Die Historische Dimension der deutschen Sprache unter der Leitung von Dr.phil.Mag. Erika Windberger-Heidenk­ummer WS 08/09 Proseminar-Arbeit eingereicht von Graz, 2009 Inhal
Literarische Wertung zu -Charly Traktor- I. Vorwort: Warum habe ich mir das Werk -Charly Traktor- von Michael Scharang ausgesucht? Ich muss gestehen, dass ich eine Weile wahllos durch die Bibliothek
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Textanalyse und -interpretation am Bspl. Heiratsannouncen 1. Vorwort Thema meiner Arbeit sind Heiratsannoncen. Anhand verschiedener Anzeigen, sollen eventuelle Gesetzmäßigkeiten aufgezeigt werden
In dieser Arbeit wird versucht, das
Lied si wunder wol gemachet wîp (Lachmann / Kuhn 53,25) zu analysieren. Der
Darstellung der Überlieferungssituation und der Unterschiede zwischen den
Handschriften folgt ein Vergleich der Editionen von Lachmann / Kuhn, Lachmann /
Cormeau, Kasten und Schweikle.
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Fortgeführt wird die Arbeit mit der weiteren Analyse des
Liedes anhand von stilistischen und rhetorischen Kriterien. Nach dem Versuch
der Gattungszuordnung folgt die eigentliche Interpretation und schließt mit
einer Zusammenfassung der vorgestellten Inhalte ab.
Die Literatur wird nur eingangs mit
vollem Titel zitiert, danach folgen Kurztitel. Zitate aus dem Lied werden mit
der Lachmann-Nummer angegeben.
Das Minnelied Walthers von der
Vogelweide ist in den Handschriften A, C, D und N überliefert worden. Die
Kleine Heidelberger Liederhandschrift A ist ca. 1300 im Elsass entstanden und C,
die Große Heidelberger (Manessische) Liederhandschrift ist ebenfalls um 1300 in
Zürich verfasst worden.
Zur Handschrift N ist folgendes relevant:
„Die 1975 vom
Herausgeber aufgefundene Handschrift n hat ursprünglich zusammen mit dem
einzigen überlieferten Text von »Alpharts Tod« und einer Fassung des »Wilhelm
von Österreich« von Johann von Würzburg mit anderen, verlorenen Teilen eine
Sammelhandschrift gebildet.
Als Schreiber nennt sich ein Johannes Lang, er
datiert die Fertigstellung der Handschrift auf Palmsamstag 1449. Das Auftreten
einer heldenepischen Sammelhandschrift im südhessischen Raum um die Mitte des
15. Jahrhunderts setzt einen neuen Akzent.“[1]
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Es weist den gleichen Strophenbestand (I-V) auf, zwischen
den Handschriften gibt es jedoch Unterschiede in der Strophenreihung.
Die erste
Strophe ist in allen vier Handschriften gleich. Bereits bei der zweiten Strophe
gibt es einen Unterschied in A. Ab der dritten Strophe sind dann mehrere
Abweichungen feststellbar. Das Lied ist insgesamt in drei verschiedenen
Strophenfolgen überliefert. Die Handschriften D und N sind in der Reihung
identisch.
Hervorzuheben
ist, dass die beiden Fassungen D und N enger zusammen gehen, weil ihre
Strophenfolge als die schlüssigste gilt. Von ihr weicht die Reihung der
Handschrift C nur durch Umstellung der Endstrophe von D und N an 3. Stelle in C
ab. Wiederholt wird darauf aufmerksam gemacht, dass alle vier Fassungen mit
derselben Strophe beginnen und darüber hinaus die beiden Strophen 4 und 5 (nach
C: C189, 190) aufeinander folgen.[3]
Handschrift A
ist in fünf Verse gegliedert, die nicht fortlaufend nummeriert, jedoch durch
Absätze getrennt sind. Die Strophen sind markiert durch die Nummerierung 89-93
und am Beginn der nächsten Strophe ist der Anfangsbuchstabe des ersten Wortes
durch Großschreibung hervorgehoben (Initialen).
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Bemerkenswert ist darüber hinaus,
dass die „als anstößig empfundene“ Strophe N5 „erst von späterer Hand, Anfang
des 14. Jhdt. nachgetragen wurde.“[4]
Sowohl die
Edition von Lachmann / Cormeau als auch die Ausgabe von Lachmann / Kuhn folgen
im Hinblick auf die Strophenreihung der Handschriften D und N. Im Lied von
Schweikle gibt es eine Anordnung der Strophen laut der C-Handschrift. Zuletzt
orientiert sich in der Textfassung von Kasten die Strophenabfolge an die der
Handschriften D und N.
Aussage des
Liedes: Das Modell D, N, das als Grundlage gilt, nimmt an, dass es in
L53,25 inhaltlich in erster Linie um die Beschreibung und das Lob der Schönheit
einer Frau geht, also dass die laudativen Elemente im Vordergrund stehen. N und
D enden beide mit erotischen Elementen. Man kann von einem Überraschungseffekt
zum Schluss, einem Tabubruch sprechen. (Badszene)
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Durch die Anordnung der Strophe am Ende des Liedes wirkt das Lied
sehnsüchtiger und verträumter im Vergleich zum Schluss von Handschriften D und N.
C beginnt nach
der Einleitung das Haupt seiner Gepriesenen zu loben und geht in der dritten
Strophe auf ihre Gliedmaßen über. Nach der Badszene geht er dann ins Detail und
beschreibt ihre Wangen. Die Handschrift C endet wieder – wie in der Handschrift
A – mit dem Wunsch, einen Kuss von der Auserwählten zu erhalten.