D-HÜ
Wernher der Gartenaere – Meier
Helmbrecht
1) Inhaltsangabe:
Der Bauernsohn Helmbrecht
bekommt von seiner Mutter und seiner Schwester alles Mögliche um das Aussehen
eines Ritters zu erlangen. Von seinem Vater bekommt er nach mehrmaligen Ersuchen
doch zu bleiben, um somit der Standesordnung treu zu bleiben, ein Reitpferd
geschenkt. Als erfolgreicher Raubritter in der Zeit des Interregnums zieht er
durch Dörfer und plündert jeden Bauern grausam aus. Nach einigen Jahren wird
die ganze Raubbande verhaftet und alle bis auf Helmbrecht gehängt. Somit
erfüllt sich Meier Helmbrechts Vorhersagen und Alpträume, den sein Sohn wird
verkrüppelt und von Bauern gehängt.
2)Verhältnis
zwischen Mutter/Schwester und Helmbrecht:
Mutter und Schwester lieben
Helmbrecht sehr und deswegen bekommt er die best mögliche Unterstützung um sein
ersehntes Ziel zu erreichen.
„Ferner schenkte die
Schwester dem Bruder, damit er rechte Ehre einlegen konnte, feines weißes
Linnen, wie niemand besseres besitzt. Es war derart fein gesponnen, dass gut
sieben Weber aus dem Webstuhl davongelaufen waren, bevor dies Linnen fertig
gewebt war.“ (V.:41 oder 131-138)
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„Auch schenkte ihm die
Mutter eine prachtvolle Sackleinewand, wie sie in der Qualität noch nie mit der
Schere von einem Schneider zugeschnitten worden war, und einen Unterpelz aus
dem Fell von jenem Getier, das auf dem Felde Gras frisst: Weißeres gab es im
ganzen Lande nicht.“ ( V.:139-146)
Die Mutter schenkte ihm das
Beste und Teuerste, dass es zu der Zeit gab. Helmbrecht bekommt für seine
Ritterausstattung noch einiges mehr an kostbaren Geschenken, die seiner Familie
sehr viel Arbeit kosten.
Doch Helmbrecht braucht noch
mehr, denn er will der perfekte Ritter sein. Er überzeugt seine Mutter ihm noch
einen Kittelrock zu nähen. Dazu opfert sie ihr letztes Stück Stoff, dass sie
lange versteckt hielt. Alles hart Erarbeitete wird für Helmbrechts Wunsch aufgeopfert.
(V.:155-174)
3)Verhältnis
zwischen Vater und Helmbrecht:
Der Vater ist ein stolzer,
zufriedener Bauer, der die Standesordnung akzeptiert und diese auch halten
möchte.
„Ich bin verlässlich,
aufrichtig und gebe keine verkehrten Ratschläge. Außerdem zahle ich jedes Jahr
meine Steuern, wie es sich gehört; ich bin mein ganzes Leben lang gegen
niemanden feindselig und auf keinen neidisch gewesen.“
Helmbrecht dagegen hasst die
Bauernarbeit und möchte endlich ein Adeliger werden.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Ja, Gott soll mich strafen, wenn ich dir jemals wieder die Ochsen ins
Joch spannen und für dich Hafer aussäen würde.“
Sein Vater versucht ihn von
diesem Vorhaben abzubringen, doch Helmbrecht widersetzt sich seinen Worten
mehrmals sehr respektlos. (V.: 242-258, 279-298, 439-470)
Er bekommt sogar das
Versprechen, dass er den Bauernhof erben darf (V.: 249-252) und dass er
wahrscheinlich die Tochter eines reichen Pächters heiraten darf. (V.:280-283)
Dazu kommt noch, dass sein
Vater ihm sogar Unterwürfigkeit anbietet, in dem er die schwerere Arbeit übernehmen
würde. (V.: 247-249)
Meier Helmbrecht will nur
das Beste für seinen Sohn, er geht sogar so weit, dass er ihn vor
Ungehorsamkeit warnt. (V.: 229-336)
Mit seinem erwünschten
Pferd, entlässt ihn nun sein Vater, der ihn aber noch liebt und keine Abneigung
zeigt, denn Helmbrecht besucht seine Familie nach einiger Zeit und wird
glücklich aufgenommen. Das beste Abendmahl bekommt er serviert, es wird nicht
an Nahrung gespart. Bei der Begrüßung wollte sein Vater ihn nicht
wiedererkennen, denn er wollte die Muttersprache von Helmbrecht hören. (V.:
750-809)
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4)
Beschreibe die Szene bei der ersten Heimkehr (V.:750-898)!
