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Vergleich von öffentlich-rechtlichen und privaten
Nachrichtensendungen
Dieses Referat soll zeigen, wie
sich öffentlich-rechtliche von privaten Nachrichtensendungen unterscheiden,
wobei sowohl auf die Darstellungsformen, als auch auf die Nachrichtenauswahl
eingegangen werden soll. Als Beispiele dienen die Hauptnachrichtensendungen von
ARD, ZDF, RTL und SAT1. Ebenso wird der Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Wettbewerb
und der Qualität der Nachrichtensendungen beleuchtet.
1. Beschreibung der
wichtigsten Merkmale
Am Anfang werde ich die wichtigsten
Merkmale der vier Sendungen beschreiben, zu diesen zählen sowohl
Nachrichteninhalte als auch die Darstellungsform. Denn in der heutigen
Konkurrenzsituation wird der Kampf um die Gunst des Zuschauers nicht mehr nur
über die Nachrichteninhalte geführt, sondern verstärkt über das Image und das
optische Erscheinungsbild der Sendungen.
1.1 Darstellungsformen
Mit Darstellungsformen ist das
optische Erscheinungsbild und die Art der Präsentation durch den Studiosprecher
bzw. den Moderator gemeint. Hier sind zwischen den einzelnen Sendern einige
Unterschiede feststellbar.
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Die „Tagesschau“ hat sich im
Laufe der Zeit am wenigsten verändert. Sie wird von wechselnden Studiosprechern
präsentiert, die stets in der Halbtotalen gezeigt werden. Der Sprecher wirkt
stets nüchtern und sachlich und erlaubt sich keine persönlichen Bemerkungen.
Dadurch wird eine gewisse Distanziertheit des Sprechers vermittelt.
Der Einsatz
verschiedener Stilmittel ist sehr spärlich. So wird zum Beispiel auf
Interviews, Kommentare, einen Themenüberblick zu Beginn und Small-Talk-Elemente
komplett verzichtet. Bei der Art der Beiträge spielen Sprechermeldungen eine
große Rolle. Die Anzahl der Themen ist relativ gering, dafür gewährt die
„Tagesschau“ jedoch die meiste Zeit pro Thema.
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1.1.2 heute (Bild) um 19 Uhr
Die „heute“-Sendung des ZDF
zeichnet sich durch die höchste Visualisierung, sprich die meisten bewegten
Bilder, aus. Es gibt vier verschiedene Kamerapositionen, unter anderem auch die
sehr nahe Schultereinstellung, womit die Nähe der Zuschauer zum Moderator
vermittelt werden soll. Es gibt verschiedene Moderatoren mit eigener
journalistischer Kompetenz, die auch Interviews führen. Ein eigener
Sportmoderator sowie je nach Bedarf ein Experte wie zum Beispiel ein
Wirtschaftsredakteur sind im Studio anwesend. Auffällig ist der häufige Einsatz
von Auslandsbeiträgen mit Korrespondenten um abstrakte Inhalte zu vermitteln
und die Anwesenheit am Ort des Geschehens zu vermitteln.
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1.1.3
RTL aktuell (Bild) um 18:45
„RTL aktuell“ nimmt in seiner
Gestaltung die entgegengesetzte Extremposition zur „Tagesschau“ ein. Hier ist
das Anchormanprinzip (Anchorman ist ein Redakteur oder Moderator aus dem Amerikanischem)
konsequent umgesetzt worden mit Peter Klöppel, der den größten Teil der
Sendungen moderiert und als Identifikationsfigur für die Sendung dient. Auch
finden sich nur bei RTL Überleitungen im Small-Talk-Stil zur ebenfalls fast
immer gleichen Sportmoderatorin. Bei der Anzahl der Themen verfährt RTL nach
der Devise „Viele Themen beschränkt auf das Nötigste“ . Dabei unterscheidet
sich die Sendung von den anderen nicht nur durch die schnellsten Themenwechsel
bei z.B. den Kompakt News, sondern auch durch die schnellsten Schnitte, was auf
ein jüngeres Publikum als Zielgruppe des Senders hinweist.
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1.1.4
Sat1 Nachrichten (Bild) um 20 Uhr
Das SAT.1-„Nachrichten“ (früher
sat1 news) wird von einem Sprecher moderiert, der sowohl die Nachrichten als
auch das Wetter präsentiert. Dieser befindet sich in einem virtuellen Studio.
Es gibt vier verschiedene Kameraeinstellungen und teilweise auch einen Zoom,
die für optische Abwechslung sorgen.
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Versuch, durch
Themenauswahl und –plazierung
Seriosität aufzubauen, erinnert an die ARD.
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1.2 Nachrichtenauswahl
(Tabellen)
Bei der Auswahl der Themen für
die Nachrichtensendungen werden bei den
verschiedenen Sendern zwei
unterschiedliche Maßstäbe angelegt: „Während die
‚unerlässliche Grundversorgung’
Pflicht der öffentlich-rechtlichen Anstalten ist,
müssen die Privaten keinem
Standard gerecht werden. Daraus ergibt sich für die privaten Sender ein
größerer Spielraum für Themen aus dem Bereich „Soft News“ oder „Human Interest“
wie Unglücke, Schicksalsschläge, Sensationen oder Meldungen über Prominente,
welche meistens in ein Short News Block verpackt werden. Jedoch ist die Zahl
solcher Boulevardthemen in den letzten Jahren trotzdem deutlich zurückgegangen.
Die öffentlich-rechtlichen Sender konzentrieren sich nicht zuletzt aufgrund
ihres gesetzlichen Programmauftrags auf politische Themen, den so genannten
„Hard News“ denen auch Wirtschafts- und Bildungsthemen zuzurechnen sind. Des
Weiteren ist die Nachrichtenerstattung bei den öffentlich-rechtlichen Sendern
genauer.
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2. Quoten (Bild)
ARD Dauerbrenner Wenig
überraschend ist die meistgesehene Hauptnachrichtensendung Deutschlands die
"Tagesschau" der ARD. Im Schnitt ließen sich in diesem Jahr bislang
täglich 6,2 Millionen Zuschauer ab drei Jahren durch die ARD über das
Wichtigste des Tages informieren. Somit liegt die in den einschlägigen Umfragen
stets als am kompetentesten bewertete Nachrichtensendung auch aus Quotensicht
vorn. Und dabei sind die Zuschauer, die die "Tagesschau" in den
Dritten Programmen der ARD oder Phoenix sehen, noch gar nicht berücksichtigt.
Der durchschnittliche Marktanteil lag bei 19,6 Prozent.
ZDF Verfolger Die
Dominanz der Öffentlich-Rechtlichen zeigt sich auch auf Platz 2: Das ZDF konnte
mit seinen "heute"-Nachrichten im Schnitt 4,88 Millionen Zuschauer ab
drei Jahren gewinnen, was 16,7 Prozent Marktanteil entsprach.
RTL ernstzunehmender Rivale Keinesfalls
verstecken muss sich die besonders beim jüngerem Publikum ankommende Sendung
von RTL: Hervorragende 4,38 Millionen Zuschauer machten "RTL aktuell"
zur mit Abstand meistgesehenen Nachrichtensendung der Privatsender. Aufgrund
der früheren Sendezeit lagen die Kölner beim Marktanteil mit 15,4 Prozent sogar
annähernd auf dem gleichen Niveau wie ARD und ZDF.
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