Äolisches System · Wind bewirkt: Erosion, Transport und Akkumulation 1. Voraussetzung für äolische Prozesse · Windgeschwindigkei­t: Hoch (Wüste, Steppe, Küste), ausreichend (warme/kalte Zone
ÖSTERREICH 7.3.2006 1.) Einführung 1.1. Problemorientierte­ Regionalgeographie­ behandelt geographische Fragestellungen bezüglich Österreich Probleme sind Fragestellungen, die die GG be
Geographische Exkursion Ländlicher Raum WS 07/08 1. Die Exkursion Schon nach wenigen Minuten Fahrt von der Uni in Richtung Süden, wird die Veränderung von städtischen zu ländlichen Räumen sic
Die Pedosphäre, d.h. die Summe aller Böden
der Erde, ist für das Leben an Land von größter Bedeutung. Böden dienen nicht
nur der Nahrungsgewinnung der Menschheit durch Agrarwirtschaft, sondern fungieren
auch als Lebensraum für unzählige Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen.
Darüber
hinaus speichern und filtern Böden Wasser und funktionieren als natürliche
‚Recyclinganlagen‛, durch welche organische Abfälle umgewandelt und wieder dem
Nährstoffkreislauf zugeführt werden. Laut Eisenhut (Bodenfibel, 1982) ist ein
Boden „jene Schichte an der Oberfläche, die durch Verwitterung von Gesteinen
und Umwandlung von abgestorbenen Pflanzen und Tieren entstanden ist, und in der
ständig Ab-, Um- und Aufbauprozesse stattfinden.“ (Skriptum ‚Bodenkunde I‛: 8)
Das Zusammenwirken verschiedener Faktoren
und Prozesse während der Bodenentwicklung führt zu unterschiedlichen Bodentypen,
die nach ähnlichen Eigenschaften (und Entwicklungsprozessen) kategorisiert
werden.
Faktoren, die die Bodenentwicklung beeinflussen, sind das Gestein als
anorganisches Ausgangsmaterial für die Bodenbildung, das Klima mit den
Klimaelementen Niederschlag, Temperatur und Wind, die Fauna und Flora, das
Relief, das Wasser, die Zeit und vor allem auch menschliche Einflüsse, wie z.B.
Immissionen von Schadstoffen, Abwässer, oder verschiedene Arten der
Bodennutzung (Ackerbau, Forstnutzung, Mülldeponien oder die Versiegelung von
Böden durch Asphaltierung oder Pflasterung).
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Bei
der Humusbildung (=Mineralisierung) werden organische Abfälle von Bodentieren
und pflanzlichen Organismen abgebaut bzw. umgewandelt, sodass die darin
enthaltenen Nährstoffe wieder von Pflanzen aufgenommen werden können. Im Falle
einer Vergleyung (=Hydromorphierung) kommt es im ständig durchnässten Boden zu
einem Sauerstoffmangel und in Folge zur Bildung eines grau-blau-grünen Reduktionshorizonts.
Trocknet dieser Boden dann aus, führt dies aufgrund des Sauerstoffzutritts zu
einer Oxidation von Eisen und anderen Metallen; der Boden ist braun bis
rotbraun gefärbt.
Bei der Podsolierung werden Aluminium, Eisen und Mangan aus
dem A-Horizont ausgewaschen, d.h. weggeschwemmt und in einen tiefer liegenden
Bodenhorizont verlagert. Der A-Horizont ist bleich, sauer und nährstoffarm.
In Österreich werden grundsätzlich Böden im
Grundwasserbereich und terrestrische Böden (Landböden) unterschieden. Zu den
Böden im Grundwasserbereich zählen z.B. Salzböden, die im Seewinkel des
Neusiedlersees vorkommen.
Zu den Landböden gehören z.B. die Podsole in den
Zentralalpen und im Granit- und Gneishochland, oder die Rendzinen (nährstoff-
und basenreiche Böden auf Kalk- und Dolomitgestein) im nördlichen Alpenvorland.
Der in Österreich am weitesten verbreitete (und daher auch landwirtschaftlich sehr
bedeutende) terrestrische Boden ist die Braunerde mit ihrem typischen braunen
B-Horizont, der durch Verlehmung (Verwitterung von Silikaten) entsteht.
