korngrößen) in sandreiche und tonreiche Böden unterteilt.

Je kleiner die Korngröße, desto größer ist die Fähigkeit des Bodens, Wasser und Nährstoffe zu halten.


In Österreich unterscheidet man grundsätzlich zwischen subhydrischen, semiterrestrischen Böden (=Böden im Grundwasserbereich) und terrestrischen Böden (=Landböden).


Böden im Grundwasserbereich:

a)    Das Moor:

Moore entstehen, wenn organische Substanzen infolge hohen Grundwasserstandes unter Sauerstoffabschluss geraten und dadurch in Torf umgewandelt werden. Sie werden je nach Entstehung in Nieder-, Übergangs- und Hochmoore unterteilt.

Charakteristika: nährstoffarm, Luftmangel, hohes Porenvolumen, hohe Wasserspeicherfähigkeit.

Vorkommen: Waldviertel; in ehem. vergletscherten Tal- und Beckenlandschaften, kleinflächig im Hoch- und Mittelgebirge.

b)   Das Anmoor:

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Charakteristika: schwach sauer, mittelschwere bis schwere Böden.

Vorkommen: meist in Tal- und Beckenlagen.

c)    Auenböden:

Auenböden entstehen aus jungen Sedimenten aus Fließgewässern. Sie bestehen aus unterschiedlich mächtigen Schichten und werden – je nach Entwicklungsgrad und abhängig vom Wasserstand des Vorfluters– in bestimmten Abständen immer wieder überflutet.

Man unterscheidet zwischen grauen und braunen Auböden.

Charakteristika: Graue Auböden sind flussnah, häufig überschwemmt, leicht, humusreich, weisen Vergleyungsspuren auf. Profil: A (h, g) – C (g).

Braune Auböden werden selten überschwemmt (ihr Wasserhaushalt ist ausgeglichener), besitzen einen Verwitterungshorizont; Humus kommt in Form von Mull vor.

Profil: Ah – Bv – C (oder: A – Bv – Go).

Vorkommen: im Bereich großer Flüsse (in Augebieten, z.B. Donau-Auen).

d)   Gleye:

Gleye sind Mineralböden, die durch Grundwasser insofern beeinflusst werden, als dass sie im Horizont der Reduktion (Sauerstoffmangel durch hohen Grundwasserstand) durch chemische Veränderungen (von v.a.

Eisen) Blau- und Grüntöne bilden; in der Oxidation (Sauerstoffzufuhr durch Absinken des Grundwassers) reagiert Eisen zusammen mit Sauerstoff und Feuchtigkeit und bildet rote und rostbraune Farbtöne (=Gleyfleckigkeit des Oxidationshorizonts).

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Vorkommen: in Tal- und Beckenlandschaften; durch Flussregulierungen und landwirtschaftliche Nutzung meist trockengelegt; können sich (wenn sie nicht allzu schwer sind) zu gutem Grünland entwickeln.


Gley (http://ilona.heidmann.info/images/SWDexk/P06%20Vega-Gley.JPG, 22.12.08)


Hochmoor (http://ilona.heidmann.info/images/SWDexk/P38%20Hochmoor.JPG, 22.12.2008)

e)   Salzböden:

Salzböden sind im Unterboden feucht, im Oberboden kommen leicht lösliche Salze in konzentrierter Form vor (ausgeprägtes Rissgefüge, Gipsausblühungen, Salzkrusten). Je nach Versalzungsursache unterscheidet man zwischen Tagwassersolonchak (ganzjährig sehr trocken, Salze aus Atmosphäre), Grundwassersolonchak (Salze aus Salzgestein oder Atmosphäre, Vergleyungsspuren) und Kultursolonchak (durch übermäßige künstliche Bewässerung).

Charakteristika: humusarm, daher Vegetation kaum entwickelt.

Vorkommen: in ariden und semiariden Klimaten; in Österreich im Seewinkel des Neusiedlersees.



Solonchak im Seewinkel (Neusiedlersee) (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Solontchak.jpg/180px-Solontchak.jpg, 22.12.2008)



Landböden:

a)    Ranker, Rendzina:


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