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Weltkriege, Nationalismus, Faschismus .doc

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Human Science
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University, School
BG/BRG Knittelfeld
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2005
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Erster Weltkrieg

Die Wurzeln des Ersten Weltkrieges sind vielfach. Da waren die „alten“ Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich, die sich zur „Entente cordiale“ zusammenschlossen, um dem mit gewaltiger ökonomischer und militärischer Kraft nach Machtpositionen strebenden deutschen Kaiserreich zu begegnen.

Dieses Deutschland war den „Dreibund“ mit Italien und Österreich-Ungarn eingegangen und drängte über den Balkan in den Nahen Osten. Frankreich hatte die Niederlage von 1870/71 und den Verlust von Elsass-Lothringen noch nicht verkraftet und hoffte auf „Revanche“.

Seit es 1892 ein Militärbündnis mit Russland geschlossen hatte, sah sich Deutschland der ständigen Drohung eines Zweifrontenkrieges gegenüber. Zugleich war Russland Österreichs Rivale auf dem Balkan.

Erzherzog und Thronfolger Franz Ferdinand war für die Einführung des allgemeinen Wahlrechts auch in Ungarn, wodurch die Nicht-Ungarn mehr Einfluss im Land gehabt hätten. Eine Gleichberechtigung der Südslawen in der Monarchie wäre für die Ziele der Nationalisten in Serbien, die ihren Staat bis an die Adria ausdehnen wollten, eine Gefahr gewesen.

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Dennoch lenkte Serbien ein und wollte fast alle Forderungen erfüllen, doch am 28.Juli erklärte Wien Serbien den Krieg. Aufgrund der Bündnisverträge begann nun die Mobilmachung in Russland, Deutschland und Frankreich. Am 1.August erklärte das Deutsche Reich Russland den Krieg, am 3.August Frankreich.

Großbritannien trat ebenfalls an der Seite Frankreichs und Russlands in den Krieg ein. Die „Mittelmächte“ Deutschland und Österreich-Ungarn fanden nur in Bulgarien und im Osmanischen Reich Verbündete. Italien blieb trotz des „Dreibunds“ vorerst neutral, wechselte dann aber, weil die Entente ihm große Gebietsgewinne zusicherte, auf die andere Seite. 1917 traten die Vereinigten Staaten als Antwort auf den deutschen U-Boot Krieg gegen Handelsschiffe, die England belieferten, in den Krieg ein.

Am Beginn des Krieges hatte niemand eine Vorstellung von den entsetzlichen Folgen der durch die industrielle Revolution ermöglichten Kriegstechnik.

Im Westen waren die Fronten bald erstarrt, nachdem der deutsche Vorstoß über Belgien gegen Paris in den Schlachten an der Marne stecken geblieben war. Im jahrelangen Stellungskrieg wurde in den Kämpfen um Festungen wie Verdun furchtbarer Blutzoll entrichtet. Im Jahr 1918 scheiterten fünf deutsche Offensiven an dem durch amerikanischen Nachschub überlegenen alliierten Widerstand.

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Kaiser Karl (er war nach dem Tod Franz Josephs Kaiser) versuchte Kontakt mit der Entente aufzunehmen um einen Sonderfrieden zu schließen. Der Versuch blieb erfolglos und führte zu Verstimmungen mit Deutschland. Als die völlige militärische Niederlage nicht mehr abzuwenden war, boten Deutschland und Österreich-Ungarn der Entente Waffenstillstand an.

Im November 1918 wurde Frieden geschlossen.

Bei dem so leichtfertig angefangenen Krieg starben 10 Millionen Menschen und 20 Millionen wurden verletzt. Die Zerstörung in den Kriegsgebieten war unermesslich und vier Herrscher großer Reiche (Deutschland, Russland, Österreich-Ungarn und Osmanisches Reich) mussten Republiken weichen. Außerdem zerfiel die große Donaumonarchie in viele autonome Staaten.

Im Vertrag von Versailles wurde die Neuaufteilung Europas.

Zwischenkriegszeit

Als Ergebnis der Brüche und Zusammenbrüche (Erster Weltkrieg, Revolution in Russland,...) sind zwei Siege in der Emanzipation großer Bevölkerungsgruppen hervorzuheben: die politische Emanzipation der Arbeiterschaft kam nun endgültig zum Durchbruch, und die Emanzipation der Frauen machte Fortschritte.

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Amerika war für viele Menschen in Europa überhaupt Vorbild und Traumland.

In Deutschland gab es eine innere Zerrissenheit, es gab Umsturzversuche von rechts und links. 1920 wollten Freikorps durch einen Putsch die Monarchie wieder einführen - ein Generalstreik rettete die Republik. 1923 versuchte der Österreicher Adolf Hitler in Bayern mit seiner rechtsradikalen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) den Sturz der Regierung; der Versuch endete erfolglos.

Zur Destabilisierung insbesondere der besiegten Staaten trug die Inflation bei. Die schwerste Inflation erlebte Deutschland, da das Vertrauen in die deutsche Währung sank.

Der Erste Weltkrieg verschob die Gewichte in der Weltwirtschaft. Die europäischen Industriestaaten verloren dort einen Gutteil ihrer Position. Beherrschend wurden jetzt die Vereinigten Staaten als Hauptgläubigerland für ganz Europa.

Am „Schwarzen Freitag“ der New Yorker Börse am 25.Oktober 1929 fielen die Aktienkurse ins Bodenlose und lösten damit die große Weltwirtschaftskrise aus. In vielen Ländern brach die Industrieproduktion zusammen und Millionen Menschen wurden arbeitslos.

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Faschismus

Nach dem Ersten Weltkrieg begann eine neue politische Bewegung immer stärker in Erscheinung zu treten, die schließlich durch ihre grundsätzliche Ablehnung der Demokratie ihre aggressive Machtpolitik zum Zweiten Weltkrieg führte: der Faschismus.

Der Begriff trat erstmals auf als Mussolini in Italien eine Partei gründete und 1922 die Macht übernahm. Als Faschisten wurden aber auch die Anhänger rechtsradikaler nationalistischer Bewegungen bezeichnet, die in der Zwischenkriegszeit in ganz Europa entstanden waren. Seine radikalste Ausformung erreichte der Faschismus in Deutschland in der Form des Nationalsozialismus.

Zuerst kann man die Vorstellungen der Faschisten als „Gegenideologie“ bezeichnen. Sind sie doch hauptsächlich dadurch gekennzeichnet wogegen sie sind: gegen den Sozialismus und Kommunismus, gegen den Liberalismus, gegen die parlamentarische Demokratie usw. Weiters lässt sich die faschistische Ideologie mit den Begriffen Nationalismus und Rassismus, Führerprinzip und Militarismus beschreiben.

In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts wurde der Nationalsozialismus durch die Rassenlehre ausgeweitet. Ein Volk wurde nicht als etwas historisch Gewordenes gesehen, sondern als „Rasse“. Damit verbunden war die Vorstellung von der Ungleichheit der „Rassen“ und Menschen.

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