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Verkehr Europa .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Enviromental Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Prof. Eicher 2010
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2. Das historische Dilemma der Verkehrswegeplanung

Bewusstseinswerdung einer bevorteiligten Mobilität, früher gab es kein Interesse richtige Strassen einzurichten. Wenig Reisen, Adel bewegte sich auf Pferden fort, schlechte Wege somit egal.

Postdienstà 17. Jhdt. Bestreben nach hochleistungsfähiger Strassen.

Frankreichà Errichtung von Königsstrassen, fortschrittlichstes Land, was den Straßenbau betraf. Haben Römerstrassen analysiert und verbessert. Brachten viel Geld für Strassen auf (Allee-Trottoir). Allee ist eigentlich ihre Straßenbefestigung. Chaussee= Hochleistungsstrassen.

Tescapetà durch ihn wurde die erste technische Hochschule für Straßenbau errichtet. Vieles lief unter militärischer Geheimhaltung und drang nicht nach außen. Von der Masse wurden die Strassen noch immer nicht genutzt. Reisebedürfnis erst in Biedermeier- Zeit.

Einzige Reise- Walfahrt, Pilgerfahrt. Adel immer noch oft beritten unterwegs (nicht in Kutschen). Frächter und Handeltreibende.

Mittelalterà Straßenzwänge, in den Städten mussten die Handelnden ihre Waren darbieten und durften dann erst weiterfahren. Es wurde auch Maut verlangt. Nur selten und teure Produkte waren Ladegut eines Fernhandels, weil der Transport so teuer war.

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Erst Merkantilismus (1711-1740)- Bestrebungen nach besonderen Fahrkörpern in der Oberschicht. Ziel= gewerbliche Arbeit stärker einführen. Somit benötigte man den Handel. Hauptkommerzialstraße war Wien- Graz-Triest.

Türkenkriege halfen dem schrägen Durchgang (durch Kärnten- Neumarkt- Mur/Mürz- Furche- Semmering- Wien) man hatte nach den gewonnenen Kriegen keine Angst mehr vor den Türken. Dieser Durchgang war eine Erfindung von Venedig.

Erhard—Etzlaub- Romweg- Karteà älteste Karte (ca 1400 gezeichnet). Südorientierung. Judenburger Stadtturm wurde dem Campanile nachgebaut (Verbindung zu Venedig).

Kaiserliches Patentà man soll auf eigenem Weg Triest erreichen- Hauptkommerzialstraße (schräger Durchgang).

Wichtig: große Flüsse und Seen. Heute eher ein Verkehrshindernis (Brückenbau), damals ganz anders. Wasserwege wurden benutzt. Flussweg war im vorindustriellen Zeitalter ein Vorteilsweg (auch Seeweg); Boote konnten gegenüber dem Fuhrweg viel mehr transportieren; flussaufwärts wurden Boote durch Pferde und Menschen gezogen;

Öà einziger leistungsfähiger Kanalà Wnr. Neustädter Kanal. 1803 hergestellt; 56 km lang, heute Radweg. 4-5m breit; man wollte ihn bis nach Triest weiterführen.

Linz- Budweis- Pferdeeisenbahn.

 

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Video: Eisenbahn als Machtsymbol. Russland- Alexander- Transit.

Rudiyard Kiplingà „die Zivilisation unter Völkern ist mit dem Entwicklungsgrad von Verkehrsinfrastruktur gleichzusetzen“.

15. 03. 2007

Transit: größter Zuwachs à Donauachse 24% an 2. Stelle Korridor Süd.

Erste transeuropäische Verkehrsplanungà Römer: z.B. Leibnitzer Feld- Römerweg. Gerade Strassen; Römisches Reich hat ohnehin gänzlich Europa beherrscht, dann lässt sich so was durchführen.

Postrouten: erster indirekter Zwang zu einer Straßenverbesserung; auch Bürgertum war schon unterwegs; 18/19. Jhdt kannte die Masse der Bevölkerung noch keine Mobilität; Adel war beritten; nur Frächter der Handelstreibenden waren an Verkehrswegen interessiert; große Konkurrenzsituation des Säumerverkehrsà schmale Trampelpfade über direkten Weg über das Gebirge; war oft billiger als der Verkehr im Tal (Quelle: Pichler 1989).

