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gewonnen. Während man dies früher als den Arbeitsablauf störend betrachtete,
ist man in der heutigen Zeit darauf bedacht, die Eigenmotivation, die
Verwirklichung von eigenen Ideen und die Selbstabstimmung zwischen einzelnen
Gruppen, usw. zu fördern (vgl.
Steinmann/Schreyögg 2002: 483).
Die Arbeit dient heutzutage nicht nur zum Gelderwerb um
Grundbedürfnisse wie z.B. Essen zu befriedigen, sondern trägt nicht zuletzt
auch zur Selbstentwicklung des Menschen bei.
„Humanorientierte Gestaltungsanforderungen wie
Gruppenarbeit, Beteiligung und Qualifikation der Mitarbeiter werden als
Instrumente angesehen, die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen zu stärken.“
Die Bedeutung der Motivation im Unternehmen ist von sehr hohem
Stellenwert. Wenn die Unternehmensführung weiß, wie und wieso Arbeitnehmer
motiviert werden können, kann sie dies durch gezielte Einflussnahme zur höheren
Zufriedenheit der Mitarbeiter und dadurch auch zum Wohle der Unternehmung
nutzen.
Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich nunmehr mit der
Thematik Motivation einer Person in einem Unternehmen. Hierzu werden im
folgenden Kapitel die zugehörigen Hauptbegriffe für dieses Thema wie z.B.
Motive, Motivation, Bedürfnisse, etc. erklärt. Kapitel 3 behandelt die relevanten
Inhalts- und Prozesstheorien der Motivationslehre.
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„Motive sind innere Bezugssysteme als Ursache
zielgerichteten Handelns: Bei Motiven handelt es sich um angestrebte
Zielzustände, die sich im Menschen als relativ stabile Disposition
herausgebildet haben.“
Es handelt sich somit um eine zeitlich relativ konstante Persönlichkeitseigenschaft,
die die Affinität zu bestimmten Zielzuständen beschreibt. Ein Motiv ist
letztendlich ein Grund eine Tätigkeit auszuüben.
Weinert beschreibt die „drei große[n] Metamotive im Leben:
(1) Akzeptanz und Anerkennung
(2) Status, Macht und Kontrolle
über Ressourcen
(3) Vorhersagbarkeit und Ordnung“
Ein Ziel des Unternehmensmanagements ist daher, die
Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass die vorher genannten Motive im
Menschen aktiviert werden und somit für das Unternehmen positive Auswirkungen
haben.
„Motivation ist der Motor für Tätigkeiten. Motivation ist
unsere innere Einstellung, die Hinwendung zu einer Tätigkeit auslöst.“
Was treibt die Menschen an bestimmte Leistungen zu
vollbringen? Wie wird die benötigte Kraft geweckt? Wie entsteht der
Leistungswille? Diese und viele andere ähnliche Fragen werden durch die
Motivationslehre beantwortet.
Motivation lässt sich in intrinsische und extrinsische
Motivation differenzieren.
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Die Veranlassung zum Handeln des Individuums wird durch die
Tätigkeit selbst erzeugt. Die zugehörige innere Motivation ist vom Charakter
des Menschen abhängig und sollte daher personenbezogen betrachtet werden.
„Bei der extrinsischen Motivation hingegen entstehen die
Motive aus äußeren Anreizen (Status, Aufstieg, Entgelt, externer Druck etc.).
Die Handlung ist hier Mittel zum Zweck.“
Die Motivation wird in diesem Fall von außen zugeführt. Sie
entsteht nicht durch die Aufgabe selbst, sondern durch externe Anreize die den
Menschen zum Handeln motivieren.
Comelli und Rosenstiel sind der Meinung, dass extrinsische
Motivation „keine optimale Basis für eine langfristig wirkende
Arbeitsmotivation [ist]. Diese ist weit eher gegeben, wenn auch die Tätigkeit
selbst, der Weg zum Ziel, Befriedigung in sich bringt.“
„Dabei werden die Bedürfnisse als die Energiespender und
Auslösemechanismen des Verhaltens eines arbeitenden Menschen angesehen. Eine
Bedürfnisdefizienz (Bedürfnismangel) soll demnach einen Suchprozess im Menschen
auslösen mit der Intention, diese Defizienz zu beseitigen.“
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Da die Motivation in der modernen Welt ein immer wichtiger
werdendes Thema ist, wurde bereits eine Vielzahl von Theorien entwickelt um die
Problematik genauer zu schildern.
Die Inhaltstheorien beschreiben die Faktoren die den
Menschen zur Arbeit motivieren. Sie analysieren die Bedürfnisse sowie die Be-
und Entlohnung, die bestimmte Verhaltensweisen verursachen (vgl. Weinert 2004:
190).
Inhaltstheorien die einen Bezug zu arbeitszentrierten
Umgebung haben, versuchen zu erläutern was einen Mitarbeiter motiviert die
betrieblichen Leistungen zu erfüllen.
Für diese Ausarbeitung relevante Vertreter der
Inhaltstheorien sind Maslow (Bedürfnispyramide) und Herzberg
(Zweifaktoren-Theorie).
„Die Theorie unterscheidet fünf allgemeine Klassen von
Bedürfnissen, die im Hinblick auf ihre Dringlichkeit hierarchisch geordnet
sind.“
Die Hierarchie befasst sich mit der Annahme, dass nur dann
wenn eine Bedürfnis erfüllt ist, das nächststehende Bedürfnis die treibende
Rolle übernimmt.
Die Bedürfnisklassen können kurz wie folgt charakterisiert
werden:
1. Physiologische
Bedürfnisse – elementare Hauptbedürfnisse, wie z.B. Verlangen nach Essen und
Trinken
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