1. Einleitung 1.1. Definitionen und Begriffe Begriff -Eiszeit- 1837 durch Schimper aufgetaucht Definitionen: [Westermann Lexikon der Geographie, um 1970 erschienen] - Meyer Lexikon (1937) Eisze
Fragenkatalog Hydrogeographie 1. pH-Wert Reste von H und OH Ionen die keine Bindung zu H2O eingehen. (H3O+ (Hydronium) und OH- Ionen) (H3O) Im natürlichen Wasser beträgt ihr Anteil 1 Zehnmillions
Naturkatastrophen 2 _Prüfung vom 27.01.05 Megaerdbeben (auch in der Anökumene) Die 2 großen China Erdbeben –das vorhergesagte und das nicht vorhergesagte Erdbebenprognostik&
Lehre der Erscheinungsformen, physikalischen Eigenschaften
und der Gesamtheit der Wirkungen der Gletscher der Erde
Ein Gletscher ist eine aus festem atmosphärischen
Niederschlag entstandene Maße aus Schnee und vor allem körnigen Eis, die sich
teils in gleitender teils in fließender Bewegung von einem Nähr in ein
Zehrgebiet bewegt.
Namenswurzeln
Namen der Gletscher entstehen
entweder aus der Bedeutung für EIS oder ALT und BEWEGUNG
Firn – Ferner = Alt, Altschnee, vorjährig
Kees, Käs, Kös = Kalt (Zillertal,
Tauern)
Rosa = fließen, rinnen –
Schweizer Namen
Glacier, Glacie, Gletscher = Eis
Vetus = alt – Vadret, Vedretta
Brae, Isbrae = Schneefeld –
norwegisch
Jökull
Metamorphose vom Schnee zum Gletschereis
Metamorphosen
·Konstruktive und Destruktive – aufbauend - abbauend
·Mechanische und Molekulare
·Trockene und Feuchte
Wirkung der Metamorphose
·Umbau der Kristalle zu Körnern
·Vergrößern der Körner
·Erhöhung der Dichte
Zwei Vorgänge sind dabei laufend
·Setzung (bis zu einer Dichte von 0,55)
·Sinterung (Dichte > 0,55 – Körner verändern Ihre Form)
TROCKENE METAMORPHOSE
-im innere Grönland und Alaska wo es kein Wasser gibt
·Alle Vorgänge laufen unter dem Druckschmelzpunkt ab
·Es gibt nur festen und gasförmigen Zustand des Wassers
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Bsp: Monte Rosa auf über
4500meter – Bohrung, temp von minus 13 Grad
FEUCHTE METAMRPHOSE
·kommt beim Temperierten Gletschertyp vor – Temp. Ist durchgehend
0 Grad
·Es gibt auch flüssiges Wasser
·Großteil der Metamorphose läuft über Rekristallisation ab
(schmelzen, wiedergefrieren)
·Die Metamorphose läuft sehr schnell ab – (15-20 Jahre)
·Tiefe – ca. 20 bis max 35 Meter vom Firn
Bei vollständiger Durchtränkung
des Firns mit Schmelzwaser staut sich dieses am Gletschereis und bilde die sog.
Wassertafel. (bis zu 4m dick in den Alpen, Porosität von 15%)
In der Nähe der Altschneelinie
oder Firngrenze kommt es teilweise zum anfrieren des Sickerwassers an der
Oberfläche des Gletschereises. Es entsteht aufgefrorenes Eis (Superimposed Ice
– SII). Dieses hat keine Kornstruktur, es ist säulig / stängelig.
Die Dicke des SII ist abhängig
vom Kältereservoir des darunter liegenden Gletschereises.
Ablauf:
30.Sep 30.Nov
-4
Grad
Gletschereis
0 Grad
-1 Grad
0 Grad
31.März 31.Mai
-8
-6
-5
-4
-3
-2
-1
0 Grad
0°
0°
0°
-4
-3
-2
-1
0 Grad
30. Juni 30.Juli
0 Grad
0 Grad
Längsprofil am 31. Aug
Das SII ist in den Alpen ca.
10-20cm dick, in der Arktis bis zu 80cm
Die Schneegrenze wurde in der
alten Literatur für GRÖNLAND viel zu Hoch angesetzt weil die Breite Zone des
SII nicht als solche erkannt wurde. Und weil die Schneegrenze mit der Firnlinie
gleich gesetzt wurde.
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-vergleichbar mit Holzmaserung
Man sieht sie nur am Ende von
NEGATIVEN Haushaltsjahren
Schneegrenzbegriffe
Die Grenze zw. Nähr und
Zehrgebiet ist die Schneegrenze
1969 wurden die Begriffe fix
festgelegt
1)temporäre
Schneelinie (transient snowline)
Trennt allgemein die Schneebedeckte von der Schneefreien Fläche.
