Heinrich-Heine-Uni­versität Düsseldorf Seminar: Einführung in die Ethik Modul: BPM Praktische Philosophie I Wintersemester 2008/09 Dozent: Univ.-Prof. Dr. Dieter Birnbacher Anna Kirsch Bet
Physikalismus/Materialismus
(20.
Jahrhundert): die Welt ist ausschließlich physikalisch.
Beispiel von Frank
Jackson: Mary-Experiment (1986)
What Mary Didn't kow?
Gedankenexperiment
Es gibt eine
Superwissenschaftlerin namens Mary. Sie ist spezialisiert auf Farben, sie weiß
alles über sie. Sie ist aber farbenblind (lebt in einem schwarz-weißen Raum).
Sie hat ihre Bildung aus dem Fernsehen, Büchern, usw.
Sie lernt alle
physikalischen Fakten, welche mit dem Sehen von Farben zu tun haben. Jackson
behauptet, wenn sie tatsächlich Farben sehen würde, würde sie trotzdem noch etwas
dazulernen. Nämlich wie es ist, die Farben zu sehen und wie es sich anfühlt,
Farben zu sehen. Bis jetzt fehlte ihr die Empfindung beim Sehen von Farben.
Jackson behauptet, Physikalismus muss bezweifelt werden, da Mary etwas
dazulernen würde, das im Physikalismus nicht erfasst werden kann.
Gegner von
Jackson behaupten, dass sie eigentlich das Gleiche weiß, aber nur auf eine
andere Art und Weise. Das Faktenwissen wird nicht erweitert.
Russell beschreibt ein
Beispiel, indem die Lichtwellen die Ursache für die Lichtempfindung sind. Wenn
keine Empfindung vorhanden ist, werden auch die Wellen nicht empfunden.
Russell unterscheidet
zwischen dem wirklichen Raum und dem Erfahrungsraum.
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Russell schließt dann daraus,
dass die Beziehungen der einzelnen Sinnesdaten gleich sein müssen, wie die
Beziehungen der Gegenstände zueinander. Wir können nur zu Beziehungen der
Gegenstände etwas sagen, weil wir über die Beziehungen der Sinnesdaten urteilen
können.
Sinnesdaten befinden sich nicht im physikalischen Raum sondern im
Erfahrungsraum. Die Abfolge zwischen den Gegenständen entspricht der Abfolge
der Sinnesdaten.
Russell bezeichnet Beziehungen
oder Relationen als Universalien. Diese Beziehungen haben einen eigenen
Status neben den Subjekten oder Substanzen. Diese Beziehungen können verglichen
werden und weisen auch gewisse Ähnlichkeiten auf.
Als eine Methode, das Wesen
von Gegenständen festzustellen, könnte man die äußeren Bedingungen von zwei
Wahrnehmungserlebnissen vergleichen. Dadurch entsteht eine Beziehung von
Gegenständen - Medien – Sinnesdaten
John Locke
(1632-1704)
Locke macht eine Unterscheidung
zwischen primären Qualitäten und sekundären Qualitäten:
Locke schreibt auch die
sekundären Qualitäten den Gegenständen zu. Sie sind Kräfte von den primären
Qualitäten. Diese Kräfte rufen bei uns die Wahrnehmung aus und müssen
wahrgenommen werden (-> vgl. Russell Sinnesdaten).
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Kapitel: Der Idealismus
Idealismus
Berkeley:
Sinnesdaten existieren nicht unabhängig von unserer Wahrnehmung. Russell
rechnet das Berkeley positiv an.
Berkeley sagt auch, dass Dinge weiter
existieren, wenn wir sie nicht wahrnehmen. Weil Gott sie weiterhin wahrnimmt.
Hauptkritik von Russell:
Berkeley unterscheidet nicht zwischen Vorstellungsakt und Vorstellungsinhalt.
Das sind aber für Russell aber wesentliche Unterschiede.
Wir können nicht etwas
wissen, wenn wir es nicht zugleich kennen. Die Frage nach Materie wird dann
bedeutungslos. Es gibt daher neben praktischen auch theoretische Interessen.
Der Gehalt ist anders.
Berkeley behauptet, dass es nicht stimmt, dass wir etwas
nicht wissen können, wenn wir es nicht kennen. Aus dem Englischen ergeben sich
zwei verschiedene Arten von Wissen:
-Das
Wissen als das Gegenteil vom Irrtum. "..es ist wahr, dass ..."
Betrifft vor allem Meinungen, Überzeugungen oder Urteile.
Es gibt nur einen Fall,
das heißt es ist entweder wahr oder es ist falsch. Dieses Wissen entspricht dem
propositionalen Wissen.
-Ein
anderes Wissen ist das Kennen von Dingen. "..Bescheid wissen über...
".. ich kenne.." Dieses Wissen entspricht der Kenntnis über Dinge.
Das Wissen lässt durch
Beschreibung auf die Existenz von anderen Gegenständen schließen (großteils
übermitteltes Wissen).
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Wobei ich fand, dass das Buch von
Bertrand Russell vor allem im ersten Kaptitel anschaulicher geschrieben und
sehr einfach und logisch geschrieben ist. Später tauchten für mich einige nicht
eindeutige und für mich zum Teil unverständliche Sätze auf. Nagel fand ich
insgesamt leichter zu lesen und auch bei den weiteren Kaptiteln verständlicher.
Verwendete Literatur
Nagel, T. (1990): Was
bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie. Stuttgart: Reclam.
Russell, B. (1967): Probleme
der Philosophie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.