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Vegetationsökologie .doc

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Faculty
Natural Science
Discipline
Biomedical Sciences
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Examination questions
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2008
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Datensammlung für vegetationsökologische Fragestellungen

 

1. Vor der Datensammlung müssen bestimmte Sachverhalte abgeklärt werden, um die Fragestellung zu fixieren. Worum handelt es sich? Bzw. Was hängt von der Fragestellung ab?

Arbeitszeitraum, Vorerkundung, Wahl der Methode

2. Welche Punkte sind von der Fragestellung und dem Ziel der Arbeit abhängig?

Ausdehnung des Gebietes, Aufnahmezeitpunkt, Zahl der Probeflächen insgesamt, Zahl der Probeflächen pro Vegetationstyp, Auswahl und Abgrenzung der Probeflächen, Datensammlung in der Probefläche

2.1 Der Aufnahmezeitpunkt hängt von der Fragestellung und dem Ziel der Arbeit ab. Man unterscheidet 4 Kategorien. Welche? Wovon ist die Wahl des Aufnahmezeitpunktes-Aufnahmeraumes noch abhängig? Welche Aufnahmen sind für die gemäßigte Zone empfehlenswert?

Die Wahl des Aufahmezeitpunktes-Aufnahmeraumes ist weiters von der Vegetationsentwicklung im Jahreslauf (ohne Ruhezeiten, Kälteruhe, Kälte- und Trockenruhe im Sommer) abhängig.

 

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1-Malige Aufnahme (Kryptogamenvegetation oder -synusien)

2-malige Aufnahme (Waldvegetation oder Magertrockenrasen mit Geophyten)

2- bis mehrmalige Aufnahme (vollständige Bestandsaufnahmen in Wäldern der gemäßigten Zone)

Mehrere Beobachtungszyklen (mehrere Jahre, Pilzgesellschaften in Wäldern)

2.2 Zahl der Probeflächen pro Vegetationstyp. Wovon ist sie abhängig, welche RL gibt es?

ist abhängig von

• der Flächenausdehnung des Vegetationstyps

• Art der Verteilung

• Zahl der „Störgrößen“ (unterschiedliche Nutzungsart und Nutzungsdauer

• Zahl der Kenn- und Meßgrößen

Als Richtlinie kann gelten: Assoziation > 10 besser 20-30 Aufnahmen, Subassoziation mind. 5

2.3 Abgrenzung und Auswahl von Probeflächen. Welche Methoden werden angewandt um Probeflächen abzugrenzen? Erklären Sie die Methoden!

Plotless sampling:

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Winkelzählprobe nach Bitterlich, 1948

Point-centered-quarter Methode (Abb. 2b)

vom zufällig entlang einer Transektlinie verteilten Punkt wird im rechten Winkel zur Transektlinie eine weitere Linie gelegt, die den Raum in 4 Quadranten teilt. In jedem Qu wird die Entfernung zum Kreuzungspunkt (Beobachtungspunkt) gemessen, die 4 Werte werden gemittelt (= mittlere Entfernung).

Wenn man nun das Quadrat der mittleren Entfernung durch die Einheitsfläche dividiert, so erhält man die Dichte (= Zahl der Bäume pro Einheitsfläche [im Wald immer ha]).

Wenn nun noch die Durchmesser bekannt sind, kann man von den obigen Werten ausgehend auch die Dichte (je Art), Mittlere Basalfläche (und je Art), Dominanz, Frequenz usw pro Einheitsfläche ausrechnen (Beispiel in Kreeb 1983: 80-84)

Nearest neighbor Methode (Abb. 2c)

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Random pairs Methode (Abb. 2d) gemessen wird der Abstand individual closest to point der nächste Nachbar auf der gegenüberliegenden Transektseite strip

Random pairs Methode (Abb. 2d)

gemessen wird der Abstand individual closest to point der nächste Nachbar auf der gegenüberliegenden Transektseite

strip transect method (Probestreifenmethode)

Punktquadrat-Methode(point-quadrat method) (Levy & Madden 1933; Goodall 1952, 1953)


Grafiken wurden automatisiert entfernt

2.3.1 Wer entwickelte die Punktquadrat – Methode?

Levy & Madden 1933, Goodall 1952/53

2.3.2 Erläutern sie die Probeflächenmethode!)

Größe der Probeflächen

Feststellung des Minimum-Areals m. H.

Linientaxierung aufeinanderfolgende

Untersuchung gleich großer Flächen in

Form eines Transektes

Quadratverdoppelung (vgl. Abb. 3)


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Auswahl der Probeflächen: oben: subjektiv, unten: Anordnung ohne vorherige Stratifikation


Grafiken wurden automatisiert entfernt

 

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-       Zufallsprinzip (gleich große Flächen)

-       Raster (regelmäßig verteilte, gleich große Flächen)

-       nach subjektiver Auswahl (Größe und Form variabel)

2.4 Datensammlung in der Probefläche. Welche Arten von Daten unterscheidet man?

Standortsdaten

-       Höhe

-       Exposition

-       Hangneigung

-       Reliefform (Makro- u. Mikrorelief)

-       Gestein (parent rock)

-       Boden (soil type, grain diameter)

-       Klima

-       Störungen

-       Wirtschaftseinflüsse des Menschen

Qualitative Vegetationsdaten

-       Strukturtyp, Physiognomie

-       Schichtung

-       Abb. 5: Stufig aufgebauter Laubbaum

-       horizontale Feinstruktur (Synusien..)

-       phänologischer Zustand

-       Florenliste - Entwicklungszustand der Arten (Slg., Juv.) (ev. Aufnahme der Wuchs- und L-formen)

-       Bestandesstruktur (Altersstruktur)


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