Basalt
Gefüge
Basalt ist ein Extrusivgestein (Vulkanit) mit einem blasig,
porösen Gefüge, welche durch das Entgasen entstand.
- Aufgrund der schnellen Abkühlung ist der
Kristallisationsgrad von Basalt sehr gering und kann auch amorph (hyalin)
sein, wie bei der Oberfläche von Kissenlava
- Die Korngröße (absolute Größe der Gemengteile) ist
kryptokristallin also nicht mehr mit der Lupe sichtbar, weil die Kristalle
sehr wenig Zeit hatten zu wachsen.
- Das Korngrößenverhältnis (relative Korngrößenverteilung)
ist ungleichkörnig mit Einsprenglingen in dichter, feiner Grundmasse.
- Die Kornform (Gestalt der Gemengteile) ist eingestaltig
mit vielen Einsprenglingen (idimorph), was für einen Vulkaniten spricht.
- Die Kornbindung (Kornverband) ist bei Basalt sperrig, es
gibt demnach eine deutliche Verzahnung der Minerale.
- Der Basalt verfügt über ein fluidales Gefüge mit
Hohlräumen und Blasen, die durch die Entgasung entstanden sind.
Entstehung
Eines der häufigsten Effusivgesteine ist der Basalt, der
eine für die Effusivgesteine typische feinkörnige Grundmasse besitzt. Basalt
besteht aus mafischen Mineralen, weil es nur sehr wenig SiO2 (Kieselsäure) in
sein Gitter einbaut. Die Mafischen Minerale kristalisien bei höheren
Temperaturen als die felsischen Minerale.
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Aufgrund der unterschiedlichen räumlichen Verteilung durch
entsprechenden Plattentecktonische Prozesse, weisen die Basalte
unterschiedliche chemische Zusammensetzungen auf und somit können die
unterschiedlichen Basalte nach ihrem Chemismus unterteilt werden:
- Ozeanische Basalte (Mid Ocean Ridge Basalt oder MORB) sind
an divergierenden Plattengrenzen gebunden. Sie enthalten geringe
Konzentrationen an Natrium, Kalium und Aluminium. Dies weist darauf hin,
dass sie möglicherweise durch teilweise Aufgeschmolzenes Material des
oberen Mantels entsteht, der im Allgemeinen an diesen Elementen verarmt
ist.
- Ozeanische Inselbasalte (OIB) treten über Hot Spots auf
und Hot Spots (manteldiapire) beziehen ihr Material aus dem unteren
Erdmantel. Da der untere und tiefere Erdmantel nicht an Natrium, Kalium
und Alluminium verarmt ist, führen diese Inselbasalte etwas höhere Gehalte
dieser Elemente.
- High- Aluminium- Basalte sind gekennzeichnet durch einen
Aluminiumgehalt über 17 Prozent und einen niedrigen Alkaligehalt. Sie
treten bevorzugt in Vergesellschaftung mit Andesiten an Subduktionszonen
wie Inselbögen oder Kontinentalrändern auf.
- Kontinentale (Rift-) Basalte variieren von ihrer
Zusammensetzung her weitaus stärker. Sie entstehen sowohl dort, wo durch
Krustendehnung neue Riftstrukturen aufreißen, als auch dort, wo ozeanische
Platten subduziert werden. In beiden Fällen steigt das Magma durch eine
mehrere zehner Kilometer mächtige Kruste auf. Dabei kommt es dann zur
Aufschmelzung und Assimilation (Aufnahme) der kontinentalen
Gesteinsmassen, was schließlich zu dieser sehr unterschiedlichen
Zusammensetzung der kontinentalen Basalte führt, da unterschiedliche
kontinentale Gesteinsmassen Aufgeschmolzen und assimiliert werden können.
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zwangsläufig, dass Basalt in tektonisch aktiven Bereichen des Oberen Mantels
nicht weit unterhalb der Kruste zu schmelzen beginnen dürfte, da dort hohe
Temperaturen erreicht werden.
