Wahrscheinlichkeitsrechnung
im Glücksspiel
Spezialgebiet für
das Fach Mathematik
Wahrscheinlichkeitsrechnung
im Glücksspiel
Die
Gier nach dem großen Gewinn treibt immer mehr Leute zum Glücksspiel, sei es nun
im Casino, im Wettkaffee, an der Trafik für den Kauf von Lottoscheinen oder
neuerdings auch öfter ins Internetcasino. Alle wollen Geld gewinnen, doch
statistisch verliert jeder, denn jedes Casino oder Wettkaffee müsste auf lange
Sicht Konkurs gehen, wenn sie Geld verschenken würden. Darum müssen die
Glücksspiele so konzipiert sein, dass das Casino einen Gewinn macht und dies
ist nur mit Wissen über die Wahrscheinlichkeitsrechnung möglich.
Roulette:
Erklärung
& Spielablauf: Roulette
ist das am weitesten verbreitete Glücksspiel, welches in Casinos angeboten
wird. Es geht darum zu erraten, auf welchem Feld der Roulettescheibe die Kugel
liegen bleibt. Im klassischen Roulettespiel, dem französischen, gibt es 36
abwechselnd rote und schwarze Felder, die mit Zahlen von 1-36 nummeriert sind. Dazu
gibt es noch ein grünes, das 37te Feld, welches mit der Zahl 0 beschriftet ist.
Vor dem Drehen des Kessels (Cuvette) müssen die Spieler ihre Einsätze auf die
Zahlen oder Zahlengruppen setzen, wobei die Einsätze zwischen den von den Casinos
gewählten Minimal- und Maximaleinsätzen müssen. Gewinner sind jene, die die
Zahl oder Zahlengruppe richtig erraten haben.
Alle
Einsätze müssen deutlich auf einem Feld bzw. eindeutig auf einer Kante des
Tableaus liegen.
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Einfache
Chancen: Rot und Schwarz, gerade und ungerade,
1-18 und 19-36 (Auszahlung 1:1 d.h. bei einem
Einsatz von 100€ bekommt man 200€ausgezahlt)
Mehrfache
Chancen: z.B. eine Zahl (Plein) (Auszahlung 35:1) oder ein
Carre (4 Zahlen die sich am Tableau= Tisch
Berühren; Auszahlung 8:1)
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Tableau: Weiß umrahmt=einfache
Chance
Schwarz umrahmt= mehrfache Chance
Wenn
die Kugel auf Zero fällt: gewinnen
natürlich alle Einsätze auf der Zero und auch alle Zahlenkombinationen, die die
Null enthalten (z.B. Carre 0/1/2/3). Alle anderen mehrfachen Chancen verlieren.
Jedoch die einfachen Chancen werden von der Bank gesperrt, das heißt, dass sie
bei dem nächsten Kesseldreh auf demselben Feld liegen bleiben müssen. Gewinnt
dieses Feld (z.B. Rot) dann bekommt der Spieler seinen Einsatz zurück. Verliert
man jedoch, verliert man den gesamten Einsatz. Hier liegt auch der Hauptvorteil
des Casinos, weil sie bei diesem Fall sowohl die Hälfte der einfachen Chancen
gewinnt als auch den Gewinnern bei der Runde mit gesperrtem Einsatz nichts
zusätzlich auszahlen muss. Ebenso gewinnt das Casino viele andere mehrfache
Chancen (z.B. erstes Dutzend mit den Zahlen von 1-12).
Die
Kugel auf dem Zerofeld
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Der
Casinovorteil bei Roulette:
Der Casinovorteil oder auch Hausvorteil entsteht beim Roulette durch die Null
und durch die Auszahlung der übrigen Gewinne. Denn bei der Auszahlung aller
Gewinne, ob einfache oder mehrfache Chancen, wird die Zero nicht
berücksichtigt. Eine Wette auf eine einzelne Zahl wird im Verhältnis 35:1
ausgezahlt und nicht im Verhältnis 36:1, wie es aufgrund der möglichen Feldern
logisch wäre.
