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Vergleich verschiedener Messverfahren zur Bestimmung des Zelltodes von Hefezellen .doc

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VERGLEICH VERSCHIEDENER MESSVERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES ZELLTODES VON HEFEZELLEN




Der Eukaryot Saccharomyces Cerevisiae ein Modellorganismus in der molekularbiologischen Forschung. Aufgrund der einfachen Kultur-bedingungen und der Verwandtschaft der internen Zellstruktur zu anderen eukaryoten Zellen wird er zum Beispiel zur Untersuchung des Zellzyklus oder des Proteinabbaus verwendet.

Der Zelltod., die sogenannte Apoptose, ist eine Form des programmierten Zelltods. Es ist gewissermaßen ein „Zellselbstmord“ einzelner Zellen. Die Apoptose wird aktiv von der Zelle durchgeführt und ist somit Teil des Stoffwechsels der Zelle, wodurch die Zelle einer strengen Kontrolle unterliegt und ohne Schädigung des benachbarten Gewebes stirbt. Dieses kann von außen angeregt werden (etwa durch Immunzellen) oder aufgrund von zellinternen Prozessen ausgelöst werden (etwa nach starker Schädigung der Erbinformation).

Die Apoptose unterscheidet von den anderen Formen des programmierten Zelltods, das bei ihr eine Gruppe von Enzymen, die proteolytische Aktivität aufweisen, durch sogenannte Caspasen, eine zentrale Rolle spielen.

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Als Folge kommt es zu lokalen Entzündungen, wobei auch benachbartes Gewebe beschädigt wird. Im Vergleich zur Nekrose ist die Apoptose die häufigere Form des Zelltods.
Gegenwärtig wird die Apoptose besonders

im Zusammenhang mit der Krebsentstehung und verschiedenen Autoimmunerkrankungen erforscht. Ein Ziel der Krebsforschung ist es, kontrollierte Apoptose bei entarteten Zellen auszulösen.

METHODEN

Das Sterben von einzelnen Hefezellen kann über mehrere Verfahren bestimmt werden:

1)                 FACS-Analyse

Bedeutet Fluorescence Activated Cell Sorting, wird aber meist Durchflußzytometrie genannt. Es wird anhand optischer Signalen die Intensität der Emissionen der Zelle gemessen wenn diese den Lichtstrahl passiert. Der Schwellenwert, ab dem eine Zelle als tot betrachtet wird, kann frei gewählt werden.

Fluoreszenz Mikroskopie:

DHE (Dihydroethidium) ist eine Färbung zum Nachweis reaktiver Sauerstoffspezien (z.B. H2O2). So wird Zellstress nachgewiesen. Es werden die toten Zellen positiv fluoreszierend gezeigt, weil die Fluoreszierende Farbe das Mikroskop abgegebene Licht reflektiert.

Im Fluoreszenz-Mikroskop erscheinen DHE- positive Zellen rot fluoreszierend. Dies ist der Anteil der gestressten Zellen, die aktiv Selbstmord begehen.

DIC (Digitaler Interferenzkontrast) ist die Hellfeldmikroskopie. Sie zeigt die gesamte Population sowohl lebende als auch tote Zellen.

2)                 Tunel-Methode,

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VORGEHENSWEISE

Aus den 26000 Messergebnissen, die mittels FACS- Analyse ermittelt wurden, ist eine Stichprobe mit 8000 Werten entnommen worden. Daraus wurde Mittelwert, Median und Varianz errechnet (Tabelle 1). Der Median ist die Grenze zwischen 2 Hälften und halbiert eine Verteilung. Die Varianz beschreibt wie stark eine Messgröße vom Mittelwert streut.

Anhand der Stichprobe werden Histogramme erstellt, die die lebenden und die toten Populationen darstellen. Anschließend wurde der Grenzwert anhand der Intensitätswerte mit Hilfe des Logarithmus und der erstellten Histogramme festgelegt (Bild 1,2,3,4).

