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Vorlesung Ökologie der Pflanze .doc

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Faculty
Natural Science
Discipline
Biomedical Sciences
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University, School
Universität Ulm
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2006
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Pflanzen und ihre Umwelt

Strahlung und Temperatur

Die gesamte Energie kommt von der Sonne

à es ist nicht um 12.00 Uhr am wärmsten

§ 
Energieverteilungsspektrum der Sonnenstrahlung vor und nach dem Durchgang durch die Atmosphäre, sowie theoretische Energieverteilung für einen schwarzen Körper mit der Oberflächentemperatur der Sonne

à durch verschiedene Stoffe in der Atmosphäre (z.B. Wasserdampf, Ozon) wird Strahlung absorpbiert è Zackige Kurve

§  Gesamtsumme der Strahlung: 1360 W/m2

à durch Absorption gelangen davon nur 47% zur Erdoberfläche

(ca. 650 W/m2)

§  Schema der Strahlungsbilanz für das System Erde + Atmosphäre:


§  wichtiger Faktor: Wolken, Wasserdampf

à reflektieren Teil der einfallenden kurzwelligen Strahlung

à z.T. Absorption è Licht fällt durch Streustrahlung ein (diffuse

Streustrahlung ist z.B „Licht im Schatten“)

§  langwellige Strahlung von der Oberfläche der Erde

à wird in der Atmosphäre von Absorptionsbanden (CO2, CH4, N2O,H2O..) aufgenommenè verhindert, dass Erdwärme verloren geht

§  Verdunstung

à der Phasenübergang von Wasser verbraucht einen großen Teil der

abgestrahlten Energie: „latente Wärme“

§  in der Wüste keine Verdunstung

à alles in Wärme (nachts sehr kalt, da ohne Wolken keine Rückstrahlung)

§  Pflanzen nehmen Wasser auf

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§  unterschiedliche theoretische Abstrahlung(Schwarzstrahlung) und tatsächliche Abstrahlung

à Lücken durch Stoffe ind er Atmosphäre, die reflektieren (viel CO2 => weniger Abstrahlung => Erwärmung)

§  Strahlungsbilanz = Verrechnung von einfallender und ausfallender Strahlung

= Idirekt + Idiffus – Ireflexion - Alangwellig + Glangwellig

I = kurzwellige Strahlung

A = Ausstrahlung

G = Gegenstrahlung

Bsp.: Ozeane kühl, da viel Strahlung absorbiert wird; Wüste warm, da viel Strahlung reflektiert wird

§  Sichtbare Strahlung: 400- 700 nm

o Pflanzen absorbieren hauptsächlich im roten Bereich, da dort der Phorphyrinring der Chlorophylle sein Absorptionsmaximum aufweist

 

Wellen-länge (nm)

Anteil (%)

Photosynthese

photo- morphogen.

ph- destruktiv

thermisch

UV

290- 380

0-4

-

gering

+

-

photosynth. aktiver Bereich

380- 710

21-46

+

+

gering

+

näheres IR

700-4000

50-79

-

+

-

+

langwellige Strahlung

3000-

100.000

-

-

-

-

+

§  730nm wird vermehrt durchgelassen

§  wenn Pflanze nicht im Schatten à von beiden Wellenlängen viel

§  wenn Pflanze im Schatten einer anderen: höhere Pflanze absorbiert rotes Licht

à Schattenpflanze wird nur von Licht anderer Wellenlängen erreicht

à Abhängigkeit des Wachstums!

à wenn Verhältnis (über Phytochrome) zu 730nm verschoben ist à Längenwachstum, um aus Schatten zu gelangen

§  Pflanzen erwärmen sich in der Strahlung à Kühlung durch Transpiration

§  Angabe von Strahlung auch in mmol Photonen/m2s

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§ 
Bei photosynthetisch aktiver Strahlung:

§  Blattstellung

à große Einstrahlung à senkrechte Blattstellung

o   vertikales Blatt: Strahlen max. bei Sonnenauf- und untergang (ca.7.00 und 17.00)

o   horizontales Blatt: Max. um Mittagszeit (ca. 1.00 – 13.00 Uhr)

§  Vegetationsformen:

§  Taiga: sehr flacher Winkel der Strahlung, d.h. bei schräger Einstrahlung und sich die Bäume nicht gegenseitig beschatten à optimaler Strahlungsgenuss

à kein dichter Wald

§  Bei gut mit H20 versorgtem Blattà theoret. Strahlung= tatsächlich Strahlungskonsum