Bei
dem Wetten auf einfache Chancen (z.B. rot-schwarz) ist der Hausvorteil ein
wenig geringer, da man bei der Zero nicht automatisch verliert sondern der
Wettbetrag gesperrt wird. Dabei ergibt sich bei Wetten auf einfache Chancen
eine Ausschüttungsquote von:
100-1/37*1/2=98,65%.
Bei einer Wette mit mehrfacher Chance beträgt die Ausschüttungsquote:
100-1/37=97,30%.
Roulettesysteme: Genauso alt wie das
Roulettespiel ist die Suche nach dem perfekten Tippsystem, welches einen Gewinn
garantiert. Die zwei ältesten Varianten von Spielsystemen sind das Parolispiel
und das Martingalespiel.
Martingalespiel: Beim klassischen
Martingalespiel wird im Fall eines Verlustes der Einsatz verdoppelt. Das System
kann bei jeder einfachen Chance angewendet werden (rot-schwarz; gerade-ungerade
usw.).
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Bei
Anfangseinsatz von 5€ darf man maximal 10mal Spielen, denn 2560€=5€*2^9 und
dann hat man den Maximaleinsatz erreicht und darf noch einmal spielen mit einem
Einsatz von 2560€.
Daher ist P(man verliert ein Martingalespiel): (18,75/37)^10=0,112%
Folglich ist P(Gewinn bei einem Martingalespiel):
100-0,112%=99,888%
Klingt
nach einem beinahe todsicherem System, jedoch muss man berücksichtigen, dass
man bei einem Gewinn nur 5€ gewinnt, bei dem Verlieren
dieses Spiels 5120€ (Summe aller Einsätze: 5€+10€..+2560€=5120€)verliert. Somit
ergibt sich ein Erwartungswert von: 0,99888*(+5)+0,00112*(-5120)=-0,74€ pro
Martingalespiel.
Parolispiel: Beim Parolispiel wird der
Einsatz nicht nach einem Verlust, sondern nach einem Gewinn erhöht. Der Spieler
setzt sich vor Beginn des Spiels ein Ziel, zum Beispiel das Achtfache seines
Anfangseinsatzes. Dazu muss er 3 Spiele hintereinander gewinnen. Verliert er
ein Spiel, so muss er erneut seinen Anfangseinsatz setzen und das Paroli
beginnt von Neuem. Die Wahrscheinlichkeit, dass er eine Runde gewinnt beträgt
18,25/37. Somit beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass er 3 Runden hintereinander
gewinnt (18,25/37)³~12%.
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Es
gibt von beiden Spielsystemen mehrere Variationen, allerdings gilt es bereits
als bewiesen, dass ein dauerhafter Gewinn im Roulettespiel nicht möglich ist.
Grafiken wurden automatisiert entfernt Black Jack
Allgemeines:
Das Ziel
des Spiels ist es mit 2 oder mehr Karten näher an 21Punkten zu kommen, ohne
diesen Wert zu überschreiten. Hat man bei den ersten 2 Karten den Wert 21, so
hat man einen „Black Jack“.
Die
Punktewerte der Karten sind:
·
Zehn
Punkte für Bildkarten und die 10
·
Je nach
Wunsch 1 oder 11 Punkte für eine Ass
·
Für
Zahlenkarten gilt Punktezahl gleich der Augenzahl
Spielablauf:
Jeder
Spieler setzt vor Beginn des Spiels seinen Einsatz. Danach bekommt er vom
Croupier 2 Karten, die aufgedeckt auf dem Tisch liegen. Der Croupier bekommt
auch 2 Karten, jedoch wird bei ihm nur eine Karte aufgedeckt. Ein Spieler kann
solange eine neue Karte verlangen (Hit) bis er glaubt, seine Punkteanzahl sei
hoch genug, um gegen den Croupier zu gewinnen. Wenn er keine weitere Karte mehr
wünscht sagt der Spieler dies dem Croupier mit dem Wort „Stay“.
Haben
alle Spieler die gewünschte Anzahl an Karten, deckt der Croupier seine zweite
Karte auf. Hat er einen Punktewert von 17 oder mehr, so muss er stehen bleiben,
bei 16 oder weniger muss er ziehen. Ein Ass zählt bei dem Croupier stets
11Punkte, außer er würde den Wert 21 überschreiten.
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