Demografie: Die
Wissenschaft der menschlichen Bevölkerung. Sie untersucht vor allem die Größe,
Zusammensetzung nach Altersgruppen und Geschlecht und die Veränderungen
aufgrund von Geburt und Tod.
Demografischer Übergang: In
vormodernen Gesellschaften sind sowohl die Geburts- als auch die
Mortalitätsraten hoch, die Bevölkerungszahl ist ziemlich stabil. Die Verbesserung
der medizinischen Kenntnisse und der hygienischen Verhältnisse hat im
Übergangsstadium eine Abnahme der Sterblichkeit zur Folge, während die
Fertilität unverändert hoch bleibt: Die Bevölkerung wächst stark. Im dritten
Stadium gehen die Geburtenraten als Nebenfolge der industriellen Entwicklung
zurück, wodurch die Bevölkerungszahl wieder stabil wird.
Fortpflanzungsfähigkeit:
die Maßzahl der zwischen Ländern und Kulturen unterschiedlich hohen, potenziell
möglichen Zahl der Geburten einer Frau; sie hängt u.a. davon ab, in welchem Alter
Frauen die Pubertät bzw. die Menopause erreichen.
Gini- Koeffizient: der
nach dem italienischen Statistiker Corrado Gini benannte Koeffizient (Index)
ist ein statistisches Maß für die Ungleichverteilung von Einkommen (Vermögen).
Er kann Werte zwischen 0 und 1 annehmen, wobei 0 bedeutet, dass alle Individuen
dasselbe Einkommen haben und 1 bedeuten würde, dass eine Person alles Einkommen
und alle anderen keine Einkommen aufweisen. Daher liegen die empirischen Werte
des Gini- Koeffizient für Einkommensungleichheit zwischen 0,25 (Dänemark) und
0,71 (Namibia).
Gesamtfertilitätsrate: Die
durchschnittliche tatsächliche Zahl der Lebendgeburten pro Frau eines
bestimmten Landes.
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Kolonialismus: Der
Prozess, durch den sich westliche Nationen zu den Herrschern von Teilen der
Welt aufschwangen, die von ihren angestammten Territorien weit entfernt waren.
Lebenserwartung: die Zahl
der Jahre, die eine durchschnittliche Person erwarten kann zu leben.
Lebensspanne: Das aus
biologischen Gründen maximal von einer Person erreichbare Lebensalter.
Malthusianismus: Die
zuerst von Thomas Malthus formulierte Vorstellung, dass die Bevölkerung rascher
als die zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel wächst.
Markorientierte Theorien:
Theorien über das wirtschaftliche Wachstum, die annehmen, das die günstigsten
wirtschaftlichen Bedingungen erreicht werden, wenn Individuen frei sind, ihre
eigenen wirtschaftlichen Entscheidungen ohne staatliche Begrenzungen zu
treffen.
Neoliberalismus: die
Überzeugung, dass die besten wirtschaftlichen Ergebnisse erreicht werden
können, wenn sich der freie Markt ohne jede staatliche Beschränkung entfaltet.
Rohe Geburtenrate:
Statistische Maßzahl der lebend geborenen Kinder pro Jahr auf 1.000 Einwohnern
eines Landes.
Rohe Sterberate:
Statistische Maßzahl der Todesfälle pro Jahr pro 1.000 Einwohnern eines Landes.
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Staatszentrierte Theorie:
Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, die betonnt, dass angemessene
staatliche Maßnahmen die wirtschaftliche Entwicklung nicht behindern, sonder
fördern können.
Weltsystemtheorie: Von
Immanuel Wallerstein entwickelte Theorie, die betont, dass das weltweite
kapitalistische Wirtschaftssystem nicht nur eine Ansammlung von unabhängiger
Staaten ist, sondern als eine einzige Einheit verstanden werden sollte, die auf
der Ausweitung der kapitalistischen Weltwirtschaft beruht.
Zentrum-Peripherie:In
Dependenztheorien und der Weltsystemtheoriebenutzte Kennzeichnung der
verschiedenen wirtschaftlichen Zonen: Das „Zentrum“ wird von den höchst
entwickelten kapitalistischen Ländern gebildet. Die „Peripherie“ besteht aus
agrarischen Ländern mit niedrigem Einkommen, die von den Zentrum-Ländern
ausgebaut werden. Die „Semi-Peripherie“ steht zum Teil unter der Kontrolle des
Zentrums, ist aber in der Lage, die Peripherie auszubeuten.
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