§  Bei schlecht mit H20 versorgtem Blatt:

theoret. Strahlung > tatsächliche Strahlungskonsum wg. Vertrocknen

§  Gruppenweise Vegetationsanordnung v.a. wegen Ressourcen (Wasser)

à v.a. Savanne, Tundra

§  schmale hohe Gestalt der Pflanze/Blätter à geringe Sonneneinstrahlung (weil sehr heiß)

Zypresse Besenginster

Strahlungsabschwächung

§  Dichter Wald à Großteil im oberen Bereich absorbiert

Also: bei komplexer Vegetationsform kommen nur 2 % Licht unten an, da können Pflanzen eigentlich nicht überleben, da Licht nicht für C-Produktion ausreicht

à aber Moose können wachsen, da sie keine zu erhaltene Fläche (Stamm) haben, sondern nur grünes assimilierendes Gewebe

§  lockerer Wald

§  Sonnenblume: relativ wenig Licht nach unten, da Blätter v.a. horizontal

 

§  Mais: mehr Licht kommt durch, da Blätter v.a. vertikal.

§   

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  1. Blattstellung
  2. gesamte Blattfläche

aber unabhängig von Absoluthöhe des Bestandes!

§  Licht: I = e –kLAI K= Faktor für die Blattstellung

LAI: Leaf Area Index = m2 Blattfläche /m2 Bodenfläche

à wenn Pflanze höher à mehr Licht

§  v.a. in großer Höhe bringt schon kleiner Wachstumsvorteil einen enorm erhöhten Lichtgenuss (vgl. exponentielle Gleichung )


§  Kuliminative Blattfläche

D: z.B. Klee à großflächige Blätter vertikal

G: Gräser à Licht bis unten, Blätter horizontal

Bäumeà oben Blätter vertikaler, Stamm horizontal à Mischform

§  Feuchtwiese hat größte Blattflächenindex

§  Strahlungsanpassung in den Blättern

-       oben eher vertikale Blattstellung

-           unten eher horizontale Blattstellung (um alles aufzufangen)

-           oben viele und kleine Spaltöffnungen

-           vertikal, damit sie nicht die vollen 800 W abbekommen

-           à viel Kühlung, dicke Cuticula vertikal, damit weniger Energie einfällt

§  Palisadenparenchym oben vertikal angeordnet damit wg. starker Strahlung in großer Dicke Photosynthese machen können, unten dünnes Palisadenparenchym

§  Oben weniger Chlorophylldichte als unten, da untere Blätter weniger Strukturelemente haben (keine Ausrichtung..)

§  Obere Blätter sind schon wegen Strukturelementen schwerer, weniger Platz

 

à Blätter passen sich stark an Strahlungsabschwächung an

 

 

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à Austauschprozesse um das Blatt; davon hängt Transpiration, CO2-Aufnahme, O2-Abgabe etc. ab

-       Diffusion entlang eines Konzentrationsgefälles (f. CO2 nicht effizient!)

§  Leitfähigkeit = 1/Widerstand

§  Widerstände in Serie bei CO2

(da CO2 erst durch Grenzschicht und dann durch Spaltöffnungen muss à Gesamtwiderstand ist die Summe der einzelnen Widerstände)

§  Widerstände parallel beim Wasser

à Gesamtleitfähigkeit ist Summe der Leitfähigkeiten

à Cuticula + Spaltöffnungen müssen in ihrer Summe aufeinander abgestimmt sein

d.h.: 1. Widerstand Cuticula

2. Widerstand Spaltöffnung

Strömungslehre

§  Irgendwann setzt Turbulenz ein, d.h. Grenzschichten werden durch die Windwinkel entfernt oder abgeschwächt

§  103-107 : um diesem Faktor ist die Turbulenz effizienter als Diffusion à mehr Stoffe wegtransportiert

§  Verminderung des Grenzschichtenwiderstandes über unterschiedlich breite Blätter in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit

§  d = Blattbreite parallel zur Windrichtung


§  Grenzschicht verändert sich in Abhängigkeit von Windgeschwindigkeit (weg. Turbulenz à besserer Austausch)

§  Je größer das Blatt desto größer der Grenzschichtwiderstand

à Pflanzen nutzen alles; z.B. in Fiederblättern (statt 1 großes Blatt), zusammengesetzte Blätter u.a.; für Pflanze mit hoher Syntheserate

§  Anpassungen d. Grenzschicht durch die Pflanze (je nach Bedarf hoch oder nieder)

 

  1. Blattgröße ( à Grenzschicht kleiner)
  2. Spaltöffnungen und ihre Lage:

erhöht und eingesenkt

↓ ↓


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