Beginnend bei der Begrüßung,
möchte Meier Helmbrecht vom fremden Mann wissen, ob dieser, sein Sohn
Helmbrecht ist. Er möchte in seiner Sprache angesprochen werden, weil er ihm diese
beigebracht hat. Außerdem sagt er ihm, dass seine Eltern es verdienen seinen
Namen in seiner Muttersprache zu hören. Außerdem bietet der Bauer ihm wieder
Unterwürfigkeit an, in dem er vorschlägt das Pferd von ihm persönlich waschen
zu lassen. Auf Helmbrechts beleidigende Ablehnung das Pferd nicht zu berühren,
verspricht ihm der Vater bei Wiedererkennung und trotz Geldmangel, ein
gekochtes und gebratenes Huhn beim Abendmahl.
Nach einiger Überlegungszeit
stellt sich Helmbrecht vor und wird großartig aufgenommen. Helmbrecht lässt
aber zeigen, dass sein Besuchsgrund nicht die Familie ist, sondern die Suche
nach einem Schlafplatz. (V.: 800-801)
Bei der Namennennung wollte
Meier Helmbrecht es genau hören, damit er sich sicher sein konnte, dass Helmbrecht
seinen Familiennamen respektiert.
Von seiner Schwester werden
ihm Decke und Kissen geholt, damit er bequem auf der Ofenbank auf das Festessen
warten kann. Beim Essen wurde ihm ein köstlicher Gang nach dem anderen serviert
und statt Wein gab es allerbestes Quellwasser zum Trinken. Die Familie gibt
sich größte Mühe Helmbrecht willkommen zu heißen, denn sie wünschen ihn wieder
nach Hause.
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5)
Interpretiere!
Den Einfall, ein Raubritter
zu werden, bekam Helmbrecht beim Bekommen der wertvollen Kappe. Einem Bauern
war nicht mehr als ein Lappen für die Kopfbedeckung erlaubt, doch Helmbrecht fand
die adelige Kappe viel schöner. Obwohl einem Bauern nur kurz geschorenes Haar
zustand, gefielen ihm seine langen Haare. Seinem Vater erklärte er, er habe
genug von dem Bauernessen, er will statt Wasser, Grütze und Hafer nur mehr
Wein, Brathuhn und helles Brot zu sich nehmen. (V.: 471-479)
Der Unterschied zwischen dem
„alten“ und dem „jungen“ Helmbrecht macht die Zeit aus in der sie leben,
beziehungsweise lebten. Der Vater kennt den Ritter noch als einen ehrenvollen,
gesetztreuen und gesitteten Mann, die hilfsbereit waren und die schwachen Leute
beschützten. Zu seiner Zeit gab es noch einen König der sich um Ordnung und
System unter den Rittern sorgte. Meier Helmbrecht wusste wie wichtig die Ordo
war und schätzte sie. Später während des Interregnums herrschte Uneinigkeit und
man konnte sich nicht um die Ritter kümmern. So kam es, dass aus ehrlichen
Rittern Raubritter wurden. Helmbrecht steht für den Raubritter seiner Zeit, er
besaß auch schon das Gedankengut eines Raubritters, als er sagte, dass er schon
längst die Bauern bei den Haaren durch die Hecken geschliffen hätte sollen. (V.:
368-374)
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Die Anklagegründe für
Helmbrecht und seine Freunde sind Mord, Raub und Zerstörung. Helmbrecht durfte
wegen dem Vorrecht weiter leben.
Doch statt dem Galgentod
wurde Helmbrecht verkrüppelt und erblindet, weil er seine Eltern nicht
respektierte, wie es in einem der zehn Geboten steht.
Wernher der Gärtner stellt
den Erzähler und Beurteiler da. Er verfolgt den Zweck, Kindern klar zu machen,
dass Eltern durch ihre Lebenserfahrung alles besser wissen und daher sollte man
ihre Wörter respektieren und ehren. Sein letzter Absatz ist eine Warnung für
Kinder, die ihren Eltern nicht gehorsam sind. Denn solche Kinder werden wie
Helmbrecht enden. (V.: 1914-1934)
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