Datensammlung für
vegetationsökologische Fragestellungen
1. Vor der Datensammlung müssen
bestimmte Sachverhalte abgeklärt werden, um die Fragestellung zu fixieren.
Worum handelt es sich? Bzw. Was hängt von der Fragestellung ab?
Arbeitszeitraum,
Vorerkundung, Wahl der Methode
2. Welche Punkte sind von der
Fragestellung und dem Ziel der Arbeit abhängig?
Ausdehnung des Gebietes,
Aufnahmezeitpunkt, Zahl der Probeflächen insgesamt, Zahl der Probeflächen pro
Vegetationstyp, Auswahl und Abgrenzung der Probeflächen, Datensammlung in der
Probefläche
2.1 Der Aufnahmezeitpunkt hängt von der Fragestellung und
dem Ziel der Arbeit ab. Man unterscheidet 4 Kategorien. Welche? Wovon
ist die Wahl des Aufnahmezeitpunktes-Aufnahmeraumes noch abhängig? Welche
Aufnahmen sind für die gemäßigte Zone empfehlenswert?
Die Wahl des
Aufahmezeitpunktes-Aufnahmeraumes ist weiters von der Vegetationsentwicklung im
Jahreslauf (ohne Ruhezeiten, Kälteruhe, Kälte- und Trockenruhe im Sommer)
abhängig.
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1-Malige Aufnahme
(Kryptogamenvegetation oder -synusien)
2-malige Aufnahme (Waldvegetation oder
Magertrockenrasen mit Geophyten)
2- bis mehrmalige Aufnahme
(vollständige Bestandsaufnahmen in Wäldern der gemäßigten Zone)
Mehrere Beobachtungszyklen (mehrere
Jahre, Pilzgesellschaften in Wäldern)
2.2 Zahl der Probeflächen pro Vegetationstyp. Wovon ist
sie abhängig, welche RL gibt es?
ist abhängig von
• der Flächenausdehnung des
Vegetationstyps
• Art der Verteilung
• Zahl der „Störgrößen“ (unterschiedliche
Nutzungsart und Nutzungsdauer
• Zahl der Kenn- und Meßgrößen
Als Richtlinie kann gelten:
Assoziation > 10 besser 20-30 Aufnahmen, Subassoziation mind. 5
2.3 Abgrenzung und Auswahl von Probeflächen. Welche
Methoden werden angewandt um Probeflächen abzugrenzen? Erklären Sie die
Methoden!
Plotless sampling:
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Winkelzählprobe
nach Bitterlich, 1948
Point-centered-quarter Methode (Abb. 2b)
vom
zufällig entlang einer Transektlinie verteilten Punkt wird im rechten Winkel
zur Transektlinie eine weitere Linie gelegt, die den Raum in 4 Quadranten
teilt. In jedem Qu wird die Entfernung zum Kreuzungspunkt (Beobachtungspunkt)
gemessen, die 4 Werte werden gemittelt (= mittlere Entfernung). Wenn man nun
das Quadrat der mittleren Entfernung durch die Einheitsfläche dividiert, so
erhält man die Dichte (= Zahl der Bäume pro Einheitsfläche [im Wald immer ha]).
Wenn nun noch die Durchmesser bekannt
sind, kann man von den obigen Werten ausgehend auch die Dichte (je Art),
Mittlere Basalfläche (und je Art), Dominanz, Frequenz usw pro Einheitsfläche
ausrechnen (Beispiel in Kreeb 1983: 80-84)
Nearest neighbor Methode (Abb. 2c)
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Random pairs Methode (Abb. 2d) gemessen
wird der Abstand individual closest to point der nächste Nachbar auf der
gegenüberliegenden Transektseite strip
Random pairs Methode (Abb. 2d)
gemessen
wird der Abstand individual closest to point der nächste Nachbar auf der
gegenüberliegenden Transektseite
strip transect method (Probestreifenmethode)
Punktquadrat-Methode(point-quadrat method) (Levy &
Madden 1933; Goodall 1952, 1953)
Grafiken wurden automatisiert entfernt
2.3.1 Wer entwickelte die Punktquadrat – Methode?
Levy & Madden 1933, Goodall
1952/53
2.3.2 Erläutern sie die Probeflächenmethode!)
Größe der Probeflächen
Feststellung des Minimum-Areals m. H.
Linientaxierung aufeinanderfolgende
Untersuchung gleich großer Flächen in
Form eines Transektes
Quadratverdoppelung (vgl. Abb. 3)
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Auswahl der Probeflächen: oben: subjektiv,
unten: Anordnung ohne vorherige Stratifikation
Grafiken wurden automatisiert entfernt
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- Zufallsprinzip
(gleich große Flächen)
- Raster (regelmäßig
verteilte, gleich große Flächen)
- nach
subjektiver Auswahl (Größe und Form variabel)
2.4 Datensammlung in der Probefläche. Welche Arten von
Daten unterscheidet man?
Standortsdaten
- Höhe
- Exposition
- Hangneigung
- Reliefform
(Makro- u. Mikrorelief)
- Gestein
(parent rock)
- Boden
(soil type, grain diameter)
- Klima
- Störungen
- Wirtschaftseinflüsse
des Menschen
Qualitative Vegetationsdaten
- Strukturtyp,
Physiognomie
- Schichtung
- Abb. 5: Stufig
aufgebauter Laubbaum
- horizontale
Feinstruktur (Synusien..)
- phänologischer
Zustand
- Florenliste
- Entwicklungszustand der Arten (Slg., Juv.) (ev. Aufnahme der Wuchs- und
L-formen)
- Bestandesstruktur
(Altersstruktur)
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