Vorstellung
eines Elementaranalysators zur C-Bestimmung
S. Moritz
Reni Dimitrova
Unter Elementaranalyse versteht man die Bestimmung des Massenanteils
der Elemente Kohlenstoff, Stickstoff und Schwefel einer Probe.
Ein
Elementaranalysator arbeitet nach dem Prinzip der katalytischen Rohrverbrennung
unter Sauerstoffzufuhr und hohen Temperaturen. Die Verbrennungsgase werden von
störenden Fremdgasen (z.B. flüchtigen Halogenen) gereinigt. Die jeweils
gewünschten Messkomponenten werden mit Hilfe von spezifischen Adsorptionssäulen
von einander getrennt und nacheinander mit einem Wärmeleitfähigkeitsdetektor
(WLD) bestimmt. Als Spül- und Trägergas dient Helium (He). Die automatische
Steuerung des Analysenablaufs erfolgt über die Software und die probenspezifische
Sauerstoffdosierung.
Detektionsprinzipien:
Aktueller Stand der Technik für
die CNS-Analytik auf diesem Gebiet ist die sogenannte Verbrennungsanalytik. Bei
dieser wird die zu bestimmende Probe, zunächst mit einer Waage exakt eingewogen
und bei hohen Temperaturen (bis zu 1800 °C unter Ausnutzung von
Reaktionsexothermen), mit reinem Sauerstoff katalytisch verbrannt.
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quantifiziert. Da bei dieser Messmethode die Reihenfolge der Elemente (jeweils
als sog. Peaks detektiert) in einer Probenmessung technisch exakt festgelegt
ist, erlaubt dies sowohl die eindeutige Identifizierung (qualitative
Bestimmung) sowie über die Peakflächen (Integral über die Zeit) der Messsignale
auch gleichzeitig die Mengenerfassung (quantitative Bestimmung) der einzelnen
Elemente als C, N, S.
Mit Hilfe der bekannten Einwaage lässt sich dann der
jeweilige Massenanteil (in Prozent oder ppm) der Elemente in der analysierten
Probe genau berechnen. Eine andere Messmethode arbeitet anstelle der
vollständigen Gastrennung mit gasspezifischen Detektoren (meist
IR-Detektoren) jeweils für CO2, H2O sowie SO2.
Für die Bestimmung des Stickstoffes (N2) wird auch hier ein
Wärmeleitfähigkeitsdetektor (WLD bzw. TCD) eingesetzt. Seltener finden auch
Flammenionisationsdetektoren (FID) Verwendung. Man unterscheidet in der
Laboranalytik noch zwischen Mikro-Elementaranalysatoren, welche für kleine
Substanzeinwaagen von etwa 0,01 – 10 mg optimiert sind und
Makro-Elementaranalysatoren, welche für höhere Substanzeinwaagen von bis zu ca.
5 g konzipiert sind.
Messprinzip
Flussdiagramm
der Auftrennung und des CNS-Nachweises am Beispiel einen vario MAX CNS
Elementaranalysator
Grafiken wurden automatisiert entfernt
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Verbrennung entstehen aus den Elementen C, H, N und S neben molekularem
Stickstoff (N2) die Oxidationsprodukte CO2, H20, NO., SO2, SO3 sowie
überschüssiger Sauerstoff. Falls die Probe Halogene enthält entstehen außerdem
noch flüchtige Halogenverbindungen. Im Verbrennungsrohr befindet sich eine
Füllung aus WO3-Granulat. Im nachgeschalteten Reduktionsrohr (Füllung Kupfer)
werden Stickoxide und SO3 quantitativ zu N2 und SO2 reduziert, der
überschüssige Sauerstoff wird gebunden, Halogene werden an Silberwolle
gebunden. Sofort nach dem Reduktionsrohr erfolgt die Trocknung der Gase. Die
Gase durchströmen nun die SO2-Adsorptionssäule und anschließend das
Nachverbrennungsrohr (Füllung Cu0 + Pt-Kat. + Kupfer). Im Nachverbrennungsrohr
werden noch nicht quantitativ oxidierte Kohlenstoffverbindungen (z.B. CO, CH4)
quantitativ zu CO2 oxidiert. Hinter dem Nachverbrennungsrohr befindet sich die
CO2-Adsorptionssäule. Aus Sicherheitsgründen ist der CO2-Adsorptionssäule
nochmals eine Feintrocknung nachgeschaltet. Im Falle der CN-Betriebsart werden
andere Rohrfüllungen verwendet und der Gasweg ändert sich: Verbrennungsrohr
-> Nachverbrennungsrohr -> Wasserabscheider Membrantrocknung -->
Feintrocknung -> CO2-Adorptionsssäule.
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erfolgt durch Adsorption des CO2 und SO2 auf beheizbaren Säulen. Der von den
Adsorptionssäulen unbeeinflußte Stickstoff wird als erste Komponente im WLD
gemessen. Zur Abtrennung von CO2-Spuren, die sich auf der SO2-Säule befinden,
erfolgt die SO2-Desorption in zwei Temperaturstufen. Der
Wärmeleitfähigkeitsdetektor besteht aus zwei Messzellen, welche mit jeweils
konstanter Stömungsgeschwindigkeit durchströmt werden. Bei Messpausen kann der
Trägergasfluß abgestellt werden, da die Messzellen resistent gegen Sauerstoff
sind. Im Betrieb wird die Referenzmesszelle mit reinem Trägergas He
(Referenzgasstrom) gespült, während die andere vom Messgasstrom, d.h. von der
jeweilig desorbierten Fraktion des Reaktionsgases (z.B. He/N2 - He/CO2-oder
He/SO2 - Gemisch), durchflossen wird. Die zwei Messzellen bilden eine
Messbrücke, deren elektrische Verstimmung ein direktes Maß für den
Elementanteil im Messgasstrom darstellt. Die- Zellenausgangsspannung wird in
Abhängigkeit von der Zeit aufgezeichnet, digitalisiert, integriert und als
Integralzahl dargestellt.
Unser Gerät ist ein Elemental Analyser
Euro EA. Der Euro EA ist ein neu entwickeltes System zur
Elementaranalyse.
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die Ofen-temperaturen und Gasflüsse automatisch ab, startet Analysenserien zum
programmierten Zeitpunkt oder bringt das Gerät in Betriebsbereitschaft. Alle
Geräteparameter sind vollständig über das Datensystem steuerbar. Die benötige
Sauerstoffmenge für die Proben sind steuerbar. Die Kalibrierung der Meßwerte
erfolgt über Faktoren, lineare oder unlineare Funktionen.
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