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Das
Gesetz beinhaltet den Schutz des landwirtschaftlichen Bodens in Bezug auf die
Verminderung von Bodenverdichtung, Erosion und Schadstofffreisetzung und zeigt
darüber hinaus Möglichkeiten der Förderung einer nachhaltigen
Bodenfruchtbarkeit auf.
2.Spezifischer
Teil: Die wichtigsten Bodentypen Österreichs
Einem bestimmten Bodentyp zugehörig
sind alle Böden, die eine gleiche Entwicklung und ähnliche bzw. einheitliche
Eigenschaften aufweisen. In Österreich kommen aufgrund des Klimas und der
unterschiedlichen Ausgangsgesteine oft mehrere Bodentypen auf engstem Raum vor.
Bodenarten hingegen werden nach der Größe der Einzelteilchen des
Feinbodens (Vorkommen und Verhältnis der Korngrößen) in sandreiche und tonreiche
Böden unterteilt.
Je kleiner die Korngröße, desto größer ist die Fähigkeit des
Bodens, Wasser und Nährstoffe zu halten.
In Österreich unterscheidet man
grundsätzlich zwischen subhydrischen, semiterrestrischen Böden (=Böden im
Grundwasserbereich) und terrestrischen Böden (=Landböden).
Böden im Grundwasserbereich:
a)Das Moor:
Moore entstehen, wenn organische Substanzen
infolge hohen Grundwasserstandes unter Sauerstoffabschluss geraten und dadurch
in Torf umgewandelt werden. Sie werden je nach Entstehung in Nieder-,
Übergangs- und Hochmoore unterteilt.
Charakteristika: nährstoffarm, Luftmangel, hohes Porenvolumen, hohe
Wasserspeicherfähigkeit.
Vorkommen:
Waldviertel; in ehem. vergletscherten Tal- und Beckenlandschaften, kleinflächig
im Hoch- und Mittelgebirge.
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Charakteristika: schwach sauer, mittelschwere bis schwere Böden.
Vorkommen:
meist in Tal- und Beckenlagen.
c)Auenböden:
Auenböden entstehen aus jungen Sedimenten
aus Fließgewässern. Sie bestehen aus unterschiedlich mächtigen Schichten und
werden – je nach Entwicklungsgrad und abhängig vom Wasserstand des Vorfluters–
in bestimmten Abständen immer wieder überflutet.
Man unterscheidet zwischen grauen und
braunen Auböden.
Charakteristika: Graue Auböden sind flussnah, häufig überschwemmt, leicht,
humusreich, weisen Vergleyungsspuren auf. Profil: A (h, g) – C (g).
Braune Auböden werden selten überschwemmt
(ihr Wasserhaushalt ist ausgeglichener), besitzen einen Verwitterungshorizont;
Humus kommt in Form von Mull vor.
Profil: Ah – Bv – C (oder: A – Bv – Go).
Vorkommen:
im Bereich großer Flüsse (in Augebieten, z.B. Donau-Auen).
d)Gleye:
Gleye sind Mineralböden, die durch
Grundwasser insofern beeinflusst werden, als dass sie im Horizont der Reduktion
(Sauerstoffmangel durch hohen Grundwasserstand) durch chemische Veränderungen
(von v.a.
Eisen) Blau- und Grüntöne bilden; in der Oxidation (Sauerstoffzufuhr
durch Absinken des Grundwassers) reagiert Eisen zusammen mit Sauerstoff und
Feuchtigkeit und bildet rote und rostbraune Farbtöne (=Gleyfleckigkeit des
Oxidationshorizonts).
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Vorkommen:
in Tal- und Beckenlandschaften; durch Flussregulierungen und landwirtschaftliche
Nutzung meist trockengelegt; können sich (wenn sie nicht allzu schwer sind) zu
gutem Grünland entwickeln.
Salzböden sind im Unterboden feucht, im
Oberboden kommen leicht lösliche Salze in konzentrierter Form vor (ausgeprägtes
Rissgefüge, Gipsausblühungen, Salzkrusten). Je nach Versalzungsursache unterscheidet
man zwischen Tagwassersolonchak (ganzjährig sehr trocken, Salze aus
Atmosphäre), Grundwassersolonchak (Salze aus Salzgestein oder Atmosphäre,
Vergleyungsspuren) und Kultursolonchak (durch übermäßige künstliche
Bewässerung).
Charakteristika: humusarm, daher Vegetation kaum entwickelt.
Vorkommen:
in ariden und semiariden Klimaten; in Österreich im Seewinkel des
Neusiedlersees.