Mittelozeanischer Rücken
Unter dem mittelozeanischen Rücken kommt es durch die Wärme
der im Mantel aufsteigenden Konvektionsströmungen zur Bildung basaltischer
Magmen, das durch partielles Aufschmelzen des ultrabasischen oberen Mantels,
entstanden ist. Da basaltische Magmen eine hohe Schmelztemperatur besitzen,
benötigen sie auch eine hohe Wärmezufuhr um aufgeschmolzen zu werden. Diese basaltischen
Schmelzen des heißen Oberen Mantels steigen auf und sammeln sich dann in der
Nähe des Rückenkammes in seichten keilförmigen Magmakammern. Aus diesen
Riftzonen und Spalten der mittelozeanischen Rücken fließen dann ungeheure
mengen basaltischer Lava aus, und deshalb sind Basalte auf dem Meeresboden auch
sehr verbreitet und auch ziemlich oft von Sedimenten überdeckt. Somit kann
durch Seafloor-Spreading an Divergierenden Plattengrenzen an Mittelozeanischen
Rücken, basaltische Magmen aus dem Erdmantel aufsteigen und neue ozeanische
Kruste bilden. Gleichzeitig kommt es in der Tiefe zur Platznahme gabbroider
Intrusionen.
Manteldiapire (Hot Spots)
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Große Mengen von Basalt werden außerdem auf isolierten
Vulkaninseln weit entfernt von Plattengrenzen gefördert, wie auf der Insel
Hawaii. In diesen beiden Situationen wird basaltisches Magma aus Mantelmaterial
aufgeschmolzen. Die basaltische Magma steigt anschließen als schmale,
bleistiftförmige Diapire aus großen Tiefen des Mantels, vielleicht sogar von
der Kern-Mantel-Grenze auf. Das Magma durchdringt die Lithosphäre und fließt an
der Erdoberfläche aus.
Solche Manteldiapire, so genannte Hot Spots, von denen die
meisten weit von Plattengrenzen entfernt auftreten, sind für das lang
anhaltende Ausfließen von großen Basaltmengen verantwortlich. Die
säulenfötmingen Strömungen der Manteldiapire sind vermutlich im Mantel ortsfest
und bewegen sich nicht mit den Lithosphärenplatten. Driftet eine Platte über
einen solchen Hot Spot hinweg, hinterlässt er im Verlauf der Zeit eine Reihe
erloschener, zunehmend älterer Vulkane.
Konvergierende Plattengrenzen (Subducktionszonen)
Magmen, die in den Vulkanen an Subduktionszonen aufsteigen,
schwanken in ihrer Zusammensetzung stärker als der Basalt des mittelozeanischen
Rückens. An den Subduktionszonen kommt es zur Förderung von basischen bis zu
sauren Magmen. Somit entstehen an der Erdoberfläche Basalte (basisch), Andesite
(intermädir) bis hin zu Rhyolithen (sauer).
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infolge der Wasserzufuhr im Oberen Mantel entsteht durch partielles
Aufschmelzen eine basaltische Magma, die in Vulkanen an konvergenz- Zonen
Ausfließen.
An den Subduktionszonen bilden sich neben den basaltischen
Magmen auch intermidiäre oder auch saure Magmen, die durch das Aufschmelzen der
Sedimente des Ozeanbodens und von der oberen ozeanischen Kruste der
subduzierten ozeanischen Platte stammen. Darüber hinaus können die aus dem Mantel
aufsteigenden Magmen in die sich darüber schiebende Platte eindringen und deren
Kruste partiell aufschmelzen, womit dann saures Lava an die Oberfläche gelangt.
Dieser Vorgang ist für die Bildung der sauren und intermidären Magmen
verantwortlich, die häufig in den Vulkanen des überfahrenden Plattenrandes
auftreten.
Heutige Ansicht der Magmatischen Differentation
Für die Unterschiede in der Magma Zusammensetzung ist das
Aufschmelzen verschiedenartiger Ausgangsgesteine Verantwortlich:
- Die Gesteine des oberen Mantels schmelzen partiell unter
Bildung eines basaltischen Magmas.
- Bei dem schmelzen eines Gemisches aus Sedimentgesteinen
und basaltischer ozeanischer Kruste entsteht andesitisches Magma.
- Schmelzen aus Sedimenten, kontinentalen Magmatiten und
Metamorphiten führt zu granitischen Magmen.
Magmatische Differentation und
heutige Sicht
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