Da dieser zwischen toten und lebenden Zellen frei gewählt werden kann, liegt dieser am optisch tiefsten Punkt der beiden Populationen. Dies entspricht einem Intesitätswert von 22,1979. Mit dem Grenzwert lassen sich nun die Verteilungen der Populationen darstellen (Bild 5, 6, 7, 8)

VERGLEICH

Um die FACS- Methode DHE Tag 1 und FACS- Methode Tunel Tag 1 zu vergleichen, verwendet man den T-Test, der die statistische Signifikanz berechnet. Sie gibt eine begründete Entscheidung über die Gültigkeit oder Ungültigkeit einer Hypothese. Da es sich bei den Daten um Stichproben handelt, lässt sich aber niemals mit Sicherheit sagen, ob eine Hypothese stimmt oder nicht.

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Im Vergleich der beiden Färbemethoden mit ungleichen Varianzen am Tag 1 ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit p von 5,07088*10-34, der kleiner als das Signifikanzniveau ist und somit kann die H0 Hypothese verworfen werden. Es kann also ein signifikanter Unterschied bei den beiden Färbemethoden betrachtet werden.

Um die verschiedenen Mikroskop-Ergebnisse gegenüber zustellen, wurden die Bilder bearbeitet (Bild 9, 10, 11, 12) und die lebenden und die toten Populationen übereinandergelegt um so diese zu vergleichen und auszuzählen. Wenn man die verschiedenen Prozentsätze (Bild 13, 14, 15, 16) der Populationen der Fluoreszenzmikroskopie DHE Tag 1 und Tunel Tag1 erhält man einen 6-mal so großen Unterschied bei den toten Zellen.

Es ergibt sich ebenso ein Unterschied bei der Fluoreszenz-Mikroskopie DHE Tag 5 und Tunel Tag 5.

Ein Grund für die Unterschiede in den einzelnen Färbemethoden kann die genommene Stichprobe sein, da diese nicht für alle 26000 Intesitätswerte stehen kann.

ERGEBNISSE

Aufgrund der Auswertung wird festgestellt, dass der Vergleich von FACS-Analyse und Fluoreszenzmikroskopie schwierig ist, da jedes der beiden Verfahren eine eigene Technik und verschiedene Daten beinhaltet.

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Aufgrund der Stichproben kommt es aber zu extremen Abweichungen der Ergebnisse, daher müsste man vermutlich, um ein genaueres Ergebnis zu erzielen, alle 26000 Intensitätswerte bei FACS verwenden. Bei Fluoreszenzmikroskopie wären Bilder mit größeren Populatiuonen aussagekräftiger.

In diesem Fall gibt es somit keinen direkten Vergleich.



REFERenzen


1.                  Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Siegfried Vössner, Skriptum EDV Basiswissen

2.                  http://de.wikipedia.org/wiki/Apoptose

3.                  http://de.wikipedia.org/wiki/Facs

4.                  http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoreszenzmikroskopie



TABELLEN UND Bilder


Tabelle 1: Median, Mittelwert, Varianz

 

Median

Mittelwert

Varianz

DHE d1

227,01

370,9419

738263,7

DHE d5

269,31

2828,473

27117975

Tunel d1

96,16

226,6918

381745,8

Tunel d5

144,79

1682,301

10320740







Bild 1: Histogramm DHE Tag 1

Bild 2: Histogramm DHE Tag 5

 

 

Bild 3: Histogramm Tunel Tag 1

Bild 4: Histogramm Tunel Tag 5

 

 

Bild 5: Verteilung der Population bei DHE Tag 1

Bild 6: Verteilung der Population bei DHE Tag 5

Bild 7: Verteilung der Population bei Tunel Tag 1

Bild 8: Verteilung der Population bei Tunel Tag 5

Bild 9: Fluoreszenzmikroskopie DHE Tag 1

Bild 10: Fluoreszenzmikroskopie DHE Tag 5

Bild 11: Fluoreszenzmikroskopie Tunel Tag 1

Bild 12: Fluoreszenzmikroskopie Tunel Tag 5

Bild13: Tortendiagramm
DHE Tag 1

Bild14: Tortendiagramm
DHE Tag 5

Bild15: Tortendiagramm
Tunel Tag 1

Bild16: Tortendiagramm
Tunel Tag 5



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