Die meisten Lehrer sehen den Einsatz des Wachdienstes äußert
positiv. Die Schulleiterin der Röntgen-Oberschule in Neukölln, Marlis
Meinicke-Dietrich, sieht Handlungsbedarf und spricht sich für einen Einsatz von
Wachdienst aus, weil Neukölln ein bekannter sozialer Brennpunkt ist. Weiterhin
betont sie, dass die eingesetzten Wachleute nur zu präventiven Zwecken dienen. Klaus Hartung,
Schulleiter der Karl-Weise-Grundschule im Bezirk Neukölln befürwortet den
Einsatz ebenfalls, mahnt aber davor, dass der Einsatz nur Sinn macht, wenn die
Wachleute in den Schulalltag integriert sind, d.h. die Schüler müssen dem
Wachpersonal vertrauen, aber dennoch den gehörigen Respekt erweisen.
Gewerkschafterin und Lehrerin Renate Boese aus Essen verurteilt den Einsatz.
Ihrer Meinung nach brauchen Schulen auf Grund mangelnder gesellschaftlicher
Integration andere Hilfe als die durch den Wachschutz eingesetzte. So hält sie
ausgebildetes Personal wie Sozialarbeiter für essentiell, die sich in
besonderer Weise um die Schüler kümmern, so dass persönlicher Kontakt zu ihnen
hergestellt wird.
Der Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule, Georg Krapp, befürwortet den
Einsatz an seiner Schule, betont aber, dass seine Schule nicht der Schauplatz
von Gewalt ist, sondern die Umgebung, der soziale Brennpunkt Berlin-Neukölln.
Durch den Wachschutz sieht er dennoch einen besseren Schutz für die Schule, da
sie über keine funktionsfähige Schließanlage und Hausmeisterstelle verfügt. So
werden seiner Meinung nach Sachschäden, die in der Vergangenheit durch
schulfremde Personen verursacht wurden, vermindert.
3.2
Schüler
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durch die Wachmänner sicherer.
Schüler der Heinrich-Heine-Realschule finden den Einsatz als unnötig, da es
laut ihren Aussagen so gut wie gar keine gewalttätigen Aktionen an der Schule
vorkommen.
3.2
Politiker
Die
Mehrheit der sich mit dem Thema befassenden Politiker lehnt den Einsatz ab.
Berlins Innensenator Erhart Körting und Schulsenator Jürgen Zöllner sehen die
Wachleute als „paramilitärische Einheiten“.
Nichts desto trotz haben sie die Probleme in Neukölln erkannt, sehen
Handlungsbedarf, halten die Wachmänner aber für das verkehrte Mittel, um die
Probleme zu lösen.
Bezirksbürgermeister von Neukölln, Buschkowsky, unterstützt den Einsatz voll
und ganz, er hat ihn sogar in die Wege geleitet.
Zum
Schluss bleibt festzuhalten, dass die vielen unterschiedlichen Standpunkte und
Meinungen eine rege Diskussion nach Ablauf der Testphase mit sich bringen.
4.
Fazit
Zum
Schluss lässt sich sagen, dass die privaten Sicherheitsleute eingesetzt werden,
weil es eklatante Probleme in Berlin Neukölln und teilweise auch an den
dortigen Schulen gibt.
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vorschlagen. Meines Erachtens kann das Projekt Erfolge verzeichnen, wenn die
Wachmänner gut in den Schulalltag integriert werden, d.h. wenn die Schüler
ihnen Vertrauen können und ihnen trotzdem den nötigen Respekt entgegenbringen.
Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass der Wachschutz entsprechend geschult
sein muss, um Konflikte mit Kindern und Jugendlichen verbal zu lösen, obwohl
die Wachmänner nicht aktiv in Konflikte zwischen Schülern eingreifen sollen.
Denn das Image, welches private Wachmänner besitzen, ist nicht das Beste: Sie
haben den Ruf schnell Gewalt auszuüben und unfreundlich zu sein. Zeigen sie
dieses Verhalten in den Schulen, wird das Projekt zum Scheitern führen, da
solches Auftreten schnell zu Gegengewalt oder in Grundschulen zu großen
Ängstlichkeit und Einschüchterung der Schüler führen kann. Dies ist nicht der
Sinn des Projekts. Die Schüler sollen ein normales Schulleben leben und sich
frei entfalten können.
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