Bewegt sich
bei Neuschnee ruckartig nach unten (horizontal), im Frühjahr langsam nach oben
(aber NICHT horizontal - Firnfleckenlandschaft)
2)Altschneelinie
ASL (firn line)
Ist die maximale Höhe der temporären Schneelinie am Ende des natürlichen
Haushaltsjahres (Ende = Tag vor dem 1. Neuschneefall im Herbst)
Begriff gilt nur für Gletscher
In NEGATIVEN Haushaltsjahren liegt die ASL oberhalb der Firngrenze und ist mit
der Gleichgewichtslinie identisch.
3)„Niveau
365“
ASL in der Umgebung des Gletschers
Liegt wesentlich höher als die ASL – kleine Flecken in der Höhe
4)Firngrenze
(firn edge)
Ist die Grenze zwischen Eis und Firn.
Im positiven Haushaltsjahr ist sie nicht sichtbar, weil sie vom Altschnee
verdeckt ist.
5)Gleichgewichtsline
GWL (Equilibrium Line)
Die Linie mit ausgeglichener Bilanz im EINZELJAHR, und trennt die Akkumulations
von der Ablationszone.
Sie verläuft nicht horizontal sonder hängt von der Oberflächengestalt, Umgebung
und Exposition des Gletschers ab
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7)Die
klimatische Schneegrenze
Ein theoretischer Begriff
Gemeint ist die Höhe der Schneegrenze die nur vom Klima und nicht vom Gelände
abhängig ist.
Das wäre eine Ebene – widersinnig...
Nachteile der klimatischen SG
* Es gibt keinen Gletscher der nicht orographisch beeinflusst ist
* Sie ist im Gelände nicht sichtbar
* Uneinheitliche Definitionen
Vorteile
* Alteingebürgerter Begriff
* als theoretischer Vergleichswert nötig
* Übereinstimmung bezüglich Sinn und Zweck
8)Die
regionale Schneegrenze
Ist der Durchschnitt der Höhe der Schneegrenze von allen Gletschern einer
Gebirgsgruppe bzw.
Gebietes
Vorteile:
* Abweichende Einzelgletscher werden herausgefiltert
* Möglichkeit der großräumigen globalen Vergleiche
* Kartografische Darstellung mittels Isochionen
Die regionale Schneegrenze muss etwas unter der klimatischen liegen, weil sich
Gletscher bevorzugt in günstigen Lagen bilden (Mulden, Nordexposition)
9)Orographische
Schneegrenze
Sie ist die reale Schneegrenze von Gletschern mit bes. starker Abweichung von
der regionalen SG. (Bsp. Bogeneikees, Eiskargletscher, Platteiferner)
Wichtig ist folgendes noch
In negativen Haushaltsjahren
liegt die GWL gleich mit der Altschneelinie
In positiven Haushaltsjahren
liegt die GWL unter dem SSI – das heißt weiter weg von der ASL
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2)indirekte
Methode
Benötigt wird einer
topographischen Karte und ein digitales Höhenmodell.
Voraussetzungen: Der Gletscher
muss mit dem Klima der letzten Jahrzehnte im Gleichgewicht sein.
a)nach
Herbert Louis
Höhe der SG = (Hmax/Hmin) / 2
rasch – aber ungenau, eine Überprüfung an Gletschern der Silvrettagruppe ergab
zu hohe Werte!
b)Methode
von Höfer
SG = Mittel zwischen tiefstem Punkt des Gletschers und der mittlerer Höhe der
Firnfeldumrahmung
Firnfeldumrahmung = Rand des Gletschers im Nährgebiet.
Die Methode ist nicht sinnhafte, da Beginn und Ende der Firnfeldumrahmung nicht
genau bekannt sind.
c)Methode
von Hess
Im Nährgebiet laufen die Isohypsen Konkav auf dem Gletscher und gehen ohne
Knick in die Umgebung über
Im Zehrgebiet verlaufen sie Konvex und gehen mit scharfem Knick in die Umgebung
über (Konvex, buckel hat die Hex)
Die SG liegt im Übergangsbereich
Problem – die Isohypse wird auch vom Untergrund bestimmt – z.b. besonders bei
der Pasterze (hier stimmt Hess gar nicht)
d)Lichtenecker
Die SG ist dort wo Ober und Seitenmoräne beginnen.
Schutt wird weiter oben zugeschneit und verschwindet im Eis.
PROBLEME:
* Funktioniert nicht bei Gletschern ohne Moränen (Norwegen – Plateau GL)
* Die Schneegrenzenhöhe ist ein Mindestwert, sie könnte höher liegen.
Die SG Höhe gilt nur für die Stelle an denen die Moräne beginnt.