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In unserer Hausarbeit möchten wir im ersten Teil die
Außenwohngruppe Düsseldorf Hellerhof vorstellen.
Diese ist eine von sechs weiteren Wohngruppen in und um
Düsseldorf.
Die Wohngruppe stellt eine Hilfe zur Erziehung nach §34 des
SGBVIII dar. Dadurch werden die Leistungen durch das örtliche Jugendamt
finanziert. Die Außenwohngruppe wird von zwei Leiterinnen geführt, die
freiberuflich tätig sind. Die Fachaufsicht hat das Kinderhilfezentrum
Düsseldorf, durch die Freiberuflichkeit bleibt die Aufnahme nicht
ortsansässiger Kinder- und Jugendlichen aber offen.
Das Eigentumshaus, in dem
die Gruppe seit April 2008 wohnt, ist vom „Freundeskreis“ des
Kinderhilfezentrums finanziert worden.
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In dieser Zeit wohnen sie mit
den Kindern zusammen, das Konzept soll so familienähnlich wie möglich sein. Am
Wochenende werden sie durch eine Honorarkraft vertreten. Um die bestmögliche
Betreuung zu sichern, arbeitet man immer zu zweit. Während der Woche ist dies
immer eine der Leiterinnen zusammen mit einer Praktikantin und am Wochenende
eine Honorarkraft mit einer Praktikantin bzw. mit einer anderen Honorarkraft
oder unter Umständen einer der Leiterinnen.
Wie oben schon beschrieben leben die Kinder mit den
Betreuerinnen in einem Eigentumshaus in Hellerhof. In der Wohngruppe werden 5
Kinder im Alter zwischen 2 bis 8 Jahren betreut. N. (2 Jahre), A. (3 Jahre), L.
(5 Jahre) sind Geschwister ebenso wie C. (4 Jahre) und M. (8 Jahre).
Die Wohngruppe ist am 01.10.2007 gegründet worden, als
abzusehen war, dass eine Rückführung der Kinder in die Herkunftsfamilien nicht
möglich sein wird. Von Oktober bis März lebten die Pädagoginnen mit den Kindern
in einer Wohnung im Kinderhilfezentrum, bis das Haus in Hellerhof bezugsfertig
war.
Die Kinder waren zum Teil schon ein Jahr vor der Gründung der Wohngruppe
in der Notaufnahme des Kinderhilfezentrums untergebracht.
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Im Erdgeschoss befindet sich außerdem noch das
Büro und in der 1. Etage das Betreuerschlafzimmer. Zum Haus gehört ein großer
Garten, den die Kinder oft und gerne nutzen.
Zurzeit arbeiten in der Gruppe die beiden Leiterinnen, 5
Honorarkräfte und 2 Praktikantinnen. Einmal im Monat findet ein Team mit den
Leiterinnen und der Fachaufsicht statt. Etwa alle zwei Monate setzen sich die
übrigen Kolleginnen in einem Team zusammen.
Im Folgenden stellen wir den Stadtteil Hellerhof und
unsere Eindrücke vor. „Hellerhof
ist der südlichste Stadtteil Düsseldorfs. Die Bebauung mit fast ausschließlich
Ein- und Zweifamilienhäusern begann vor 30 Jahren. Hellerhof ist rund 14
Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Nur
die nordwestliche Grenze teilt das Viertel noch mit Garath, die übrigen sind
zugleich bereits Stadtgrenze zu Hilden, Langenfeld und Monheim.
Erst 1973 wurde
Hellerhof aus dem südöstlichem Drittel des damaligen Stadtbezirks Garath neu
gebildet und in den anschließenden zehn bis 20 Jahren bebaut. Knapp 7.000
Menschen in ca. 2.500 Wohnungen (70 % Eigenheime) leben heute in Hellerhof. Die
letzte Baulücke wird gerade geschlossen. Und damit Hellerhof nicht reine
Schlafstadt ohne jegliche Infrastruktur bleibt, wurden einige kleinere
Gewerbebetriebe angesiedelt, eine Sportanlage geschaffen und eine
Kleingartenanlage angelegt.“
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„Über 90 Prozent der
Wohngebäude sind hier bisweilen recht dicht gebaute Einfamilienhäuser aus der
Zeit nach 1978. Drei Bäche durchfließen Viertel, im Osten liegen weitläufige
Wiesen- und Waldflächen, die Urdenbacher Kämpe ist nah, und auf dem Hildener
und Langenfelder Stadtgebiet, für die Bewohner von Hellerhof aber nur einen
Katzensprung entfernt, gibt es mehrere Seen und Teiche
Der Stadtteil zählt allerdings fast ebenso viele Verkehrs- wie Grünflächen: Von
Nord nach Süd ist Hellerhof zerschnitten von einer Eisenbahntrasse, der A59 und
einer Schnellstraße.
Es gibt einen S-Bahnhof, von dem aus man in 17 Minuten zum
Hauptbahnhof, in 34 ins Zentrum von Köln gelangt. Wegen der zentrumsfernen Lage
weichen die Einwohner von Hellerhof in punkto Einkäufe, Ausgehen und auch
Schulbesuch nicht selten in die umliegenden Kleinstädte aus, die schneller zu
erreichen sind als die Düsseldorfer Innenstadt.“
Bei unserer Begehung
konnten wir erste Eindrücke über den Stadtteil sammeln und sind zu dem Ergebnis
gekommen, dass der Stadtteil sehr familienfreundlich und einladend ist. Die
Bewohner sind sehr freundlich und der Stadtteil ist sauber und gepflegt. Die
vielen Spielstraßen ermöglichen den Kindern ein unbeschwertes und vor allem
ungefährliches Spielen.
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Für Jugendliche gibt es wenig
Möglichkeiten in der Freizeitgestaltung. Bis auf einen Jugendclub gibt es in
Hellerhof nichts. Die Jugendlichen fahren dann entweder in die Innenstadt von
Düsseldorf oder nach Köln.
In unserem ersten Gespräch mit einer der beiden
hauptberuflichen Betreuerinnen stellte sich schnell heraus, dass die Vernetzung
zwischen den sechs Wohngruppen in Düsseldorf und Umgebung ausbaufähig und vor
allem wünschenswert wäre. Die Betreuerin erläuterte uns, dass bis auf die
monatlich stattfinden Teamgespräche mit den Leiterinnen der anderen Wohngruppen
und der Fachaufsicht wenig Austausch vorhanden ist.
Sie würde sich von einem
Konzept zur Vernetzung der Gruppen erhoffen, dass die Betreuerinnen sich
gegenseitig bei den verschiedenen Fragen und Problemen, die in ihrem
Berufsalltag auftauchen, unterstützen können. Außerdem könnte der Austausch
unter den Betreuten für diese ebenfalls Vorteile und neue Möglichkeiten der
Kommunikation mit sich bringen.
Da ein solches Vernetzungskonzept für Wohngruppen noch
nicht existiert, gibt es keine genaueren Informationen dazu. Doch Vernetzung
und Kooperation ist gerade in der Sozialen Arbeit von großer Bedeutung.
Besonders häufig ist sie z.B. im Bereich „Jugendhilfe und Schule“ zu finden.
Auch zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ gibt es einige Projekte
wie beispielsweise das „Bremer Verbundprojekt Beruf und Familie“.