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praktische Beispiele beleuchtet werden.
Das Medium für die Darstellung von Karten im Web ist das
Display mit seinen verschiedenen Größen und Bildschirmauflösungen. Displays
sind jedoch nicht einheitlich das bedeutet auch, dass eine Karte nicht immer
gleich aussieht. Vom Smartphone mit einer Bildschirmdiagonale von ca. 3,5“ über
Tablets und Netbooks mit ca. 10“ bis zum LCD-Display über 20“ reicht die Größe,
die Bildschirmauflösung fängt ca. bei 800x600 an und geht über 1680x1050
hinaus. Diese Größenunterschiede haben Einfluss auf die Darstellung der Karte
am Display. Auf großen Displays mit großer Auflösung kann eine für kleine
Displays optimierte Karte verloren wirken und es bleibt viel ungenützter Platz
übrig. Umgekehrt kann nicht die ganze Karte angezeigt werden und es muss
gescrollt werden, was jedoch die Usability verringert. Eine Lösung wäre eine
dynamisch generierte Kartenanwendung, was jedoch einen Mehraufwand bei der
Programmierung bedeutet.
Zusätzlich hat die Auflösung, also die Zahl der Pixel pro
Zoll (dpi- dots per inch), Einfluss auf die Kartendarstellung. Sie limitiert
die Anzeige des kleinsten Punktes auf einer Karte. Bei gedruckten Karten liegt
die Auflösung bei 1200 bis 2500 dpi (Brunner, 2001). Das ermöglicht ein gutes
Erkennen von Objekten mit der Größe von 0,09 mm aus einem Leseabstand von 30
cm.
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Effekte vermindern (Wikipedia – Antialiasing, 2011).
Die Verwendung von unterschiedlichen Browsern kann ebenfalls
zur Hürde werden. Laut einer Statistik der w3schools für Dezember 2010 nutzen
fast die Hälfte der Besucher Mozilla Firefox und jeweils ein Viertel des
Internet Explorer oder Google Chrome (w3schools, 2011). Die Browser sind
unterschiedlich programmiert und werten HTML und JavaScript-Code teilweise
unterschiedlich aus. Es kann für Web-Kartographen erheblichen Mehraufwand
bedeuten, auf diese browserspezifischen
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Abbildung
1: Lesbarkeit von Objekten bei einem Abstand von 30 und 60 cm (Jenny et al.,
2008)
Eigenschaften einzugehen. Abbildung 2 zeigt Beispiele
unterschiedlichen Text-Renderings in verschiedenen Browsern auf verschiedenen
Betriebssystemen.
Auch Browser-Plug-Ins können Probleme verursachen, sofern
sie nicht weit verbreitet sind. Adobe Flash ist laut eigenen Angaben mit 99% in
nahezu allen Browsern vorhanden (Adobe, 2011). Weniger vertretene Plug-Ins
scheitern unter anderem an der Unwilligkeit der Nutzer unbekannte Software zu
installieren.
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Abbildung
2: Darstellung der Schrift Myriad Pro in verschiedenen Browsern (typekit,
2011)
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vorgestellt. (Jenny et al., 2008)
Neue Möglichkeiten der Gestaltung im Web bringen die neue
Version der Cascading Sytlesheets 3 (CSS3). Dabei wird es ermöglicht eigene
Schriften im Web darzustellen, die nicht unbedingt auf dem Rechner des Clients
installiert sein müssen. Dabei gibt es jedoch die Lizenzen zu beachten. Normale
Schriften für die Anzeige am PC oder im internen Netzwerk dürfen nicht im
Internet verwendet werden. Hier gibt es eigene Lizenzmodelle, die je nach
Anforderung über 400$ im Jahr kosten können. Im Vergleich dazu kostet eine
Personal Lizenz für einen Myriad Pro Schriftsatz mit 10 Schnitten einmalige
230$ (myfonts, 2011).
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Abbildung
3: Vorgeschlagene Schriften für die Darstellung auf Displays (Jenny et al.
2008)
Ein Symbol ist ein Bedeutungsträger von Zeichen Wörter usw.
die für eine Vorstellung stehen. In der Kartografie werden Symbole bei der
Generalisierung verwendet. Wichtige Bedeutung ist bei der Symbolik auf die
Semantik zu setzen, in der es um die Theorie oder Wissenschaft von der
Bedeutung der Zeichen geht.
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Die visuelle Wahrnehmung des Menschen beginnt im Auge. Die
Reize des Auges werden ins Gehirn weiter geleitet, wo es zu verschiedenen
Reizinterpretationen kommt. Um die Mengen an Informationen im Gehirn weiter zu
verarbeiten, kommt es im Gehirn zur Datenreduktion nach bestimmten Regeln.
Diese werden hier in vier Grundregeln der Gestaltpsychologie dargestellt.
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Abbildung 4: links: Interpretation von Figur und
Hintergrund; rechts: Binnengliederung, hat zwei plausible Interpretationen
(Quelle: Dietrich)
Die Skizze in Abbildung 4 links zeigt, dass die Wahrnehmung
bestrebt ist, das Gesehene in Vorder- und Hintergrund zu gliedern. Die Skizze
in Abbildung 4 rechts zeigt, dass bei mehreren Möglichkeiten der
Interpretationen man stets die einfachste und prägnanteste wahrnimmt.
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Abbildung 5: links: Tiefe in der Fläche; rechts:
Gruppenbildung durch Nähe (Quelle: Dietrich)
Abbildung 5 links sieht man, dass zu den real existierenden
Dimensionen (x und y) das Gehirn die nicht existierende Dimension der Tiefe
hinzuinterpretiert. Rechts in Abbildung 2: Objekte in räumlicher Nähe werden
als zueinander gehörend interpretiert und zu Gruppen zusammengefasst.
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