Geringe Geschwindigkeiten; Barrierefunktion der Alpen wurde längst nicht so stark wahrgenommen wie heute. Winterverkehrà zugefrorene Flüsse, Seen; Boden war gefrorener besser.

Bestreben nach leistungsfähigen Verkehrsnetzen- Merkantilismus (Karl G.). staatspolitische Bestrebungen des Habsburgerreichs. Erkenntnis der Notwendigkeit besonderer Fahrkörper; Vorbild- französ. Königsstraßen;

1719 Triest wurde Freihafen. Triest- Graz- Wien Straßenbau.

1728 ist neues Denken eingetreten.

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Bildungs- und Kommerzreisenà kommen erste Hälfte 19 Jhdt in Mode. Erste Postroutenkarten, Posttopographien, Reisehandbücher.

Gewässer waren Haupttransportträgerà kein Massenangebot an Eisen- wurde sparsam eingesetzt. Fehlen einer Erfindung größerer Brückenspannweiten; unvergleichbare Leistungsfähigkeit des Schiffs, schnell ging es nur flussabwärts- flussaufwärtsà treideln (Treidelspfade).

Dampfmaschinenschiffà noch mehr Wasserverkehr, auch flussaufwärts konnte man schnell unterwegs sein. Leistungen für Binnenschiffnetz wurden erbracht- Frankreich, Po, Niederlande.

Wnr. Neustädterkanalà 1803 begonnen. 1809 beendet, 50 km lang; jetzt Radwege, man wollte ihn bis Triest weiterbauen. Eisenbahn noch nicht erfunden. Lendkanal ist noch älter (Klgft) und wurde auch erweitert. Hat Klagenfurt mit alten Wörthersee verbunden.

Menschen früher völlig andere Geisteshaltung zu Verkehr, man beneidete Gebiete mit langer Küstenentwicklung. Durchwegigkeit des Raumes unter einem ganz anderen Blickwinkel.

Aufbau technisches System Eisenbahnà Aufstieg der Wirtschaft des 19 Jhdt; für die Monarchie, aber kein sprunghafter Aufstieg in Zentraleuropa. Man schwankte zwischen Hoffnung und Skepsis. Neu waren die standortunabhängigen Produktionsstätten; erstmals Clusterbildung von Industrieräumen.

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Magnetà Industrieregion Wnr. Neustadt, stmk. Erzberg- die Schmiede- u. Waffenkammer der Monarchie. Personenverkehr war nur ein Nebeneffekt. Erste Netzwerke/ Netze entstehen.

Wessely- „Hochleistungsachsen sind Wohlstandsachsen“. Westbahn viel später gebaut als Südbahn.

Pferdeeisenbahn Gmunden- Linz- Budweis. Achslastmöglichkeiten waren viel größer. Erste transeuropäische N-S- Strecke= Gotthardachse (nur 1x/Tag ist ein Schnellzug gefahren). Pferdepostkutsche wurde durch die Eisenbahn nicht verdrängt. Transportgewerbe wurden selbstständige Berufe, früher Nebenerwerb. Anfänge von Speditionen. Neu waren Fahrpläne- (1) neue Arbeitsmobilität, Landflucht

(2) Besuchsreisebedürfis

(3) Auswanderungsmobilität

(4) Bildungsreisebedürfnis eines breiter gewordenen Mittelstandes.

Neuà Landschaftsreisegenuss (v.A. Schweiz), auch Hotellerie schon vorhanden- Alpinismus, Bahnen als Aussichtsbahnen gebaut.

Ausbreitung der Bahn in der Fläche, somit Chancen auf Mobilität ganzer Nationen. Technisch- soziale Revolution durch Mobilität. Eisenbahn ruft TEN- Gedanken auf; rasche Verbindungen zu starken Zentren (Wien wurde zur Welthauptstadt); Distanzen verschwinden; Kultur wird verbreitet. In Spanien und Russland Breitspurbahnen entwickelt, Grund war wieder ein militärischer- Vormachtstellung.

 

22.3.2007

 

 

England+ Wales 1830 33.000 km Kunststraßen

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