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Zur Durchführung aller Versuche wurde das Computersimulationsprogramm
„SimMuscle Version 1.0 (Thieme Interactive 1998) verwendet. SimMuscle stellt
ein virtuelles Labor dar, in welchem zwei Muskeln in einer Petrischale mit
isotonischer Kochsalzlösung (0,9%), ein Transducer, Stimulator und ein Oszilloskop
beinhaltet sind.
Am Oszilloskop wird die Spannungsänderung gemessen, welche
anschließend auf einen Bildschirm übertragen wird. Die anhand dieses Programmes
erhaltenen Ergebnisse wurden in Form von Diagrammen in Excel gezeichnet.
Der untersuchte Muskel ist der bereits vom
Knochen abgelöste Musculus gastrocnemius (Wadenmuskel) eines Frosches, mit
Achillessehne, welcher indirekt über den Nervus ischiadicus gereizt wurde. Des
Weiteren wurde der Muskel mit einem Gewicht von 50 g beschwert, um die Vordehnung
eines lebenden Muskels zu simulieren.
Bei der Durchführung dieses Versuchs wurde
die Reizstärke beginnend bei 50 mV bis zu 500 mV reguliert, um die Kontraktionskraft
in Abhängigkeit von der Reizstärke aufzuzeichnen.
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Die in der Tabelle eingetragenen Werte geben wieder,
dass bei steigender Reizstärke ebenso die Kontraktionsstärke zunimmt, da immer
mehr Muskelfasern gereizt werden (motorische Einheiten werden aktiviert, umso
mehr Transmitter, sowie Calcium), bis schlussendlich alle aktiviert sind und
der Muskel nicht mehr stärker kontrahiert werden kann.
Anhand der Grafik konnte im mittleren
Bereich der sigmoid verlaufenden Kurve ein nahezu proportionaler Anstieg
erkannt werden, während sich hingegen im oberen Teil der Kurve eine Sättigung
eingestellt hat.
Ein Muskel ist ein elastisches Gebilde, bei
welchem sich die Länge ändert wenn daran gezogen wird. Da ein Muskel aber
zusätzlich zur elastischen auch eine plastische Komponente besitzt, ist die
Längenänderung, anders als bei einer idealen Feder, nicht proportional zu jener
am Muskel wirkenden Zugkraft.
Der Muskel geht bei Entlastung nicht wieder ganz
in seine ursprüngliche Ausgangslänge zurück.
Für die Darstellung der Ruhedehnungskurve
wurde auf der Ordinate die Gewichtskraft in N und auf der Abszisse die Muskellänge
in mm aufgetragen. Hierzu wurden sechs Gewichte zu je 50 g hintereinander an
den Muskel gehängt und nach jedem hinzu gehängten Gewicht wurde sowohl unter
isotonischen, als auch isometrischen Bedingungen eine Einzelzuckung ausgeführt
und somit auch die jeweiligen Maxima der Kontraktion dokumentiert.
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Schlussendlich wurde aus den erhaltenen
Daten eine Arbeitskurve erstellt, wobei die verrichtete Arbeit bei
unterschiedlicher Muskellänge berechnet wurde. Die Berechnung erfolgte indem die
maximale Kontraktionskraft unter isotonischen Bedingungen mit der Gewichtskraft
multipliziert wurde.
Anhand dieser Ergebnisse wurde dargestellt,
dass sich der Muskel nicht wie eine ideale Feder verhält da dieser auch eine
plastische Komponente besitzt. Die Längenänderung ist demzufolge nicht proportional
zu jener am Muskel wirkenden Zugkraft, sondern wird bei Zunahme des Gewichts
geringer.
Es konnte bestätigt werden, dass die Maxima bei einer Zunahme der
Gewichtskraft, sowie Längenänderung, kleiner wird. Dies ist mit der Tatsache zu
begründen, dass der Muskel gegen die Gewichtskraft arbeiten muss und demzufolge
nicht mehr so stark kontrahieren kann.
Bei der Arbeitskurve wurde deutlich, dass
die Kurve bei geringer Längenänderung ansteigt bis ein Maximum erreicht wird.
Bei weiterer Zunahme der Längenänderung fällt die Kurve anschließend wieder
herab.
Beim letzten aller durchgeführten Versuche wurde das
tetanische Verhalten eines Muskels untersucht. Bei der Durchführung dieser
Aufgabenstellung wurden zehn schnell hintereinander ablaufende Reize erzeugt,
wobei die Frequenz im Verlauf dieser Durchführung in kleinen Schritten erhöht
wurde.
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Wie in der Grafik ersichtlich, wandelt sich ab einer
Frequenz von 15 Hz der raue zu einem glatten Tetanus mit einer Kontraktion von 4
mm um. Selbst nach deutlicher Erhöhung der Frequenz auf bis zu 30 Hz konnte
keine größere Kontraktion erkannt werden.
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